SOZIALES SCHAUFENSTER

Museum der Bayerischen Geschichte eröffnet

Bassd scho!

Das Museum der Bayerischen Geschichte hat am Dienstag eröffnet. Fast 2.000 Gäste waren geladen. Von Hoheiten, Hohepriestern und Durchlauchten, dem Brummili und der Kropfketten und vom Bierkrug als Leitmotiv.

Häufigstes Exponat im Museum: der Bierkrug.

Man muss sich nur konsequent an den Bierkrügen orientieren, die mal einzeln, mal in geselliger Runde wichtige Ereignisse der bayerischen Geschichte markieren. Im Zweifel hält man sich immer rechts und lässt sich von den Vitrinen und Schaubühnen nicht ablenken. Dann muss man eigentlich nur noch dahin gehen, wo es heller wird, wo das Licht ist, um binnen kürzester Zeit einen Ausweg aus dem 2.500 Quadratmetern großem Labyrinth zu finden und zu dem kleinen Schrein zu gelangen, der Franz Josef Strauß und der CSU gewidmet ist. Von dort kann man dann – vorbei am FC Bayern, einer überdimensionierten Schneekugel mit dem Schloss Neuschwanstein und einem kurzen Blick durch das Südwestfenster auf die Domtürme – den Abstieg aus der Dauerausstellung des Museums für Bayerische Geschichte antreten.

Markus Söder braucht am Dienstag etwas mehr als zehn Minuten, um vom Foyer mit dem zuprostenden Löwenbräu-Löwen über die gemächlich fahrende Rolltreppe zu den Napoleonischen Kriegen und dann – nachdem er für ein paar Fotos posiert hat – vorbei an 200 Jahren Freistaat Bayern bis zu seinem einstigen Idol zu gelangen und dann auch recht rasch aus Regensburg zu entschwinden.

Ein Schrein muss sein: CSU-Reliquien am Ende der Dauerausstellung.

Ungefähr drei Mal so lang hat der bayerische Ministerpräsident zuvor ein Hohelied auf Bayern im Allgemeinen und das Museum im Speziellen gesungen, das fast 2.000 geladene Gäste mit Gelächter und Beifall begleitet haben. Zu viele Gäste übrigens, um alle im großen Saal Platz zu finden. Selbst einige Prominente, zum Beispiel der frühere Generalkonservator Egon Greipl, müssen sich mit Stehplätzen im Foyer begnügen und Söders Rede dort auf Flachbildschirmen verfolgen. Doch am Ende singen auch sie die Bayernhymne mit. Heute ist einfach ein schöner Tag. Heute wird die „Liebeserklärung an unsere Heimat“ (Söder) endlich eröffnet.

Markus Söder: „Eine Liebeserklärung an die Heimat“.

Vier Jahre Bauzeit und fast 100 Millionen Euro hat es gekostet. Initiiert noch von Horst Seehofer, der am Dienstag nicht zugegen ist, sondern eine spätere Privatführung durch „Hohepriester Richard Loibl“ (Söder) vorzieht. Mit Nachdruck nach Regensburg gezerrt von Hans Schaidinger, so dass auf dem politischen Schlachtfeld Donaumarkt (diverse Bürgerentscheide), dessen schändliche Inbesitznahme durch die Stadt (Mehr dazu hier) im Museum bislang leider keine wahrnehmbare Rolle spielt, doch noch so etwas ähnliches wie ein Kultur- und Kongresszentrum verwirklicht werden konnte. Schaidinger ist selbstverständlich anwesend und parliert – braun gebrannt und bestens gelaunt – noch bis in den späten Abend mit Gästen und alten Freunden.

Ein Feuer auf der Baustelle hat die Fertigstellung zwar um ein Jahr verzögert, doch das, sagt Söder, habe auch den Vorteil, „dass ich es jetzt einweihen darf“. Bei Staatsbesuchen werde das Museum künftig ein fester Programmpunkt im Terminkalender sein, so der Ministerpräsident. „Wer Bayern verstehen will, der muss nach Regensburg kommen.“ Und die Stadt habe damit eine „zusätzliche Attraktion“ gerade zur rechten Zeit. „Ihr hattet es ja in letzter Zeit auch nicht so einfach, wenn man den Medienberichten glauben darf“, scherzt Söder. Dann setzt Söder sich wieder, gleich neben der „königlichen Hoheit“ (Söder) Franz von Bayern und „Durchlaucht Fürstin“ (Söder) Gloria von Thurn und Taxis, die es gerade noch rechtzeitig in den Saal geschafft hat, breitbeinig nach vorne geeilt ist, um ihren reservierten Platz in der erste Reihe einzunehmen. Erst nebendran folgen dann die anwesenden Staatsminister. Im Museum der Bayerischen Geschichten gilt noch eine andere Hackordnung.

