Debatte um geplanten Holzgartensteg wird rauer

„Kein Mensch plant ein Monster.“

Bei einer Bürgerversammlung in Stadtamhof wird deutlich: Die Kritik am geplanten Holzgartensteg ist keine Einzelmeinung. Im Stadtteil scheint die Ablehnung einhellig zu sein.

Gerieten mehrfach aneinander: Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und Brückenkritiker Walter Cerull. Fotos: Bothner

Am Ende war Walter Cerull sicherlich froh über den Ausgang der Bürgerversammlung in Stadtamhof. Nur einige wenige, der über 150 Anwesenden, die am Mittwochabend in der Gerhadinger Schule dabei sind, stimmen gegen seinen Antrag. Cerull fordert, den Planungsbeschluss zum Holzgartensteg sofort aufzuheben. Und es sind erstaunlich viele, die seinen Unmut über die geplante Fahrradbrücke über den Grieser Spitz teilen. Vorausgegangen ist dem eine hitzige Diskussion zwischen Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und den Anwohnern des Stadtteils.

Es ist 20.30 Uhr als Walter Cerull ans Mikrofon tritt. „Ich beantrage, die Bürgerversammlung möge beschließen: Der Stadtrat soll den Planungsbeschluss ‚Neubau des Holzgartenstegs‘ vom 18.09.2018 aufheben.“ Sämtliche Planungen für den Bau des Stegs sollen sofort eingestellt werden.

„Das Thema geht deutlich mehr Menschen an als hier in Stadtamhof.“

Cerull ist schon lange entschiedener Gegner der Pläne und fürchtet, dass eine künftige Brücke das ganze Areal am Grieser Spitz nachhaltig beeinträchtigen wird. „Wir haben hier eines der wenigen qualifizierten Naherholungsgebiete in der Altstadt. Und das wird durch diesen Steg ruiniert werden“, mahnt der Vorsitzende des Donauanlieger e.V.. Neben der Brücke selbst sieht Cerull auch die Verbindung vom Holzgartensteg zum Grieser Steg als enorme Herausforderung für das gesamte Gebiet. „Wenn der Weg für den künftigen Fahrradverkehr ausgebaut wird, müssen dort Bäume weichen, die teilweise über 60 Jahre alt sind.“ Der Neubau des Grieser Stegs, der im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen dadurch künftig auch höher sein wird, bedeute zudem, dass der Gesamte Radweg umgestaltet werde. Die Brücke werde am Ende das gesamte Panorama verdecken und den Charakter völlig verändern.

Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer versteht die ganze Aufregung nicht. „Es ist erstaunlich, dass Sie Herr Cerull schon ein wahres Monster heraufbeschwören“, kontert sie und betont, dass erst einmal geplant werden müsse. „Das Thema geht deutlich mehr Menschen an als hier in Stadtamhof. Viele Regensburger Bürger fordern seit Jahren diese Verbindung und nun wollen wir eben sehen, wie das umsetzbar ist.“

Immer wieder gibt es kritische Beiträge aus den Reihen der Anwohner. Unterstützung erfährt die Bürgermeisterin am Mittwoch kaum.

Laut Prognosen sollen künftig etwa 2.000 Fahrradfahrer täglich die geplante Trasse über den Grieser Spitz nutzen. Das sorgt auch bei den anderen Anwesenden für einige Bedenken. „Diese 2.000 Fahrradfahrer werden hier zum Teil mit hohem Tempo durchrasen“, befürchtet eine junge Mutter. „Die steigende Zahl der E-Bikefahrer trägt hierzu auch bei.“ Wie solle man da entspannt mit Kindern oder Hunden spazieren gehen? Was passiere, wenn vom Bolzplatz ein Ball auf den Radweg geschossen wird? „Das ist ein erhebliches Sicherheitsrisiko.“

Die Stimmung ist durchweg gereizt. Viele melden sich zu Wort und äußern ihren Unmut. Zwar soll es am 3. April im Salzstadel eine eigene Informationsveranstaltung zu der Thematik geben, doch viele wollen schon an diesem Mittwoch nicht locker lassen. Zu vage erscheinen ihnen die Aussagen der Stadt. Die Bürgermeisterin ist immer wieder bemüht, auf die Bedenken einzugehen. „Ich glaube nicht, dass dann alle Menschen, ob früh oder spät über diesen Steg fahren werden. Da wird es sicherlich Spitzenzeiten geben, aber wir sollten hier realistisch bleiben.“ Viele Details zur Gestaltung der Brücke und die Verbindungstrasse über den Spitz werde es zudem erst bei der Infoveranstaltung geben, dort könne sich jeder einbringen und Vorschläge zur Diskussion stellen.

„Ihr habt ja nicht mal auf der Steinernen Brücke die Radler unter Kontrolle.“

Doch die Beschwichtigungsversuche helfen nichts. Ebensowenig die Ausführungen von Peter Bächer, Leiter des Tiefbauamts. „Wir stellen uns hier ein filigranes Bauwerk aus Stahl vor, das eine gewendelte, etwa 100 Meter lange Rampe haben wird und sich bestmöglich in die Umgebung integrieren lässt“, verspricht der. Eine Beeinträchtigung des Grieser Spitz durch den künftigen Radverkehr sehe er da nicht. „Ihr habt ja nicht mal auf der Steinernen Brücke die Radler unter Kontrolle“, plärrt da ein Anwohner dazwischen.

Peter Bächer drang mit seinen Informationen kaum durch. Bürgermeister Jürgen Huber verfolgte die Debatte schweigend.

Maltz-Schwarzfischer versucht derweil immer noch auf die kommende Infoveranstaltung zu verweisen, derzeit diskutiere man nur ins Blaue. „Wir haben noch keinerlei konkrete Pläne. Und eines kann ich Ihnen versprechen: Kein Mensch plant ein Monster. Wenn wir keine Lösung finden, die verträglich ist, dann wird es diese Brücke nicht geben.“

Es ist 21.30 Uhr. Fast alle der Anwesenden stimmen für Cerulls Antrag und damit gegen die Planungen zum Holzgartensteg. Bindend sind solche Beschlüsse freilich nicht, aber deutlich wurde an diesem Abend auch: Es sind keine vereinzelten Querulanten, die sich gegen die Fahrradbrücke wenden, sondern eher ein ganzer Stadtteil. Nach überstandener Abstimmung können dann endlich die restlichen Themen behandelt werden. Schließlich ist es ja eine Bürgerversammlung.

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Kommentare (84)

  • Weichser Donauanlieger

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    Nein, es sind sicher nicht nur querulierende Oberstudienräte, sicher befinden sich auch Lemminge darunter… und mal ganz ehrlich, was erwartet man von einer Bürgerversammlung in Stadtamhof ? Ist doch logisch, dass hier die Leute dagegen sind.
    Vielleicht muss mal wieder ein holländischer Frachterkapitän unter ein paar Brücken durchfahren, dass die Inselidylle wieder hergestellt ist….

  • feuergott

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    Wer schön wohnt, möchte es gerne weiterhin schön haben, klar. Aber für alle Radler ist ein Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur hilfreich und wünschenswert. Eine Verbindung vom Stadtwesten bis ganz in den Stadtnorden wäre durch den neuen Steg ohne Ampeln möglich, ein Traum für alle, die täglich weite Strecken mit dem Rad zurücklegen (müssen). Als Donauanlieger kann ich berichten, dass es weiterhin viele schöne ruhige Ecken am Ufer geben wird, die eine Erholung möglich machen.

  • regelmäßiger radler

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    Frau Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer muß in folgendem Punkt widersprochen werden („Viele Regensburger Bürger fordern seit Jahren diese Verbindung und nun wollen wir eben sehen, wie das umsetzbar ist.“):
    Durch den Neubau des Radlsteges beim Pfaffensteiner Wehr einerseits wie auch durch den Neubau der Nibelungenbrücke wird die damals als notwendig angesehene Brückenverbindung als nicht mehr so wichtig angesehen. Wenn im Zuge des Neubaues der Frankenbrücke ein Radweg erstellt wird, der auch seinen Namen verdient, kann eigentlich auf diesen Steg verzichtet werden.
    Wenn ich vom Westen her kommend den Pfaffensteiner Steg benutze und als Ziel den Norden oder den Osten Regensburgs habe, bedeutet die Fahrt über den Grieser Spitz und den Holzgartensteg einen nicht zu verachtenden Umweg.
    Dieser neue Steg könnte also mehr oder weniger für die Katz sein.

  • joey

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    Die Rampe ist das Problem. Am Fluß in der Stadt gibt es Brücken, durch Parks fahren Radler (nein der Park gehört nicht den Anliegern), aber die Rampe ist völlig unnatürlich. Würde die Brücke weit über dem Grieser Spitz weiterschweben, dann wäre das eben eine lange Brücke. Eine Wendelrampe aber ist ein Haufen Stahl in der Landschaft.

    Wie ich schon im anderen Artikel schrieb: baut parallel (aber mit Abstand) zu bestehenden Straßen und Brücken (z.B. Frankenbrücke) Radwege. Die Spitze des Grieser Spitz ist und bleibt immer ein Umweg (außer für die Bewohner der Paarstraße).

    Rausgeschmissenes Geld für einen Haufen Stahl.

  • Lothgaßler

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    Als Bewohner der Altstadt möchte ich es so formulieren:
    a) natürlich sind Fahrradwege erwünscht, auch zusätzliche Brücken über die Donau.
    b) leider nutzten nicht nur Fahrräder diese Wege: Was ist mit den lärmenden und stinkenden Rollerfahrern?
    c) Der Grieser Spitz ist tatsächlich als Naherholungsraum wertvoll. Viel freier unbebauter Raum verbleibt in der Stadt nicht.
    d) Kontrolle der Nutung bzw. unberechtigten Nutzung ist nicht möglich und eine Unterbindung einer Fremdnutzung utopisch. Beispiel Lothgäßchen: Zwar ist das Lothgäßchen Fußgängerzone, aber dennoch wird es befahren von Motorrädern und Motorrollern, die gerne vom Bismarckplatz zur Jakobstraße durchfahren bzw. dabei den Motorradparkplatz (zwischen-) nutzen, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die Reaktionen der Stadt auf Anfragen zwecks Beruhigung und Lösung des von ihr selbst geschaffenen Problems: nicht zuständig, nicht machbar, … Mit den Anwohnern gesprochen hat niemand.
    e) Die Stadt muss eine Lösung anbieten die Bürger überzeugt. Die alten Strickmuster (wir wollen, wir planen, wir informieren, ihr dürft auch was dazu sagen) reichen nicht mehr aus.

