SOZIALES SCHAUFENSTER

Fragwürdige Betriebsvereinbarung bei McDonald's

„Burgermeister“ kürzt Kranken das Weihnachtsgeld

Gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung kritisierte der Fast Food-Unternehmer Frank Mosher kürzlich die Gewerkschaft NGG für deren Forderung nach höheren Löhnen. Diese verstehe das System bei McDonald’s nicht. Ein Teil des Systems: Wer zu oft krank ist, dem wird das ohnehin schon geringe Weihnachtsgeld gekürzt, manchmal komplett gestrichen.

„Ich bin ein Think Tank mit Ketchup im Blut.“ Der Unternehmer und CSU-Stadtratskandidat Frank Mosher. Foto: pm

Den Titel „Burgermeister“ trägt Frank Mosher schon. Nun möchte der 73jährige , der als Lizenznehmer allein in Regensburg sieben McDonald’s-Filialen betreibt, endlich auch Stadtrat werden. Auf Listenplatz 40 kandidiert der „Think Tank mit Ketchup im Blut“ (Mosher über Mosher) für die CSU. „Regensburg hat mir viel gegeben. Jetzt mochte ich was zurück geben“, lautet der zentrale Slogan mit dem Mosher in den sozialen Medien um „JEWEILS 3 STIMMEN VON EUCH ALLE“ wirbt, um im Stadtrat arbeiten zu können. Seinen Beschäftigten gibt Mosher allerdings nichts zurück – im Gegenteil: Er nimmt ihnen etwas weg. Im Rahmen fragwürdiger Vereinbarungen und mit Unterstützung eines willfährigen Betriebsrats. Das ergeben Recherchen von regensburg-digital.

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Gewerkschaft fordert „armutsfeste Löhne“

Derzeit finden zwischen dem Bundesverband Systemgastronomie und der Gewerkschaft NGG (Nahrung Genuss Gaststätten) Tarifverhandlungen statt. Rainer Reißfelder, Geschäftsführer der NGG Oberpfalz, hat dies vergangene Woche zum Anlass genommen, ein „Lohn-Plus fürs Burger-Braten“ zu fordern und auch auf die Situation in den Regensburger McDonald’s-Filialen hinzuweisen.

„Die Mitarbeiter stehen rund um die Uhr an der Fritteuse oder an der Verkaufstheke – bekommen dafür aber meist nur den Mindestlohn von 9,35 Euro pro Stunde“, kritisiert Reißfelder. „Milliardenschwere Konzerne wie McDonald’s zahlen so wenig, dass die Allgemeinheit einspringen muss. Heute müssen die Steuerzahler die Löhne und später die Renten aufstocken, damit das Geld zum Leben reicht – hiermit muss endlich Schluss sein.“ Die NGG fordert bei den Tarifverhandlungen „armutsfeste Löhne“ von mindestens zwölf Euro pro Stunde.

Mosher darf ein Bild „zurechtrücken“

Ein Schuss auch vor den Bug von Frank Mosher, McDonalds-Mann mit Leib und Seele. Drei Tage später meldet sich der Unternehmer in der Mittelbayerischen Zeitung zu Wort und, so heißt es in dem entsprechenden Artikel, „rückt das Bild, das die Gewerkschaft zeichnet, zurecht“.

Tenor: Die Gewerkschaft verstehe das „durchlässige System“ bei McDonald’s nicht, man könne problemlos in höhere Tarifgruppen aufsteigen und außerdem gebe es einen Betriebsrat, der sich für die Rechte der Mitarbeiter einsetze. Moshers Fazit: „Mein Paket ist gut und ich behandle meine Mitarbeiter gut.“