Der Himmel der Bayern: FCB und Schloss Neuschwanstein.

Eingeladen sind heute natürlich jede Menge Prominente, neben Gloria mischt sich beispielsweise Paul Breitner unter die Festgäste, aber auch all jene Bayerinnen und Bayern, die fürs Museum Exponante als Schenkungen oder Leihgaben zur Verfügung gestellt haben. Einen Aufruf an die Bevölkerung hatte dafür im Vorfeld gegeben. Und längst nicht alles sieht aus, als komme es aus der Rumpelkammer oder vom Dachboden. Es gibt nämlich nicht nur Bierkrüge zu sehen.

Ursprünge der ersten italienischen Eisdiele in Grafenau.

Da ist die goldene Uhr von König Ludwig II., die – so sagt man – genau zu seinem Todeszeitpunkt stehen geblieben sein soll. Da sind Goldmedaille, Speer und Trikot von Klaus Wolfermann, Olympiasieger 1972. Da ist Brummili, der Teddybär, den die damals siebenjährige Anneliese Weber am 16. März 1945 vor einem Bombenangriff auf Würzburg rettete, das Fotoalbum einer Frau, in der sie den Aufstieg Hitlers und der NSDAP dokumentiert hat. Es gibt aber auch Dirndl und Kropfkette von Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl, die Museumsdirektor Loibl am Dienstag stellvertretend für alle anderen auf die Bühne holt.

Die Lederhose von Oskar Maria Graf.

Eine Art bayerisches Disneyland hat Loibl aus den rund 1.000 Exponaten zusammengestellt. Besucher können sich in Königsrobe werfen und mit Krone auf dem Thron fotografieren lassen, ausprobieren, wie viel Gepäck in den kleinen Koffer eines türkischen Gastarbeiters passt, ein Fahrt über den Brenner mit dem Goggomobil machen oder sich auf einer virtuellen Karte über die Zahl der Mastschweine in Bayern und deren Entwicklung informieren. Ein Kessel Buntes, mit dem man sich weitaus länger als nur zehn Minuten, wohl auch Tage, beschäftigen kann, dem man aber auch anmerkt, das an einigen Stellen einfach die Exponate fehlen, deren Wert – von einigen Ausnahmen abgesehen – ohnehin eher ideeller Natur sein dürfte. Aber natürlich gibt es auch zu einer alten Espressokanne, einer ausrangierten Nähmaschine oder einer 70 Jahre Waage sicher interessante Anekdoten zu erzählen.

Erinnerung an Brenner-Fahrten anno dazumal.

Wer von außen auf das großen Südwestfenster schaut, sieht eine blinkende Wortwolke, die abwechselnd historische Marksteine oder bairische Redewendungen hervorhebt. Zwischen „Räterepublik“, „Gott“, Amerika“ oder „Mia san mia“ blinkt ab und zu auch „Bassd scho“ auf. Es ist vielleicht das versöhnlichste Urteil, das man über das neue Museum fällen kann. Und am Ende gab es sogar Freibier – wenn auch nicht aus Krügen.

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Kommentare (35)

  • Frieda Knopf

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    Vom Alt-OB S. wissen wir in etwa so: Innen hui, Außen pfui (MZ 5.6.19 Ein schönes Haus! Es gefällt mir sehr gut – bis auf die Fassade). Vom susp. OB W. wissen wir eigentlich gar nix.

  • joey

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    Einmal anschauen reicht.

    Eine Schatzkammer ist immer wieder „schön“, ein Eiswagen ist zwar eine denkwürdige Info über vergangene Zeiten, aber kein Wiederholungsziel. Touristen indes sagt das alles gar nichts, die haben keinen Bezug zur CSU.
    Ob Schulklassen die Theke des Tante Emma Ladens ohne die miefige Enge (die ich noch erlebt habe) bewerten können…

    Gemessen an dem Geld, das hier investiert wurde, wäre eine Förderung von Tante Emma Ladeninitiativen oder ein Ausbau vieler kleiner lokaler Museen besser gewesen. Regensburg braucht das Riesending nicht, ein wertvolles Grundstück wurde verschwendet.

