Kolumne

Heil Heimat-Hype!

Der Heimatbegriff prägt Politik, Lifestyle und Pop abseits genuin konservativer Diskurszusammenhänge immer mehr. Bayern ist da natürlich ganz vorne mit dabei. Unser Kolumnist nimmt „Heimat“ ein bisschen unter die Lupe und fragt, ob sie uns nicht lieber völlig wurscht sein sollte.

Jå griaß enck òle mitnånd, heit gibt’s a zimpft’ge Kolumna àf Boarisch gschrimm, wài ma uns unsa scheene Hoamat und unsane Bràich néd näma lòußnd. 

Nein, keine Angst. Es geht nachfolgend nicht mit einer Mischung aus nord- und westmittelbayerischer Mundart weiter, wenngleich das eigentliche Thema damit schnell umrissen wäre: Heimat. Gefühlt ist sie aktuell von Ost nach West, von Nord nach Süd und besonders in Bayern in aller Munde, sogar Ministerien werden nach ihr benannt. Dieses ideologische Lieblingsspielfeld des Konservatismus, das dem Vernehmen nach irgendetwas mit Identität zu tun haben soll, spannt sich jedoch viel weiter. Mode, Lifestyle, Musik, Popkultur – nichts bleibt von der Heimat verschont.

Der Heimatbegriff als solcher wird zunehmend (wieder) auch außerhalb des konservativen Spektrums diskutiert und als vermeintlich relevante Größe gesellschaftspolitischer Entwicklung gesehen. Innerhalb der Sozialdemokratie führt man beispielsweise Debatten über das linke Potential von Heimat, ohne merken zu wollen, dass in Bayern Sozialdemokraten schon seit Jahrzehnten im Trachtenjanker und Dirndl erfolglos über die Dorffeste schwanken. Oans, zwoa, gsuffa – ŏba mia wèjn trotzdem CSU. 

Aussicht auf tausend Jahre Blut und Boden vs. sozialromantischen Verfassungspatriotismus

Wadenstrümpfe (Loferl): Überzeugen sie heimatverliebte AfD-Wähler von der SPD? Foto: pexels.com

Vorgeblich dienen die politischen Versuche Heimat progressiv zu besetzen ja dazu auch diejenigen jenseits der CSU, die von Politik Enttäuschten, die Frustrierten, die sich unterprivilegiert fühlenden Privilegierten, die resignierenden Stolzen und die stolz Resignierten für ein linkes, sozialdemokratisches oder wie auch immer geartetes der Welt zugewandtes Projekt zu gewinnen. Die Grünen verhandeln Heimat etwa als die Bewahrung von Lebensgrundlagen respektive der Schöpfung.

Damit sollen diejenigen erreicht werden, die ihren Grant auf sich und andere, die sie nicht als ihresgleichen betrachten, in letzter Zeit in der AfD ausleben. Aber welche stolzen Enttäuschten werden ernsthaft die Aussicht auf tausend Jahre Blut und Boden gegen ein paar warme Wadenstrümpfe, sozialromantischen Verfassungspatriotismus im Oktoberfestlook und ein bisschen frische Bergluft eintauschen wollen? Ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Prost, Rot-Grün!

Jugendphänomen Heimatstolz

Doch das ist alles schnöde Politik. Das echte Leben ist interessanter. Im vorpolitischen bzw. im zunächst apolitisch wirkenden Raum gibt es auch leidenschaftliche Versuche Heimat unverkrampft, locker, jung, modern, hip und weltoffen zu interpretieren. Bayern im Jahre 2018. Der Heimatstolz ist geradezu ein jugendkulturelles Phänomen. Diese jungen Leute. Diese Lausbuam und Lausmadln. Sie kaufen Klamotten in bayerischen Fashion-Stores, hören mundartige Musik, essen nicht nur Breze und trinken Weißbier, sondern verehren beides geradezu uns lassen es sich tätowieren, ihre Instagram-Feeds sind voll mit Bildern erklommener Gipfelkreuze bayerischer Berge. O Heimat, Du malerischer Zeitvertreib!

Nicht einmal die ärgsten Verfechter in Politik und Kulturindustrie wissen so genau, wie sie Heimat einigermaßen sattelfest beschreiben und definieren können und was der Hype eigentlich soll. Auf jeden Fall hat Heimat etwas mit Herkunft zu tun, also mit der Verknüpfung von mythisch aufgeladenen, bestimmten kulturellen Eigenheiten und einem Fleckchen Erde, auf dem man zufällig auf die Welt gesetzt wurde.

Dabei wird gerne von Wurzeln gesprochen, als wäre der Mensch ein starres Gehölz, das sich nur bei schlechten Windverhältnissen über den Gartenzaun neigen könnte. Die Herkunft ist die Voraussetzung, das Bekenntnis zu ihr die Erwartung. Bekenne Dich zu der allerersten Zufälligkeit Deines Lebens! – lautet das eigentliche Motto der Heimatfans. 

Nix, aber Hauptsach‘ Bayerisch

Gehen wir in die Praxis der neuen bayerischen Heimatliebe, mitten rein auf die Kräuterwiese zwischen Berg, Tal, Almhütten und barocken Sakralbauten. Ein Traumsetting für ein Fotoshooting von Bavarian Couture. Hier können junge, schlanke und blonde Frauen oder tough-verträumte Kerle mit frischem Undercut aus dem Barbershop glücklich in die Kamera lächeln. Bisschen Valencia-Fotofilter als Heiligenschein der heilen Welt drüber, fertig. Das Produkt erscheint in bestmöglicher Aufmachung. Das Produkt ist dabei freilich austauschbar: T-Shirt, Hoodie, Beanie (Haum), Jutesackerl. Völlig wurscht was, die Botschaft zählt: „Deng Da Nix, I Deng Ma Ja A Nix“, „Leckomio“, „Schmusen Warad Jetzt Schee“, „Übern Haufa Kuschelt Ghearst“ und so weiter.

Hier könnte sich irgendwo ein Bavarian-Couture-Model wälzen: Bayern. Hier im Bild: St. Bartholomä am Königsee. Foto: pexels.com

Bavarian Couture ist ein bayerisches Bekleidungslabel aus Schwabenhausen bei Dachau, dessen Geschäftsmodell so simpel wie genial ist: Textilien mit Aufdrucken in bayerischer Sprache. Das war’s. Mal romantisch, mal „witzig“, mal einfach ein Wortspiel oder Schimpfort frei heraus, wie es uns Bayern eben oft über die Lippen kommt. Die Sprüche, stets in hip gesetzter Schriftoptik, sind so belang- wie einfallslos. Es könnte auch sonst was auf dem Gwånd stehen, der vermittelte Inhalt ist völlig bedeutungslos und unerheblich. Bavarian Couture vertreibt auf Kleidung gedrucktes Nix. Hauptsach’ Bayerisch. Aber es verkauft sich, welch vortreffliches Marketing.

Heimatklänge für’s Volk

Eine weitere bedeutende Spielwiese der Revitalisierung des Heimatbegriffs ist die Musik, im Speziellen der Pop. Populäre Musik, die nicht auf ein Genre einzuengen ist, erlebt seit einigen Jahren einen regelrechten Bajuwarisierungsschub. Nicht allein das sprachliche Element, der Hype um die Mundart, steht dabei im Fokus, sondern die Gesamterscheinung der Acts. Bands oder Musiker wie LaBrassBanda (sicherlich die reichweitenstärkste Band), Django 3000, Dicht & Ergreifend oder BBou funktionieren in ihren Selbstinszenierungen als bajuwarische Klischeeerfüllungen. 