Jusos kritisieren „tarifwidrige“ Vereinbarung – zurecht

Kritik der Regensburger Jusos, die in einer Pressemitteilung wenig später Mosher unter anderem und eher in einem Nebensatz vorwarfen, seine Beschäftigten zu „Betriebsvereinbarungen mit tarifwidrigen Inhalten“ zu überreden, verhallte dagegen ungehört. Doch tatsächlich trifft dieser Vorwurf zu. Das bestätigt uns NGG-Geschäftsführer Reißfelder. „Wer bei McDonald’s eine bestimmte Zahl von Krankheitstagen überschreitet, dem wird das ohnehin schon geringe tarifliche Weihnachtsgeld gekürzt – manchmal sogar komplett.“

Aktuell liegt die Weihnachtsgeldzulage in der Systemgastronomie bei Vollzeitbeschäftigten zwischen 415 bis maximal 560 Euro (nach neun Beschäftigungsjahren). Reißfelder listet mehrere Fälle von Beschäftigten bei McDonald’s Regensburg auf, die sich in den zurückliegenden Jahren und auch heuer an die NGG gewandt haben. Teilzeitbeschäftigte, 60 statt fast 300 Euro, 220 statt 450 Euro, 350 Euro, die komplett gestrichen wurden – usw. Fazit: Eine Halbierung des Weihnachtsgeldes ist keine Seltenheit, manchmal wird bis auf Null gekürzt. „Für Leute mit einem Bruttoeinkommen von vielleicht 2.000 Euro ist das viel Geld“, konstatiert Reißfelder.

Wer sich wehrt bekommt sein Geld, bei allen anderen wird gekürzt

Festgelegt ist diese Regelung in einer Vereinbarung, die der Betriebsrat bei McDonald’s 2007 unterzeichnet hat. Doch diese Vereinbarungen widersprechen den geltenden tariflichen Bestimmungen. Und das weiß man offenbar auch bei McDonald’s – zumindest bei der zuständigen Lohnverwaltung. „Immer wenn wir für Kolleginnen und Kollegen dagegen vorgegangen sind, wurde das volle Weihnachtsgeld am Ende ohne Murren ausgezahlt.“

Allerdings gilt dies nur für die Beschäftigten, die überhaupt darüber Bescheid wissen, dass die entsprechende Vereinbarung tarifwidrig ist, und die sich dagegen wehren. Bei allen anderen spart McDonald’s weiter Geld auf deren Kosten – offenbar mit Unterstützung eines willfährigen Betriebsrats. „Welcher Beschäftigten geht denn auch davon aus, dass der Betriebsrat etwas absegnet, was nicht rechtens ist“, fragt Reißfelder.  

Der Betriebsrat will nichts wissen

Mehrfach habe die NGG den Betriebsrat angeschrieben, die entsprechenden Informationen zugeschickt und Unterstützung angeboten – ohne Reaktion. Entsprechend schwer sei es denn auch, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei McDonald’s zu erreichen. „In den einzelnen Filialen werden wir schon an der Tür abgefangen, wenn wir dort Flugblätter an die Kollegen verteilen wollen.“ Darüber gebe es auch noch die Sprachbarriere. Viele Beschäftigte bei McDonald’s hätten sehr schlechte Deutschkenntnisse.

Darüber, dass Frank Mosher das „durchlässige System“ bei McDonald’s als Möglichkeit preise, um rasch aufzusteigen und mehr Geld zu verdienen, kann Reißfelder allenfalls grimmig schmunzeln. Bei den aktuellen Tarifverhandlungen habe der Bundesverband Systemgastronomie eine Lohnerhöhung von zwölf Cent pro Stunde angeboten. Damit läge das Grundgehalt gerade einmal ein paar Cent über dem Mindestlohn von 9,35 Euro – „das reicht gerade mal für zwei Big Mäcs“. Doch das interessiere Mosher nicht, wenn er von fairen Löhnen rede.

Wer es bei McDonald’s zum Schichtführer bringt, verdient laut Reißfelder derzeit knapp über zwölf Euro die Stunde, ein Restaurantleiter, verantwortlich für alle Abläufe und Beschäftigte in einer Filiale, kommt – am Ende der Fahnenstange – auf etwas mehr als 16 Euro.