  • xy

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    Wie heißt das passende bildungsbürgerliche Sprichwort zu dem Thema? Noli equi dentes inspicere donati!

  • Mr. T.

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    Bezeichnend die Beschriftungen zu den Bayern-Trikots aus dem Bild oben (sinngemäß):

    Originaltrikots des FC Bayern aus der Saison 2018/19

    Lederhosen
    Aus dem Fanshop des FC Bayern

  • Barnie Geröllheimer

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    88 Mio für eine unerträglich häßliche Halle und dann steht da auch noch so ein Schrott drin. Das ist kein Museum, sondern ein Edelflohmarkt.

  • Rudolf Maier

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    Ich kenne das Museum bisher nur aus der Presse.
    Ist der Messerschmitt Kabinenroller tatsächlich kein Exponat?
    Ein Projekt, das der Stadt in der Nazizeit erhebliche Schäden bescherte, fehlt
    offensichtlich auch — das Kampfflugzeug ME109.
    Ein Museum zu Bayern, das in Regensburg angesiedelt ist, sollte m. E. solche lokalen
    Aspekte berücksichtigen.

  • Mr. T.

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    Rudolf Maier, ein Kabinenroller steht schon drin, eine ME109 nicht. Lokale Aspekte sind schon einige berücksichtigt, aber nicht so, dass der Eindruck eines Regensburg-Museums entstehen kann.
    Manche Exponate sind ganz interessant, manche allerdings alles andere als eine Zier für so ein Museum. Es git halt Themenschwerpunkte, so dass es einem dann schon vorkommt, als würde z.B. Ludwig II etwas überbetont.

  • sendach

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    Bierkrüge, CSU, FCB…schnarch….88 Mio…huch!
    Ne, nä?

  • Jürgen

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    Ist schon komisch, dass ein Gebäude eingeweiht wird und diejenigen, die es gebaut haben nicht einmal 45 Sekunden Redebeitrag zugestanden wurde. Die vom „Hohenpriester Richard Loibl“ vorgestellte Dame aus seinem Museum, die für den Bau „verantwortlich“ sei, hatte damit so gut wie nichts zu tun. Sie war/ist lediglich die Ansprechpartnerin seitens des späteren Nutzers für die, die wirklich verantwortlichen für den Bau waren, gewesen. Mehr nicht.
    Zu den Exponaten.
    Was eine Werbefigur einer großen Brauerei aus München mit Bayern an sich zu tun hat, ist mir schleierhaft. Da hatten wir ja Glück dass sich nicht Coca Cola eingekauft hat, sonst stünde dort jetzt der Weihnachtsmann (für die, die es nicht wissen: ein von Coca Cola erfundenes Werbemaskottchen)! Statt Bierkrüge hätten wir Colagläser (da gibt’s auch Sammler) und statt dem CSU-Schrein wohl eine Donald-Trump Ruhmeshalle und McDonalds würde das „Wirtshaus“ schmeißen.
    Na egal, was nicht is, kann ja noch kommen.
    Räumliche Bezüge und die Architektur im Allgemeinen finde ich gelungen. Okay, die Fassade hätte etwas wärmer und heller sein können, aber wenn die Sonne scheint, schaut sie auch gut aus.

  • mkv

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    „Einem geschenkten Gaul…. “

    Bei einer Regensburger Eigenbeteiligung von über 3 Millionen EURO, kann man schon mal genauer hinschauen. War das „nur“ ein einmaliger Beitrag? Wie ist der laufende Unterhalt durch wen gesichert?

    Wobei ich gerne wüßte, wie sich der laufende Unterhalt des Museums gestaltet. Gibt es Infos aus den jüngsten Haushaltsverhandlungen? Zuständigkeit des Bayerischen Landtags als Haushaltsgesetzgeber über Art. 70 Abs. 2, Art. 78 BV.

    Die Grünen hatten in der vorletzten Legislatur ausführlich angefragt. Aufschlussreich die umfängliche Antwort der Regierung, Drucksache

    „Zur Lage der Museen in Bayern“ (2010)
    (Fragen, Seite 2, Ziffer 3; Anworten ab Seite 41 ff zu den NEUEN MUSEEN)
    https://www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP16/Drucksachen/Basisdrucksachen/0000000001/0000000369.pdf

    Was kommt?