  • Dugout

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    Sind hald überall, die Cerulls dieser Stadt. Die in unverschämter Art und Weise versuchen den öffentlichen Raum für sich zu beanspruchen, von „Ihrem“ Idyll schwätzen das sie gegen andere verteidigen müssen und sich sogar von Radfahrern und Fußgängern gestört fühlen. Denn genau darum geht es diesen Egoisten.

    Man kann nur hoffen, die Stadt lässt sich nicht auf so etwas ein. Dieses Ende einer Grünfläche namens „Grieser Spitz“ ist weder ein Naturdenkmal noch ein einmaliges Erholungsgebiet oder gar ein „fast mystischer Ort“ Was für ein Blödsinn!

    Es wird auch für den Obergschaftler noch mehr als genug Raum übrig bleiben nachdem für viele, viele andere eine echte Verbesserung entstanden ist, nach dem Bau eines Radlstegs über die Donau in „Seine“ Grünanlage.

    Das man über so etwas überhaupt diskutieren will ist an sich schon eine bodenlose Frechheit!

  • hartnäckig

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    Frau Bgmstr. Sch. hat recht, wenn sie sagt, man soll doch erst mal die Planungen abwarten und dann diskutieren.
    Ich sage es noch deutlicher: Bevor ich nicht weiß wie das wird und aussieht, kann ich das weder verurteilen noch für gut befinden.

  • R.G.

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    @Dugout

    ; )
    Sind Ihre Argumente in der Sache so stark, dass Sie sie durch sprachliche Blähungen verstärken mussten?

    Ich kenne von ihnen sonst selbstsichere, überzeugendere Texte.

  • R.G.

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    Darf ich alle Befürworter einer abseits errichteten, eigenen, autolosen Brücke fragen, in welchem Bild sie in sich oder ihre Kinder sehen, während sie da drüberradeln? Schönes Wetter, beschwingte Menschen in sanftes Licht getaucht?

    Alternativ, winterliche Dunkelheit und kalte Nässe, einsam auf dem Weg über die Brücke, zwielichtige männliche Gestalten kommen einem entgegen, ein Ausweichen ist nicht möglich…?

  • Mathilde Vietze

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    Zu „Dougut“ – Ich teile ansonsten eher selten Ihre Meinung, aber im vorliegenden
    Fall kann ich Ihnen Kommentar nur voll und ganz unterstützen.

  • Dugout

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    @R.G.:
    „Alternativ, winterliche Dunkelheit und kalte Nässe, einsam auf dem Weg über die Brücke, zwielichtige männliche Gestalten kommen einem entgegen, ein Ausweichen ist nicht möglich…?“

    Ich gebe mich geschlagen.
    So rein argumentativ kann ich da nicht mithalten.

  • R.G.

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    @Dugout
    Beides sind Extrembilder, das freundlichere und das von Angst besetzte.

    Wieviele Radfahrer nehmen das Rad in den kalten Monaten?
    Wieviele in den milderen Monaten?

    Angenommen, es radelt jemand nicht in der kälteren Jahreshälfte, und in der wärmeren Zeit nicht an Regenstagen (so wie die Mehrheit).

    Dann bleiben 130 +/- Tage, aber abzüglich Urlaubsanteil, an denen der Durchschnittsradler überhaupt die Brücke zur/von der Schule/Arbeit nehmen würde.

  • Marion Achhammer

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    Ich als reiner Radfahrer freue mich über kürzere Wege, aber diese Brücke muss einfach nochmal überdacht werden. Beim Neubau der Frankenbrücke könnte ein wunderbarer Fahrradsteg ergänzt werden wie es ihn in Ingolstadt bereits gibt. Unbehelligt vom Autoverkehr kann man so den Fluss überqueren und auf kurzem Wege zur Protzenweiherbrücke gelangen. Es ist gut wenn am 3.April verschiedene Brückenlösungen präsentiert werden. Aber es sollten auch Alternativen für den Standort bedacht werden!

  • M.Hauber

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    Ich hätt nichts gegen den Steg, aber er muss auch nicht kommen; was ich aber nicht abhaben kann, ist die Mär vom rücksichtslosen Radler.
    Von 150 Teilnehmenden gleich auf den ganzen Stadtteil zu schließen, finde ich schwierig.

  • Dugout

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    @R.D.

    Wieviele Badegäste nehmen das Wörhdbad in den kalten Monaten?
    Wieviele in den milderen Monaten?

    Angenommen, es badet jemand nicht in der kälteren Jahreshälfte, und in der wärmeren Zeit nicht an Regenstagen (so wie die Mehrheit).

    Dann bleiben 130 +/- Tage, aber abzüglich Urlaubsanteil, an denen der Durchschnittsbadegast überhaupt das Wöhrdbad nehmen würde.

    Setzen sie nach belieben alles an Stelle „Brücke“ ein was sie wollen. Theater, Fußgängerzone, was sie wollen.
    Wie gesagt, der messerscharfen Argumentation des Donauanlieger-Adels bin ich nicht gewachsen.
    „Uns das Idyll, euch die Frankenstraße!“

  • Dugout

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    Bildunterschrift Bild 3:
    „…… Bürgermeister Jürgen Huber verfolgte die Debatte schweigend.“

    Ich erwarte von einem Grünen Bürgermeister das er aufsteht und ans Rednerpult geht.
    Das er wenigstens versucht die Menschen zu überzeugen. Das er vorbereitet ist und mit Herz und Leidenschaft für ein Umdenken in der Verkehrspolitik plädiert. Das er , endlich, auf längst überfällige Weichenstellungen besteht um endlich etwas zu bewegen. Es ist seine Aufgabe endlich gegen das Verkehrschaos, die Umweltbelastungen und den ewig gleichen Tenor der Bedenkenträger zu argumentieren.
    Wenn er lieber Galerist wär, dann soll er verdammt noch mal abdanken.

  • Moartl

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    Wenn ich schon „gewendelte“ Rampe und ein „filigranes“ Stahlbauwerk lese, dann kriege ich das Kotzen. Genau diesen Mist hat man schon am Pfaffensteiner Steg gebaut. Wenn wir in der Stadt wirklich langfristig erheblichen Verkehr vom Auto aufs Rad bekommen wollen, dann brauche ich keine Brückenrampen mit Serpentine drin. Gibt es im übrigen überhaupt keine Architekten mehr, die auch mal ohne Lineal planen können? Deren Intelligenz etwas weiter reicht als an der schmalsten Stelle einen rechtwinkligen Strich über den Regen zu malen? Es gibt wahrhaftig intelligentere Lösungen als „filigrane“ Stahlbauwerke, die nach wenigen Jahren anfangen zu rosten und der ständigen Pflege bedürfen. Im übrigen verursacht eine Linienführung über Andreasstraße und Protzenweiherbrücke tatsächlich nur ganz geringfügige Umwege und hat obendrein den Vorteil, dass Lappersdorfer Straße und Alte Nürnberger Straße gleich mit angebunden werden.

  • R. Gaßenhuber

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    Parks und Grünanlagen sind ein ganz wesentlicher Bestandteil jeder Stadt. Man kann dem Häusermeer entfliehen und im Grünen auftanken. Nur im absoluten Notfall ist es m.E. verantwortbar, diese kleinen Oasen zu zerschneiden oder aufzulösen. Dieser Notfall ist hier nicht gegeben. Es gibt anscheinend Wege und Umwege, die man verbessern und ausbauen kann.
    Erschreckend ist für mich die Leichtfertigkeit, ja Skrupellosigkeit mit der man hier bereit ist, Unwiederbringliches den Götzen Schnelligkeit und Effizienz, Profit und Modernität zum Opfer zu bringen. An den Donaumarkt ein monströser Museumsbunker, in die Kleingarteanlage ein mittlerweile bankrotter Baumarkt, an die Donauufer neue Immobilien usw. usw. Der schleichende Ausverkauf einer angenehmen Stadtatmosphäre. – Ich halte es für unverantwortlich, diesen Ort der Langsamkeit und Ruhe für Schnelligkeit und Effizienz zu opfern. Der kürzeste Weg kann nicht der höchste Wert sein.

  • Markus Frowein

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    Niemand hat die Absicht, ein Monster zu planen …

    Wenn Frau Maltz-Schwarzfischer den Grieser Spitz zubetoniert und/oder mit Stahl
    verschandelt, wird sie die ganze Stadt – außer Dugout, Frau Vietze und eine Hand
    voll andere – gegen sich haben, denn diesen Ort liebt wirklich jeder in der Stadt.

  • Karlheinz Roos

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    Wenn es nicht so durchsichtig wäre, fände ich es unverständlich, wie hier Stimmung gegen Verbesserungen für den Fahrradverkehr gemacht wird, die für die notwendige Verkehrswende in Regensburg dringend erforderlich sind.
    Hier werden ganz kraß Einzelinteressen von privilegierten BewohnerInnen Stadtamhofs gegen das allgemeine Interesse der Stadtgesellschaft auf ein Vorankommen der notwendigen Verkehrswende durch die Förderung des Umweltverbundes aus FußgängerInnen, RadlerInnen und dem ÖPNV ausgespielt, die Politik sollte sich davon nicht beeindrucken lassen und die übergeordneten Ziele in den Vordergrund stellen.
    Wer den Fahrradverkehr in Regensburg aufmerksam beobachtet, wird bemerken, daß durch die immer milderen Winter die Zahl der Ganzjahresradler steigt, Rechnungen, die von geringen Nutzungszeiten ausgehen, sind also tendenziell eher zu vernachlässigen.
    Wie das fast geräuschlose und abgasfreie Verkehrsmittel Fahrrad den Grieser Spitz „zerstören“ soll, erschließt sich mir nicht, da ist jede Mutter mit Kind lauter …
    Und wie man eine elegant gestaltete Fußgänger- und Fahrradbrücke städtebaulich integrieren kann, kann man an der Kanalbrücke in Kelheim besichtigen.

