Angst um "mystischen Ort"

Donauanlieger machen gegen geplante Fahrradbrücke mobil

Die Pläne für den „Holzgartensteg“ vom Grieser Spitz zum Reinhausener Damm wecken bei den Anwohnern Befürchtungen vor einem Brückenmonster – wieder einmal.

„Die wollen eine Brücke bauen und machen sich keinerlei Gedanken, was das für weitreichende Konsequenzen hat“, sagt Walter Cerull vom Verein „Donauanlieger“. Foto: bm

Die Stadt muss fahrradfreundlicher werden. Da sind sich die Regensburger Stadträte und Walter Cerull vom Verein der Donauanlieger einig. Das war es dann aber auch schon mit den Übereinstimmungen. Cerull, Anwohner in Stadtamhof, versteht die Politik nicht mehr. „Die wollen eine Brücke bauen und machen sich keinerlei Gedanken, was das für weitreichende Konsequenzen hat.“

Ein Schlüsselprojekt im Radverkehrsplan

Am 18. September 2018 beschloss der Stadtrat einstimmig, einen Planungswettbewerb für den „Holzgartensteg“ über die Donau. Die als Fahrradbrücke angedachte Verbindung zwischen dem Grieser Spitz und dem Maria-Beer-Platz soll die nördlichen Stadtteile besser an die Altstadt angliedern. „Im Radverkehrsplan der Stadt Regensburg von 2009 wurde eine neue Radwegtrasse entlang der Naabstraße über den Maria-Beer-Platz und weiter über die Regenmündung zum Grieser Spitz mit Anschluss an den Grieser Steg untersucht,“ heißt es von Seiten der Stadt. Eine entsprechende Untersuchung prognostiziere für das Jahr 2025 knapp 2.000 Radfahrer pro Tag, was eine sehr hohe Verkehrsnachfrage darstelle. „Das Vorhaben ist im Radverkehrsplan als Schlüsselprojekt herausgehoben. Nur hierdurch kann die Wegeverbindung vom Stadtnorden in die Altstadt und den Stadtsüden qualifiziert hergestellt werden.“

Die favorisierte Variante für den Holzgartensteg. Plan: Stadt Regensburg

Walter Cerull und weitere Anwohner sehen nun den Grieser Spitz als Naherholungsgebiet in Gefahr. „Das hier ist ein wahnsinnig wichtiger Ort für viele Regensburger. Hier kommen Familien hin, Studenten lernen am Donauufer und andere kommen zum Schwimmen. Hier findet man Ruhe. Wo sonst haben wir so etwas? Noch dazu mitten in der Altstadt.“ Cerull schwärmt von dieser grünen Oase. Er selbst gehe fast jeden Abend dort spazieren und genieße die Atmosphäre. Dass die Stadt endlich tätig werden und Regensburg zu einer Fahrradstadt umgestalten müsse stehe außer Frage, betont der passionierte Radler. Das dürfe aber nicht auf Kosten von solchen Orten gehen.

Wie hoch muss die Brücke werden?

„Das fängt zunächst bei der Brückenkonstruktion an. Da die Brücke ohne Mittelpfeiler auskommen muss, ist es notwendig sehr leicht zu bauen. Dadurch kommt vermutlich nur eine Stahlseilbrücke in Frage.“ Ähnlich, wie die Kelheimer Fahrradbrücke, würde eine solche Brücke durch Seile getragen werden, die auf beiden Uferseiten an Pfosten befestigt sind. Bei der Höhe gäbe es auch einiges zu berücksichtigen, wie Cerull erklärt. „Es gibt gewisse Vorschriften, die eingehalten werden müssen. Wir haben am Ende mehrere Meter Höhenunterschied, die durch Zufahrtsrampen überwunden werden müssen.“

So ähnlich könnte der Holzgartensteg aussehen: die Radverkehrsbrücke in Kelheim.

Die Stadt hat hier bereits konkrete Zahlen auf den Tisch gelegt und spricht gemäß Machbarkeitsuntersuchung von circa sechs Metern Höhenunterschied, die auf der Uferseite des Grieser Spitz überwunden werden müssen. Diese Höhe ergebe sich zum einen aus der Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt von 6,40 Metern über dem höchsten Schifffahrtswasserstand. Darüber hinaus ist der sogenannte „Gefährdungsbereich“ definiert. Dieser hat eine Höhe von 7,88 Meter über dem Schifffahrtswasserstand. Wenn Brückenteile in diesen Bereich hineinragen, muss die Brücke einem Schiffsanprall standhalten können. „Diese Tatsachen wurden in der städtischen Machbarkeitsuntersuchung so berücksichtigt und werden dann in der statischen Berechnung entsprechend aufzugreifen sein“, heißt es in einer Antwort des Tiefbauamts.

Mögliche Varianten im Stadtratsbeschluss vom 18. September 2018. Plan: Stadt Regensburg

Doch Cerull befürchtet, dass am Ende der bisher unverstellte Blick in das Donautal ruiniert sein könnte. „Wir haben dann auf jeder Seite zwei große Metallpfosten stehen. Und wie hoch das tatsächlich wird müssen wir erstmal abwarten. Denn durch einen Schiffsanprallschutz wird die Brücke schwerer, was wieder Auswirkungen auf die ganze Konstruktion hat. Soll es eine möglichst leichte Brücke werden, muss höher gebaut werden.“

Rampen rund um den Spitz

Gerade die täglich am Grieser Spitz anlegenden Frachtschiffe stellen tatsächlich eine gewisse Gefahr dar, weiß auch Cerull nur zu genau. „Diese Schiffe haben alle ausfahrbare Kräne, mit denen die ihre Autos vom Boot runter und wieder rauf heben. Es kommt schon manchmal vor, dass in der Früh noch mit nicht ganz eingefahrenem Kran losgefahren wird.“ Ein Unfall wie 2008, als ein Schiff die Protzenweiherbrücke rammte, solle schließlich nicht noch einmal passieren.

Mit jedem Höhenmeter, den die Brücke am Ende haben wird, kommt ein weiterer Aspekt hinzu. Der Brückenzugang müsste über Rampen erfolgen, die eine entsprechende Länge und Breite haben werden. „Wir sprechen hier von mindesten 120 Metern, die eine solche Rampe haben wird, abhängig von der Brückenhöhe. Das wird ein gewaltiges Ding, das wir dann am Grieser Spitz stehen haben“, befürchtet Cerull fast etwas wehmütig und verweist auf eine Parkbank direkt am Zipfel des Grieser Spitz. „Ich sitze dort ganz oft. Das ist ja fast schon ein mystischer Ort, hier wo sich die Donau aufgabelt. Viele Regensburger suchen hier Ruhe und genießen den Blick.“

So könnte eine Auffahrt zur Fahrradbrücke aussehen.