    Das 2017 als „Museum für Franken – Staatliches Museum für Kunst und Kulturgeschichte“ übernommene ehemalige Mainfränkische Museum soll künftig die fränkische Kunst- und Kulturgeschichte vom Frühen Mittelalter bis in die Gegenwart zeigen.
    https://www.stmwk.bayern.de/kunst-und-kultur/museen.html

  • Andreas Zirngibl

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    Ich war auch einer von zu vielen im Foyer und lege Wert auf die Feststellung, dass ich NICHT gemeinsam mit Söder und Gloria die Bayernhymne gesungen habe.

  • Simon p

    |

    Super, jetzt können die Amis aus ihren Touristenfrachtschiffen direkt mit den elektrifizierten Gefährten in den Museumsbunker fahren und dort alles relevante über die Bayrische Geschichte lernen: Haufenweise Bier und FC Bayern. Das mit der CSU werden sie vllt nicht ganz verstehen aber mia san mia!!

  • R.G.

    |

    ; )
    Den Fotos nach wurde viel Beton verwendet, um sich als versoffene Nation zu präsentieren.
    Prost,Rülps, und dann Brrrm (Ab nach Italien!)

  • wollwirker

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    Ach Herr Aigner, würden Sie doch von der Eröffnung des neuen Ladens von Sarik berichten. Wo ist Sarik?
    Sein Abgang bedeutet den Verlust von Lebenskultur in der Stadt, welche mit historischen aber leeren Bierkrügerln nicht ersetzt werden kann.

  • Sabine F.

    |

    Kommentar eines Besucher der Eröffnungsfeier: Was alles so zum Vorschein kommt, wenn mal ausgemistet wird. Das meiste landet auf dem Müll, manches auf dem Flohmarkt und einige Exponate schaffen es ins HdbG.

  • Mr. T.

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    ‚mia san mia‘ scheint mir irgendwie das Leitthema des Museums zu sein. Am liebsten hätt ich da überall ein ’ned bloß‘ dazwischen gekritzelt.

  • GSH

    |

    @Jürgen: Der Weihnachtsmann wurde nicht von Coca Cola erfunden, sondern wird z.B. in Skandinavien und Norddeutschland verehrt. Fundiertes Halbwissen ist immer gut zum Rausposaunen.

    Was bei den Kommentaren schon rüberkommt: Immer nur meckern und nie ein Argument für etwas finden. Fast schon ein wenig erbärmlich.

  • R.G.

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    Wenigstens von Regensburgern gefertigte echt Bayerische Handwerkskunst als Exponate im Museum.
    „Made in China“?

  • Lothgaßler

    |

    Nun ja, auch die Süddeutsche Zeitung berichtete über das Museum: wohlwollend, aber auch kritisch (es gibt inzwischen mehrere Beiträge, selber bei der SZ vorbeischauen).
    Wenn das Dirndl einer Wiesn-Wirtin ausgestellt wird, dann ist das wahrlich ein Schmarrn ins Quadrat, im Sinne der bayerischen Geschichte. Was soll die FC-Bayern-Werbung, oder die Werbung für bestimmte Brauereien? Bierkrüge als Leitgegenstände für Bayern? Was will dieses Museum: Ein Sammelsurium sein, zur Belustigung oder zur Verdummung? Was also ist Bayern (wieviel bayrische Randlage kommt vor?), bzw. was macht uns Bayern aus: Scheinbar können wir über uns selber lachen und dem Schmarrn ein Denkmal setzten. Dagegen waren Monty Python ja lächerlich harmlos, bzw. Karl Valentin und Liesl Karlstadt hätten das Museum übermäßig gelobt.
    Ich muss jetzt doch dort hin, weil ich muss mir mein eigenes Bild machen, und der Eintritt kostet diesen Monat ja nix.

  • Betonfreund

    |

    „Wie komme ich hier wieder raus?“, war die häufigste Frage, sagte eine Aufseherin.
    Das sagt schon alles.

  • Andreas Hanauer

    |

    @lothgaßler. Typisch arrogante Häme eines permanenten Besserwissers. Aber noch nicht Mal selber drin gewesen, in der Ausstellung. Aber wo’s freier Eintritt ist, kann man sich das ganze ja anschauen und danach wieder auf RD prima ablästern.