  • Biber

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    Mit erstaunlicher Hartnäckigkeit wird die Tatsache ignoriert, dass diese Brücke für Radfahrer, die im Bereich Steinweg/ Reinhausen/ Weichs die Donau überqueren wollen, keinen Vorteil bringt und daher nicht attraktiv sein wird (außer vielleicht für die Bewohner der Paarstraße). Davon zu schwadronieren, die Autofahrer würden dann aufs Fahrrad umsteigen oder gar Zahlen bzgl. Brückenbenutzung vorzulegen, ist doch höchst unseriös. Viele der Befürworter scheinen in dieser Brücke in erster Linie eine Gelegenheit zu sehen, von ihnen verachtenden und beschimpften Andersdenkenden vor`s Schienbein zu treten; ein bemerkenswert unterirdisches Niveau der Auseinandersetzung.
    Wenn ernsthaft die Konstruktion am Pfaffensteiner Wehr als positives Beispiel einer solchen Brücke gepriesen wird, dann müsste doch klar sein, worauf die Sache hinauslaufen wird. Die beschwichtigende Forderung, erst mal die Planungen abzuwarten, halte ich für verlogen: wenn die Pläne auf dem Tisch liegen, geht es nur noch darum, wie gebaut wird, nicht mehr, ob überhaupt.
    Noch eine Anmerkung off Topic:
    „Bürgermeister Jürgen Huber verfolgte die Debatte schweigend“
    Angesichts der Tatsache, dass in dieser Stadt der Oberbürgermeister nun schon seit Längerem ausfällt (in seiner Funktion als OB, ansonsten ist geradezu drückend präsent), ist es doch ein Skandal, wie sehr der dritte Bürgermeister nicht vorhanden ist. Gut, er ist einige Zeit krankheitsbedingt ausgefallen, aber das ist auch schon wieder lange her. Ist der Mann überfordert? Interessiert ihn die Sache nicht mehr? Ist man vielleicht froh, wenn er sich raushält? Arbeitet er im Hintergrund? Auch wenn man vielen hiesigen Kommunalpolitikern etwas mehr Zurückhaltung dringend wünschen würde, ist das, was sich Herr Huber leistet, schon ein starkes Stück.

  • Giesinger

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    Sehr schön von Markus Frowein, „Niemand hat die Absicht, ein Monster zu planen …“

    Das Monster steht aber schon fest, wenn es denn gebaut wird, siehe Zeichnungen vom Stadtratsbeschluß vom 18. 9. 18

    Alleine die Überlegung, für 107 Meter Spannweite am Grieser Spitz mindestens 120 Meter Auffahrtsweg für die Rampe zu verbrauchen, dann noch die Höhe des Bauwerks von vielleicht 6 Metern…
    Dem Grieser Spitz fehlt halt dann die Spitze und die schöne Aussicht, wurscht oder?
    Ich erinnere auch nochmal an die Kelheimer Fahrradbrücke über den Europakanal. Die ist zwar vielleicht elegant geschwungen (weniger filigran), aber wohl fühlen tut man sich dort nicht, wo sie steht.
    Warum sollte man eigentlich noch Planungen abwarten? Damit die Stadt weiter Geld zum Fenster, äh nein – in den Rachen von Planungsbüros werfen kann?

  • Renate Will

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    Diese gedankenlose Verherrlichung und Bevorzugung der Radler geht mir allmählich auf den Keks.
    3 Monate Winter ,3 Monate Regenschauer , 3 Monate Hitze dann bleiben noch die restlichen 3 zum vergnüglichen Radlfahren.
    Hierfür Investitionen in Höhe von über 3000000 Euro (vergleich Fussgängerbrücke Brandlberg) für eine Radlbrücke die offensichtlich kein Mensch braucht. Nein Danke.

  • Burgweintinger

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    @ Markus Frowein

    keine Ahnung, aber davon jede Menge…, Wahnsinn, was Sie für einen Müll von sich lassen…, GsD weilen Sie nicht mehr in R!
    Noch keiner weiß, wie der Steg ausschaut, aber der Frohwein redet schon wieder von zubetonieren, was für eine Panikmache! Wahrscheinlich weiß er auch, dass die, die dann zubetonieren werden, alles Arbeiter aus dem Osten sind, die für 50% des Mindestlohn arbeiten…, der is ja so gscheid, der Frohwein…

    P.S.: Ich gehöre auch zu denen, die Dogout beipflichten…, und es sind definitiv mehr Befürworter, als Gegner, gelle Amaro Ameise?!

  • Katharina Reilinger

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    Mein Mann , meine drei Kinder und ich fahren fast ganzjährig mit dem Fahrrad zur Arbeit bzw. zu Schule in die Innenstadt. Es ist klar, daß wir – vom Norder her kommend- entweder über die Nibelungenbrücke oder die Steinerne Brücke fahren müssen. Auf beiden Strecken kommt es für jedes einzelne Mitglied meiner Familie fast täglich zu „gefährlichen“ Situationen: viele Ausfahrten von Privat und Firmen, viele abknickende motorisierte Fahrzeuge, obwohl man selbst vorfahrtsberechtigt gerade aus ist , motorisierte Fahrzeuge, die den Schutzstreifen überfahren, die abdrängen u.v.m. Zudem für Radfahrer: ständige Ampel-Rotphasen, sehr schmale Radwege- alles direkt neben dem dicht gedrängtem Berufsverkehr, zum Teil nicht mal durchgehende Radwege, so daß man von Radweg auf STraße wechseln muss. Ich kann den Argumenten der Steggegner ehrlich gesagt oft nicht folgen. Dieser Steg wäre für die vielen radfahrenden Kinder und Erwachsenen, die aus Richtung nördlich der Donau kommen , dringend geboten. Die Stadt muß selbstverständlich dafür Sorge tragen, daß sich der Steg in die Landschaft dort einfügt und nicht die Stadt verschandelt.

  • mkv

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    Mitberatungsrecht der Bürgerschaft im Rahmen der Bürgerversammlung

    „Empfehlungen der Bürgerversammlungen müssen innerhalb einer Frist von drei Monaten vom Gemeinderat behandelt werden.“
    Artikel 18 Abs. 4 BayGO

    Die Abstimmung in der Versammlung wird also zwingende Folgen im Stadtrat haben. Die Bürger sollten aufpassen, dass nicht – wie in der Vergangenheit unter Schaidinger bekannt – der Antrag durch Vertagungen des Themas etc. unterwandert wird. Skepsis ist immer geboten und ein Zeichen wacher Mitglieder des Souveräns.

    Nimmt man sein Rad und fährt zu den berühmten „Obstgärten“ im Osten, befährt das dortige Brücken-Zick-Zack, versetzt sich in die Lage der dortigen unmittelbaren Alt-Anlieger, dann, ja dann kann man die Sorgen und Ängste der Stadtamhofer nachvollziehen.

    Doch ist der Untere Wöhrd auch Naherholungsgebiet für ALLE Bewohner und Gäste der Stadt.

    Auch kann man sich die Holzbrücke bei Altessing über den dortigen Kanal für den Grieser Spitz mal in etwa vorstellen, jenseits der Frage der Machbarkeit.

    Doch was für mich zählt, ist die Unwilligkeit der Verwaltung, sich mit dem gesamten Mobilitätssystem, dem komplexen, der kommenden Generation auseinanderzusetzen. Was bringt ein Einzelprojekt? Wenn es nicht eingebettet ist in eine von der Bürgerschaft in ihrer Gesamtheit getragenen Struktur, die mit Schwerpunkt die Erreichbarkeit der Altstadt in Zeiten der Klimakrise umfänglich berücksichtigt? Neue Techniken, neues (Gesundheits)Bewusstsein berücksichtigend?

    Der (Parallel) Beitrag von Prof. Dr. Achim Hubel (11. März 2019 um 13:24 ) betont zu Recht die notwendige Reihefolge der Diskussion, des Denkens und Handelns einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

    Die Verwaltung war noch NIE gut darin, eine Entwicklungsmaßnahme anzustoßen OHNE vorherige Festlegung seitens der Verwaltung. Man betrachte nur die Maxstraße, wo ein ehemaliger Leiter des Planungsamts sich nach eigenem Gusto „verlustieren“ durfte. Selbst die Bäume, die heute vermissten, wurden wegmoderiert. Ergebnis war und ist ein dem Menschen und seinen Bedürfnissen nicht zuträglicher öffentlicher Raum. Heute bedarf die Maxstraße nach wenigen Jahren der „Inventur“ und Revision.

    Wann wird aus alten Fehlern gelernt?

  • Fußgänger und Radler

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    Wenn ich die Diskussion verfolge, könnte ich den Eindruck bekommen, dass diese Brücke ausschließlich für Radfahrer gebaut würde.
    Bitte vergesst die Fußgänger nicht. Gerade für Fußgänger ist eine Brücke an dieser Stelle eine große Erleichterung. Klar, jetzt geht niemand zu Fuß vom Stadtnorden in die Altstadt oder nach Stadtamhof. Wenn aber die Möglichkeit besteht ohne Nibelungenbrücke oder Frankenbrücke gehen zu können, ist es für sie eine große Bereicherung.
    Aber wahrscheinlich hat Herr Cerull auch Angst vor diesen Menschen, die ihm sein Idyll dann streitig machen könnten.
    Bitte nehmt die Fahrradfahrer nicht ständig als wilde Raser und als Sündenböcke für Veränderungen wahr.

  • Giesinger

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    An die Befürworter: Warum verlängert man die Brücke nicht gleich bis zur Wöhrdstraße rüber?
    Dann könnte die wuchtige Auffahrtsrampe am Grieser Spitz entfallen. Ein, zwei, eventuell auch vier Pfosten würden dort vermutlich aber dennoch rumstehen.
    Ist nicht auch die Frage, wer, wann bezahlt? Über den Kanal (Bundeswasserfahrtstraße) womöglich einen Großteil der Bund, für den Rest aber wohl eher nicht. Dafür ein Rampenmonster am Grieser Spitz in Kauf nehmen?

  • Waldschrat

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    ich versteh immer noch nicht wirklich, warum man genau dort eine Brücke braucht. Ich fahr so ziemlich jeden Werktag vom Stadtnorden zum Bahnhof bzw. in die westliche Innenstadt mit dem Rad. Und ich wüßte ehrlich gesagt nicht, was mir die Brücke am Spitz bringen sollte. Wenn’s schnell gehen muß dann über die Nibelungenbrücke, wenn ich Zeit hab und schauen will, dann Steinerne. Und wer vom Westen her kommt, nimmt eh die Protzenweiherbrücke.
    Baut auf die Frankenbrücke einen Radweg der seinen Namen verdient und gut ist’s.
    Nehmt lieber das Geld und investiert in einen vernünftigen Winterdienst für die Radwege! Sobald mal nennenswert Schnee liegt, wird das Radeln auf den Radwegen in Regensburg echt zum Abenteuer. Da ist es manchmal ungefährlicher, mit dem Rad auf den Autospuren der Nibelungenbrücke zu fahren (und das im Berufsverkehr).