Als Alternative schlagen die Brückengegner den Ausbau der Donaustauferstraße und der Brennesstraße vor. Die ehemals als wichtige Autostraßen geplanten Trassen wurden damals breit angelegt und seien heute aber kaum befahren. Nun könnten diese Straßen zu sicheren Fahrradstraßen ausgebaut werden, um den Fahrradverkehr dann über die Protzenweiher Brücke und den Grieser Steg zu leiten. „Eine fahrradgerechte Stadt benötigt auch fahrradgerechte Straßen. Mit einer Brücke ist es da nicht getan.“ So könne man sich ein Beispiel an anderen europäischen Städten nehmen, unter anderem in Belgien und den Niederlanden. „Dort gibt es wirklich richtig ausgebaute Fahrradstraßen, die die Stadtteile miteinander verbinden.“

„Attraktive Route“

Die Alternativvorschläge der Donauanlieger seien bereits berücksichtigt worden, sagt die Stadt. Doch hierzu heißt es: „Der im Radverkehrsplan aufgezeigte Handlungsbedarf kann durch diese Route nicht erfüllt werden.“ Deshalb hält man an der favorisierten Route als wichtige Maßnahme fest. „Die Stadt möchte den Radverkehr fördern und den Radverkehrsanteil am Gesamtverkehrsaufkommen steigern. Die attraktive Route, die der Holzgartensteg bieten wird, ist ein Baustein, dieses Ziel zu erreichen.“ Es werde eine wichtige Aufgabe der anstehenden Planungen sein, die verschiedenen Nutzungsansprüche zusammenzubringen und miteinander abzuwägen. Zudem versichert die Stadt, dass der Holzgartensteg nicht den kompletten Grieser Spitz verändern werde.

Wie groß werden die notwendigen Eingriffe am Grieser Spitz sein?

Der Streit um den Holzgartensteg ist im übrigen nichts neues. Schon 1995, als die ersten Überlegungen für eine Brücke über den Gries aufkamen, war Walter Cerull dabei und schon damals hatte er wenig Verständnis für die Pläne der Stadt. „Die hatten sogar kurz überlegt, bis auf die Wöhrdseite eine Brücke zu spannen. Zum Glück wurde das aber bald wieder verworfen.“ Vor etwa zehn Jahren gab es dann die Debatte über eine ÖPNV-Brücke, aber auch damals regte sich Widerstand.

Bürgerforum am 13. März

Cerull fühlt sich bei diesem Thema oft an die 60er und 70er Jahre erinnert. „Damals ging es um die autogerechte Stadt. In Regensburg hätten wir beinahe eine Stadtautobahn mitten durch die Altstadt bekommen.“ Heute dürfe nun der Idee einer fahrradgerechten Stadt nicht alles andere untergeordnet werden. „Wir müssen einen guten Kompromiss finden, bei dem wir die Stadt an wichtigen Punkten erhalten. An anderen Stellen muss natürlich auch eine Entwicklung stattfinden.“

Am 13. März wird es in Stadtamhof ein Bürgerforum zu der Thematik geben. Die Donauanlieger wollen dann über ihre Bedenken aufklären und den Druck auf die Stadt erhöhen. Walter Cerull hofft, dass auch diesmal die ganze Mühe belohnt wird und die Stadt das Vorhaben zu den Akten legt.

UPDATE

Die Stadt Regensburg hat uns gerade darauf hingewiesen, dass am 13. März lediglich eine allgemeine Bürgerversammlung stattfinden wird. Zum Holzgartensteg wird es jedoch noch eine gesonderte Infoveranstaltung geben, bei dem es nur um dieses Thema geht. Leider steht der Termin noch nicht final fest, er wird jedoch noch vor Ostern (voraussichtlich Ende März / Anfang April) stattfinden.

Der genaue Termin wird – sobald er feststeht – unter anderem unter https://www.regensburg.de/bei-uns-507/nah-dran/planungen-zum-holzgartensteg-beginnen eingestellt und auch über Facebook als Veranstaltung kommuniziert.

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Kommentare (42)

  • Weichser Bürger

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    Schade, das man in Regensburg keine sinnvollen Projekte mehr umsetzen kann ohne das es immer Personen gibt die was zum mammeln haben.

  • Christian

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    Ist die Brenner Straße den Regensburger Radlern zuzumuten? Oder ist das nicht ein nicht unwesentlicher Umweg? Oder hat sich etwa der Fehlerteufel eingschlichen und ist die Brennesstraße gemeint?

  • Stefan Aigner

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    @Christian.

    Stimmt. Danke für den Hinweis.

  • Weichser Donauanlieger

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    Ahhh, der Grieser Spitz als Oase der Ruhe….deshalb heißt er auch im Volksmund „Rockzipfel“ und die dort zu diversen Anlässen aufgebauten Bühnen samt PA dienen der inneren Einkehr des Herrn Cerull. Ach ja und die Studenten lernen am Donauufer…ich werf mich weg vor Lachen !

    Dass über den Grieser Spitz keine Brücke für den motorisierten Verkehr führen soll ist ja nachvollziehbar und unterstützenswert, wenn aber der umweltfreundliche Individualverkehr gefördert werden soll, dann soll das nun auch nicht möglich sein ? Wo leben wir denn ? Ja, auch eine solche Brücke ist ein mitunter nicht zu übersehendes Bauwerk, aber wir leben in einer Stadt und nicht in einem Nationalpark und wenn hier endlich mal etwas für nachhaltige Mobilität gemacht werden soll, dann passt es auch nicht ? Ich bin auch ein direkter Donauanlieger und bin klar für diese Brücke, selbst wenn sie unter Umständen auch für uns ein paar Nachteile mit sich bringt !

    Vielleicht sollte sich der Herr Oberstudienrat auf eine einsame Insel zur inneren Einkehr zurückziehen, aber da kann man ja nicht mehr „gschafteln und opponieren“ und das scheint ja ein beliebtes Hobby zu sein.

  • joey

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    Das Problem Cerull verstehe ich nicht.

    Allerdings frage ich mich auch, warum man nicht parallel (und mit Abstand) zur Frankenbrücke eine neue Fahrradbrücke baut (ausgehend von der Thurmknopfstr.) und die Protzenweiherbrücke verbreitert. Dazwischen gäbe es Wegemöglichkeiten entlang dem Pier.
    Alle Brücken hätten möglichst kurze Spannweiten. Die Wege sind auch nicht länger, denn die Spitze des Grieser Spitz muß immer noch gefahren werden, um auf den Grieser Steg zu kommen.

  • Hans Dampf

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    Wo finde ich Näheres bezgl. des Bürgerforums? Ich wurde im Web nicht fündig. Wer jemals mit dem Fahrrad versucht hat, aus dem Osten in den Westen zu fahren, der weiss was so eine Brücke für eine Wohltat wäre. Mir ist bewusst, dass es Auflagen/Anforderungen an eine Brücke gibt, ABER als Argument die Parkbank und Mystische Stimmung anzubringen finde ich einen Schlag ins Gesicht jeden Fahrradpendlers, der täglich dem mystischen Treiben auf der Frankenstrasse ausgesetzt ist. Ja sagts mal wo samma denn?

  • Tom

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    Die Motivation von Herrn Cerull ist nichts anderes als purer Egoismus!

  • Norbert Kiener

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    Glückliche Menschen leben dort. Wenns sonst keine anderen Probleme gibt.