  • Sabine F.

    |

    Aus lauter Neugierde habe ich es mit eigenen Augen gesehen. Dieses Haus ist die totale Verarsche. Offensichtlich nur für US-Amerikaner und Chinesen als Zielgruppen gedacht. Eine Ansammlung von Ramsch und pseudo-authentischen Devotionalien mit Werbung für CSU, BMW und FC Bayern München. Jedes Klischee von Bayern wird bedient, Bayern besteht aus Badeenten mit Lederhosen und König-Ludwig-Bierkrügen. Würg, Chance vertan, Setzen, sechs.

  • Max v. Unhold

    |

    Kann ich mir nicht vorstellen 88 Millionen für totale Verarsche auszugeben.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Andreas Hanauer: Ich denke ganz ähnlich wie Sie und frage mich manchmal, was
    in den Köpfen derer vorgeht, die nur über alles, was nicht in ihr Denkschema paßt,
    lästern, anstatt etwas kritisch zu hinterfragen. Mir scheint, daß diese Leute den Begriff „freie Meinungsäußerung“ gründlcih mißverstehen.

  • Joachim Datko

    |

    Zu Andreas Hanauer 13:21 „Aber noch nicht Mal selber drin gewesen, in der Ausstellung. Aber wo’s freier Eintritt ist, kann man sich das ganze ja anschauen und danach wieder auf RD prima ablästern.“

    Obgleich ich sehr sparsam bin, gehe ich selbst bei freiem Eintritt nicht in das „Museum der Bayerischen Geschichte“.

    Mich ärgert es, dass man den Platz nicht begrünt hat. Regensburg wird mit Gebäuden zugekleistert.

  • Piedro

    |

    @Andreas Hanauer
    Naja, zum Thema selbst haben Sie anscheinend gar nichts zu sagen, also begnügen Sie sich damit Ihre Häme an der Person eines Kommentators fest zu machen? Wenn es für mehr nicht reicht, bitte.

    Ich werde mir den Schuppen anschauen, wenn ich mal wieder in Regensburg bin. Von außen habe ich ihn ja schon gesehen, war nicht sehr verlockend, aber eine Anhäufung von Bayernkitsch kann unterhaltsam sein, für einen „Preussen“. Ihr Beitrag war es weniger.

    @Mathilde Vietze
    Gnädigste, was ist den los mit Ihnen? Mich dünkt Sie kommen aus dem Granteln gar nicht mehr raus… Was wurde denn hinsichtlich Meinungsäußerung falsch verstanden? Nicht jede Meinung ist gehaltvoll, das ist ja auch kein Kriterium, sonst wäre dieser Beitrag nicht freigeschaltet worden. Der Kommentator Lothgaßler hat sich wenigstens konkret geäußert und Quellen angedeutet. Halten Sie Wiesnwirtndirndls und Fußballertrikots, ein paar Zentner Bierkrüge und CSU-Devotionalien für wesentliche Beiträge der bayrischen Kulturgeschichte? Prima, andere eher nicht. Was jene Brauerei angeht, kann man geteilter Meinung sein. Ich würde mich über eine komplette Auflistung bayrischer Brauereien freuen, möglichst nebst der Möglichkeit diese Beiträge der bayrischen Kultur zu verkosten und zu erwerben. Wäre das ein Ihnen genehmes „Denkschema“, das man auch ohne Ihr Unbill zu wecken äußern dürfte? Falls nicht bitte ich um Nachsicht für Nichtbayern, denen dieses Museum offenbar auch nicht zu helfen scheint die bajuvarische Seele zu verstehen.

  • Giesinger

    |

    Zitat

    Max v. Unhold
    8. Juni 2019 um 17:03 | #

    „Kann ich mir nicht vorstellen 88 Millionen für totale Verarsche auszugeben.“
    ——–

    So ist es aber leider.

    Es ist die volle, totale Verarsche!

  • Ronald McDonald

    |

    @ Stefan Aigner

    „… ein [!] Fahrt über den Brenner mit dem Gogomobil [!] machen …“
    soll (wohl) heißen
    „… eine Fahrt über den Brenner mit dem Goggomobil machen …“

  • Ingvar

    |

    Mir bleibt der Stellenwert der blauen und gelben IKEA-Taschen im Kaufladen der 50er-Jahre in der bayerischen Geschichte verschlossen.