  • Linda Farmer

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    Nur ein Bruchteil der Regensburger werden diese Brücke nutzen. Der überwiegende Teil der Menschen lebt südlich der Donau, der Bezug über diese Monsterbrücke (Höhe wie die Nibelungenbrücke) steht damit nur einem kleinen Teil zur Verfügung. Wenn die paar Nutzer eine Verbindung (z. B. mit einer Fähre ) möchten sollen sie sich an den Bauträger der teueren Wohnungen wenden. Mit dem Radl zum Radi muß heute keiner mehr…

  • Gscheidhaferl

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    Das Gscheidhaferl befürwortet ein Gesamtkonzept. Einfach mal anfangen ist planlos und wird dem Sachverhalt nicht gerecht. Zudem könnte die Stadt sich mal durch professionelles, durchdachtes Vorgehen auszeichnen. Mal weg vom Gesamtkonzept, dass es nicht gibt, hin zur Brückenplanung. Hab mir den Stadtplan von oben angesehen. Kann die Trassenführung nicht nachvollziehen. Wenn mich jemand zwingen würde dort eine Brücke zu bauen, dann würd ich entweder über den Regen zur Protzenweiherbrücke oder gleich zur Wöhrdstraße vorschlagen. Aber über den Grieserspitz? Für mich nicht nachvollziehbar.

  • H. Müller

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    Da hier viel mit Halbwahrheiten, generellem Misstrauen in die Politik und mit Kampfbegriffen Stimmung gemacht wird, möchte ich gerne möglichst sachlich Vorteile dieser Fussgänger- und Fahrradbrücke aus meiner persönlichen Sicht darlegen.

    – Ab Zeitlarn, und für alle, die aus Sallern, Sallerner Berg und Reinhausen auf den östlichen Regenradweg (unterhalb Amberger Strasse) stossen: Kreuzungsfreie Fahrt bis zur Eisernen Brücke
    – Ab Wöhrt an der Donau, und für alle, die in Donaustauf, Tegernheim, Schwabelweis, Weichs und Reinhausen auf den Donauradweg stossen: Kreuzungs- und sogar nahezu autoverkehrsfreie Verbindung bis Eiserne Brücke
    -Ab Konradsiedlung, Teilen von Reinhausen, Lappersdorf: eine deutliche Verbesserung beim Erreichen von bestimmten Zielen, wie z.B. der Uni wegen direkterer Linie über Kolpinghaus
    – Durch die Möglichkeit, abseits von Auto/LKW/Bus-Hauptverkehrsadern zu fahren: deutlichere Verbesserung der Sicherheit, besonders für Kinder
    -Zeitersparnis von einigen Minuten gegenüber Zufahrt über Protzenweiherbrücke, vor allem wegen der vielen Ampeln (Auer-Bräu, Bäckergasse, Drehergasse, Frankenstrasse,…) und danach der Touristenmassen auf der Steinernen (Zeitersparnis ist wichtiger Faktor für Alltagsfahrten)
    – weniger Abgasbelastung für die Radfahrer
    – weniger Abgasbelastung für die Allgemeinheit, da mehr Menschen das Fahrrad benutzen werden
    – weniger Stau für die Autofahrer
    – bessere Erreichbarkeit des Geländes Grieser Spitz für Reinhausener, darunter viele Kinder

    Ich bin gerne und oft am Grieser Spitz.
    Es gibt dort keine Stelle, an der eine Brücke, zumal sie ja eher filigran geplant zu werden scheint, einen Blick verstellen würde, ausser den rüber zu den ja ach so schlimmen Neubauten. Das Thema mit den Rampen müsste auch in den Griff zu kriegen sein, wenn die Planung umsichtig vorgeht.

    Die Radfahrer*innen, deren Zahl je nach Argumentation verschwindend gering (also Brücke überflüssig) oder horrend zu viel (Gefährdung der Passant*innen) sein wird, würden, bei vielleicht geringen Eingriffen in die Wegestruktur (welche Bäume da angeblich gefällt werden müssen, ist mir ein Rätsel) nicht stören.

    Es stimmt, der Grieser Spitz ist mit seiner Aufenthaltsqualität ein äusserst wertvolles Gebiet, mit Spielplatz, Bolzplatz, Grillwiese und vielem mehr. All das würde aber meiner Meinung nach nicht beeinträchtigt werden – wie auch? Die Brücke wäre ja ganz hinten an der Spitze.

    Und auch die Kosten für diesen Steg wären für den Regensburger Haushalt keine hohe Belastung, besonders wenn man die Ausgaben für den motorisierten Individualverkehr betrachtet.

    Fazit:
    Diese Brücke ist ein wesentlicher Baustein zu einer modernen, zukunftsgewandten und ökologischen und sicheren Verkehrsführung in dieser Stadt!
    Und wer sie persönlich nicht braucht, da er oder sie woanders wohnt, Fahrräder halt nicht mag oder nur als Freizeitgeräte betrachtet, oder es einfach nur den Paarstrassenbewohner nicht vergönnt: Bitte denkt einfach einmal an die anderen. Ihr müsst ja auch in Zukunft nicht drüberfahren oder gehen.

  • Hans Schröck

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    1. „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ . . .
    2. Ab welcher Amtszeit genau setzen die Pensionsansprüche eines 3. Bürgermeisters ein?

  • Markus Frowein

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    Ich glaube, dass einige noch nicht gemerkt haben, dass wir unsere Überlebenschancen
    in Quadratmetern unversiegelter Fläche und nicht an der Schnelligkeit, mit der wir von irgendwo nach irgendwoanders mit irgendwelchen Fahrzeugen fahren, ablesen können.

  • Markus Frowein

    |

    @ Fußgänger und Radler (15. März 2019 um 09:33)

    Zitat: „Klar, jetzt geht niemand zu Fuß vom Stadtnorden
    in die Altstadt oder nach Stadtamhof.“

    Genau so klar dürfte Ihnen sein, dass das auch niemand tun wird, falls diese Brücke
    realisiert werden würde, denn solche Strecken läuft wirklich fast kein Mensch mehr.
    Wir leben nicht mehr in den 60ern oder 70ern, wo man mangels Verbindung bis zum
    übernächsten Dorf laufen oder radeln musste, heute steigt man für 100 m in den Bus.

  • R.G.

    |

    @H.Müller
    Sie liefern mit Ihrem sachlichen Stil, dutrch die Auflistung der konkreten Vorteile für bestimmte Gruppen, eine Vorlage, wie eine vernünftige Diskussion weitergehen sollte.
    Jeder möge aus seiner Sicht logisch die Vorteile einer Strecke schildern.

    Zu Ihrem Argument:
    „-Zeitersparnis von einigen Minuten gegenüber Zufahrt über Protzenweiherbrücke, vor allem wegen der vielen Ampeln“

    Ich nehme an, Sie rechnen, dass jemand wie Sie mit dem Rad die Rampe hochfahren kann !
    Nehmen Sie an, dass ein Durschnitts-Grundschulkind oder -Teenager die Steigung hochfährt? Wenn es absteigen und schieben müsste, hat es das Rad samt aufgepackter Schultasche mit ev. noch Zeichenblock und weiteren Dingen zu bewältigen (mit dem Helm am Kopf) während von oben einige herunterbrettern.

    Mag man mit Kindern, ohne sie vorher zu beeinflussen, an einem am Testtag nicht von Autos befahrenen Wegstück mit vergleichbarer/m Steigung/Gefälle , auf gleich eng eingeschränkter Spurbreite beobachten, wie sie sich tatsächlich verhalten? Ich habe ein gewichtiges Problem im Hinterkopf, möchte es hier aber nicht vorwegnehmen.

    Es wäre sinnvoll, weiters an der Vergleichs – Teststrecke mit Rollstuhl (1x ohne Zusatzausstattungs-Stützräder und 1 x mit, und beide Varianten mit Standard – Rollstuhl, dieser ist in der Norm nicht mit Seilzugbremsen am Griffstück ausgestattet) Probefahrten zu organisieren, und zwar aus der Sicht des selbst über den Greifring am Rad die Fahrt antreibenden Behinderten, und aus der Sicht des schiebenden Helfers.

    Einen Test mit unterschiedlichen Kinderwagenarten (bitte mit entsprechendem Babygewicht bestücken) halte ich für gleich wichtig, natürlich bei Gegenverkehr. Gerne mit gleichzeitig umgeschnalltem Test-Kuscheltier im Tragsack/Tragtuch – Lebensrealität junger Eltern, mit zwei Kindern unterwegs zu sein.

  • Giel

    |

    Wenn wir gerade dabei sind, Halbwahrheiten zu widerlegen (leider etwas mehr Text):

    Nachfolgend zwei Strecken mit dem Ziel Kolpinghaus, da dieses optimal im Zielkorridor des Holzgartenstegs liegt.
    Mit den gewählten Startpunkten deckt man den Norden / Nordosten meiner Ansicht nach exemplarisch gut ab, da von jedem anderen nördlicheren / nordöstlicheren Ort aus, man automatisch diese zwei Streckenverläufe kreuzt.

    1) Ausgangspunkt Ecke Brandlberger Straße / Lechstraße (dort bin ich aufgewachsen)
    2) Ausgangspunkt St. Nikola Reinhausen

    Beide habe ich mir über Google Maps berechnen lassen und beide bin ich in letzter Zeit versuchsweise mehrfach abgefahren.
    Ergebnis: Keinerlei Strecken- oder Zeitvorteile.

    Außerdem sollte man bei der Betrachtung der Lage bitte vierdimensional denken (bin ein großer Fan der Zurück in die Zukunft Trilogie):
    Die für Fußgänger und Radfahrer wirklich unangenehme und nicht ungefährliche Frankenbrücke – aktuell erinnert die Situation an die alte Nibelungenbrücke – wird demnächst neu gebaut.
    Es sind darauf meines Wissens breite Rad-/Fußgängerwege, für Radfahrer jeweils in beide Richtungen befahrbar und Rampen zum Reinhausener Damm vorgesehen.
    Wird der Weg danach intelligent zur Protzenweiherbrücke weitergeführt – welchen Mehrwert bietet dann noch der Holzgartensteg?

    Kommen wir zum optischen Teil.
    Es wurden als architektonische Positivbeispiele eine Brücke in Deggendorf und die Brücke am Pfaffensteiner Wehr angeführt.

    Zu Deggendorf sollte man nicht unerwähnt lassen, dass diese Brücke direkt neben einer bestehenden Eisenbahnbrücke gebaut wurde. Wo ist die Vergleichbarkeit mit der Situation am Grieser Spitz?

    Zur Brücke in Pfaffenstein:
    Ja sie erscheint filigran. Das ist im Umfeld Pfaffensteiner Wehr, Wasserkraftwerk, IBIS Hotel und insbesondere der Autobahnbrücke auch keine Kunst, oder?

    Jetzt möge man diese Brücke in Pfaffenstein bitte mal gedanklich mit + und + an den Grieser Spitz kopieren, dann ist es mit filigran schnell vorbei.