  • Fachmann

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    Noch bevor endlich für die schon seit mehr als 10 Jahren angedachte und dringend notwendige kürzeste Geh- und Radwegverbindung zwischen dem Norden der Stadt und der Altstadt ein Brückenrealisierungswettbewerb ausgeschrieben werden soll, lässt ein stadtbekannter Dauerbedenkenträger den unverbesserlichen Regensburger Brückenkomplex wieder aufleben. Dieser wurde oftmals bis zum Exzess auch von Politikern bei fast jedem wichtigen Brückenbau in den letzten 35 Jahren (Eiserne Brücke, Pfaffensteiner Steg, Nibelungenbrücke, Ersatzbrücken usw.) ausgelebt, als seien Brücken in Regensburg etwas Teuflisches, die nicht der Verbindung der Menschen in einer Stadt dienen und die verhindert werden müssten.
    In unverantwortlich demagogischer Form und Sprache wiegelt der Vorsitzende der Donauanlieger mit unangebrachten Vergleichen und bar jeglichen Fachverstandes die Anwohner und die Bürger auf. Er spricht schon jetzt von Brückenmonster und dadurch von der Zerstörung des Naturraums, obwohl noch keine Wettbewerbsentwürfe vorliegen, die das Ziel und die Aufgabe eines Planungswettbewerbs von Architekten, Ingenieuren und Landschaftsplanern sind. Herrn Cerulls Ziel seit Jahren ist es seit Jahrzehnten, als Daueropponent jegliche sinnvolle Infrastruktur in einer Stadt zu verhindern.
    In Regensburg wurden seit Mitte der 80-iger Jahre für alle wichtigen neuen Brücken in der Stadt interdisziplinäre Brückenwettbewerbe durchgeführt, die immer gute stadt- und landschaftsverträgliche Ergebnisse gebracht haben. Die neu gebauten Brücken über die Donau und auch die Eisenbahnbrücken sind gelungene Beispiele für die Einbindung dieser Brücken in den Stadt- und Flussraum. Die filigrane, technisch anspruchsvolle und gestalterisch gelungene Eiserne Brücke (Anm.: Sie müsste wegen einer Stadtbahn abgerissen werden!!!) zum Beispiel wurde sogar mit verschiedenen Baupreisen (Ingenieur-/Stahlbaupreis) ausgezeichnet. Der von der Stadt Regensburg schon früh eingeschlagenen Weg, über Wettbewerbe zu einer guten Brückenbaukultur in einem sensiblen Stadt und Landschaftsraum zu kommen, hat letztlich immer zu auch in der Bevölkerung anerkannten und gelungenen Lösungen geführt. Der Regensburger Weg der Wettbewerbsverfahren war für viele andere Städte beispielgebend.
    Ein Brückenbauprojekt mit ähnlichen Randbedingungen wurde in Deggendorf zur Gartenschau 2014 nach einem Wettbewerb errichtet. Die neue Geh- und Radwegebrücke hat dort die zentralen Wohngebieten Deggendorfs, die Arbeitsplätze bzw. Freizeiteinrichtungen auf der gegenüberliegenden Donauseite miteinander verbunden und somit die Attraktivität des Verkehrsmittels Fahrrad auch im Alltagsverkehr wesentlich erhöht. 2016 wurde diese Brücke mit dem Deutschen Brückenbaupreis ausgezeichnet und erhielt den Fahrradpreis 2018. Die preisgekrönten Ingenieure waren im Übrigen auch die Planer von drei gelungenen Brückenbauten in Regensburg (Eiserne Brücke, Geh- und Radwegbrücke Pfaffenstein, Galgenbergbrücke).
    Die Verwaltung kann man nur unterstützen, dass sie sich nicht durch unangebrachte Querschüsse von notorischen Brückengegnern beirren lässt und endlich wie beschlossen den Wettbewerb für diese dringend notwendige Geh- und Radwegverbindung im Sinne der Förderung der sanften Verkehrsarten durchführt.
    Fazit: Der neue Holzgartensteg über die Donau muss in Regensburg zum Leuchtturm-projekt zur Förderung des Rad- und Fußgängerverkehrs werden. Er dient dem öffentlichen Gemeinwohl, da er den Zielen einer umweltgerechten Verkehrspolitik entspricht. Das Projekt eignet sich nicht dafür, dass einzelne Ideologen und Alt68-iger sach- und fachfremd notorisch daran ihren Brückenkomplex abreagieren, um die Bürger zu verunsichern.

    Informationen zur Brücke in Deggendorf unter:
    https://www.bayerische-staatszeitung.de/staatszeitung/bauen/detailansicht-bauen/artikel/eine-der-laengsten-fussgaengerbruecken-europas.html

  • Paula Ernst

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    Zu Fachmann 11. März 2019 um 11:22
    Hat es ein sog ‚Fachmann‘ nötig polemisch, auf andere Leute rumzuhacken?

    ..ein stadtbekannter Dauerbedenkenträger …
    …unverantwortlich demagogischer Form und Sprache …
    ..Herrn Cerulls Ziel seit Jahren ist es seit Jahrzehnten, als Daueropponent jegliche sinnvolle Infrastruktur in einer Stadt zu verhindern…
    ..unangebrachte Querschüsse von notorischen Brückengegnern..
    ..einzelne Ideologen und Alt68-iger sach- und fachfremd notorisch daran ihren Brückenkomplex abreagieren, um die Bürger zu verunsichern..

    Damit werden seine als ‚fachlichen‘ Argumente vor gebrachten Ansichten ad absurdum geführt, solche Befürworter/Fachmänner braucht man nicht wirklich.

  • H. Müller

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    Auch ich kann die von Cerull vorgetragenen Argumente nicht nachvollziehen.

    Die geplante Fahrradbrücke ist eine überfällige und wichtige Verbindung für eine riesige Zahl von Fahrradfahrern und Fussgängern, zwischen dem Nordosten (Zeitlarn, Sallern, Reinhausen, Konradsiedlung, Schwabelweis, Donaustauf und weiteren Gebieten) und der Innenstadt und dem Stadtsüden (Uni) und dem Westen.
    Für diejenigen, die der Weg am Regen entlang führt, wäre sogar eine weitgehend Kreuzungsfreie (weil unter den Brücken durchführende) Fahrt möglich.

    Will man weiterhin den vielen Fahrradfahrern, darunter auch vielen Schulkindern, den belastenden und gefährlichen Umweg über die Frankenstrasse zumuten?

    Wenn man endlich etwas unternehmen möchte gegen den ständigen Anstieg des motorisierten Individualverkehrs, den ständigen Stau, Abgasbelastung und die Forderungen nach immer mehr Raum für das Auto, wenn man die Sicherheit der Radfahrer ( besonders der Kinder) im Verkehr ernst nimmt, darf man sich meiner Meinung nach nicht an dem Anblick einer Fahrradbrücke aufhängen.

    Auch ich halte mich häufig im Bereich des Grieser Spitz auf, und bin fest davon überzeugt, dass mich die Anwesenheit einer Brücke und die geräusch- und abgaslos dahinrauschenden Radfahrer in meiner Ruhe nicht wesentlich beeinträchtigen werden.

    Im Gegenteil, ich würde mich darüber freuen, dass vielleicht etliche dieser Radfahrer diesen Weg früher mit dem Auto gemacht hätten, und die Luft nun nicht mehr verschmutzen.

    Auch glaube ich nicht, dass die Aufenthaltsqualität der Menschen, die auf das weitläufige Gelände zum entspannen, Joggen, Grillen, Spielen und vieles mehr kommen, durch die Anwesenheit einer solchen Brücke überhaupt beeinträchtigt würde.
    Im Gegenteil, für viele Menschen mit Kinderwägen, auf Tretrollern oder Fahrrädern wäre der Grieser Spitz ja leichter zu erreichen.