Der „Burgermeister“ reagiert nicht

Bereits vor einigen Tagen haben wir versucht, Frank Mosher mit der Kritik von Jusos und NGG zu konfrontieren und seine Sicht der Dinge zu erfahren. Am Telefon wird uns mitgeteilt, dass er nicht im Hause sei. Auf eine am Freitag verschickte E-Mail antwortet der wahlkämpfende „Burgermeister“ nicht.

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Kommentare (27)

  • Heinrich Kielhorn

    |

    Ich darf hier noch auch etwas anderes hinweisen, was in unserer Pressemitteilung leider keinen Platz mehr gefunden hat:

    Die Betriebswohnungen von Frank Mosher, auf die er hinweist, sind schön und gut. Was allerdings Löhne angeht, die beinahe zwangsläufig zu einem Rentenanspruch führen werden, der massiv armutsgefährdend ist, sind sie eine komplette Themaverfehlung.

    Natürlich steigt der Rentenanspruch nicht, wenn man Zeit seines Erwerbslebens vergleichsweise günstig wohnen kann.

  • Eingeborener

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    Was für ein Grinse-Gesicht, da hält nur noch der Rieger mit.
    Die Kosten der miesen Bezahlung darf der Steuerzahler als Alg 2 Zuschuss und zusätzliche Grundsicherung im Alter tragen
    . McDonald steht für Fastfood , Tierquälfleisch, Plastikmüll, Massentierhaltung mit den Folgen Methangas-Klimakatastrophe, Einsatz genmanipuliertes Soja-TierFutter undundund.
    ..Also ich finde, die Kandidatur bei der CSU passt.

  • Markus Feilner

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    Freie Fahrt für Freie Burger. Jawoll, weil Amerikanische Lebensart. Punkt.
    Wem steht der Moscher politisch nahe? Ach ja, dem bald verjährten Immobilien-Ex-Ober-Burgermeister. Eigentlich sollte ihn ja das „S“ in CSU schon immer abgeschreckt haben, aber das ist der jetzigen Generation ja nicht mehr wichtig. Mosher würde CSU wählen – oder FDP? Oder doch AfD? Was meint das Forum?

  • Piedro

    |

    @Markus Feilner
    „Was meint das Forum?“
    Was der Herr M. wählt dürfen wir ihm selbst überlassen. Und ich glaube nicht, dass ihn das „C“ abschreckt. Das ist doch schon lange Makulatur. Ebenso wie das „S“. Und das „U“ stört ihn bestimmt nicht.
    Er will neben Burgermeister auch noch Saubermeister werden. Soll er doch. Besser so einer im Stadtrat von Regensburg als noch ein CSU-Verkehrsminister in der Regierung. Oder gar ein Innenminister… da wird’s gruselig.

    Interessanter finde ich, neben seinem augenscheinlichen Hang zur Ausbeutung, seine beliebige Einstellung zur Realität.
    „2004 wurden die Werbetafeln durch ein „Verkehrsleitsystem“ (Mosher) ersetzt, drei Schilder, die darauf hinwiesen, dass noch 300, 200 und schließlich nur noch 100 Meter zu der dann noch etwa einen Kilometer entfernten Burger-Ausgabe zurückzulegen seien.“
    Diese Schilder erwiesen sich als rechtswidrig (eine Genehmigung hielt der Burger-King wohl für unnötig), was als Willkür bezeichnet wurde, da es sich um „Verkehrsleitsystem“ handele. Selbstverständlich meinte Herr M. berechtigt zu sein, den Regensburger Kundenverkehr zu „leiten“. Ein Irrtum.

    https://www.regensburg-digital.de/gesalzenes-urteil-fur-den-burger-meister/12062012/

    Wieso es ein wie auch immer „gesalzenes“ Urteil (Schlagzeile) gab, wo die Klage des Herrn M. doch abgewiesen wurde, wurde in 2012 nicht verraten. Aber wer so einen im Stadtrat sitzen haben will, der soll ihn halt wählen. Demokratie. I’m loving it.