  • Lenerl

    |

    @ Ingvar:
    Ich habe das mit den IKEA- Tüten für mich so interpretiert: Der echte Bayer „haut oids Glump“ ja gern „zam“, „hoazt´s ei“ oder „schiabt´s glei samt oida Hütt´n weg“. In den IKEA- Tüten ist wohl „oids Graffe“ (altes Gerümpel oder so ähnlich). Fertig zum einheizen oder wegschmeißen. Diese Installation finde ich sehr authentisch! A bisserl verstauben muss sie noch, dann basst´s perfekt.

  • Nemo Udeis

    |

    Neulich im Nachtprogramm des BR gabs einen Rundgang mit Loibl und eine Erklärung:
    Der Kramerladen wurden auf dem vorgefundenen Status „eingefroren“, ein paar Jahre nach der Schließung und halbwegs ausgeräumt. Vermutlich sind die Tüten da liegengeblieben …

  • R.G.

    |

    @Nemo Udeis
    Dann kann man froh sein, dass die Spültaste am Klo funktionierte und dort nichts “ vorgefunden“ wurde.

  • Martin Franz

    |

    hallo stefan,

    zunächst mal danke für den artikel. sehr amüsant und informativ geschrieben.
    zu herrn lothgassler. ich werde evtll. später mal reingehen, AUCH WENN´S DANN NICHT UMSONST IST. allein um mir den inhalt zu vergegenwärtigen und nicht nur von aussen zu urteilen.
    zunächst zum bau: dass grau nicht gleich grau ist und im sonnenlicht wunderbar glänzt wurde uns nun zu genüge erklärt und es ist natürlich ein argument genauso wie die meinung eines früheren schreibers, dass „das Ganze“ von der steinernen brücke aus betrachtet toll aussieht. schade, dass in dem panorama dahinter der südzuckerkamin nicht mehr steht.
    dem sag ich: dann wirf mal vom donauufer gegenüber (werftstrasse) einen blick auf dieses „ungetüm“. aus dieser sicht wirkt alles drumrum plötzlich äusserst klein, sogar du selber, und durch diesen bau ist eigentlich zu einem gewissen teil ein stück stadtteilgeschichte und die ansicht verschwunden. ich war übrigens 10 jahre lang anwohner der wöhrdstr. mit blick auf dieses areal und hab sowohl die ansicht genossen und den baugeginn miterlebt.
    das absolute „looser ding“ war übrigens diese lasershow bzw. museumsprojektion vor einem jahr. nur ein äusserst banales ausleben von lasertechnik.
    wenn sie wenigstens einen bierkrug oder FJS auf die nachtgraue fassade projeziert hätten.
    zum museum: brauchst´s so wos ?
    es scheint sich ja immer mehr herauszukristallisieren, dass es sich zu einem gewissen teil an einer art disneyworld orientiert.(wie gesagt: zunächst erste fotographische einblicke)
    ich weiss nicht, wie ich´s gemacht hätte. ich hätt´s auf jedenfall gar nicht gemacht und dafür eine evtll. eine markthalle gebaut.
    oder für 88 millionen vielleicht dezentral mehrere themenmuseen, so wie es sie schon gibt und vor allem auch private kleinstmuseen gefördert, die sich bisher selber finanzieren.
    dann müssen die schifffahrtskunden halt mal einen tag mehr einplanen.
    Was es schon gibt:
    Naturkundemuseum, Hopfenmuseum, Bürstenmuseum, Stadtmuseum, Bauernmuseum,
    Glasmuseum………usw. endlos. da erfährt man/frau wirklich was über „Bayern“

    ich persönlich brauch so ein „Ding“ sowieso nicht, weil ich meine bayerische geschichte selber kenne, bzw. mich schon immer darüber informiert habe und deswegen keinen bierkrug oder eine lederhose von irgendeinem geschubsten könig anschauen muss.
    dass ich kein bayern- und auch kein CSU-fan bin brauch ich ja wohl nicht dazuschreiben.
    ps.: hätte als ausstellungstück noch eine leere CS-kartusche aus wackersdorf übrig.

    grüsse in die runde

    martin

  • R.G.

    |

    Martin Franz
    „ps.: hätte als ausstellungstück noch eine leere CS-kartusche aus wackersdorf übrig.“
    Als Bierkrug definitiv zu klein.
    Was wollen Sie also damit in einer Humtata – Ausstellung?

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