Diese und viele andere explizit bayerische Bands, deren einzige inhaltlich hervortretende Gemeinsamkeit das Bayerische selbst ist, können sich dabei der Begeisterung des Publikums, der Buchung auf (Heimat-)Festivals und der Unterstützung durch die Jugendsparte des BR sicher sein. Schließlich rocken sie Bayern! Und wenn es sonst nichts ist.

Moderne Heimat: Der Platz der Frau ist nicht mehr am Herd. Foto: BBou

Der Amberger Rapper BBou (Boarischer Bou) beispielsweise schlachtet für seine Männlichkeitsshow jedes bayerische Stereotyp aus, das sich finden lässt. Sein Logo besteht aus einem zur Breze geschwungenem Penis, die Albencover zieren Sepplhut, Weißbier, und blau-weiße Bandanas, auf dem Cover der EP „Volksmusik 2.0“ muss das Wèi im Dirndl immerhin nicht beim Schweinsbraten am Herd stehen, sondern darf dem Oberpfälzer Meisterstecher durch die Lederhosenklappe einen Blowjob geben.

BBou sieht seine Aufgabe offenbar in der Folklorisierung und Provinzialisierung des Rap oder wie im Infotext aus seiner Homepage steht: „Dank ihm identifiziert sich die bayrische Jugend wieder mit ihrer Heimat“. In dieser antiaufklärerischen Totalität ist dieser Anspruch früher wohl nicht einmal der katholischen Landjugend gelungen. Kiffa, saffa, Weiba klå mocha. Dés is Bayern, dés san mia.

Herkunft als Qualitätsmerkmal

Diese jauchzende Öffnung des Pop zum Volkstümlichen bereitet allerdings auch dem Völkischen das Feld. Wie sollen die Frei.Wilds und Unantastbars inhaltlich überzeugend im Popdiskurs isoliert werden, wenn Herkunft und durch sie vermeintlich unabänderlich gestempelte kulturelle und sprachliche Eigentümlichkeit als bedeutendes Qualitäts- und Auszeichnungskriterium von Musik herangezogen wird? Schwierig. 

Und spätestens dann haben progressives, aufklärerisches, unangepasstes, grenzenüberwindendes und kritisches Potential des Pop endgültig ein großes Problem. Georg Seeßlen (spex #375) spricht in diesem Zusammenhang von einer „Hegemonie der Provinz und des Provinziellen über das Urbane und Weltoffene“. „Der Kult um ‚Heimat‘“ arbeite dem „Bedürfnis nach Reprovinzialisierung“ zu. Das Kosmopolitische des Pop wird eingestampft.

Aber ist denn Heimat nicht einfach ein positives Lebensgefühl? A Gaudi? Ein bisschen Rückbesinnung aufs Vaterunser und Weißwurstfrühstück? Auf irgendwelche nicht genau definierten Werte und sehr genau choreografierten Schuaplattlschritte? Die verklärenden Bemühungen um Heimat sind letztlich Schwärmereien für einen Zustand, den es nie gab, von dem aber behauptet wird, er sei das Fundament für Werte und Kultur.

Der Stumpfsinn wird die Heimat bewahren

Heimat ist eine Leerformel und Projektionsfläche für eine postulierte Kontinuität und Essentialität von vermeintlichen Traditionen, die unabhängig von gesellschaftlichem Wandel, von politischen und kulturellen Brüchen, ja selbst Zivilisationsbrüchen, Bestand haben sollen. Traditionen, die umso vehementer als Jodlerstil (wie man mit Dieter Wieland sagen könnte) imitiert und herausgestellt werden, je ungreifbarer und schemenhafter sie eigentlich sind. Kulturelle Mimikry, ein Trugbild. 

Lebens-, Denk- und Kommunikationsweisen, die in Büchern, Museen und Archiven eigentlich gut aufgehoben sind, sollen als unerschütterliche und besonders schützenswerte Verhaltensnormen das Heimatliche definieren, zumal sie, so schwant es den eifrigsten Apologeten, bedroht und am Aussterben sind. Doch liebe Heimatbewahrer, keine Angst! Es gibt ihrer noch genügend, die in Lederhosen und Bavarian-Couture-Fummel über die Heimatfestivals ziehen und sich als stolze Bewahrer einer kämpferischen Kultur betrachten. Solange es Stumpfsinn gibt, ist für die Bewahrung der Heimat stets bestens gesorgt. 

Letzteres beweisen mit besonderem Nachdruck die Bierzeltclowns von SAXNDI. Ein herzliches Vergelt’s Gott für diese heimatliche Abscheulichkeit:

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01

Kommentare (63)

  • Rosalia Genoveva

    |

    Mich tät jetzat nur interessiern, mit welchem Weibsbild Sie vorm Schreiben Kontakt ghabt haben, und von welchener Sorte der Apfel war, den was Sie von Ihr zum Essen kriagt haben.

    So eine Selbstvertreibung aus dem scheenen Paradies des Volksdoppelbödigkeit!
    Arm!

  • highwayfloh

    |

    Wenn etwas den Begriff von „Heimat“ und ehrlicher Verbundenheit verdient hier in der Stadt, dann ist es das „Rengschburg-Lied“ von den „3-falsche-Töne“!

    @Redaktion: Link bitte zulassen, is die offizielle Version, aa wenn ich a private hob:

    https://www.youtube.com/watch?v=d_kjLoLIqAg

    Und wer wirklich Heimat mit Rengschburg verbindet… der ko si no erinnern dass es no an „Fröschl“ gebn hod … as „DEZ“ hauptsächlich aus der „Quelle“ bestanden hod (auf die Schnelle hin zur Quelle) … und dreant a hoid vom Eisern Steg da Jodlbauer war (dös Geäude steht zwar no oba is scho jahrelang mehr oder weniger a Immobilien-Hure… mal wieder wos neis drinn und immer a Wechsel)…

    Ebenso werdn no echte Rengschburger wissen, wias damals grocha hod – teilweise bis in d’Max-Straß nauf im Summer… wenn da Wind entsprechend war und da „Zirngibl“ sei Lodn-Tür offen glassen hod wega da Hitzn….

    Apropos… dön Kaasgruch vo damals … und heit jammerns wegen Feinstaub…. mia wennst ned gangst!

    Und no vui mehra hobn ma verlorn in da „Stod“ wo wert gwesen war, dass mas erhalten darad… vor allen Dingen die Menschlichkeit!

    Vielleicht gibts a paar, dö wo kapiern wos i sogn will grod a mit dem Satz davor… .

    Servus mitnand!

  • highwayfloh

    |

    Und für die Nostalgiker:

    Jo.. Königswiesen is baut wordn … damals hods no dort a Wetterstation geben und ebenso an „gloan“ und dann an „groaßn“ Fernsehturm…. bezüglich dem:

    Hob im Netz danach gsuacht… oba gibt anscheindend koa Buidl wo dö zwoa Briada mitnand no fotografiert worden han. Wer oans hod…bitte mal veröffentlichen, danke!

    Und… wos i a Schand find…as Gärnterheisl in der „Mulde“ soll abgrissen werdn, weils as ned unter Denkmalschutz stelln wollten und sö des net rentiern würd … bis zu meiner Hauptschulzeit damals ko i mi erinnern, dass do Leid drinn gwhohnt hobn!

    Für dös greisliche Museum is a Geld do wo da Anblick unserer Stod regelrecht vergwaltigt werd… oba fia a echts erhaltenswertes Kleinod hod ma nix ürbrig und KOANS duat an „Aufschrei“…

    DÖS IS A WAHRE SCHAND fia uns Rengschburger!

  • highwayfloh

    |

    Bitte:

    As Gärtnerheisl ghört genauso grettet wia as „Salettl“!

