In den 18 Jahren, die Regensburg Digital existiert, hatten wir schon einige juristische Auseinandersetzungen. Mit einem Möbel- und einem Rüstungskonzern, einem großen Bauträger, einem Comedian, einem Tierarzt und der katholischen Kirche. Nun hat sich der „Führer der plejadischen Sternenflotte“ mit einem rechtlichen Anliegen an uns gewandt.
Vor fünf Jahren berichteten wir über die Verurteilung eines Sektenführers und Kindervergewaltigers. Das Landgericht Regensburg verurteilte den damals 65-Jährigen wegen 75-fachen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs zu sechs Jahren und vier Monaten Haft.
Der Täter nutzte seine Machtstellung manipulativ und planvoll aus, um jahrelang „verschiedene sexuelle Handlungen“ an der Tochter einer Anhängerin zu vollziehen. In der Strafe war auch eine Verurteilung wegen Steuerhinterziehung enthalten – Schaden: 1,5 Millionen Euro.
Schadenersatzprozess eines Ex-Domspatzen gegen das Bistum Regensburg: Es wirkt, als wolle die Kirche ein Exempel statuieren und eine Botschaft an andere Betroffene von Gewalt und Missbrauch senden: Wenn ihr von uns Schadenersatz fordert, der über das hinausgeht, was wir euch zugestehen, müsst ihr euch warm anziehen.
Was macht Gertrud Maltz-Schwarzfischer eigentlich, wenn sie nicht mehr Oberbürgermeisterin von Regensburg ist? Wie steht zu Kritik an ihrer Amtszeit? War das Regieren ohne Koalition tatsächlich schwieriger als mit der CSU? Wie will Thomas Burger künftig für stabile Mehrheiten sorgen?
Die Suche nach städtischen Räumen für Erinnerungs- und Gedenkkultur entwickelt sich zu einer unendlichen Geschichte. Es scheint der politische Wille zu fehlen. Die Stadt sollte diejenigen unterstützen, die machen anstatt sich weiter zu verzetteln.
Wer Stadträte wählt, von denen in den nächsten sechs Jahren nichts Sinnvolles zu erwarten ist, der muss dafür auch die Verantwortung übernehmen, wenn er für voll genommen werden will. Verantwortung abgeben, an die Bürger, könnte eine künftige Koalition in Sachen Regenbrücke. Und ich übernehme auch die Verantwortung – für einen Fehler und meine Meinung.
Wenn mir nach einer Sendung in einem Kommentar schockierende schlechte Kenntnisse in Sachen Volks- und Betriebswirtschaft bescheinigt werden, muss ich mich vermutlich viel zu weit aus dem Fenster gelehnt haben. Aber zum Glück hat Kollege Robert Riedl das anscheinend abgefangen.
Normalerweise mache ich an dieser Stelle einen Aprilscherz. Dieses Jahr nicht. Ich erzähle eine wahre Geschichte, an der ich beteiligt war. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes habe ich sie anonymisiert und lasse Zeit und genauen Ort offen. Doch sie ist belegbar wahr. Die Polizei würde sie bestätigen. Dort liegt alles vor.
Viele Partner, viele Wahlprogramme und der Knackpunkt Sallerner Regenbrücke: dennoch ist ein breites und trotzdem stabiles Bündnis abseits der CSU im Regensburger Stadtrat möglich. Wenn die potentiellen Partner ihre bisherigen Lippenbekenntnisse ernst meinen und wenn Thomas Burger den Anspruch erfüllt, mit dem er angetreten ist.
Kurz vor der Stichwahl am 22. März liegen die Nerven blank. Wenn es mit der inhaltlichen Auseinandersetzung nicht klappt, gibt es auch noch andere Mittel, um Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren. Zum Beispiel blanken Unsinn.
Wenn verbotene Kombinationen kombiniert werden, dann sind sie nicht mehr verboten. Sagt die Zulassungsstelle am Landratsamt. Nicht verboten ist das Gerede eines AfD-Jungpolitikers – aber wieder einmal falsch. Und die SPD hält es offenbar für falsch, eine Bilanz der letzten sechs Jahre vorzulegen.
Der Stadtrat hat am vergangenen Donnerstag den „Bauturbo“-Beschluss gefasst, um Bauvorhaben zu erleichtern und für mehr Wohnraum zu sorgen. Dieser Beschluss stellt einen Rückschritt für eine sozial gerechte Bodenpolitik in Regensburg dar. Obwohl dadurch möglicherweise mehr Wohnraum entsteht, fehlt die soziale Komponente. Der Beschluss belastet den städtischen Haushalt und führt zu mehr Intransparenz.
Ein Shitstorm von rechts ergießt sich gerade über die Druckerei Pustet. Damit sich weniger Notdurft in den Arkadengang an der Maxstraße ergießt, wird der jetzt verglast. Und nicht völlig gläsern ist, wie es mit dem Kulturzentrum Alte Mälzerei weitergeht.
Massive Lockerungen beim Bauturbo, keine Einigung beim Regensburger Baulandmodell – am Donnerstag steht das Thema sozialer Wohnungsbau im Stadtrat auf der Tagesordnung. Ein Blick über Regensburg hinaus – und wieder zurück.
Karl Friedrich Esser und Hans Kapfinger: Michael Hellstern referierte über die Anfänge von MZ und PNP beim Historischen Verein im Runtingersaal in Regensburg. Die Tageszeitung interessiert das nicht.
Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand, heißt es. Doch was ist, wenn man jemand verklagt, der Gott auf seiner Seite wähnt? Auf der Seite des Staatstheaters Regensburg steht die CSU-Staatsregierung – jetzt wieder, kurz vor der Kommunalwahl. Und im Wahlkampf hat die CSU gerade zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Manchmal zählen die kleinen Dinge – wie Treppen oder M&M’s. Große Dinge planen Astrid Freudenstein und Christian Janele – wenn sie OB werden sollten. OB war auch mal Joachim Wolbergs – und er zieht mit seinem Fall immer noch ein großes Publikum an.
Der Wahlkampf ist sicher ein einziges Gehetze, aber nach Motto „Inhalte überwinden“ sollte man trotzdem nicht wahlkämpfen. Überwinden kann man hingegen ehemals Trennendes wie zuletzt Brücke und SPD. Die CSU-Kandidatin hat sich überwunden, eine Brücke bauen zu wollen, redet sich aber etwas seltsam raus. Außerdem: neuer Podcast.
Warum haben wir über die Vorwürfe gegen Lisa Brenner berichtet? Was ging dabei schief und was sind die Hintergründe. Eine Mitteilung, auch in eigener Sache, die wir aufgrund der Länge in einem eigenen Beitrag veröffentlichen.
Bäume in bunten Pflanzkübeln mögen zwar schön aussehen, aber sie bringen nichts. Etwas bringen könnte eine Art Regensburger Wahl-O-Mat, den ein 29-Jähriger für die Kommunalwahl aufgesetzt hat. Etwas bringen könnte auch eine Schulung für die Verantwortlichen am Uniklinikum – in vernünftiger Kommunikation.