    Eine kleine persönliche Spitze möchte ich mir noch erlauben:

    Herr Cerull, wie wird es sich für Sie anfühlen, in Zukunft auf ihrer „mystischen Bank“ zu sitzen, und zu wissen, dass ein paar hundert meter entfernt, wegen Ihres Engagements, gerade eine Familie mit Kindern an einer Kreuzung nach Stadtamhof im Abgasdunst steht, bangend, dass der Autoverkehr beim Queren keines der Kinder übersieht? So geschieht das derzeit tausende male am Tag.
    Können Sie Ihr persönliches Idyll dann weiterhin geniessen?

  • Thomas

    |

    Mal ganz unabhängig von irgendwelchen ästhetischen Brückenbetrachtungen… was soll an der Geh- und Radwegverbindung zwischen dem Norden der Stadt und der Altstadt eigentlich „dringend notwendig“ sein?
    Die meistbesuchten Ziele vom Norden aus dürften ja wohl kaum die Eiserne Brücke oder das tolle neue Museum, sondern eher Stadtamhof oder die eigentliche Innenstadt sein. Beides ist über die Protzenweiherbrücke gut und ohne Umwege erreichbar. Selbst für die Bewohner der Paarstraße/Holzgartenstraße ist die Benutzung eines kurzen Stücks der Frankenstraße zumutbar. Es gibt in beide Richtungen Fahrradwege, oder wo liegt da wieder das Problem?
    Und andersrum: wer will schon von der Innenstadt in die Paarstraße/Holzgartenstraße (außer den Anwohnern)?
    Also insgesamt viel Aufwand und jede Menge Theater für wenig Mehrwert!
    Und ist es dazu wirklich wert, eine der schönsten und (trotz im Sommer stattfindender Veranstaltungen) ruhigsten Ecken der Regensburger Innenstadt mit Rad- und Fußgänger-Durchgangsverkehr zu belasten?

  • Prof. Dr. Achim Hubel

    |

    Fachmann@
    Unter dem Pseudonym „Fachmann“ versteckt sich der ehemalige Leiter des Regensburger Tiefbauamts. Fast wortgleich hat er in einem Leserbrief in der MZ ähnlich polemisiert. Man kann durchaus unterschiedlicher Meinung sein, was die geplante Fahrradbrücke betrifft. Aber die hasserfüllten Beschimpfungen gegen Herrn Cerull sind eine Unverschämtheit. Die Art und Weise, wie hier auf einen Bürger anderer Meinung mit der Keule eingedroschen wird, sind eines ehemaligen städtischen Beamten unwürdig.

    Es ist schlichtweg falsch zu behaupten: „Herrn Cerulls Ziel ist es seit Jahrzehnten, als Daueropponent jegliche sinnvolle Infrastruktur in einer Stadt zu verhindern“. Andere Bürger sind nämlich z.B. dankbar dafür, dass Herr Cerull mit vielen anderen Bürgern den Bau der sog. Westtrasse verhindern konnte – auch wenn das dem Tiefbauamtsleiter offensichtlich missfallen hat.

    Zur Fahrradbrücke selbst möchte ich anmerken, dass die Bezeichnung „Steg“ eine ziemlich kühne Schutzbehauptung darstellt. Immerhin muss dieser „Steg“ mindestens 5 m breit und so stabil gebaut sein, dass kommunale Einsatzfahrzeuge für Straßenreinigung und Wetterdienst ihn befahren können. Und das Regensburger Tiefbauamt selbst weist darauf hin, dass die Fahrradbrücke „eine der Nibelungenbrücke vergleichbare Höhe erhalten“ wird. Machen sich das die Befürworter eigentlich klar? Wegen des geforderten Schiffsanprallschutzes muss die Brücke sehr massiv gebaut werden; ansonsten müsste sie noch einmal 1,50 m höher werden, was aber vom Tiefbauamt nicht weiter verfolgt wurde.

    Außerdem gibt das Tiefbauamt (!) zu bedenken: „Die Fläche beim Grieser Spitz ist „eine der wenigen qualifizierten Naherholungsräume für die zentrale und die östliche Altstadt. Mit der geplanten Brückenbaumaßnahme und den vorgesehenen Veränderungen im Wegesystem wird sich der derzeit ruhige Charakter der Grünanlage deutlich ändern“.

    Ich bin übrigens schon oft von der Keplerstraße über die Steinerne Brücke (oder auch über den Grieser Steg) und die Protzenweiherbrücke zur Frankenstraße und weiter nach Osten gefahren, ohne dass mir das Fehlen einer kürzeren Verbindung aufgefallen wäre.

    Das größte Problem für den Gesamtverkehr in Regensburg besteht darin, dass sich die Stadt seit Jahren weigert, eines der großen, überregional und international erfahrenen Planungsbüros mit der Erarbeitung eines Generalverkehrsplans zu beauftragen. Hier müsste sich auch der Landkreis unmittelbar anschließen und die Planungen über die Stadt hinaus in die Region ausdehnen. Auf der Basis umfangreicher Verkehrszählungen und Berechnungen und mit erprobten Computerprogrammen könnte so ein zukunftsfähiges Konzept entstehen, welches den Autoverkehr beruhigen würde und dafür den ÖPNV mit Bahn, Stadtbahn, Omnibussen und Park & Ride-Plätzen erheblich erweitern müsste. Auch der Fahrrad- und Fußgängerverkehr müsste dabei grundlegend überprüft und optimal verbessert werden. Bevor man weiter mit Detaillösungen für die Verkehrsberuhigung in Regensburg herumschustert, sollte man endlich den Mut zu einer solchen Gesamtplanung haben! Bei einer umfassenden Analyse würde sich auch zeigen, wie wichtig der „Holzgartensteg“ für die Zukunft des Regensburger Verkehrsaufkommens tatsächlich wäre.

  • hans dampf

    |

    Sehr geehrter Herr Thomas hier muss ich Ihnen wiedersprechen. Wir wohnen im Norden und die ganze Familie fährt entweder Bus oder Rad. Als Radpendler erlebe ich tagtäglich das Chaos sowohl in Reinhausen veim Auer als auch holzgarten/Regina.
    Meine Kinder schicke ich da nur mit schlechten Gefühl hin. Der Fahrradweg ab Eisstadion (neu) über holzgarten Brücke neu Dultplatz wäre die richtige Antwort an jeden der bereit ist sein Auto in ein Rad zu tauschen.

    Herr Aigner wissen Sie näheres zum Bürgerforum?

  • Stefan Aigner

    |

    Ich hab im Moment leider keine genaueren Daten.

  • Radler

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    Der Kampf der „Donauanlieger“ gegen das Brückenmonster am Schopperplatz war richtig und wichtig – aber an dieser Stelle eine Brücke für Radfahrer und Fußgänger verhindern zu wollen ist einfach nur rückwärtsgewandtes Wutbürgertum. Man braucht sich ja nur die Brücke beim Wehr über den Kanal anzusehen um zu sehen wie man so eine Brücke gestalterisch gut lösen kann.
    Erstmals tauchte diese Brücke in einem Flyer der Stadt Regensburg in den 90ern auf. Eher baut man in dieser Stadt für den Autoverkehr, hält an Straßenbauideologie à la 50er und 60er Jahre fest (z.B. Regenbrücke Amberger Str.), als dass man sich ernsthaft darum kümmert die Bedingungen für Fußgänger, Radler und ÖPNV zu verbessern.

  • Dieter

    |

    @Prof. Hubel,

    danke für die fundierte Zusammenfassung.