  • eingeborener

    |

    (Nur) sich lächerlich und lustig machen über den Heimat-Begriff, aber selber nichts bieten wollen ( und nichts zu bieten haben), dieser Artikel ist Ausdruck der hilflosen Arroganz vieler sich ,links‘ nennender.Menschen gegenüber dem sog völkischen Rechtsrutsch .

  • R.G.

    |

    @eingeborener
    Ihre Meinung entspricht meinem Empfinden.

    Es muss in unserer derzeitigen brenzligen Situation jeder selbst den ersten Schritt tun, warten auf Befähigtere und Sozialere als wir, überhaupt noch ein Zuwarten, ist hoch gefährlich.

    Schaue ich auf das vergangene Jahr zurück, sah ich zum Teil wortmächtige Sozialdemokraten von mir angebotene persönliche Hilfe verhindern, um das Dilemma länger behalten zu können. Man möchte sich an der Schlechtigkeit der bösen Anderen hochziehen, dazu braucht man die anhaltende Katastrophe. Auf Kosten der Opfer des Systems.

    Almosen für Arme sind zuwenig, gewiss, aber staatliche Hilfe ohne zusätzliche herzliche Almosen ist erst recht zuwenig.

    Heimat kann auf den Boden reduziert werden, auf den man mindestens schon einmal im Vollsuff sein Bier im Kreis von Bekannten rückwärtsverdaute, und die boarische Lederhose mit Harn weichmachte.
    Dass einem vor dem Geborgenheitsbegriff ekeln kann, versteht sich.

    Heimat kann der Raum des eigenen sozialen Bemühens um ein besseres Miteinander sein.
    Dazu müssten endlich auch die Sozialdemokraten, die Christen, die Moslems, und wir alle selbst, einmal wöchentlich vom Computer weg, und auf die unmittelbaren Nachbarn zugehen.

  • „Heimat“

    |

    Ist eigentlich ganz einfach: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Heimat – insb. der Abschnitt Neurobiologie – da kommt man halt schlecht aus.

    Ansonsten ist dieser Bayern-Kram halt eine Modeerscheinung. Auch nicht besser oder schlechter, als wenn jemand im New-York-Style-Hiphop-Outfit mit ebenso sinnentleerten Sprüchen in ebenso stylischer Schrift auf dem Hoodie rumläuft.

    Seltsamer Weise prangern gerade die, die immer auf kulturelle Vielfalt pochen, das eine an, während sie das andere Ok finden. „Bunt“ ist toll, aber bitte ohne weiß und blau!

    „Ethnische“ Einflüsse in der Musik sind super, wenn sie afrikanisch, orientalisch oder indisch sind, aber doch bitte nicht bayrisch, pfui bäh! (Mag ich jetzt auch nicht so, aber ich muss es mir ja weder anhören noch nen Kommentar darüber schreiben).

    Mir persönlich ist beides egal, soll doch jeder die Klamotten anziehen, die Musik hören und das Bier trinken, das er/sie will.

  • Tobias

    |

    Was mich daran stark irritiert ist, dass man zwar den „Flüchtlingen“ und Migranten zugesteht, dass sie ihre Heimat und ihre heimatlichen Traditionen hier ausleben sollen, weil „bunt“, „tolerant“ und der ganze Schmarrn. Sobald ich als Deutscher, der den Spaß finanziert, das sage, werde ich mit hanebüchenem Unsinn überschüttet.

    Für mich, Baujahr 1990, ist die Heimat ein Regensburger Stadtrandbezirk, der Gestank der Zuckerfabrik, alte NEOPLAN-Busse des RVV in den alten, klapprigen Haltestellen (bevor die DEGESTA diese baute), der Tunnel UNTER den Bahngleisen und die große Freifläche, ehemaliger Parkplatz des Cinemaxx. Das Maibaumaufstellen, die Lebakassemml und Weißwurscht, Bier, Brezeln und Blasmusik. Ihr kennt das, habe ich schon mehrfach als Heimatbeispiele gebracht.
    Alles böse.

    Wenn aber illegal (und legal) Eingereiste gerne hier eine Moschee mit Minarett hätten, oder ihre Polygamie, oder gerne türkische Fahnen schwenken möchten, oder einen Gebetsraum an öffentlichen Schulen, DANN ist das plötzlich ganz toll, super, die Wurzeln dieser Menschen, die ja gepflegt werden sollen.

    Man kann den Bogen auch überspannen. Entweder dieser Artikel ist leeres Geblubber, um Klicks zu erhaschen, oder jemand hat ein ernsthaftes Problem mit diesem Land; dem kann ich allerdings gerne das Ausreisen in ein Land empfehlen, dass nicht so deutsch ist.

    Fragen Sie sich mal, woher die Anziehungskraft von Deutschland kommt, Herr Oswald. Nur, weil Sie blind dafür sind, oder eventuell einfach zu viel (bayerisches?) Bier oder an gutn Blutwuardz vor oder währen dem Schreiben dieses „Artikels“ hatten, heißt das nicht, dass alle so denken und die Heimat abschaffen wollen.

    Kleine Anekdote vom Land: Nahe einer „Flüchtlings“einrichtung wurden die Anwohner gebeten, Deutschland- und Bayernfahnen von ihren Grundstücken zu entfernen, weil dies Abschrecken könnte…Buckeln für dahergelaufene Araber, bis zur Selbstaufgabe und -leugnung. Nein, danke.

  • joey

    |

    Es gibt keine Heimat ohne Grenzen. Wenn Grüne ihre Heimat irgendwo allgemein in der Natur (oder „Schöpfung“) haben, dann sind sie im gleichen Zusammenhang wie die, die sich „Weltenbürger“ nennen und damit eigentlich nur Orientierungslosigkeit kaschieren.

    Grenzen gibt es, ob nun politisch en vogue oder nicht. Denn der Mensch ist begrenzt, nur Gott ist universell. Wo man nun diese Grenzen hat, hängt mit dem Horizont zusammen. Da kann es schon mal sein, daß man seine Heimat nicht in der Lederhosentracht (Made in Bangladesh) hat.

    Schweiz als Vorbild: Wo die direkte Demokratie zur Heimat gehört, wo diese Freiheit nur in diesen Bergen militärisch gegen die Fürsten verteidigt werden konnte und somit die Landschaft eine untrennbare Verbindung zur Freiheit gewonnen hat.
    Diese Heimat ist mehr als Ricola und Alphorn.

  • Piedro

    |

    eingeborener
    11. März 2018 um 12:06 | #

    Finden Sie die hier dargestellten Auswüchse dieses Trends nicht lächerlich? Wirklich nicht? Finden Sie tatsächlich, dies hätte etwas mit ihrer bayrischen Heimat zu tun? Na dann… servus.

  • Piedro

    |

    „Heimat“
    11. März 2018 um 14:26 | #

    So ein Schmarrn! Aus Bayern kam immer schon auch musikalisch hervorragendes. Man denke nur an das Zusammenwirken des Herrn Polt mit den Toten Hosen! „Wenn ein Ding einmal genetisch versaut ist kann man’s mit Schlägen a nimmer kurieren.“ Oder Ringswandl, ein Meister seines Fachs. Biermösl blosn – zum Niederknien! Seltsamerweise finden diese Künster in weiten Teilen der bayrischen Bevölkerung wenig Anklang, weil ihnen das Heimatliche halt nicht nur volkstümlicher Kitsch ist.