    https://designshop-6aa0.kxcdn.com/photos/postkarten-ruthe-versenden-online-motiv-5116_30.jpg

  • Bürgermeister Dragoslav

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    Mosher immer schon gesagt: vergiss des was isch Hamburger! Musch du Vereinslokal mit cevapcici und Pommes mache. Hatte weider gemacht mit Hamburger. Siesch du was passiere: Mannschaft unzufriede, personalesse schmeckt nach gazzetta dello Sport und weihnachte auch nix zu feiern. Ist wie in Fussball ganz simbel: zufriedene Jungs in die Kabine – alles gut mit Klasseerhalt. Anders scheise nur schimbfe und scheise Presse. Also: Mannschaft gut – alles gut! Bei die Eintracht hat sich nie Ärger mit IGMetall gegebe – zum Glick!

  • Mr. B.

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    Es ist schon bemerkenswert, was hier alles ans Tageslicht kommt.
    Wenn dieser Beitrag mal wieder so inhaltlich richtig ist, wie wir es bisher gewohnt waren,
    dann ist das Ganze nur noch zu verurteilen.
    Früher erfuhr man immer nur, wie großzügig der Herr Mc Donalds von Regensburg ist.

    Wenn er nun aufgrund der Feststellungen für die CSU kandidiert, dann ist er hier wirklich goldrichtig! Besser wäre natürlich für ihn noch die FDP. Die SPD hat ja nichts mehr zu bieten.
    Egal ob, christlich, sozial oder demokratisch. Es wird nach und nach abgeschafft, obwohl damit noch heftig Werbung gemacht wird. Gewerkschaften sind, zumindest bei CSU und FDP sowieso nicht mehr erwünscht. Der Unternehmer hat das alleinige Sagen und die Politik fügt sich. Hier muss man natürlich anfügen, dass es auch schon oft der Fall war, dass der Betriebsrat/ die Arbeitnehmervertretung im Betrieb, nach der Pfeife der Unternehmer tanzte, da ihm/ ihr von dieser Seite eigene Vorteile in Aussicht gestellt wurden und diese auch erhalten hat. Die Arbeitnehmer blieben auf der Strecke.

    Dem Deutschen wurde die EU-Erweiterung mit Glitzergeld schmackhaft gemacht und dass er jetzt bei seinem Sommerurlaub in Bibione in Österreich und Italien keinen Ausweis mehr vorzeigen muss. Der unbescholtene Bürger hatte damit sowieso kein Problem.
    Dann kam die EU-Osterweiterung, damit die Unternehmer billige Arbeitskräfte aus diesen Ländern bekamen und sie dort auch billigst produzieren konnten. Übrigens,
    für Kriminalität war nun auch Tür und Tor geöffnet.
    Im Beitrag heißt es, dass die Person nicht gut deutsch sprach.
    Trotzdem arbeitet er/sie hier und wird wohl danach Aufstocken müssen. Vermutlich könnte Mr. Mc Donalds seine Geschäfte ohne diese Menschen gar nicht mehr betreiben, oder er hätte einen viel, viel geringeren Gewinn.
    Wir werden uns noch wundern, was insgesamt durch diese Politik auf uns noch zukommt, auch im Hinblick auf die finanziellen Angelegenheiten (Steuergelder).

    Bitte hier mal einen Fachmann hinzu, wer und mit welchem Einkommen (bis zu einem Einkommen von..) mit seinem Steueraufkommen das alles bezahlen soll. Von den „Geldigen“ wird ja nichts mehr zu erwarten sein.

  • Lawyer

    |

    Der Autor dieses Beitrags möge einen Blick in den Paragrafen 4 a des Entgeltfortzahlungsgesetzes werfen , Kürzung von So dervergütungen bei Krankheit.

    Es ist ausdrücklich zulässig

  • Stefan Aigner

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    @lawyer

    Der hier gültige Tarifvertrag lässt das laut NGG nicht zu. Dass so etwas grundsätzlich möglich ist, stellt in dem Bereich niemand in Frage.