    Ich sehe den Vorteil dieser Brücke auch nicht – außer für die Bewohner der Paarstr./Holzgartenstr./Reinhausen
    sieht es mir eher nach einem Umweg für die restlichen Radler aus. Man muss ja vom Grieser Spitz wieder zum Grieser Steg. Und der, inkl. Proskestr., ist und bleibt ein Nadelöhr, auch für Radfahrer.

    Statt blindem Aktionismus wäre ein Gesamtkonzept für Regensburg und den Landkreis deutlich sinnvoller und dringender.

    Wenn man sich ansieht, wieviele Brücken es zwischen Pfaffensteiner Steg und Nibelungenbrücke noch zusätzlich gibt: Grieser Steg, Steinerne Brücke und Eiserner Steg (Kanalbrücke und Oberpfalzbrücke etc. mal nicht mitgezählt) sind es 5 Stück auf ca. 2,5km, also alle 600m. So schlecht ist das nicht.

  • Giesinger

    |

    Befürworter wie auch Gegner sollten besser mal einen Radlausflug nach Kelheim unternehmen und sich die dortige Fahrradbrücke über den Kanal anschauen. Dort wo sie in Kelheim steht, stört sie nicht weiter. Am Grieser Spitz sieht die Sache für mich schon ganz anders aus.
    Ansonsten bin ich ja eher bei Thomas, wie auch bei Herrn Cerull.

    An die Radfahrer: Wenn ihr in Kelheim angekommen seid, bitte beobachtet und zählt dann auch mal das „immense Verkehrsaufkommen“ über diese Brücke.

    So, damit ich mich jetzt endgültig ins Fettnäpfchen setze: Was meiner Meinung nach in Regensburg fehlt, ist eine zusätzliche Autobrücke (natürlich mit Radstreifen).

  • Nils

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    wieso baut man nicht einfach so ne süße Holzbrücke wie bei Mariaort hin ?

  • Biber

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    Wenn Herr Cerull sagt, die Donaustauferstr. / Brennesstr. sei „kaum befahren“ dann finde ich das schon etwas seltsam.
    Was ich aber nicht verstehe, ist, für wen diese Brücke überhaupt attraktiv sein soll, außer für die Bewohner der Schuhschachteln, die man zwischen Holzgartenstraße und Reinhauser Damm hin geklatscht hat, falls diese mit dem Rad in die Altstadt wollen. Ich habe viele Jahre in Reinhausen und Steinweg gewohnt und bin täglich mit dem Rad Richtung Innenstadt gefahren – es wäre mir nicht eingefallen, diese Brücke zu benutzen, wenn es sie denn gegeben hätte. Aus Richtung Steinweg kommend, wird man die Protzenweiherbrücke nehmen, und wer von „jenseits“ der Nibelungenbrücke kommt, wird diese benutzen.

  • Regelmäßiger Radnutzer

    |

    Eine eigene Brücke vom Grieser Spitz zum Maria-Beer-Platz zu bauen halte ich frü überflüssig. Wenn man vom Maria-Beer-Platz aus in Richtung Innenstadt fahren will, kann man entweder von der Holzgartenstraße aus direkt auf die Nibelungenbrücke fahren, oder, was noch näher gelegen ist, die Rampe am Eck Bedelgasse/Johannisstraße hochschieben und nach wenigen hundert Metern über die Wöhrdstraße in Richtung Innenstadt fahren, um dann just am Eck Proskestraße/Wöhrdstraße mit der neuen Wegeführung zusammen zu treffen.
    Da würden mir schon andere eher nötige Brücken einfallen …

  • Peter Kern

    |

    Wo ist der „Maria-Beer-Platz“? Googles Stadtplan kennt ihn nicht.

    Der Grieser Spitz ist doch wirklich eines der letzten lauschigen Plätzchen in der Stadt. Da staune ich schon sehr, wie die meisten Schreiber hier gerade diesen grünen Fleck durch eine sicher extrem hässliche Betonbrücke mit makaber langen Rampen verschandelt haben will. Da wird dem Herrn Cerull Egoismus vorgeworfen — um selbst eine etwas kürzere Strecke zu haben. Wo endet denn die Brücke auf der Nordseite? Im Nichts der hässlichen „Holzgärten“. Wer will dorthin radeln, um über die Donau zu kommen? Ich wohne im Norden, und es würde mir im Leben nicht einfallen, über diese Punkte in die Stadt zu gehen oder zu radeln.
    Es gibt schon zu viele Neubürger, die keinen Sinn für diese Stadt haben, und deshalb planerisch in ihr rumwüten, als wäre es das Geschenkpapier an Weihnachten. Ratsch, und weg.

    Es gibt bessere Stellen für eine Brücke. Warum finden die Verantwortlichen immer nur die maximal zerstörerische Möglichkeit?
    Vom Holz Treindl Richtung Transition Garten z.B. fände ich attraktiver. Da bleibt der Spitz grün, man kommt auf der Nordseite besser dran, und auf der Südseite stört es kaum jemanden.

    Oder gleich hinten Nähe Nibelungenbrücke. Ab mit den wilden Radlern aufs südliche Donauufer und rein in die verschandelte Altstadt, vorbei am Zyklopentempel.

    Phantasie ist gefragt! Und Zerstörung verhindert. Herr Cerull hat völlig Recht.

  • noch ein regelmäßiger Radelnutzer

    |

    Wöhrdstrasse: da müßte eher was getan werden, damit die für Fahrradfahrer nicht zum täglichen Thrill wird. wie oft ich da schon so Situation gehabt habe, die ein Fahrradfahrer in seinem Leben nur einmal haben kann, hab ich schon aufgehört zu zählen.

    Aber es stimmt. Steinweg, Sallern, Teile Reinhausens nehmen alle den Zickzack-Kurs Auerbräu, Bayerwaldstr/Bäckergassen, Franken, Protzenweiher, Stadtamhof , Steinerne, ist auch ein schöner.. nur das die Schleusenbrücke zu ist, ist schade. hab ich früher gern gemacht. der Rest des Nordens ( Konradsiedlung, Östlicher Teil Sallerner Berg, Weichs ) nehmen die Nibelungen. von daher käme das nur der Trabantensiedlung Paarstraße zugute und ist somit am Bedarf vorbeikalkuliert.
    auch Ich kann dem Herrn Hubel nur recht geben, und die Stadt, sollte da ein Verantwortlicher gerade drüberlesen, eindringlich bitten, mal die Asche in die Hand zu nehmen und so ein Planungsbüro zu beauftragen, da es sich weder mit einer (1) Brücke noch sonst irgendeiner Art von (leider Gottes ) Flickschusterei lösen läßt , solange man nicht die Gesamtsituation miteinbezieht.

    und falls der Wettergott mitließt : nach Februar kommt März, nicht April !111!!!

  • Regelmäßiger Radnutzer

    |

    @ Peter Kern

    Der Maria-Beer-Platz ist der kleine Platz zwischen den weißen Schuhschachteln und geplanter nördlicher Endpunkt des Brückenprojekts

    https://www.google.de/maps/@49.0248312,12.1077156,120m/data=!3m1!1e3

    Google hat ihn scheinbar noch nicht im Angebot. Auf dem offziellen Regensburgplan von 2014 ist er jedenfalls schon verzeichnet

  • Stefan Aigner

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    Die Stadt Regensburg hat uns gerade darauf hingewiesen, dass am 13. März lediglich eine allgemeine Bürgerversammlung stattfinden wird.