  • Piedro

    |

    Tobias

    11. März 2018 um 14:39 | #

    Was mich daran stark irritiert ist, dass man zwar den „Flüchtlingen“ und Migranten zugesteht, dass sie ihre Heimat und ihre heimatlichen Traditionen hier ausleben sollen, weil „bunt“, „tolerant“ und der ganze Schmarrn. Sobald ich als Deutscher, der den Spaß finanziert, das sage, werde ich mit hanebüchenem Unsinn überschüttet.

    ***

    Ist das so? Dann vermutlich nicht, weil Sie „Deutscher“ sind. Mir wäre nicht bekannt, dass man in Bayern daran gehindert würde Brauchtum zu leben.

    *****
    Für mich, Baujahr 1990, ist die Heimat ein Regensburger Stadtrandbezirk, der Gestank der Zuckerfabrik, alte NEOPLAN-Busse des RVV in den alten, klapprigen Haltestellen (bevor die DEGESTA diese baute), der Tunnel UNTER den Bahngleisen und die große Freifläche, ehemaliger Parkplatz des Cinemaxx. Das Maibaumaufstellen, die Lebakassemml und Weißwurscht, Bier, Brezeln und Blasmusik. Ihr kennt das, habe ich schon mehrfach als Heimatbeispiele gebracht.
    Alles böse.

    ***

    Sie sind recht unterhaltsam, Tobias. Etwas substanzlos, aber wirklich unterhaltsam. Ihren Heimatbegriff finde ich aber interessant. Ich gehe davon aus, dass er sich sehr von dem unterscheidet, was in anderen Regionen des Bundeslandes unter Heimat verstanden wird. Regensburg ist halt nicht überall, und Sie sind nicht jedermann.

    *****
    Wenn aber illegal (und legal) Eingereiste gerne hier eine Moschee mit Minarett hätten, oder ihre Polygamie, oder gerne türkische Fahnen schwenken möchten, oder einen Gebetsraum an öffentlichen Schulen, DANN ist das plötzlich ganz toll, super, die Wurzeln dieser Menschen, die ja gepflegt werden sollen.

    ***

    Schmarrn wäre hier beschönigend, Tobias. Was Sie da abgesondert haben hat genau gar nichts mit dem Heimatbegriff zu tun, auch nicht bei jenen, die so gern in „“ setzen. Der Umstand, dass sich noch nie jemand dafür ausgesprochen hat Polygamie zu erlauben (was gesetzlich gar nicht möglich wäre) entlarvt die Qualität dieser Wortmeldung als unterirdisch. Schade, dass Sie sich für sowas nicht zu schade sind.

    *****
    Man kann den Bogen auch überspannen. Entweder dieser Artikel ist leeres Geblubber, um Klicks zu erhaschen, oder jemand hat ein ernsthaftes Problem mit diesem Land; dem kann ich allerdings gerne das Ausreisen in ein Land empfehlen, dass nicht so deutsch ist.

    ***

    Weia, sind Sie wirklich nicht irgendwann zwischen den 30ern und 50ern geboren? Dann geh doch rüber… Lange nicht mehr gehört… Es steht Ihnen doch frei sich mit diesem Kitsch und der Kommerzkacke auf der Heimatwelle zu identifizieren, aber anderen steht es nun mal frei sich darüber lustig zu machen. Wer dann gleich meint die Spötter des Landes verweisen zu dürfen tut seiner Heimat nichts gutes, Tobias. So dumpf sind die meisten Bayern nach meiner Erfahrung absolut nicht. Die haben Humor und Selbstbewusstsein und ereifern sich nicht gleich in Ausreisephantasien, wenn jemand über solche Auswüchse wie diesen Pseudorapper oder ein strunzdoofes Bekleidungsmarketing lacht.

    *****
    Fragen Sie sich mal, woher die Anziehungskraft von Deutschland kommt, Herr Oswald. Nur, weil Sie blind dafür sind, oder eventuell einfach zu viel (bayerisches?) Bier oder an gutn Blutwuardz vor oder währen dem Schreiben dieses „Artikels“ hatten, heißt das nicht, dass alle so denken und die Heimat abschaffen wollen.

    ***

    Wie kommen Sie darauf vom Abschaffen der Heimat zu phantasieren? Wer sprach sich denn dafür aus? Der von Ihnen angesprochene Herr Oswald jedenfalls nicht.

    *****
    Kleine Anekdote vom Land: Nahe einer „Flüchtlings“einrichtung wurden die Anwohner gebeten, Deutschland- und Bayernfahnen von ihren Grundstücken zu entfernen, weil dies Abschrecken könnte…Buckeln für dahergelaufene Araber, bis zur Selbstaufgabe und -leugnung. Nein, danke.

    ***

    Nur gut, dass es dahergelaufene Internetkommentatoren gibt, die sich unter dem Vorwand eines Artikels über Heimatkitsch und -kommerz erst deppert aufpudeln und dann zu ihren einzigen Kern kommen: Hetze gegen Migranten und Flüchtlinge, sei es mit depperten Sprüchen, sei es mit unbelegten Behauptungen, eben mit jedem Mittel, dass denen grad durchs Hirn schießt, Hauptsache ausgespien.

    Ich erzähle Ihnen auch ein Anaktdötchen: Nahe einer bayrischen Kirche feierten die Bewohner eines Dorfes, wie jedes Jahr, den Kirtag. In den letzten Jahren waren auch Menschen dabei, die fernab Bayerns geboren wurden, Menschen anderen Glaubens, anderer Nationalität, mit anderer Sprache und mit Gschichten, dass es einer Sau graust. Nahe dieser Kirche, in diesem Dorf, erfreute man sich des Lebens in der bayrischen Heimat, gemeinsam. Der besoffene Depp, der es nicht sein lassen konnte seine Propagandasprüche zu lallen, haben die Leit ned beachtet. Sie ließen ihn gewähren, er war ja einer der ihren, aber sich haben ihn unterm Tisch liegen lassen, als er sie gemeinsam mit den nicht mehr „Fremden“ heimgegangen sind. Der eine oder die andere hat den Deppen ins Nachtgebet eingeschlossen, der Herr möge ihn mit etwas Hirn und ein wenig Herz segnen und ihre Heimat nicht mißbrauchen um zu stänkern.

    Ob’s gewirkt hat weiß ich nicht.

  • Mr. T

    |

    Man muss halt – wie immer – differenzieren. Das geht auch ohne Mathestudium. Während vielleicht das, was Freiwild mit dem Begriff „Heimat“ transportiert, dumm oder das, was eine Volksfesttracht damit transportiert, peinlich ist, ist zum Beispiel das, was die angesprochenen Biermösl Blosn mit dem Begriff „Heimat“ transportieren, etwas ganz anderes. Musik in bayrischer Sprache ist auch nicht unbedingt ein Trend, sondern es ist schlichtweg ziemlich normal, in seiner eigenen Mundart zu singen. Natürlich hat größerer Erfolg in den letzten Jahren das Angebot an eher unterdurchschnittlichen Künstlern auch steigen lassen – somit schon in gewisser Weise ein Hype. Genauso wie der Trachtenboom. Kaum ein bayrischer Politiker traut sich ohne Trachtensakko vor die Kamera und ohne Lederbux kommt man sich am Volksfest vor, wie im Frack beim Fussballtraining. Natürlich können wir eine Bayrischtümelei ganz anders und kritischer betrachten als eine Baskischtümelei, die wir nur mit großem kulturellen Abstand wahrnehmen können. Aber warum sollte man hier nicht auch irgendwie tümeln?
    Was man natürlich nicht tun sollte, ist den Begriff „Heimat“ zu viel politische Bedeutung zurechnen. Da fängt’s dann langsam an zu haken.

  • Piedro

    |

    Könnte daran liegen, dass hier nicht nur Regensburger lesen – und schreiben. Das könnte unter anderem daran liegen, dass in Regensburg nicht nur gebürtige Regensburger leben. Angeblich gibt es da sogar Franken!