  • Mathilde Vietze

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    Das dieser „Burger-Meister“ so mächtig wurde, liegt an denen, die sich auf seinen
    Billig-Fraß hereingelassen haben.

  • Piedro

    |

    @Mr. B.
    „Die Deutschen“ sind die größten Profiteure der EU. Die Erweiterung zielte auch nicht auf billige Arbeitskräfte ab, davon gab es auch schon zuvor genug. Auch und gerade bei McD, wo die Arbeitsbedingungen auch schon immer so prekär waren wie der Lohn. Abgezielt wurde auf Märkte, nicht auf Arbeiter. Und auch „die Unbescholtenen“ hat es nicht gefreut an der Grenze stundenlang darauf zu warten, den Pass vorzeigen zu dürfen. Ich glaube auch nicht, dass McD hauptsächlich osteuropäische Arbeiter beschäftigt, ihr Beitrag greift auch da ins Leere. Was gebraucht wird: Menschen, die keine andere Wahl haben, weil ihnen die schon gesetzlich verwehrt wird, so lange sie finanzielle Unterstützung brauchen. Und die brauchen sie halt permanent, wenn der Lohn nicht auskömmlich ist. Wenn diese Menschen auch noch ein Sprachproblem hat und man verhindern kann, dass sie über ihre Rechte informiert werden, ist alles gut und der Rubel rollt. Der Konzern besorgt die Werbung, die Unternehmer kümmern sich um die Ausbeutung. Tun die das erfolgreich, können sie in ihrem Erfolg glänzen und auch mal ein Auge aufs Politische werfen. Gut, das können Sie auch ohne unternehmerischen Erfolg, in einer anderen Partei als der CSU.

  • Lothgaßler

    |

    „Think Tank mit Ketschup im Blut“: Als Faschingsscherz nicht schlecht, als Stadtratkandidat eher peinlich!
    Zum Glück sprach der Burgerking über das was er tatsächlich macht in einem Interview:
    „…Was machen Sie dann tatsächlich selbst?
    Was ich machen kann, das ist Marketing und PR. McDonalds-Marketing macht das „Große“, also Marketingpläne. Und ich nehme diese Themen auf und verwende das regional. Ich habe zum Beispiel zwei Facebook-Accounts. Einen Persönlichen – der muß unter 5000 Likes bleiben, sonst ist es eine Person der Öffentlichkeit – und ich habe einen für McDonalds-Regensburg…“(http://www.regensburg-startups.de/interviews/frank_mosher/).
    => OMG and hallelujah, what a think tank: 2 Facebook-Accounts! Genau der richtige Mann für den Stadtrat, die Verwaltung soll doch digitaler werden.

    Die Systemgastronomie verstehe wer will und deren Mitarbeiter auch: Angeblich werden überall Mitarbeiter gesucht (auch in der Gastronomie), da sollte sich doch was finden lassen.

  • Silvia Barbisan

    |

    Die Firma Frank Mosher Restaurants e.K. hat sich mit ihrer Rechtsbeistand ausführlich und intensiv beraten lassen. Es stellte sich heraus, dass die vorhandene Betriebsvereinbarung nicht mehr gültig ist. Daher wird die Firma Frank Mosher Restaurants e.K. selbstverständlich und auch unverzüglich die Ausschüttung der Weihnachtsgelder überprüfen und berichtigen. Silvia Barbisan, Direktorin der Frank Mosher Restaurants e.K.

  • klara

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte werden Sie nicht persönlich.

  • Piedro

    |

    @Mathilde Vietze
    „Mächtig“ ist jeder Geschäftsführer mit abhängigen Angestellten, das ist ja nicht das Problem. Das Vorgehen beruht weniger auf Macht, mehr auf einer gewissen Skrupellosigkeit.

    https://lh3.googleusercontent.com/proxy/OKMmsjt_Hmtjt7VKRDUpajhMfcyx8TpSceLLi7S1bP–8_mXgdD9K6T1jPYi-JAIwkVFp9aezBj1tXrIHowTX89VKGUm2Q

    Als mächtig hat sich hier die Gewerkschaft erwiesen, dank der Öffentlichkeit, die Herr Aigner geschaffen hat.