    Zum Holzgartensteg wird es jedoch noch eine gesonderte Infoveranstaltung geben, bei dem es nur um dieses Thema geht. Leider steht der Termin noch nicht final fest, er wird jedoch noch vor Ostern (voraussichtlich Ende März / Anfang April) stattfinden.

    Der genaue Termin wird – sobald er feststeht – unter anderem bei https://www.regensburg.de/bei-uns-507/nah-dran/planungen-zum-holzgartensteg-beginnen eingestellt und auch über Facebook als Veranstaltung kommuniziert.

  • H. Müller

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    @noch ein regelmäßiger Radelnutzer
    Ich kenne ihre Wege ja nicht, aber wenn sie schon selber die schwierige Situation in der Wöhrdstrasse anführen: Mit dieser neuen Brücke könnten sie Nibelungenbrücke und Wöhrdstrasse umgehen. Stattdessen kämen sie, über Donauradweg und die neue Brücke über Grieser Spitz und Steg in kürzerer Zeit, bequem und in guter Luft zur Eisernen Brücke.
    Und der auch von ihnen beschriebene Zickzack-Kurs zur Protzenweiher-Brücke, der ja vor allem auch für Kinder nicht ungefährlich ist, verliert an Schönheit, wenn man ihn täglich geniessen darf und dabei immer wieder an vielen Ampeln im dichten Autoverkehr wartet.
    Ziehen sie doch die richtigen Schlüsse, und freuen sich über die kommende Brücke!
    Sie wird eine große Erleichterung, nicht nur für die Anwohner der Paarstrasse, sondern für den gesamten Nord-Osten Regensburgs, und sie wird dazu beitragen, viele Autofahrer zum Umsteigen aufs Rad zu bewegen. Viele Pendler werden in Zukunft zu E-Bike wechseln, da brauchen wir eine sichere und flüssige Radwege-Infrastruktur!
    Das Gesamtkonzept gibt es übrigens schon seit bald 10 Jahren und heißt „Radverkehrsplan“. https://www.regensburg.de/rathaus/aemteruebersicht/planungs-u-baureferat/stadtplanungsamt/projekte-und-konzepte/radverkehrsplan

  • Mathilde Vietze

    |

    Kommentar gelöscht. Werden Sie bitte nicht persönlich.

  • hans dampf

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    >>Ich bin übrigens schon oft von der Keplerstraße über die Steinerne Brücke (oder auch über den Grieser Steg) und die Protzenweiherbrücke zur Frankenstraße und weiter nach Osten gefahren, ohne dass mir das Fehlen einer kürzeren Verbindung aufgefallen wäre.

    Hallo Herr Prof Dr Hubel
    Die Verbindung Süd West nach Nord Ost mit dem Fahrrad ist auch weniger problematisch als Nord Ost gen Süd West. Ich stimme Ihnen aber zu dass die Thematik als Ganzes (Verkehr) betrachtet werden sollte und sich nicht nur auf den „Steg“ sich zu konzentrieren.
    Herr Cerull hat ein Kommunikationsproblem da der Leser zunächst nur „dagegen“ nach dem Lesen mitnimmt. Habe mich nun weiter mit dem Thema beschäftigt und stimme zu dass das Monster von Brücke (aufgrund Auflagen) sich wahrscheinlich nicht in die schöne Umgebung einfügt.

    ABER: zunächst hätte ich hier mal Konsens darüber dass die derzeitige Situation insbesondere mit Kindern inakzeptabel ist. Das Nadelör Reginabrücke bzw Nibelungen Wöhrdstrasse ist saugefährlich. Gerne nehme ich Denjenigen der es nicht glaubt mal mit dem Fahrrad mit.

    Meine Bitte daher an die Stadt: was sind die Optionen, wo kann man diese prüfen, und wer ist hier zuständig „Gesamthaftvund nicht Tiefbauamt für X Ordnungsamt für Y und achja das Gartenamt muss auch noch…). Das Thema auf den „Steg“ zu reduzieren ist nicht zielführend. Bitte nennen Sie das Kind beim Namen und verarschen Sie nicht den mündigen Bürger.

  • Harald Klimenta

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    Die Brücke ist nur deshalb „empfunden“ notwendig, weil das Auto in R so dermaßen bequem nutzbar ist. Gäbe es altstadtnah nur 20 % der gegenwärtigen Parkplätze, gäbe es Tempo 30 und wären Radler tatsächlich gleichberechtigt (wer hat grüne Wellen?), würde es keinen Menschen irgendwie sonderbar vorkommen, von Rheinhausen aus via Steinerne oder Nibelungenbrücke in die Altstadt zu radeln. Nur leider setzt der MiV die Standards: mit dem Auto geht’s sau schnell (jetzt nicht über Staus lammentieren, die gibt es beinahe gottseidank!), also darf es mit dem Radl nicht viel langsamer gehen. Wenn es der Stadt ernst wäre mit einer Verkehrswende oder einer veränderung des modal-splits zu gunsten des umweltverbundes, wären ganz andere Maßnahmen nötig.

  • FußgängerRadler

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    In den sog. fahrradfreundlichen Städten wie Kopenhagen oder Amsterdam achtet man konsequent auf die Trennung zwischen Rad- und Autoverkehr. Mit einer zusätzlichen Brücke erreicht man diese Trennung, wenn auch nur für einen relativ kleinen Abschnitt. Ich persönlich würde von einer Brücke profitieren, käme aber als Alternative auch mit folgender Lösung zurecht:

    Die Nibelungenbrücke ist mit einer Lärmschutzwand versehen. Lärm und Schmutz wird wirksam abgehalten. Leider wurde die Lärmschutzwand nicht auch mit dem Hintergrund erstellt, den Rad- und Autoverkehr zu trennen, sondern als reine Lärmschutzmaßnahme für die Anwohner im Bereich Bedelgasse, Johannisstraße und der Holzgartenstraße. Aus diesem Grund sind die Lärmschutzwände nicht durchgängig von Nord nach Süd gebaut, sondern enden auf unterschiedlicher Höhe mit den letzten Häusern westlich und östlich der Brücke. Als Alternative zum Holzgartensteg möchte ich zur Diskussion stellen, die Lärmschutzwände so zu erweitern, dass diese durchgängig den Rad- und Autoverkehr trennen und zwar über die gesamte Länge der Nibelungenbrücke.

    Ich rege an, hier eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durchzuführen und die Kosten gegenüberzustellen. Der Realisierungszeitraum einer Lärmschutzerweiterung wäre zudem sicherlich wesentlich kürzer als die Planung und der Bau einer doch relativ großen und hohen Radfahrerbrücke, die auch für Fahrzeuge geeignet sein soll.

  • Jahrhundertplaner

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    Ich kann weder die Argumente der Befürworter noch der Gegner einer Radbrücke zum Grieser Spitz nachvollziehen. Es erschließt sich mir nicht, was am Grieser Spitz so schön sein soll, genau so wenig, warum man dort unbedingt radeln soll.

    Viel lieber hätte ich eine niedrigere Radbrücke 350 m flussaufwärts, nur über den Regen. Von dem Eck, an dem der Regen auf den Kanal trifft, hätte man direkten Zugang sowohl zum Regental Radweg als auch zum Donau Radweg. Nur eine bessere Auf- und Abfahrtsmöglichkeit von dort zur Protzenweiherbrücke würde noch fehlen auf der Verbindung nach Stadtamhof.