    Ich war mal – als Piefke – in einer größeren Runde Österreicher verschiedener Regionen, da hat man einen Liedtext in Mundart zu verfasst. Das war wirklich lustig. Bei der Aussprache war man sich nicht ganz einig, bei der Schreibweise herrschte gewaltige Uneinigkeit.

    Ich hätte gewettet man sagt und schreibt südlich des Weißwurstäquators „wurschtelt“. War das ein Irrtum?

  • Piedro

    |

    Ach ja, muss ein Jupp nicht eigentlch Sepp heißen? ;)

    Oder können Sie sich rheinischer Vorfahren rühmen, Herr Jupp?

  • Mathilde Vietze

    |

    Sich seiner Heimat zu erfreu’n hat nichts, aber auch gar
    nichts zu tun mit bierseliger Heimattümelei, verbunden
    mit volks-dümmlicher Musik und krachledernem Gehabe.

  • „Heimat“

    |

    @Piedro Tipp: Erst mal vom Empörungstrip runter kommen, und dann meinen Beitrag noch mal lesen. Idealer Weise auch verstehen. Und dann erkennen, dass nicht ich derjenige bin, der sagt, bayrische Einflüsse in der Musik sind pfui bäh.

  • Piedro

    |

    Bravo, Frau Vietze! Das sehe ich auch so.

    Aber mit was haben diese Erscheinungen dann zu tun?

    Heimat wird als Schlagwort mißbraucht, von den einen um Geld zu scheffeln, von anderen um Hass und Ablehnung zu sähen, von wieder anderen um sich als heimatverbunden zu profilieren, während sie diese Heimat landschaftlich zerstören und kulturell begrenzen. Mir grausts jetzt schon vor dem neuen „Heimatminister“. Mögen die Friesen ihn in seine Schranken weisen, die Rheinländer ihn mit Spott bedenken, die Westfalen grummelnd ihre Köpfe schütteln und die Schwaben ihm was von der Eisenbahn singen.

  • Peter Lang

    |

    Heimat-Hype? Vielmehr schreibt Herr Oswald über den Heimattümlei-Hype. Der vielfach missbrauchte Begriff „Heimat“ wird von jeder und jedem anders ausgelegt. Die beste Definition lieferte der ehemalige stellvertretende Bezirksheimatpfleger Hans Wax: „Heimat ist da, wo ich verstanden werde.“
    Dafür, dass „Heimat“ von Design-Labels, Festivalveranstaltern und Politikern falsch gebraucht und (wieder) missbraucht wird, kann ja die Heimat nichts.

  • Piedro

    |

    @Heimat

    Von Empörung bin ich weit entfernt, und wenn Sie nicht ganz richtig verstanden wurden liegt das nicht zwingend an mir.

    „„Ethnische“ Einflüsse in der Musik sind super, wenn sie afrikanisch, orientalisch oder indisch sind, aber doch bitte nicht bayrisch, pfui bäh! (Mag ich jetzt auch nicht so, aber ich muss es mir ja weder anhören noch nen Kommentar darüber schreiben).“

    In der Fusion- oder auch Worldmusic gibt es exzellentes, belangloses und fürchterliches. Leider ist mir bisher noch nichts untergekommen, wo sich bayrische Einflüsse mit Klängen aus anderen Teilen der Welt mischen, aber aus Österreich (wo ja auch bajuvarische Stämme leben) hat Herr von Goisern einiges in diese Richtung geleistet, oder auch Herr Resitarits, der Osbahn Kurti, nachdem er sein Alter Ego in Rente schickte. Beides sehr heimatverbundene Menschen, der eine mit seinen Bergen, der andere mit seinem Burgenland und Wien. Beide sehr aufgeschlossen, nicht nur musikalisch.

    Ich kann mir eine zünftige Blasmusik mit afrikanischen Trommlern, oder Jodler sibirischem Kehlkopfgesang gut vorstellen. Ist letztlich immer eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber manch Heimatbewahrer kriegt vermutlich schon bei der Vorstellung einen Zustand nach dem anderen.

    Letztlich wäre das schlüssiger als einen sexistischen Pseudorapper unter dem Heimat-Hype zu vermarkten. Immerhin, im Muskantenstadl wird weder das eine noch der andere landen.

  • Richard

    |

    Heimat und Heimattümelei, Deutschland und Deutschtümelei sind aber nunmal zweierlei Schuh! Die im Artikel erwähnten Musikanten bedienen lediglich letzteres.

  • Giesinger

    |

    „home is where the heart is…“

  • Giesinger

    |

    @Piedro:

    Die Cuba Boarischen sind sicher gute, sehr sympathische und auf ihre Art und Weise auch geniale Musiker. Ich habe von ihnen aber ganz bewußt nie ein Konzert besucht oder mir jehmals mehrere Lieder angehört.

    Die sind heimatverbunden, verharren aber nicht im Überlieferten, sondern entwickeln es weiter, mit neuen Einflüssen.
    Das ist u. a. das herausragende/fortschrittliche Element daran.

    Was den von Dir angesprochenen fehlenden „Latino-Drive“, wie Du es nennst, angeht:

    Cubanische „Clave-Typen“ mit traditioneller „heimischer“ Musik zu kombinieren ist kein leichtes Unterfangen.
    Und leider funktioniert es bei den Cuba Boarischen nach meinem Empfinden auch nicht so recht.

    Dazu liebe ich die Cubanische Musik viel zu sehr.

    „El Manisero“ ( hier leider verunstaltet in „Rehragout Manisero“) muß z.B. unbedingt mit ganz viel Gefühl in „Son-Clave“ durchgespielt gespielt werden.

    Jeder Cubanische Musiker und Sänger verursacht Dir dabei Gänsehaut pur!
    Und zwar ab dem ersten Clave-Durchlauf.

    Das passiert mir bei den Cuba Boarischen leider nicht.

    Ich war oft in Cuba und ich liebe die Musik und Tanzkultur dort über alles.
    Auch die Santeria-Spiritualität dort, hat mich in den Bann gezogen.

    Nichtsdestotrotz fühle ich mich momentan noch als „Alt-Giesinger“ heimisch.
    Selbst, wenn ich wieder in Regensburg wohnen müßte, würde ich mich wohl nicht als Regensburger bezeichnen.

    Auf Cuba ist es mir v.a. zu heiß; und ich würde dort auf Dauer die Ruhe und die Rückzugsmöglichkeiten eines durchaus auch ruhebedürftigen Giesingers vermissen.

    Das kann sich im Alter/Ruhestand allerdings noch ändern.

  • Giesinger

    |

    jemals ohne „h“

  • Giesinger

    |

    „EL Manisero“:

    Hier eine ganz klassische Aufnahme von der alten „Charanga Habanera“:

    Nur als so Beispiel, wie das Origial gedacht war…(1930)…

    https://www.youtube.com/watch?v=Rsk-Suo1Co8

    Es gibt je nach persönlichem Geschmack, sehr viele andere gute Aufnahmen davon, auch in anderen Clave-Typen!

    Diese höre sich doch bitte jeder an, je nach Fundstelle und seinem Geschmack.

    Für den „Tanzflächen-Mainstream“ hier z. B. was saugutes, von dem in Miami lebenden Willy Chirino: https://www.youtube.com/watch?v=-w9mmyi7H5Q

    Das war voll der Tanzflächen-Bringer früher!

    Die wirklich absolut besonderst genialen, abgefahrensten Versionen gibt es im Internet wohl nicht gleich nach der ersten Suche. (Habe sie nicht gefunden, habe sie aber zu Hause, falls Interesse besteht.)

