SOZIALES SCHAUFENSTER

Die Stadt Regensburg stellt derzeit neue Sitzmöglichkeiten „ohne Konsumzwang“ auf. Das bedeutet: Man kann sich dort hinsetzen, ohne einen Latte Macchiato oder eine Holunderschorle schlürfen zu müssen. Das ist eigentlich keine Meldung wert, doch in Regensburg werden solche Bänke zum Politikum. Dabei ist die Zankerei über diese Sitzgelegenheiten nur ein Oberflächenphänomen. Ein Plädoyer für die Bänkerettung.

Von Marius Cramer

Neue Steinbänke am Viereimerplatz – sogar Designermöbel. Das ist meinem Hintern prinzipiell egal, wenn er sich daraufsetzt, aber gut, das Auge entspannt sich halt mit. Der Altstadt mangelte es in der jüngeren Vergangenheit an Sitzmöglichkeiten, die eben nicht zu einer Gaststätte gehörten. Wollte man kurz mal entspannen, ohne mindestens ein Getränk in einem Café zu bezahlen, hatte man oft Pech. Deswegen missbrauchen junge Leute bisweilen auch die Stufen rund um die Neupfarrkirche einer Hühnerstange gleichend als Sitzbank. Auch nach 22 Uhr, wenn die Gastronomie gezwungen ist, ihre Stühle und Tische im Freien zu räumen, kann man dort noch im Sommer Biertrinkende auf den Stufen beobachten.

Glosse

Peters Eier

Einen erfolgreichen Geschäftsmann zu kritisieren ist gemein. Einerseits möchte man sich nicht über seine harte Arbeit belustigen. Denn wir leben im Kapitalismus, dem besten System, das wir haben und wie wir alle wissen, umso reicher, desto fleißiger ist ein Mensch. Andererseits beginnt bald die Osterzeit und um diesen österlichen Frieden zu wahren, möchte ich hier nicht über eine real existierende Person schreiben, sondern erfinde ganz dreist die Figur Peter Schürze, die nichts, ich betone, rein gar nichts mit einem echten Regensburger Geschäftsmann zu tun hat! Solche Absurditäten würde doch kein echter Mensch abziehen.

Podcast

Der Feinsender, 081 – Menschen für Regensburg

Der Feinsender 081 widmet sich ganz und gar der Abspaltung des Wolbergs-Lagers von der SPD und den Reaktionen auf beiden Seiten. Außerdem hat sich die Feinsender-Kreativkommission zusammengesetzt und über einen möglichen Namen der Liste Wolbergs spekuliert. Bei Aufnahme war der Name, „Brücke – Ideen verbinden Menschen“, noch nicht bekannt. Umso spannender ist die Sendung aber für die Menschen in Regensburg.

Glosse

Graus der bayerischen Geschichte

Einst, in längst vergangenen Zeiten, kündeten die stolzen Türme der Patrizierburgen vom kaufmännischen Geschick des Regensburger Bürgertums. Thundorfer, Gravenreuther und Konsorten lenkten die Geschicke der Stadt und die Pracht ihrer Anwesen zeugte von ihrem Erfolg. Doch das Feuer dieser Ära ist in Regensburg längst erloschen, ebenso wie das des Further Drachen. Seinen enthaupteten Nachbau verfrachtete man voller Stolz in das Museum der Bayerische Geschichte. Armer Fanny.

Glosse

Deus ex Regina

Spitzt die Ohren und haltet eure Schlüpfer fest, falls ihr überhaupt welche anhabt, denn alle zwei Wochen wird nun mit dem Hammer glossiert. Post von Cramer kommentiert Regensburg, das stolze Erbe Marc Aurels am Donaustrand, endlich so wie es es verdient hat, nämlich von oben herab.

Früherer Landgerichtsvize hegt "erhebliche Zweifel"

Ist Joachim Wolbergs als Oberbürgermeister geeignet?

Werner Ebner war bis zu seinem Ruhestand im Oktober 2017 Vizepräsident des Landgerichts Regensburg, Vorsitzender der Zweiten Großen Strafkammer und der Schwurgerichtskammer. In seinem Gastbeitrag für regensburg-digital hegt Ebner – abseits einer strafrechtlichen Beurteilung – erhebliche Zweifel an einer Eignung von Joachim Wolbergs für das Amt des Oberbürgermeisters. Die Zwischenüberschriften wurden von der Redaktion eingefügt.

Das RVV-Liniennetz in der Kritik

Regensburg: verkannte ÖPNV-Spielwiese?

Das Hauptaugenmerk dieses Artikels liegt auf der Publikation eines alternativen ÖPNV-Netzlinienplans für Regensburg. Ein gebürtiger Regensburger, so alt wie der RVV selbst, erklärt weshalb er dessen Liniennetz für eine Fehlplanung hält und bietet eine diskussionswürdige Alternative an.

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