    Dann könnte man auch den Donau Radweg zwischen Europakanal und Schwabelweiser Weg, der dort sowieso umständlich geführt ist, verlegen. Es ginge dann einfach geradeaus unter der Protzenweiherbrücke durch, auf der neuen Brücke über den Regen und über Reinhausener und Weichser Damm bis zur Vilsstraße.

  • Weichser Donauanlieger

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    @Jahrhundertplaner: Sicher eine zumindest ernsthaft zu prüfende Alternative !

    Als nördlich der Donau wohnender Familienvater ist mir nur wichtig, eine möglichst kinderfreundliche Verbindung vom Norden in die Altstadt zu bekommen, die so attraktiv für Fussgänger, Radfahrer und sonstig nicht motorisiert mobile Menschen ist, dass in Zukunft immer mehr auf das Auto verzichtet wird.

    Zum einen aus Sicht der Verkehrssicherheit (nicht nur, aber vor allem für Kinder), zum anderen im Sinne einer umweltfreundlichen Stadt. Eine schnellere und attraktivere Erreichbarkeit der Altstadt per Rad oder zu Fuss macht den gesamten Norden (Weichs, Reinhausen etc.) künftig attraktiver und nicht nur die „Schuhschachtelsiedlung“ in der Paarstr., in der es sich im Übrigen klasse lebt, die sicher Geschmacksache ist (keiner wird gezwungen hier hin zu ziehen) und die von einer Brücke zum Grieser Spitz nicht nur Vorteile hätte…

    Man kann und sollte durchaus diese Brücke konstruktiv diskutieren, sinnvolle Alternativen in Betracht ziehen, aber bitteschön endlich mal mehr für autofreie Verkehrswege tun.

  • Dauerradlerin

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    Gesunden Menschenverstand einschalten
    Glücklicherweise gibt es engagierte Menschen, die Planungen – entgegen aller Anfeindungen – kritisch hinterfragen.
    Mag die Idee einer Radlbrücke von Weichs nach Stadtamhof in den Endneunziger Jahren noch als sinnvolle Idee erschienen sein, hat sich die Situation inzwischen deutlich geändert: früher benötigte man beim Befahren der Nibelungenbrücke eine gewissse Todesverachtung, heute ist dies inzwischen bequem und ungefährlich möglich. Ein Radweg führt aktuell bereits beim neuen Baugebiet Paarstrasse entlang der Donau. Die im Moment wirklich noch unangenehme Querung über die Frankenbrücke steht in den kommenden Jahren zur Sanierung an und wird im Zuge dessen um breite Radwege erweitert, um dann in einen Weg entlang dem Hochwasserschutz der, ebenfalls neuen, Bäckerschen Höfe zu münden. Es fehlen einige, wenige Anschlusspunkte, die mit gutem Willen der Stadt schnell und gut geschlossen werden können.
    Die Ersparniss des Weges von der Auffahrt
    Damit sind mehrere gute, preiswerte Alternativen zu einem besseren, sicheren Radverkehr gegeben, wenn der Wille der Stadt mitspielt.
    Dagegen stehen Investitionen von vielen Millionen Euro für eine Radlbrücke, die einen schützenswerten Naherholungsraum, den Grieser Spitz, unwiderbringlich zerstören werden. Manche Kommentatoren haben recht: in den letzten Jahren war der Spitz, die Jahninsel und die Uferzonen nicht unbedingt ein Ort der Ruhe. Dies liese sich aber verändern – ebenfalls mit dem Willen der Stadtpolitik. Ein Bauwerk, das den Charakter der eines besonderen Ortes zerstört, liese sich nicht mehr entfernen.
    400 Meter Wegersparnis über durch die geplante Radlbrück gegenüber der jetzigen Fahrstrecke vom Maria-Beer-Platz (dort muss man erst einmal hinradeln) zum Beginn der Steinernen Brücke erscheint mir für den zu zahlenden Preis (in Euro und in Punkto Verlust eines wirklich einzigartigen Bereichs, dem Grieser Spritz) entschieden zu teuer. Es gibt in Regensburg wirklich viele Probleme und Hemmnisse für Radfahrer, die entschieden wichtiger zu lösen wären, z.B. Radlparkhaus am Bahnhof, sichere Radlstellplätze an den Großparkplätzen Eisstadion und Dultplatz, eine sichere Verbindung von der Eisernen Brücke zum Bahnhof (der vorhandene Radweg unter dem Kolpingshaus wurde ja entfernt) und, und, und …
    Deshalb: Gesunden Menschenverstand einschalten !!!!
    Mit den besten Wünschen für alle Radler in Regensburg

  • Mathilde Vietze

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    Ich finde es grundsätzlich für richtig und wichtig, daß die Bürger nicht alles, was
    „von oben“ kommt, unbesehen hinnehmen. Dies gilt vor allem dann, wenn durch
    ein ansonsten ruhiges Wohngebiet eine Brückentrasse geplant wäre. In vorliegen-
    dem Fall aber sind keine Anwohner durch irgendwelchen Lärmeinfluß betroffen.

  • Siedler

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    Als Familienvater aus der Konradsiedlung möchte ich Folgendes hinzufügen. Wichtig wäre eine sichere Fahrradalternative (auch für Kinder) vom Norden in die Stadt. Am bequemsten wäre dies für alle aus dem Norden über eine reine Fahrradbrücke am Grieser Spitz. Allerdings versteht man natürlich die Bedenken aufgrund der Auflagen!
    Eine Alternative wäre tatsächliche eine breite neue Frankenbrücke ohne Ampeln und eine Weiterführung für Fahrräder zur Protzenweiherbrücke (die aktuelle Situation für Radfahrer an der Frankenbrücke ist sehr gefährlich!) Allerdings müsste das gerade neu bebaute Areal erneut umgebaut werden und die Auffahrt zur Protzenweiherbrücke neu gestaltet werden. Ist das überhaupt möglich?
    Eine weitere Alternative wäre ein sicherer, ausgebauter Radweg entlang des Donauufers an der Wöhrdstraße, den man über das neue Wasserwachtsgebäude erreicht (bisher reine Hunde Spielwiese). Dann bräuchte man keine neue Brücke. Falls das nicht möglich ist, ist eine Brücke am grieser Spitz für uns dringend notwendig!!!

    @ Prof Hubel. Was soll dieser ewige Ruf nach neuen Gutachten, die völlig unbrauchbar sind? Wir haben schon ein Gutachten. Es heisst Radverkehrsplan. Es würde erneut Jahre zur Erstellung benötigen und weitere Jahre zur Umsetzung. Verhindert wird auch so viel genug!

  • Fachmann

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    @H.Müller und @Siedler
    Danke für den Hinweis auf den vom Stadtrat beschlossenen Radverkehrsplan.

    Seit 2010 gibt es einen von einem renommierten Verkehrsplanungsbüro methodisch sauber erarbeiteten Radverkehrsplan (89 Seiten+Anlagen) für die Stadt Regensburg, der auf der Grundlage einer gründlichen Bestandserhebung und Analyse der Verwaltung und dem Stadtrat mit einem umfangreichen Maßnahmenkonzept Handlungsanleitungen für die Förderung des Radverkehrs in Regensburg gibt. Die Konzepte nach und nach umzusetzen, wurde nach einer intensiven Öffentlichkeitsbeteiligung am 19. April 2012 vom zuständigen Ausschuss beschlossen. Umso mehr überrascht die jetzige Aufgeregtheit, wenn es um die konkrete Umsetzung für die geplante Fußgänger- und Radwegbrücke geht. Scheinbar haben Verschiedene die damalige Gelegenheit der Bürgerbeteiligung zur Grundsatzplanung verschlafen, um schon früher Bedenken zu artikulieren.