  • Giesinger

    |

    O.K.

    Zuguterletzt natürlich noch das Original:

  • Markus Frowein

    |

    Da wo ich bin, da ist der Kraftplatz …

  • Wolfgang Huber

    |

    @Oswald Wenn Sie ein Problem mit „Heimat“, Volksmusik (modern interpretiert), Trachten (mit all ihren modischen Ausprägungen) und „Bayern“ haben ist das Ihr Problem.
    Ich kenne sehr viele (junge) Menschen die das einfach gerne mögen, so what.

    Vielleicht tragen Sie lieber Ethno-Mode und pflegen damit die Modekultur aus allen Erdteilen, hören lieber Elektro-Funk(Ursprung Amerika) und fahren nach Nicaragua in Urlaub. Machen Sie das ruhig, es ist mir völlig egal und ganz alleine Ihre Entscheidung, aber hier auf den Begiff „Heimat“ draufzuhauen, wenn man offensichtlich keine kennt, finde ich armselig.

  • Lothgaßler

    |

    Als niederbayerischer Oberpfälzer ist Oberbayern sicher nicht meine Heimat. Der Kini, die Kirch und die Kunsttrachten gehören auch nicht dazu und im Dialekt geredet wird unter uns. Im Dialekt schreiben ist dagegen schwierig, weil schon ein paar Dörfer weiter Aussprache und Schreibweise etwas anders sein können.
    Dort wo ich aufgewachsen bin, dort bin ich schon lange nicht mehr dahoam, ich kenne die Leute kaum noch, insofern hat @Giesinger recht.
    Heimat samt Geographie, Soziologie und Kultur ist nicht normierbar und auch nicht per Verordnung durchsetzbar. Jeder versteht etwas anderes darunter. Es wird spannend zu erleben, was denn unser CSU-Bundes-Heimat-Minister unter dem Begriff Heimat alles anstößt. Heimat im Sinne Volksbrauchtum steht wohl eher für ein Europa der Regionen, was den Katalonen, Schotten u.a. gefallen dürfte. Wobei so viele Dahoamige pflegen hiesiges Brauchtum nicht mehr, das gehört zur Wahrheit dazu. Brauchtum verliert stark an Bedeutung. Heimat eng gefasst (mein Dorf) oder weit gefasst (Deutschland) führt ins Nix, darunter fällt so wenig bzw. so viel, dass sich nur wenige Gemeinsamkeiten oder wenige Dazugehörige finden werden. Ob „Heimat“ überhaupt jemals diese Bedeutung hatte, die manche ihr zuschreiben wollen? Wegziehen, Auswandern, Völkerwanderungen usw. gabs schon immer. Und passiert ist dann, was @Giesinger schon geschrieben hat.

  • Piedro

    |

    @ Giesinger: danke, das letzte Link ging leider verloren.

    @ Mr. T: Wirklich, wirklich total gut!

    Biermösl blosn so gut wie immer, die Fusion fehlt ein wenig, trotzdem cool, das Filmchen… Das haben die Bläck Fööss seinerzeit besser hin gekriegt, aber die sind ja auch Kölner. ;)

    Hier mit Ladysmith Black Mambazo auf der Domplatte. Zugwegeben: keine Fusion, afrikanisch mit Tommy Engel & Co-Begleitung. Vorher haben die in Südafrika mit diesem Meisterchor musiziert und dabei einiges riskiert, weil Weisse nicht mit Schwarzen auf einer Bohne stehen durften. Auch da gibt es Aufnahmen, aber die sind leider nicht zu finden. Anschließend haben sie Joseph und seine Mannen via WDR nach Köln gebracht.

    https://www.youtube.com/watch?v=XI7GGirq2P4

    @Wolfgang Huber:

    Es handelt sich bei den erwähnten Beispielen nicht um Volksmusik moderner Ausprägung, sondern um volkstümlichen Kitsch in moderner Verwertung. Und das Bekleidungsbeispiel hatte nichts mit Trachten zu tun, oder ist ein Hemd, weil da was deppertes in bayrisch gedruckt wird, für Sie schon eine Tracht? Auch kann ich nicht feststellen, dass auf die Heimat „draufgehauen“ wurde. Wenn Sie das anders empfinden wären die Gründe dafür bestimt interessant, aber die gehen mich nix an.

    Wenn sie mal was heimatliches in moderner Form hören wollen empfehle ich Ihnen ein Ohr gen Vorarlberg zu richten. HMBC sind zwar Allemannen, aber die sind den Bayern ja immerhin gute Nachbarn.

    https://www.youtube.com/watch?v=wmI2m06YFfc

    Das gibt’s noch etwas „moderner“ als Remix, wer’s will wird’s schon finden. Auch mit Übersetzung erhältlich.

    Und hier die gleiche Nummer live im Germanen-TV:
    https://www.youtube.com/watch?v=c4UftCkRirI

    @Lothgaßler: Wie immer ein Vergnügen Ihren Beitrag lesen zu dürfen.

  • Giesinger

    |

    „Los Dos Y Companeros“ haben sich ja unglaublich entwickelt, Wow!

    Wer hätte das früher gedacht?

  • Wolfgang Huber

    |

    @ Oswald „Letzteres beweisen mit besonderem Nachdruck die Bierzeltclowns von SAXNDI. Ein herzliches Vergelt’s Gott für diese heimatliche Abscheulichkeit:“

    Wo ist das Problem ? Die Band gibt es seit über 34 Jahren, und sind gut gebucht. Kenne niemenden der gezwungen wurde auf deren Konzerte zu gehen, viele bezahlen dafür auch noch Eintritt und haben auch noch Spaß dabei.

    Oswald, Sie müssen das ja nicht verstehen, aber deren Musik zu nutzen um gegen Bayern, Heimat…etc. zu hetzen ist unaktzeptabel und im höchten Maße intolerant.

    Und wenn Sie glauben, das all dies mit „Heil“ und AFD zu tun hat, dann irren Sie gewaltig,
    vielmehr hat es nämlich mit purer Lebensfreude zu tun.

    Also einfach mal locker bleiben, Sie müssen ja nicht ins Bierzelt gehen.

  • Piedro

    |

    Wolfgang Huber
    12. März 2018 um 11:46 | #

    Oswald, Sie müssen das ja nicht verstehen, aber deren Musik zu nutzen um gegen Bayern, Heimat…etc. zu hetzen ist unaktzeptabel und im höchten Maße intolerant.

    ***
    Würden Sie uns mitteilen wo sie in dem Artikel „Hetze“ gegen Bayern oder „Heimat“ wahrnehmen? Wenn Sie dem Autor sowas vorwerfen dürfte Ihnen das nicht schwer fallen. Oder reicht es in die Schlagwortkiste zu greifen, weil Sie sich selbst an Schlagworten stören? Dann reicht es natürlich sich über irgendwas zu empören und mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, den Sie vermutlich nicht wirklich verstanden haben. So wie die Verwendung des Wortes „Heil“. Wie sie von dieser Vokabel auf die restlos heillose AfD kommen mag Ihr Geheimnis bleiben.

  • Rosalia Genoveva

    |

    ….und koan is aufgfolln, dass der Oswald beim Schreim an Boarischen Sepplhuat aufghabt hot… ; )
    Sogt der Fazi, mitn Blick auf den sei Büldl.

  • joey

    |

    zumindest die ditib weiß noch, wo die Heimat für die türkischen Gläubigen zu sehen ist!