    Jetzt muss sich noch zeigen, ob die „nicht mehr“ gültige Begtriebsvereinbarung auch rückwirkend aufgehoben wird, da sie rechtswidrig war, und die Betroffenen die einbehaltenen Bezüge erstattet bekommen, ohne dies selbst einfordern zu müssen.

  • Piedro

    |

    @Lothgaßler
    Die Startseite des pers. Accounts ist erheiternd. Für eine Deutscharbeit würde das nicht reichen, da käme mit Glück eine 4 raus.
    „Die Systemgastronomie verstehe wer will und deren Mitarbeiter auch: Angeblich werden überall Mitarbeiter gesucht (auch in der Gastronomie), da sollte sich doch was finden lassen.“
    Gesucht werden wohl eher qualifizierte Mitarbeiter mit ausreichenden Sprachkenntnissen, die auch bis sehr spät abends zur Verfügung stehen (was nicht jede/r kann). Und dann muss mensch ja auch eine leistbare Wohnung finden/haben, mit entsprechender Anbindung zu den Arbeitszeiten… Ist manchmal nicht so einfach. „Mein“ Regensburger Frühstückswirt kann da so einiges erzählen…

  • Piedro

    |

    @Silvia Barbisan
    Das ist schon beinahe löblich, aber diese Vereinbarungen sind nicht „nicht mehr“ gültig, sie waren es nie, auch wenn sie exekutiert wurden. Werden die zu unrecht einbehaltenden Gelder erstattet? Oder müssen die „Kollegen“ das erst einklagen?

  • Lothgaßler

    |

    @Silvia Barbisan:
    „..Die Firma Frank Mosher Restaurants e.K. hat sich mit ihrer Rechtsbeistand ausführlich und intensiv beraten lassen..“
    => Netter Vertipper, oder doch noch Fasching: hat sich mit Rechtsbeistand beraten lassen ;-) Aber vielleicht wars auch genau so gemeint?

    @Aigner: Gratulation, so schnell hat ja noch nie jemand auf einen Artikel reagiert.

  • Ingrid

    |

    Billig-Fraß? Gehts noch?
    Jeder soll das essen was er will. Zu mindest wenn bezahlt wird.
    Der Burger-Meister ist natürlich nicht einer für Alle.

  • Inschallah

    |

    Silvia Barbisan

    „Die Fa. Frank Mosher Restaurants e. K. hat sich mit [!] ihrer [sic!] Rechtsbeistand ausführlich und intensiv beraten lassen …“

    Gnädige Frau Direktorin, dieser Satz sollte in der Sprache dieses ehemaligen Landes der Dichter und Denker, zugleich auch des Herkunftlandes des derzeitigen Präsidenten des U.S.A.-Bürgers F. Mosher, etwa wie folgt lauten:
    „Die Fa. … hat sich von ihrem Rechtsbeistand ausführlich und intensiv beraten lassen“
    oder
    „Die Fa. … hat sich mit ihrem Rechtsbestand ausführlich und intensiv beraten“.

    Zur Verschlimmbesserung Ihrer sprachlichen direktoralen Ausdrucksfähigkeit empfiehlt sich das Rechtsschreib-Beistandsprogramm „Fack ju Göthe“.