    Um nicht als allgemeiner (Radfahrer-) Brückengegner rüberzukommen (ich lege ca. 50 % meiner Strecken in Regensburg zu Fuß oder mit dem Rad zurück), verweise ich ebenfalls mal auf das Gutachten „Neuaufstellung Radverkehrsplan“ Seite 63
    https://www.regensburg.de/fm/121/gutachten_neuaufstellung_radverkehrsplan_regensburg.pdf

    Hier fällt nämlich in der Abbildung 34 eine Donauquerung auf, die eine ungleich größere Lücke schließen könnte, nämlich von Weichs Ost ins Ostenviertel.

    Zwischen Nibelungenbrücke und Schwabelweiser Brücke gibt es aktuell nichts.

    Mit einer Brücke könnte man hier wirklich effektiv den Radverkehr insbesondere für den Nordosten deutlich attraktiver gestalten und in umgekehrter Richtung den Gewerbepark und die Donauarena diesbezüglich besser anbinden.

    Hier wäre das Geld aus meiner Sicht wirklich gut angelegt, anstatt es für ein paar hundert Meter mehr abseits der Straße bzw. für einen Teil der Paarstraßenanwohner ein paar hundert Meter eingesparten Weg auszugeben und vor allem ohne ein innerstädtisches Nacherholungsgebiet zu beinträchtigen.

  • feuergott

    |

    @R.G.
    Klingt als ob sie den Eisernen Steg mit all seinen Problemen beschreiben… dessen Neubau von den Donauanliegern ja seit Jahren torpediert wird. Ein Brückenneubau am Grieser Spitz hätte selbstverständlich die erforderliche Barrierefreiheit und dürfte weder für Kinder noch für Kinderwägen noch für Rollstuhlfahrer ein Problem darstellen. Wer will kann das täglich am Steg bei der Pfaffensteiner Autobahnbrücke beobachten. Keine Monsterbrücke, hunderte Benutzer täglich, Schiffe fahren drunter durch und so hoch wie die Nibelungenbrücke ist diese Brücke auch nicht. Und man kann tatsächlich die andere Seite mit bloßem Auge noch erkennen, selbst wenn man direkt davor steht!!!

  • Weichser

    |

    @ H.Müller: 100% Zustimmung

    @Linda Farmer: Vielleicht sollten Sie nochmal über Ihre Aussagen nachdenken, das scheinen Sie beim Verfasssen vergessen zu haben….
    Selbst wenn es so wäre, dass südlich der Donau die überwiegende Mehrheit der Regensburger wohnen sollte, bleibt denjenigen, die am nördlichen Ufer der Donau angespült wurden nur die Fähre oder schwimmen ? Dann kann ja auch die Steinerne Brücke abgerissen werden, wer will denn schon nach Stadtamhof ?! #dämmertsschon?
    Aha, die Bauträger der „teueren Wohnungen“ finanzieren neuerdings Verkehrsanbindungen ? Und der Norden Regensburgs ist ja als besonders exclusives Pflaster bekannt….

    Wie gesagt, erst denken, dann posten wäre ein gutgemeinter Rat !

  • R.G.

    |

    @feuergott
    Egal wo gebaut werden könnte,
    bitte leihen Sie (mutmaßlich sportlicher Mensch) sich einen Krankenkassen-Rollstuhl ohne Sonderausstattung (also auch ohne Stützräder, ohne Seilzugbremsen),
    fahren Sie selbst entsprechende Steigungen mit Handmuskelkraft, und bitten Sie Menschen (u.a.fortgeschritten MS-Kranke, Muskelschwache, Beinamputierte sowie seit Geburt Behinderte) mit Rollstuhl, ensprechende Steigungen/Gefälle bei unterschiedlichen Wetterlagen zu fahren.

    Egal wo, wie will man ein nicht nur Barrierfreiheit vospiegelndes, sondern wirklich für die Zielgruppen befahrbares (z.B. mit eingeschränkter Muskelkraft mit dem Rollstuhl wirklich bewältigbares) Tiefbauwerk schaffen, wenn man die Einschränkungen der Leute gar nicht erlebt hat?

    Ich kenne viele barrierefreie Zugänge, auch Rampen und Brückenauffahrten, an denen unterschiedliche „Räder“ scheiterten, Kinderwagen-, Rollstühle etc.

  • Dugout

    |

    @R.D.
    Nicht vergessen sollte man eine Testreihe mit tretrollerfahrenden Kindern, verschiedener Jahrgänge, mit einem zahmen Waschbären auf dem Rücken, bei gleichzeitigen Gegenverkehr skatebordfahrender Südtiroler mit Sonnenbrille und Obstlerflasche in der Hand.

  • Dieter

    |

    So wie es mir scheint, sind die Befürworter diejenigen die alle 2 Wochen einen Ausflug mit dem Fahrrad in die Altstadt machen, diejenigen die täglich diese Strecken in die Arbeit radeln, bleiben eher skeptisch, weil der Steg keine wirkliche Abkürzung bringen wird und sich an den Gefahren Regenbrücke/Frankenstraße/Nibelungenbrücke trotzdem nichts ändert würde.

  • R. Gaßenhuber

    |

    Was ist die „Atmosphäre eines Orts“? Brauchen wir das?
    Regensburg hat hier leider seit Jahrzehnten selten ein glückliches Händchen. Renovierungen wie Neubauten führen meistens zu Verschlechterungen. Die restliche Schönheit der Stadt zehrt von ihrer Flusslage und vom sicheren Stilempfinden vergangener Epochen. Auch die derzeitige Frau Bürgermeister sagt auf der Bürgerversammlung, Sie können sich nicht vorstellen, dass die Fahrradbrücke eine Beeinträchtigung des Naherholungswertes des Grieser Spitz mit sich bringen könnte. Anscheinend ist folgender Unterschied heutzutage nicht mehr so selbstverständlich:

    a) eine Familie macht ein Picknick am Ende einer Insel in Ruhe und Langsamkeit. – Die Bewohner der Paarstraße schauen nachts zur Donau.

    b) eine Familie macht ein Picknick in der Nähe einer 6m hohen Brücke, neben einem Fahrradweg mit sehr vielen Fahrradfahrern in manchen Stunden. Nein, die Familie wird das nicht tun. Wenn sie kann, fährt sie aufs Land und versucht es dort. – Die Bewohner der Paarstraße sehen nachts, wenn sie zur Donau schauen eine beleuchtete Brücke; im schlimmsten Fall bläuliche Lichtbänder wie bei der neuen Rampe an der Steinerne Brücke.

    Solange man den Unterschied von a) und b) nicht deutlich nachempfinden kann oder will, sollte man mit städtebaulichen Eingriffen möglichst zurückhaltend sein. Denn die Substanz einer Stadt wie Regensburg liegt in der Rest-Schönheit und Atmosphäre ihrer Plätze, Straßen und Grünanlagen. Und nicht in kurzen Wegen, schnellen Verbindungen oder haltbaren Bodenplatten.

  • R.G.

    |

    @feuergott
    Ein Lob an Sie, mit Gegnern wie Ihnen kann man gut konstruktiv diskutieren!

    Sie meinen:
    „….die erforderliche Barrierefreiheit und dürfte weder für Kinder noch für Kinderwägen noch für Rollstuhlfahrer ein Problem darstellen. Wer will kann das täglich am Steg bei der Pfaffensteiner Autobahnbrücke beobachten. Keine Monsterbrücke, hunderte Benutzer täglich,…“

    Bitte bedenken Sie, Ihr Auge sieht nur die, die es über eine von Ihnen beobachtete Brücke, einen Steg, schaffen. Wer es körperlich nicht schafft, den sehen Sie dort nicht.

    Wenn eine Brücke mit dem Namen Steg tatsächliche Stadtteile verbinden soll, sollten möglichst unterschiedliche Gruppen davon profitieren können.
    Ein Ergebniss einer offenen Wahrnehmung der Probleme verschiedener Zielgruppen kann sein, dass man trotzdem wie geplant baut, jedoch wahrheitsgetreu unter dem Namen „Sportlerbrücke“, und gleichzeitig oder vorher eine Lösung für Schwächere an anderer Stelle..
    Nur als Exempel.

    Häufig erreichten Städte wie versprengt daliegende Teilstücke für den autolosen Verkehr und lassen dazwischen unfallträchtige Lücken, aber bevor sie diese alten Gefahrenstellen schließen, widmen sie sich wieder dem nächsten „schönen“ Teilstück, bevorzugt Untertunnelungen oder Brücken.

    Ein Radwegeplan, der nicht zuerst die konsequente Schließung der Lücken angeht, ist bedingt nützlich. Professor Hubel hat daher mit seiner Forderung nach einem echten „Plan für alle Verkehrsteilnehmer“, berücksichtigend die vorhersehbaren Entwicklungen, Wahres eingebracht.

  • Kleiner Fußballer (11 Jahre)

    |

    Ich finde eine Brücke wäre gut weil dann einige Kinder aus Reinhausen zum Grieser Spitz gehen könnten um Fußball zu spielen und erwachsene könnten grillen gehen

  • Mr. T.

    |

    Mir kommts so vor, als würde der Begriff „Steg“ hier manche zu sehr framen. Man sollte bedenken, dass die fragliche Überquerung eine Schifffahrtsstraße queren soll und somit in etwa in der Höhe des dritten Stocks eines Hauses die Donau queren muss. Das erfordert gewaltig lange und ausufernde Rampen und eine entsprechende Baustruktur, um das halbwegs machbar machen. Ein netter, kleiner Steg kann das nicht werden. Deswegen sind Querungen einer Schifffahrtsstraße entlang einer bestehenden Brücke wesentlich einfacher zu realisieren. So mal ganz abseits sämtlicher Diskussionen über Vor- und Nachteile der Streckenführung.

  • Mathilde Vietze

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie beim Thema. Bitte werden Sie nicht persönlich.

  • Mathilde Vietze

    |

    Selbst wenn der Steg gebaut wird, bleibt doch das übrige Naherholungsgebiet unver-
    ändert für Spaziergänger erhalten.

  • Markus Frowein

    |

    @ Mathilde Vietze (15. März 2019 um 17:58)

    Zitat: „… bleibt doch das übrige Naherholungsgebiet …“

    Und wenn die SPD-geführte Betonkoalition noch mehr solche unüberlegten Eier legt,
    wird von den „übrigen Naherholungsgebieten“ am Schluss nichts mehr übrig bleiben.
    Vor 10 Jahren sprach man von der CSU-Salami-Taktik bezüglich der scheibchenweisen
    Zubetonierung diverser Naherholungsgebiete. Was ist denn nun bei der SPD anders?

  • Markus Frowein

    |

    @ Burgweintinger (15. März 2019 um 08:59)

    Zitat: „… es sind definitiv mehr Befürworter, als Gegner …“

    Gibt es bei Ihnen auch Argumente oder nur Statistiken und billige Polemik?