    „… findet die Reise in den NRW-Osterferien vom 24. bis 31. März statt, für die in Ditib-Moscheegemeinden geworben wird. Ihr „Finale“ wird laut Programm ein Besuch im Präsidentenpalast in Ankara bei „unserem obersten Heerführer“, Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan, sein.
    Der frühere Grünen-Abgeordnete Volker Beck sprach von „nationalistischer Staatspropaganda der Ditib“, vor der die deutsche Politik nicht länger die Augen verschließen dürfe. „Die Ditib agiert immer deutlicher wie ein trojanisches Pferd. Außen Religion, innen der türkische Staat und Erdogan“, sagte Beck dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

  • hs

    |

    lieber bayrisches Heimatdenken als das Gelabre von halbstarken Drittgenerationstürken, die in Königswiesen und Kumpfmühl rumgrölen „Istanbul ist das geilste Land der Welt“ oder „Türkei regiert die Welt“.
    Tag für Tag in den Grünanlagen am Kaulbachweg und Umgebung zu finden.

  • schmarrn

    |

    BBou und Dicht & Ergreifend – da wird völlig ahnungslos alles in einen Topf geworfen.
    Gerade „Dicht & Ergreifend“ haben mit ihrem neuen Video „ned dahoam“ eine mehr als deutliche Aussage gemacht! Hauptsache dagegen, oder? Ebenfalls mag man von „Bavarian Couture“ halten was man mag – die verursachen damit keinen Schaden. Auch wenn du/ihr findet dass der „vermittelte Inhalt völlig bedeutungslos und unerheblich“ ist und „auf Kleidung gedrucktes Nix“ verkauft wird, könnte der geneigte Leser selbiges von diesem Blog behaupten. Zumindest betteln aber diese nicht nach finanzieller Unterstützung für „inhaltlich bedeutungslose und unerhebliche“ Zeichen in digitaler Form.

  • Piedro

    |

    @joey

    Es hätte etwas gefehlt wenn Sie nicht die Gelegenheit zu einem völlig themenfremden Beitrag genutzt hätten. Schwache Nummer, wie immer. Dabei wäre es bestimmt interessant gewesen zu erfahren, was sie mit dem Heimatbegriff verbinden. Aber sich über die Knalltüten der Ditib auszulassen ist halt wichtiger als die Heimat, gelle?

  • Piedro

    |

    @Rosalia Genoveva

    Bestimmt ist das ein getarnter Tirolerhut. ;)

  • Piedro

    |

    @hs

    Ihr völlig sinnentleerter Beitrag lässt darauf schließen, dass Sie den Artikel nicht mal im Ansatz verstanden haben – oder nichts dazu zu sagen haben.

    In diesem Sinne: besser deppert wia a Brennsuppn ois wie a türkische Linsnsuppn.

    Habe ich Sie da richtig verstanden?

  • Piedro

    |

    schmarrn
    12. März 2018 um 14:09 | #

    Ebenfalls mag man von „Bavarian Couture“ halten was man mag – die verursachen damit keinen Schaden. Auch wenn du/ihr findet dass der „vermittelte Inhalt völlig bedeutungslos und unerheblich“ ist und „auf Kleidung gedrucktes Nix“ verkauft wird, könnte der geneigte Leser selbiges von diesem Blog behaupten. Zumindest betteln aber diese nicht nach finanzieller Unterstützung für „inhaltlich bedeutungslose und unerhebliche“ Zeichen in digitaler Form.

    ***

    schmarrn, Sie haben völlig recht! Auch über „Bavarian Couture“ kann man sich auslassen, ohne ein entsprechendes Kleidungsstück zu erwerben. Und hier kann man sich äußern ohne einen Beitrag zum Erhalt des Blogs zu leisten. Und weder die Shirts noch die Artikel richten Schaden an. Aber es gibt einen feinen Unterschied: diese Seite vermittelt durchaus auch Inhalte und kann auf Deppenmarketing verzichten – wie auch auf Bettelei. Ihre Einschätzung der inhatlichen Bedeutungslosigkeit wird jedoch durch die rege Beteilung in vielen unterschiedlichen Themen ad absurdum geführt, trotz Ihres Beitrags. Und es gibt noch einen Unterschied. Die meisten Kommentatoren würden vermutlich nie ein solches Kleidungsstück tragen, während Sie sich hier zu Wort melden.

    Ach ja, die Heimat…

    Dahoam is‘ do, wo’sd deppert sei derfsd.

  • mkv

    |

    Heimat ist für mich (am 12.3.), wenn Söder und Aigner (llse) mich aus der MZ anlachen und im Bildhintergrund Ex-OB Schaidinger von einem Bildschirm herabschaut. Pures „frohlocken“, auch „zorniges“, wie weiland Aloisius. Dessen historische Fehlleistung auch die Söder-Regierung(en) auf „göttliche Eingebungen“ wird warten lassen.

  • Roalia Genoveva

    |

    @Lothgaßler
    Gei, Sie haben gmeint,
    “ Ob „Heimat“ überhaupt jemals diese Bedeutung hatte, die manche ihr zuschreiben wollen? Wegziehen, Auswandern, Völkerwanderungen usw. gabs schon immer. “
    Also ich hätt den Regenschburger Bonifaz gar nicht angschaut, beim Urlaub in Tirol, wenn net zwei von meine Großväter echte Bayern von Rengschburg gwesn wärn wie er. Und wenns mir net die Liebe zu ihrer Heimat vermittelt hätten.

    Der eine, der Antal Horaczek Batschi, boi sich der die Rengschburger Wüschtel ins Gulasch gschmissen hat, musst man ihm vorher ein Tischtuch mit blaue und weiße Zacken aufdecken, so „Boarisch“ war er.

    Und der andere Jockl Großvater, der war aus einem reinrassig deutschen Urbayerngeschlecht, Jaques Julian de Tütü hat er mitm ganzen Namen gheißen.

    Und die echte Bairische Tracht haben sie mich alle zwei anziehn glernt, a echte Bludschinns mit Snickers und einn Daunen-Anarack, wias sichs im Bäuyerlichen ghört.
    Das können sogar die Küh im Stall bestätigen, alle dort sind Indigotrachtler.

    Ich tät wetten, gar der Oswald hat bislang die Dschinnstracht tragen!
    Da wär ein Krachlederne bewegungstechnisch schon eine harte Umstellung, das versteh ich…

  • Wolfgang Huber

    |

    Wer New York toll findet trägt “ I love NY“, wer Rolling Stones mag, trägt T-Shirts mit ausgestreckter Zunge, andere tragen „Metallica“-T-Shirts und wer seine Heimat Bayern mag eben eins mit einem, mehr oder weniger, typisch bayerischem Spruch.

    Das braucht hier niemand zu verurteilen.

    Genauso so verhält es sich auch bei Musik und Bekleidung.
    Das die neu- oder wiederentdeckte Zuneigung und das Bekenntnis zu seiner bayerischen Heimat offen, in welcher Form auch immer, gezeigt wird finde ich genauso wenig verwerflich wie das z. B. Politiker diesen Trend dankend annehmen und versuchen daraus Kapital zu schlagen.
    Das mag etwas mit Populismus zu tun haben, ist aber nun wirklich kein Aufreger, denn sämtliche Parteien bedienen sich dieser Strategie zum Machterhalt oder Machterwerb schon immer.
    Insofern verstehe ich den Artikel tatsächlich nicht, da er keinerlei Sinn ergibt !

  • joey

    |

    @Piedro
    war schon verwundert, daß ich mit meinem ersten Post als einziger keine Zensur von Ihnen erhalten habe. Vermutlich sind Sie die starke Nummer hier.