    Bezogen auf die Aussagen zur geplanten Fußgänger- und Radbrücke werden folgende Seiten im Gutachten zur Lektüre empfohlen:
    Seite 35/Seite 40/Seite 63, Ziff. 6.3.2 Brückenbauwerke mit Abbildung 34

    Zu einer konkreten Planung kann man sicherlich anderer Meinung sein. Auch die Stadt Regensburg hat die Vor- und Nachteile des Brückenübergangs aufgezeigt, um in einem interdisziplinären Planungswettbewerb von Architekten, Ingenieuren und Landschaftsplanern Lösungsvorschläge zu bekommen. Diese sind abzuwarten.
    Es ist allerdings ein destruktiver Stil einzelner Personen, Emotionen schürend von vornherein gegen alle sinnvollen Projekte der Stadt zu sein, um möglichst alles zu verhindern. Die Stadtplanung ist im Dialog im Sinne des gesamten Stadtgesellschaft zu entwickeln und nicht im Sinne weniger, die es verstehen, lautstark zu agieren.
    Zu kurz kommt in den Kommentaren, dass die neue Brücke vor allem auch eine Verbindung für die Fußgänger sein wird. Sie ist die kürzeste Verbindung von Weichs und Reinhausen Richtung Innenstadt, mit dem Vorteil nicht Lärm und Abgasen ausgesetzt zu sein. Auch die Förderung des Fußgängerverkehrs ist wichtiger Bestandteil einer neuen Verkehrsstrategie.
    Wen es interessiert: Die Geh- und Radwegbrücke mit ihren Rampen über den Staustufenkanal neben der Pfaffensteiner Autobahnbrücke ist ein gelungenes Beispiel für eine filigrane Konstruktion, die der Umgebung angepasst ist und nicht monumental in Erscheinung tritt. Die Vorgaben (Ausnahme Breite Kanal) sind die gleichen wie für den sog. Holzgartensteg.

  • Josch

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    Jamei, wenn der Grießer Spitz so mystisch ist, dann bauen wir halt einen Tunnel. Kostet zwar ein bissl mehr, aber der Herr Cerull hat seinen Frieden…obwohl, so ein Tunnel gibt ja ein greisliches Loch—- nein zwei ——– Bürgerinitiative!

  • Rudolf Gaßenhuber

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    Parks und Grünanlagen sind ein ganz wesentlicher Bestandteil jeder Stadt. Man kann – und sei es nur für eine Weile – dem Häusermeer entfliehen und sich im Grünen entspannen. Nur im absoluten Notfall kann man es verantworten, diese kleinen Oasen zu zerschneiden oder aufzulösen. Dieser Notfall ist hier nicht gegeben. Es gibt anscheinend Wege und Umwege, die man verbessern und ausbauen kann. Hier sind Schönheit und die Kraft der Erholung wichtiger als Schnelligkeit und kurze Wege. Und wir haben auch eine Verantwortung für diesen besonderen Ort an der Regenmündung, auch für die uns nachfolgenden Generationen. Es wäre unverantwortlich, diesen Ort der Langsamkeit und Ruhe für Schnelligkeit und Effizienz zu opfern. Der kürzeste Weg kann nicht der höchste Wert sein. Wichtiger sind eine lebensfreundliche und angenehme Stadtatmosphäre.

  • Payer Albert

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    @jahrhundertplaner
    ich hatte exakt die gleiche Trassenführung als Alternative überlegt:
    mit der Grieser Trasse unterliegt man zwangsläufig den Zwängen der Schifffahrt mit den damit verbundenen Höhenvorgaben, die doch auch für Radler mühsam zu bewältigen sind.
    Diese Variante würde nur einen geringen Umweg bedeuten, wäre unproblematisch realisierbar und würde den Gries verschonen.

  • mkv

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    Klimenta, vielleicht raffen Sie sich doch auf, die „ganz anderen “ und „notwendigen Maßnahmen“ zu schildern, die geboten sind, um auch in der Domstadt bis 2030 u.a. die Autoemissionen zu senken?! Nachdem von „Hundertplaner“ + Payer Albert das Einleuchtende für die kleine, umstrittene kleine Strukturmaßnahme zugunsten der Radfahrer geschrieben wurde.

    Auf den dritten CSU Bundes-Verkehrsminister brauchen wir darüber hinaus gewiss nicht zu warten, um die lokalen Giftströme zu senken.
    http://www.ln-online.de/Nachrichten/Politik/Politik-im-Rest-der-Welt/Minister-der-Autokonzerne-Scheuers-Lobby-Termine-veroeffentlicht

    Ausbau einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur
    Die Infrastruktur entscheidet wesentlich über die Attraktivität von Verkehrsträgern und beeinflusst damit die Verkehrsmittelwahl. Mit einem Umbau der Verkehrsinfrastruktur können die Voraussetzungen für die Verlagerung von der Straße hin zu treibhausgasärmeren Optionen geschaffen werden.
    (Seite 24 unten)
    https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2017-07-18_texte_45-2017_paris-papier-verkehr_v2.pdf

    Der Autor Winfried Wolf plädiert in seinem Buch
    MIT DEM ELEKTROAUTO IN DIE SACKGASSE
    Warum E-Mobilität den Klimawandel beschleunigt

    „eindringlich für dezentrale Strukturen, die „Wiederentdeckung der Nähe“, die Entwicklung der „Stadt der kurzen Wege“ und für eine umfassende Förderung des nichtmotorisierten Verkehrs-des Zu-Fuß-Gehens und Radfahrens. Dazu braucht es den Ausbau öffentlichen Verkehrs mit umfassendem Nulltarif.
    http://www.tell-online.de/abc-promedia.html

    Die Erkenntnis wird sich Bahn brechen müssen, dass im „Zuge“ einer Übergangsphase der PKW-Verkehr immer mehr an gesellschaftlicher Akzeptanz verliert, desto näher dieser dem jeweiligen Stadtzentrum kommt – bis zu null. Die frei werdenden Parkplätze, Parkhäuser etc. werden einer menschenfreundlichen Nutzung zugeführt, auch wenn uns das heute noch utopisch erscheinen mag.

    Dazu zählt auch die künftige „Auflassung“ von heutigen PKW-Fahrbahnen und deren Umwandlung in Radwege. Blickt man also etwas über den Tellerrand von „heute bis gleich“ hinweg, dann zeigt sich, dass die hier diskutierte Einzelmaßnahme ein „Tropfen auf ….“ ist.

    —-

    Nun hat justament an diesem Wochenende stattgefunden:
    >> Der 22. Bundesweite Umwelt- und Verkehrs-Kongress BUVKO findet vom 15. – 17. März 2019 an der Hochschule Darmstadt statt. Sein Motto lautet „Mensch und Stadt in Bewegung“. <<
    https://www.buvko.de/

    Eine Fundgrube auch zum Radfahren ist
    https://www.fuss-ev.de/83-verein.html

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