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Markus Frowein“ – Könnten Sie mir bitte Beispiele nennen, w o in Regensburg
    Naherholungsgebiete „zubetoniert“ wurden. Vielen Dank und Ihnen alles Gute!

  • Markus Frowein

    |

    @ Mathilde Vietze (16. März 2019 um 08:52)

    Darf ich Sie an den Stadtgraben am Peterstor erinnern, wo nicht nur Fläche versiegelt,
    sondern auch mittelalterliche Bausubstanz einfach abgerissen sowie ein wertvolles
    Biedermeierhäuschen dem Erdboden gleichgemacht und mittelalterliche Stadtmauern
    mit Ferienhäuschen zugestellt wurden, die keine einzige Wohnung generiert haben?
    Dieses Gelände (627qm) hat der Stadt gehört und wurde an Bauträger verscherbelt.
    Daneben gab es Pläne, die unsägliche Stadthalle in den erlauchten Park von T&T zu
    bauen. Gott sei Dank, dass wenigstens das nicht geklappt hat, wobei von dieser Seite
    ja immer wieder versucht wird, hier und da noch eine Tiefgarageneinfahrt zu planen,
    aber zum Glück haben wir ja aufmerksame Bürger, die Spaziergänge veranstalten.
    Am Ernst-Reuter-Platz wird ja jetzt einiges zugeteert, also ist das Areal auch verloren.
    Wenn ich die 120 Meter Länge und 5 Meter Breite einer Rampe multipliziere, komme
    ich auf weitere 600 Quadratmeter, die durch Zubetonieren für immer verloren sind.
    Ich kann nur sagen: Herr Cerull, machen Sie weiter, denn die Stadt hat es bitter nötig!
    Und Ihnen, Frau Vietze, rufe ich zu: Nicht nur die Bauträger wollen glücklich werden!

  • Peter Kern

    |

    @ Mathilde Vietze (16. März 2019 um 08:52)

    Richtig, Frau Vietze, es gibt nämlch nichts mehr zum zubetonieren.

    An der Stelle des neuen Landratsamtes war mal ein Minipark, der an einem frostkalten Dezembernachmittag kahlrasiert wurde. Am nächsten Tag lagen die Baumleichen schön sortiert auf Stapeln. Der Bürger wurde erst fünf Monate später darüber informiert, welcher Sauron hier sein verderbliches Werk beging: Es war das Landratsamt.
    Eben dieses brüstet sich jetzt werbemäßig damit, dass es einen „Grünstreifen“ für die Bienen ums Haus stehen lässt, absichtlicher, gewollter Umweltschutz. So eine Dreistigkeit ist schon nicht mehr als Narretei zu bezeichnen.

    Alles, was heute „Tralala-Höfe“ heißt, oder „Sowieso-Gärten“ heißt, hat Natur zerstört und den Boden komplett versiegelt. In einer Zeit, in der schwerster Regen vom Himmel fällt, und das Wasser nirgendwo mehr versickern kann, stellt Regensburg gigantische Betonflächen auf die Böden. Selbst den alten Donaumarkt habe ich als Freifläche empfunden. Jetzt bin ich davon verdrängt von einem Betonzyklopen.

    Sitzen Sie wirklich im Stadtrat? Dann treten Sie endlich mal für sinnvolle Aktionen ein. Zubetonieren und „filigrane Stahlkonstruktionen“ kann nämlich jeder Depp irgendwo hinstellen. Und ja, das meine ich so. Da gehört sich weder Hirn noch Empfinden für Schönheit dazu. In jeder anderen Stadt – und ich komme wenig rum – sehe ich schönere Dinge, als in Regensburg.

    Auf dem Grieser Spitz bin ich persönlich nicht so oft. Aber jedesmal, wenn ich dort bin, freue ich mich, weil es tatsächlich noch ein fast letztes Stück unverbauter Natur ist. Auch vom Nordufer her lohnt sich der Blick. Jede Brücke würde das zerstören.

    Und zum Thema: Ich wohne im Norden, radle oft in die Stadt. Der Verkehr hat mittlerweile so stark zugenommen, dass es wirklich gefährlich geworden ist in den letzen … zehn Jahren. Die Verantwortlichen in der Stadt versagen komplett, weil sie zwar Leute ansiedeln, aber keine vernünftigen Straßen planen und bauen. Der nächste Superwitz wird die Stadtbahn sein. So, und obwohl die Wege in die Stadt schwierig sind, käme ich im Leben nicht auf die Idee, über den Grieser Spitz „abkürzen“ zu wollen. Der Weg an den „Holzgärten“ vorbei müsste dann ja auch geteert werden, wieder eine Versiegelung, und der Verkehr an diesem jetzt noch halbwegs ruhigen Gehweg würde jeden Spaziergang zu einer Qual werden lassen.
    Ohne viel nachzudenken, erschiene es mir z.B. sinnvoller, den Weg vom alten Eisstadion zur Eisernen Brücke Radtauglich zu gestalten. Man wäre weg von der zu engen Badstraße – durch die ja dann auch die Stadttingelbahn fahren soll – und hätte einen halbwegs akzeptablen Radweg von Nord nach Mitte, ohne wieder eine Oase (Grieser Spitz) trocken zu legen.

    Vor Jahren hat die Stadt mal einen „Radwegeplan“ von auswärtigen „Spezialisten“ erstellen lassen und um Meinung der Bürger gebeten. Ich hatte mir damals die Mühe gemacht, und zu jedem Punkt Stellung bezogen. Fast nichts in diesem Plan war sinnvoll. Es war nicht wenig Arbeit, und die Stadt hat noch nicht mal „Danke für Ihre Mühe“ gesagt. Sie hätten sich die Hundertausende an Expertenlöhnen sparen können, und hätten sinnvollere Ziele bekommen. Aber nein, hier wird nach der Devise gehandelt, den Karren nicht nur in den Graben, sondern gleich über den Abgrund zu stoßen.

    So, das war mein Wort zum Wochenende. Zerstören Sie weiter schön meine Stadt.

  • Ex Regensburger

    |

    Nach dem vielen Text u. das Lesen aller Argumente will sich mir nicht wirklich erschließen, inwiefern das „Riesending“ so viel Nutzen bringen soll. Mr. T’s Argument finde ich überzeugend: „Man sollte bedenken, dass die fragliche Überquerung eine Schifffahrtsstraße queren soll und somit in etwa in der Höhe des dritten Stocks eines Hauses die Donau queren muss. Das erfordert gewaltig lange und ausufernde Rampen und eine entsprechende Baustruktur, um das halbwegs machbar machen. Ein netter, kleiner Steg kann das nicht werden.“

    Zu Jürgen Huber: Maltz-Schwarzfischer war auch da. Offenbar wurde in der Gestaltungsmehrheit pro „Steg“ votiert. Also wollte er der BM nicht in den Rücken fallen UND SICH AUCH NICHT PRO STEG äußern (denn offenbar findet er den nicht so recht prickelnd) und sich nicht mit den Radlfahrern anlegen. Zwickmühle? Das ist natürlich etwas mager als Position. Vielleicht kann er sich hier äußern, ich gehe mal davon aus er liest mit :-).

  • Jonas Wihr

    |

    Zubetoniert! Das Dörnberg, Candis, Pilsen-Allee! Bahn-Post (117 Linden mussten dafür weichen), ja, auch der Bismarckplatz, der war vor 50 Jahren noch ein Park.
    Nur ein paar Beispiele fürs Zubetonieren in Regensburg. Der Dörnbergpark war zwei Jahre lang zugesperrt, ja, Naherholungsflächen haben wir massenhaft in Regensburg. In den Arkaden, im DEZ und in der Maxstraße kann man sich auch ein Momentchen hinsetzen und ausruhen. Wozu Bäume und Büsche?

  • Mathilde Vietze

    |

    Verehrter „Peter Kern“ – ich muß Sie enttäuschen: Ich bin noch nie im Stadtrat
    gesessen. Und wenn ich drinnensäße, würde ich mich vehement für den ge-
    planten Fahrradsteg einsetzen. Wo soll denn da etwas „zubetoniert“ werden?

  • Jonas Wihr

    |

    @Vietze
    Ja, es werden ein paar Bretter drüber gelegt, vom Spitz bis zum Maria-Beer-Platz. So einfach ist das, sind ja nur 120 Meter.

  • gustl

    |

    Die Bildunterschrift „Bürgermeister Jürgen Huber verfolgte die Debatte schweigend“ beschreibt auf zutreffende Weise die grüne Politik in Regensburg => Nix.
    Außer Spesen nix gewesen.

  • Markus Frowein

    |

    @ Mathilde Vietze (14. März 2019 um 17:41)

    Zitat: „Zu „Dougut“ – Ich teile ansonsten eher selten Ihre Meinung, aber im vorliegenden
    Fall kann ich Ihnen Kommentar nur voll und ganz unterstützen.“

    In anderen Fällen erlebe ich Sie als diejenige, die sich mehr als vehement dagegen
    einsetzt, dass „Dreckkübel“ über Personen ausgeschüttet werden. Warum nicht hier?

    @ Mathilde Vietze (16. März 2019 um 19:25)

    Zitat: „Wo soll denn da etwas „zubetoniert“ werden?“

    Bei uns damals in Preußen hieß das: „Stell‘ dir dumm, dann geht dich gut.“

    Im Übrigen würde ich Ihnen empfehlen, diverse „Stege“ und „filigrane Stahlkonstruk-
    tionen, die es ja in Regensburg zuhauf gibt, zu inspizieren, um einen Eindruck darüber
    zu gewinnen, wie mächtig solch ein „Steg“ sein kann, wie viel Fläche dafür verbraucht
    (zubetoniert) wird und welcher Art die Hinterlassenschaften sind, die Massen von
    Radlern und Fußgängern unter und neben solchen Bauwerken in Massen platzieren.
    Kleiner Tipp: Es sind keine Blumen und Bäume werden dort auch nicht gepflanzt. ;-)

  • Ewald Krause

    |

    Zu Weichser Donauanlieger
    ‚Als nördlich der Donau wohnender Familienvater ist mir nur wichtig, eine möglichst kinderfreundliche Verbindung vom Norden in die Altstadt zu bekommen, die so attraktiv für Fussgänger, Radfahrer und sonstig nicht motorisiert mobile Menschen ist, dass in Zukunft immer mehr auf das Auto verzichtet wird.‘
    Das ist ja eine netter Wunsch, aber wie oft müssen sie bzw. ihre Kinder in die Altstadt? Es ist auch meistens nicht der Weg hin u. zurück das Problem.
    In der Fussgängerzone per pedes überleben, das ist die wahre Kunst. Seid Wolbergs das Radfahren erlaubt hat, ist der Teufel los. Leider kümmert sich keiner darum.