  • Mr. T

    |

    Also joey, Zensur ist schon was ganz, ganz, ganz anderes. Das hier ist eher Gegenrede, gedeckt durch die Meinungsfreiheit mit ihren bekannten Einschränkungen, wie auch der erwiederte Beitrag. Also cool bleiben, auch wenn ein starkes Sendungsbewußtsein deutlich wird – wie aber bei quasi jeder/jedem anderen hier auch.

  • Piedro

    |

    @Joey

    Offenbar haben Sie mit den Begriffen, die Sie verwenden, ebenso erhebliche Probleme wie mit Themenbezügen. Keiner, der zu Ihrem Geschreibsel Stellung nimmt, zensiert Sie. Die User tun das, was Sie selbst in Anspruch nehmen: sie äußern ihre Meinung. Wenn diese Meinungen nicht mit ihrer Sicht der Dinge konform gehen ist das so. Das mag Ihnen seltsam vorkommen, aber ausserhalb gewisser Plattformen ist damit zu rechnen, dass es anders-als-Joey-Denkende gibt. Sobald Ihre Meinungsäußerungen, gleich wie unfundiert oder thematisch unpassend sie sind, freigeschaltet werden, ist es nicht mal mehr albern überhaupt von Zensur zu faseln.

    Und bitte, wie kommen Sie nur darauf es stünde mir zu hier zu zensieren? Ich bin ein Gast bei Regensburg Digital, genau wie Sie. Dazu noch ein unregelmäßiger, der sich bei lokalpolitischen Themen meist geschlossen hält, da ich weitab der Stadt Regensburg lebe.

    Wenn Sie mich als „starke Nummer“ wahrnehmen ist das irgendwie schmeichelhaft, obwohl ich daraus schließe, dass sie sachlichen Argumenten und Hinweisen auf die Themen, die Sie zum Anlass ihrer Wortmeldungen nehmen, nichts entgegen zu setzen haben. Das sagt allerdings mehr über Sie als über mich aus.

    Scheiss da nix, dann feid da nix, sagt der bajuvarische Volksmund.

  • Lothgaßler

    |

    @Rosalia Genoveva
    Gib ned so a mit deina Verwandtschaft (Tütü und Batschi). Bei mia hod angebli da Attila seine Gene nei brocht. Wenn i ma de Buidln von da oidn Verwandschaft so aschau, dann is do wos dra!
    Gschod hods uns freilich ned, die Blutauffrischung. Do muass i ma bloß de Nachbarn aschaugn. Oh mei, san de greißlich!
    Die Bäuyerliche Dschinnstracht respektive Indigotracht is doch praktisch, und wenn ona rausgwochs is, dann hods a andara anzogn. Hot passt fürn Stoi und für dKirch. I glaub, do bin i dahoam.

  • Rosalia Genoveva

    |

    @Lothgaßler

    Jo kloa hots passt fürn Stoi und die Kirchn, oba da Pforra hot holt vül Weihrauch braucht, das der Stollgruach übertau worn is.

    Und zu Ollerheillichn, wonn si des ois mitn Naphtalin gmischt hot, nachher host gmoant, die Engaln singan hiatzt glei.
    Und des is ned Rengschburgerisch, wos i red.

  • joey

    |

    @Piedro
    Begriff Zensur: schulische Leistungsbeurteilung

  • Jürgen

    |

    Ich habe mit dem Begriff Heimat kein Problem, sondern nur mit der extrem häufigen falschen Deutung.
    Es ist falsch den Begriff aus seiner Herkunft oder aus seiner Geschichte herzuleiten.
    Viele verbinden mit diesem Begriff alte Bauernhäuser mit Plumpsklo im Garten oder irgendwelche Trachten. Ja, ich bin Bayer, aber ich trage keine Lederhosen, fahre nicht Ski oder treibe Kühe von der Alm herunter. Ich weigere mich, mich als Bayer aus der Perspektive eines Japaners udg. zu definieren. Ich lebe im Hier und Jetzt.
    Dort wo ich lebe und mich wohl fühle, ist meine Heimat.

  • Birnbamhollerstaun

    |

    Leut, beruhigt’s Euch! Seit heute mittag ist alles im Butter! Horst Seehofer ist als Chef des Deutschen Heimatmuseums – ah: Heimatministeriums vereidigt! Alles wird gut! Und die Musi spuit dazua! – Nein, im Ernst: Die „Saxndi-Bumskopfsemmel“ ist wirklich zum speim! Sowas affig-affektiert Zwangszünftiges muß man erst mal zammbringen! Brunzdumme Gaudi auf Kommando – wie verzweifelt müssen diese Lederhosenlallies und Dirndldarstellerinnen sein! Es gibt eine Geschichte von Franz Dobler, die heißt: „Heimat ist da, wo man sich aufhängt.“

  • Regensburger

    |

    Neben bbou schaut auch mal nach liquid aus regenstauf.

    Heimat pur. Es lebe der dialekt.

    Und so schauts aus. Das recht auf heimat haben die konservativen und rechten nicht für sich gebucht.
    Und meine heimat ist aufgeschlossen und hat leine angst vorm fremden. Auch deshalb ist regensburg für unsere großen internationalen arbeitgeber so interessant.

    (Für manche regionen in deutschland gibt es im ausland ja reisewarnungen).

  • joey

    |

    @Regensburger
    an die Reisewarnungen hält sich nur keiner. Neulich gemeldet: Tourismus Rekord in Sachsen.

  • Dieter

    |

    Die meisten Kommentare geben dem Autor unfreiwillig recht.

  • hutzelwutzel

    |

    @hs:

    „lieber bayrisches Heimatdenken als das Gelabre von halbstarken Drittgenerationstürken, die in Königswiesen und Kumpfmühl rumgrölen „Istanbul ist das geilste Land der Welt“ oder „Türkei regiert die Welt“.
    Tag für Tag in den Grünanlagen am Kaulbachweg und Umgebung zu finden.“.
    ———————-
    Find ich ganz ehrlich wirklich schön, dass sich dies in KöWie jetzt so ergänzt, wo doch unsere aus dem Osten zugewanderten „Deutshen“ dort noch vor gar nicht allzu langer Zeit gegen eine Flüchtlingsunterkunft demonstriert hatten.

    Mein Lösungsvorschlag: Solche Gruppen einfach miteinander bekannt machen lassen, und danach die Übrigbleibsel wegkehren.

    Sorry, aber Hohlköpfe lassen sich nur sehr schwer mit Wissen füllen.

  • Eva

    |

    Ich schreibe hier wohl erst spät einen Kommentar. Zunächst mal: Danke Herr Oswald!!! Endlich spricht jemand diese „heimat-tümelei“ inkl. dieser „Heimatsound“ Festivals an. Dann auch noch das Heimatministerium. Heimat überall. Nervt ziemlich… und macht mir Angst. Darüber hinaus wird auch im Artikel auch Sexismus diverser Bands angesprochen. Hier als Tipp auch mal das Cover „Dampf der Giganten“ von Dicht und Ergreifend anschauen. Fragt mensch sich nur, wer da von wem abgekupfert hat. Der Artikel spricht Wichtiges an, auch wenn sich hier schon wieder jede Menge „komischer“ oder“besorgter“ Kommentare von „ich hab hier Meinungsfreiheit“ und „ich bin ja nicht rechts, aber…“sammeln. Ich teile die Meinung. Danke dafür Regensburg Digital! Eure treue linksgrünrotlilablassrosa-versiffte Leserin, geboren und aufgewachsen im tiefsten Niederbayern.

  • mkv

    |

    Heimat: Das Leben ist Wandel – „The times they are a-changin“ – March For Our Lives –

    Washingtonpost-Video: 500.000 vor dem US-Capitol
    Jennifer Hudson performs powerful rendition of „The times they are a-changin“

Kommentare sind deaktiviert