  • Rainer Reissfelder

    |

    Der Vorfall wiederholt sich. Weihnachtsgeldkürzungen wurden schon 2017 vorgenommen. Zumindest konnten wir, Gewerkschaft NGG in der Region Oberpfalz, damals für unsere Mitglieder, die sich an uns gewandt haben, den gestrichenen Betrag zurückholen. Nach meinem Anschreiben an den Arbeitgeber und einer kurzen Verständigung mit dem damaligen Rechtsbeistand der Mosher e.K. wurde sehr schnell eingeräumt, dass die zugrundeliegende Betriebsvereinbarung unwirksam ist. Dies jetzt nochmals zu prüfen und dann das „rechtliche Missverständnis“ in der Öffentlichkeit einzuräumen ist scheinheilig. Offensichtlich wurde die Praktik fortgesetzt und Weihnachtsgeld weiter aufgrund von Krankheitstagen gestrichen. Nur nebenbei bemerkt. Mir als Vertreter der NGG geht es nicht um kommunalen Wahlkampf – wir befinden uns in der tariflichen Auseinandersetzung mit dem Arbeitgeberverband in der Systemgastronomie, welchem Herr Mosher angehört. Hier hat er seine Möglichkeit Einfluss im Sinne seiner Beschäftigten zu nehmen, wenn er das wollen würde – das ist das Mindeste was wir erwarten. Und natürlich die Einhaltung der derzeitig gültigen Tarifverträge. Arbeits-, tarif- oder betriebsverfassungsrechtliche Unterstützung durch uns, lehnt der im Betrieb ansässige Betriebsrat seit mehr als 10 Jahren ab. Wäre vielleicht aber hilfreich.

  • R.G.

    |

    Frau Barbisan, lassen Sie sich von einer lauten Minderheit von Rechtschreibfanatikern nicht irritieren..

    *„Die Fa. Frank Mosher Restaurants e. K. hat sich mit [!] ihrer [sic!] Rechtsbeistand ausführlich und intensiv beraten lassen …“ *

    Ihre Version war verständlich, aber die Eigenschöpfung…

    .“..hat sich von ihrigen Rechtsbeistand ausführlich und intensiv beraten lassen“, wäre dennoch viel wirtschaftlicher.
    Weil wenn man die Rechtsansicht wie die Unterhemden wechselt, braucht man so nur einen Buchstaben zu korrigieren, „hat sich von irrigen Rechtsbeistand ausführlich und intensiv beraten lassen“.

  • Mr. T.

    |

    Ist also wie so oft. Jemandem wird etwas unrechtmäßigerweise vorenthalten. Wenn man nicht bei der Gewerkschaft ist oder andere Möglichkeiten zur Durchsetzung seines Rechts hat, ist man der Arsch. Und erst wenn’s dann langsam öffentlich wird – insebesondere vor einer Wahl – wird das Unrecht abgestellt. Wenn das schon 2017 dem Unternehmer bekannt war und er damals auf Nachfrage seinen Angatellten ihre Ansprüche zugestanden hat, war es spätestens in der Folge Vorsatz. Ist sowas dann nicht vielleicht strafbar?

  • McDonald’s will gekürztes Weihnachtsgeld nachzahlen » Regensburg Digital

    |

    […] Frank Mosher, der allein Regensburg sieben McDonald’s-Filialen als Lizenznehmer betreibt, seinen Beschäftigten in der Vergangenheit das Weihnachtsgeld gekürzt, wenn sie eine bestimmte Zahl…. Bisweilen wurde der ohnehin geringe Betrag (zwischen 415 bis maximal 560 Euro nach neun […]

  • Piedro

    |

    @Mr. T.
    Nein, das ist nicht strafbar. Die Vereinbarung dürfte sittenwidrig sein, damit ist sie unwirksam. Aber ist nicht strafbar sittenwidrige Vereinbarungen einzugehen.

  • Ex Regensburger

    |

    Bei McDonalds & Co. hilft nur eines: Konsumverzicht.

  • Matthias Eckel

    |

    Geht doch lieber in ein schönes deutsches Restaurant – da schmecks gut…;-)

  • R.G.

    |

    @Matthias Eckel

    Ein guter Deutscher Döner, in Frakturschrift ausgepreist, labt die görmanischen Göne gleich ganz anders.

    (Ich hoffe auf eine Anekdote von einer Bairischen Bürgermeistersfrau, wie ihr Mann seinen Döner dazumal SELBST bezahlt hat!)

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