  • R.G.

    |

    @Ewald Krause
    Worte eines Vaters werden von Politikern nicht mehr wie früher geachtet.

    Ich rate Ihnen und anderen Eltern, b(es)orgen Sie sich Technik, filmen Sie mit einer in Augenhöhe der Kinder – etwa an einem Mantel eines Erwachsenen – befestigten Kamera den Weg von ihrem Haus in die (Alt-)Stadt, zur Schule etc… Zu den üblichen Zeiten. Stellen sie das in Youtube.

    Die Darstellung von Strecken aus dem Blickwinkel des jeweiligen Verkehrsteilnehmers wird von besseren Experten genutzt, spätestens wenn es um die Erklärung geht, weshalb am bestimmten Verkehrpunkten vermehrt kritische Situationen und Unfälle passieren.

    Profis gehen noch weiter, sie verfügen über spezielle Videobrillen, mittels derer die Augenbewegungen des Kindes oder Erwachsenen gemessen werden, beispielsweise bemerkt man bei der Auswertung, dass der Blick, während er auf einen Schutzweg gerichtet ist, andere Hindernisse, Verkehrszeichen und weiteres, überhaupt nicht erfassen kann, oder die Aufmerksamkeit noch an etwas gebunden ist und ein neuer Eindruck so schnell nicht verarbeitet werden kann, wie die Menschen auf dem Planungsbrett glaubten.

    Der optische Eindruck selbst einer aus Sicht der Großen schönen Stadt kann aus der Wahrnehmungsebene der Kinder gegenteilig sein. Es ist wirklich erhellend für die Erwachsenen, sich probeweise die Perspektive der Kleineren anzutun.

  • Altstadtkid

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    @Ewald Krause
    „In der Fussgängerzone per pedes überleben, das ist die wahre Kunst“Leider haben Sie da voll kommend recht.Und der „Power Radler“ wird wohl in der sogenannten Natur dann noch mehr Gas geben.

  • WerAuchImmer

    |

    Mir gehts letztlich wie Waldschrat. Ich bin oft mit dem Fahrrad unterwegs und muss da auch immer wieder vom Norden in die Altstadt und wieder zurück. Ich wüßte nicht, was mir der neue Steg bringen soll.

    Eine intelligentere Wegführung an der Niebelungenbrücke: Ja bitte!
    Eine bessere Nutzbarkeit vom Steg am Andreasstadel und von Steinerner Brücke: Ja bitte!
    Einen ernstzunehmenden Winterdienst für Fahrradwege und da und dort eine Verbreiterung derselben: Ja unbedingt!
    Das Cerull und Co wahrscheinlich auch von unlauteren bzw. vorgeschützten Argumenten getrieben werden: Geschenkt.
    Und das Huber ein grüner Bürgermeister ist: Ein doppeltes Mißverständnis.

  • WerAuchImmer

    |

    @kleiner Fußballer

    Das finde ich – wirklich! – ist ein ziemlich gutes Argument für den Steg.
    Ich füchte nur, dass das auch der eigentliche Grund ist, warum Cerull & Co dagegen sind.

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich hoffe, daß sich die Verantwortlichen nicht beeinflussen lassen und der Steg
    – wie geplant – gebaut wird.

  • Giesinger

    |

    An die Verkehrsplaner, wenn es sie in Regensburg überhaupt gibt:
    Ich gebe Euch zu bedenken, eine Seilbahn!
    Hier ein Link, solange es noch geht:
    https://www.sueddeutsche.de/muenchen/seilbahn-frankfurter-ring-studie-1.4259715

    Dann hätte sich auch eine depperte Stadtbahn, oder wie das Viech heißen soll erledigt.

    Wäre doch super, voll Altlstadtfrei/Touristenfrei über die Stadt gondeln!
    Übrigens, an die Skeptiker:
    Schaut mal nach La Paz.

  • Giesinger

    |

    Wie wäre das, vom Regensburger Norden, bis hinauf zur Uni (oder weiter) mit der Seilbahn?

  • R.G.

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    @Giesinger
    Bravo!
    Seilbahnen böten sich aufgrund der Topographie an.

  • mkv

    |

    Mehr Mut ist gefragt und langfristiges Denken mit dem Zielhorizont 2040, um die völkerrechtlich verbindlichen Ziele des Pariser Abkommens (Null-Emissionen) lokal umzusetzen.

    Die Angst vor komplexen, langfristigen Entwicklungen ablegen; die Bürgerschaft von Anfang an, ergebnisoffen(!!), einbinden; die bereits in der Stadt praktizierten Regeln der Planungszelle endlich wieder aufgreifen.

    Anknüpfend an die „Nationale Plattform Zukunft der Mobilität“ braucht Regensburg eine solche Plattform lokaler Art, bei der alle wesentlichen Akteure samt nach dem Zufallsprinzip (*Planungszelle ) ausgesuchten Vertretern der Zivilgesellschaft mitarbeiten.

    1. Zielsetzungen unter Berücksichtigung von: Klimakrise; präventiven Gesundheitsmaßnahmen; Erhaltung der von Emissionen gefährdeten alten Bausubstanz, der Erholung spendenden Natur in der Stadt; bequeme Erreichbarkeit (modal split) der Altstadt; Begegnung im öffentlichen, im wesentlichen Auto freien, demokratischen Raum; ÖPNV, nicht mehr sternförmig ausgerichtet mit wirklich kleinen, e-Motor betriebenen Einheiten innerhalb des Alleengürtels, die das Jeepney-Prinzip von Manila auf moderne Art weiterentwickeln; und ja: auch eine Seilbahn in der Ebene (siehe obigen SZ-Link) nicht von vorherein – da wirklich große Beförderungskapazitäten – ausschließen; Rückbau der Straßen bzw. Freigabe von Fahrbahnen für Fahrräder; Umbau von dann überflüssig werdenden Parkhäusern zu Wohnraum; am Stadtrand liegenden Quartiersgaragen, von der die Planungsreferentin seit Jahren spricht; Planungen nur noch gemeinsam mit dem Landkreis; usw. usf.

    2. Erarbeitung von kurz-, mittel- und langfristigen Strategien, die durchaus auch dem Prinzip von TRIAL and ERROR unterliegen dürfen. Wir alle werden im Sinne der nachwachsenden Generationen umzudenken, Neuland zu betreten haben.

    3. Erst dann (Einzel)Maßnahmen, vernetzte und ja: komplexe, die auf Ziffer 2 aufbauen.

    Unterlassene Stadtentwicklungen (wie der seit Jahren überfällige Umbau des Arnulfplatzes) offen-baren ebenso wie die hier diskutierte (abzulehnende, da zerstörerische) Einzelmaßnahme am Grieser Spitz, dass die Stadtentwicklung vom Kopf auf die Beine gestellt gehört.

    Ich meine: Die Stadtverwaltung mit den hierzu berufenen Spitzen der Verwaltung muss endlich dazulernen. Es ist Schnee von gestern, mit von ihr bereits festgelegten, in der Sache nicht hilfreichen Einzelprojekten, die nicht auf einem GESAMTKONZEPT aufbauen, den Konflikt/Steit/Bürgerbegehren etc. mit der Bevölkerung zu suchen.

    Dieser Bericht des spon zeigt allein durch das Berlin-Bild, wie „blöd“ es doch ist, im PKW-Stau (und sei es mit e-Motor oder autonom betrieben) zu STEHEN mit allen negativen Folgen für Mit- und Umwelt.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verkehr-in-deutschland-kommission-versagt-bei-klimaschutz-a-1259647.html

    —–

    (*)
    https://www.planungszelle.de/index.php/peter-dienel.html

    Electric jeepneys are now widely deployed in several parts of Metro Manila
    https://en.wikipedia.org/wiki/Jeepney

  • R.G.

    |

    @Giesinger
    Es ist interessant, welche Lösungen in Städten mit ähnlichen landschaftlichen Gegebenheiten und im Idealfall vergleichbarer Bevölkerungsstruktur zur gefahrloseren Flussquerung andachten.

    Pläne von Linz an der Donau in den OÖN (Oberösterreichischen Nachrichten) unter dem Titel
    “ Zwei Seilbahnen für Linz? „, dort zu sehen als Vorbild im Film die Seilbahn vom Rhein.
    https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/Zwei-Seilbahnen-fuer-Linz;art66,2849334

    Interessant an der Linzer Planung die gleich dreifache Querung der Donau, unter anderem zur Lenkung des Tourismus‘.

    Im Süden der österreichischen Arbeiterstadt an der Donau könnten weiters, laut Planungen, Massen von Berufsätigen ab der Peripherie mittels Seilbahnen die Industriebetriebe schnell erreichen, die Trasse würde über das derzeitige Nadelöhr bei einer Flussquerung über die Traun, den Haupstaubereich im Süden der Stadt, führen. Die Kosten wären bei allen Trassen wesentlich niedriger als bei Brücken- und / oder Schnellstraßenbauten.

    Mit der Weiterverfolgung der Seilbahnideen begannen kreative Privatplanungen für eine weitere Fußgänger-Donauquerung.
    https://ooe.orf.at/news/stories/2920086/

    Linz nimmt sich Deutschland zum Vorbild, Giesinger verlinkt ein Beispiel aus La Paz. Die Technik für die besten innerstädtischen Seilbahntrassen zur Lösung von Verkehrsproblemen kommt aus den deutschsprachigen Ländern. Wieder mal ein Beispiel, dass der Prophet aus dem eigenen Land nichts gilt.

  • mkv

    |

    Blick in die Zukunft – vom Rad (auch) zur Seilbahn-Kabine

    http://www.stmb.bayern.de/assets/stmi/med/aktuell/leitfaden_urbane_seilbahnen_in_bayern.pdf

    Seilbahnen haben in Bayern von jeher eine große Bedeutung. Bisher kamen sie allerdings nur in den bayerischen Alpen und Mittelgebirgen für den dortigen Tourismus zum Einsatz. Doch Seilbahnen können viel mehr. Sie können auch im urbanen Raum eine wertvolle Ergän-zung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sein.

    Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

    • Überwindung von großen Höhenunterschieden, bestehenden Park- oder Gartenanlagen, Barrieren wie Bahngleise, Straßen oder trennender Flüsse

    • geringer Bodenverbrauch

    • vom übrigen Verkehr unabhängiger „Fahrweg“

    • geringe Emissionen

    • Barrierefreiheit

    • hohe Leistungsfähigkeit

    • sicheres Personenverkehrsmittel im Hinblick auf das Unfallgeschehen

    • geringere Kosten als bei vielen anderen Verkehrsmitteln des ÖPNV

    • schnelle Realisierbarkeit

  • Peter Fröhlich

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    Eine innerstädtische Seilbahntrassen zur Lösung von Verkehrsproblemen, sind allenfalls Luxus aber natürlich nicht wirklich eine Verkehrslösung (für Fußgänger u. Radl ?). Vielleicht eine teure neue Touristenattraktion, um die Stadt ein paar Meter höher zu erleben.

  • mkv

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    Natürlich sollten urbane Seilbahnen in den Städten die großen Verkehrsströme (siehe in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudien in München und anderswo) bedienen bzw diese vom herkömmlichen Verkehr entlasten. Und ja: Es sind die Fußgänger und Radler, die fü(ö)rderhin das Bild der Innenstädte vielleicht bis zu einem inneren Radius von etwa 4 km zeichnen werden. Hierfür wird dieser innerstädtische öffentliche Raum menschen- und erlebnisfreundlich umgestaltet werden, freilich im Abwehrkampf der Auto-mobilisten, vorneweg der Eigner der sog. Hausfrauen-Panzer, die vor dem Ökomarkt zwei Parkplätze beanspruchen – mit sicheren und komfortablen Fahrrad-Schnellwegen in den Landkreis.

    Das Auto hat in den Zentren nach etwa 120 Jahren jedenfalls mit seinem Verbrennungsmotor ausgedient. Niemand kann die Zunahme/den Ausstoß u.a. von giftigen Verkehrs-Emissionen noch verantworten; wir müssen umsteuern und damit jetzt beginnen. Merkel, Scheuer und Co. machen es gerade vor, wie es nicht geht.

    Wer schaut in die Glaskugel, sagen wir bis 2030, wenn der nächsten Kanzler seine zweite Legislatur bereits hinter sich haben wird?

  • R.G.

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    @Peter Fröhlich
    In Linz sollten 5000 Personen pro Stunde, statt in Autos durch die Stadt zu müssen, mittels Seilbahn über bestehende Wohnviertel hinweg direkt vor die Tore der Industriezonen gebracht werden können, pro Tag 45 000.
    Bisher stehen sie mit im Stau. Für eine weitere (!) Straßenbahntrasse sei schlicht kaum Platz zu finden.

    Unabhängig davon soll eine Seilbahn am alten Ende der Stadt mit Gondeln in Planetenform die Touristenströme zwischen Altstadt und Kulturpunkten an beiden Flussseiten aufnehmen und damit die Donaubrücken entlastet werden.

  • Dugout

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    @mkv:
    „Merkel, Scheuer und Co. machen es gerade vor, wie es nicht geht.“

    Den Cerull nicht vergessen!

    Ich persönlich habe nichts gegen Seilbahnen, im Gegenteil. Hoch zur Uni, warum nicht. Ernsthaft glauben das sie kommt wird aber in der steingewordenen Provinzialität Regensburg eh niemand. Erinnert mich an die Brückendiskussion vor ein paar Jahren. Da hat doch tatsächlich jemand eine Zugbrücke nach holländischen, hundertfachen Vorbild ins Gespräch gebracht.
    Hui was war da das geheuchelte Interesse groß! Gehört hat man davon nie wieder was.
    Ich bleib dabei. Allein die krampfhafte Suche nach Gegenargumenten à la “ Nachts ists da dunkel und gefährlich!!!“ ist schändlich, im wohlwollenden Sinn eher lächerlich. Entweder ich will endlich etwas ändern oder ich gebe den persönlichen Interessen einzelner nach. Ich stimme dem Kommentator zu, der die Hoffnung noch nicht verloren hat das es vielleicht noch einen Architekten gibt, der mehr als einen geraden Strich über die Donau planen kann.

  • Mr. T.

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    Seilbahnen haben mancherorts schon ihre Daseinsbereichtigung, wenn z.B. zwei Stadtteile mit deutlichem Höhenunterschied oder über größere Gewässer verbunden werden sollen. Das gilt auch für Aufzüge oder Schrägaufzüge. Aber in Regensburg gibt es zum einen keine signifikante Höhenunterschiede und zum anderen braucht es hier öffentliche Verkehrsmittel, die problemlose Zwischenstopps ermöglichen, da es nicht nur darum geht, zwei mehr oder weniger entfernte Orte zu verbinden, zwischen denen es keinen Grund zum Aussteigen gibt. Außerdem möchte ich mir die Diskussionen über die „Verschandelung des Luftraums“ gar nicht vorstellen. Wenn da zum Beispiel eine Seilbahn über den Dom führt … :-)

  • Franz Federer

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    Derartige Studien gibt es zuhauf für alle möglichen Situationen und Lebenslagen, sie sind meist nutzlos und nur für eine bestimmte Lobby gemacht. Bestes Beispiel waren und sind z.B. die einschlägigen Studien für die Nutzung der Atomkraft. Wenn man Glück hat sind meist ihr Geld nicht wert, oftmals entwickelt sich schlimmeres.

  • R.G.

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    @Franz Federer
    Sie sagen es, Studien sind für eine bestimmte Lobby gemacht.
    Das gilt selbstredend auch für die geplante Radlerbrücke.

  • Giesinger

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    Seilbahn hin oder her. Liebe Leute, ich habe vor ca. 25 bis 20 Jahren ja selber mal einige Zeit in und um Regensburg herum verbracht, darunter ca. 5 Jahre in Regensburg/Mitte. (Kann man das sagen?) Zunächst habe ich in der Wöhrdstr. 2, dann in der Galgenbergstr. 10 gewohnt. Somit kenne ich mich auch a bisserl aus. Für die 104 Meter Brückenspannweite ein Rampenmonster auf den Grieser Spitz zu setzen, fände ich ein ziemliches Desaster. Der 12Jährige Bub, der Fußball spielen will, kann doch auch den geringen Umweg über die Kanalbrücke (wie heißt die noch gleich?) nehmen. Bis das Brückenmonster gebaut ist, ist der Bub vermutlich eh schon 16 Jahre alt und fährt lieber Moped. An anderer Stelle wurde schon viel über das sehr mangelhafte Busnetz in Regensburg diskutiert (wieso sternförmig, wieso Albertstraße…etc.)
    Ich habe den Bus in meinen Regensburger Jahren glaube ich 4 Mal benutzt. Er war für mich einfach keine Option, für den Preis und den dafür gebotenen Service. (Damals gab es tatsächlich noch arme Studenten). Eine Gegebenheit weiß ich ich noch. Ich wollte an der Albertstraße den Bus rauf nach Keilberg nehmen (meine Freundin wohnte dort) und der Busfahrer hat mir vor der Nase die Türe zugemacht, nur um 5 Meter weiter bei der Ampel dann 3 Minuten zu warten. Ich habe mich damals bei der Stadt beschwert. Die haben mich achselzuckend auf das Busunternehmen Wit**l verwiesen, das dafür verantwortlich wäre.
    In München ist mir sowas niemals passiert. Die haben echt einen guten Nahverkehr, auch wenn er ganz schön teuer ist. Dafür braucht man als Münchner eigentlich echt kein Auto.
    Nachtrag zum Rampenmonster: Entspannen könnte man das „Monster“ vielleicht mit Hinabgleiten der Rampe bis zur Wöhrdtraße (nur meine Laienmeinung).

  • Giel

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    Entschuldigung, aber eine Brücke an dieser Stelle wäre ja wohl noch nutzloser als der Holzgartensteg.

    Es wird anscheinend oftmals schlicht vergessen, dass demnächst die Frankenbrücke neu gebaut wird.

    Breite Fuß- und Radwege, beidseitig in zwei Richtungen befahrbar, Rampen zum Reinhausener Damm (alles andere wäre eine Fehlplanung) – wozu dann noch eine Brücke nur ein paar Meter weiter?

  • Siegfried Heindl

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    Liebe Regensburger, Liebe Frau Vietze, Liebe Frau Bürgermeisterin, Liebe Stadträte,

    der Grieser Spritz ist für mich etwas sehr Besonderes! Nicht nur für die Anwohner, sondern auch für alle Regensburger, die Ruhe und Erholung suchen.
    Er ist für mich wie ein Zauberwald in einer steinernen Stadt. Ich lade sie gerne ein in diese Welt einzutauchen: Wie der Eisvogel, der Graureiher, der Distelfink, die Fledermäuse und die wenigen Insekten, die wir hier noch haben. Wir haben noch die einmalige Möglichkeit diesen Bereich einmalig aufzuwerten, indem man nicht mehr alles mäht. Vielleicht kommt dann auch der Distelfink in großen Scharen zurück. Ich möchte, dass die kleinen Kinder wieder Libellen sehen…
    Bei der Vorstellung der Stadt des neuen Bauvorhabens „Radweg Holzgartensteg“ habe ich einen alternativen Radweg vorgeschlagen, vom Marie-Beer-Platz über den Rheinhausener Damm und über die Neue Frankenbrücke. Von der eine Rampe zum Rheinhausener Damm erstellt wird. Man kann dann weiter über die Bäckergasse zur Protzenweiherbrücke fahren, dann über die Drehergasse über die Brücke hinüber in die Andreasstrasse und dann zum Grieser Steg. Man kann in der Einfahrt zur Andreasstrasse die Vorfahrt ändern, so dass der Fahrradfahrer immer Vorfahrt hat.
    Mein alternativer Fahrradweg ist etwa 600-700 m länger, als der angedachte Weg von der Stadtplanung.
    Die negativen Auswirkungen des Bauvorhabens Holzgartensteg sind:
    Eine der schönsten Alleen der Stadt, in der Kinder sich noch unbeaufsichtigt und frei bewegen können, wo vor allem am Wochenende hunderte von Menschen Richtung Grieser Spitz spazieren gehen, wird auf fünf Meter verbreitert, asphaltiert und nachts beleuchtet!
    Am Grieser Spitz entsteht ein Brückenturm mit der Höhe von 6-7 Metern und einer Rampenabfahrt in einer Gesamtlänge von 100-120 Metern, der auch nachts beleuchtet sein wird.
    Auf der anderen Seite der Brücke entsteht eine Rampe von ca. 30 Metern.
    Alle reden von Artenschutz und Insektensterben, und nun wird ein Bereich der seit Jahrzehnten nachts im Dunkeln liegt hell erleuchtet sein. Dies kann keine guten Auswirkungen auf die Natur haben!!! Wollen wir das wunderbare Konzert der Vögel und Insekten verstummen lassen, oder ist uns ein Umweg von 600-700 Metern nicht zumutbar?
    Der Holzgartenweg ist der falsche Weg, weil er Natur für immer zerstört und die steigende Zahl der Fahrradfahrer, mit oder ohne Eletroantrieb nicht aufnehmen kann.
    Lass uns anfangen, im Sinne der Natur nachzudenken!!!!
    Regensburg der 12.04.2019
    S. Heindl

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