SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘Immobilien Zentrum’

Nach den Verbalausfällen von Oberbürgermeister Hans Schaidinger in der Sitzung des Planungsausschusses vergangene Woche fordert Stadträtin Irmgard Freihoffer eine Entschuldigung. In der Sitzung war dem „Immobilienzentrum Regensburg“ die Baugenehmigung für ein Areal erteilt worden. Bei einem anderen Investor, der Ferdinand Schmack jr. GmbH, zwei Jahre zuvor, hatten die entsprechenden Stellen in der Verwaltung noch alles daran gesetzt, die Bebauung zu verhindern: eine Veränderungssperre wurde verhängt. Für das Immobilienzentrum wurde dagegen vergangene Woche eine Ausnahmegenehmigung von dieser Veränderungssperre vorgeschlagen und schließlich auch mehrheitlich beschlossen. Die Begründung dafür wirkt wenigstens fragwürdig. „Es deutet alles darauf hin, dass Investoren hier ungleich behandelt werden“, lautete dazu Freihoffers Kommentar. Daraufhin flippte der Oberbürgermeister aus. Irmgard Freihoffer hat Schaidinger nun einen offenen Brief geschrieben, den wir in voller Länge veröffentlichen. Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, in der Stadtplanungsausschusssitzung am 8.6.2010 habe ich bei TOP 4 meine Ausführungen zum Thema „Ausnahme von der Veränderungssperre“ mit der Bemerkung „Es deutet alles darauf hin, dass Investoren hier ungleich behandelt werden“ abgeschlossen. Meine Ausführungen und meinen Verdacht kommentierten Sie mit den Worten „Entweder sind Sie zu faul oder unfähig, um die Vorlage zu lesen“. Sie fügten hinzu, dass Sie dies „ganz bewusst in dieser Schärfe“ sagten, und sich „für die Verwaltung“ ein solch „verwerfliches Vorurteil“ nicht bieten ließen. Sie drohten außerdem: „Beim nächsten Mal wird das ganz andere Konsequenzen haben.“ Ich fordere Sie auf, Ihre beleidigenden Äußerungen zurückzunehmen und sich in aller Form bei mir zu entschuldigen. Was Ihre nicht näher ausgeführte Drohung anbelangt: Es kann nicht angehen, dass Sie ein gewähltes Stadtratsmitglied in dieser Weise bedrohen. Da ich nun seit zwei Jahren Mitglied des Stadtrats bin, sollten Sie außerdem wissen, dass mich derlei verbales Getöse nicht beeindruckt und die offensichtlich erwünschte Einschüchterung nicht erreicht wird. Wie ich bereits in der Ausschusssitzung am 8.6.10 angemerkt habe, gehört die Äußerung eines Verdachts – wie deutlich dieser auch zum Ausdruck gebracht sein mag – zur freien Meinungsäußerung. Dieses Recht steht auch den Stadträten zu. Mit derlei Äußerungen schaden Sie als oberster Repräsentant der Stadt dem Ansehen der Demokratie und des Stadtrats. Bitte unterlassen Sie dies in Zukunft. Mit freundlichen Grüßen Irmgard Freihoffer

„Zu faul oder unfähig“

Knapp zwei Jahre ist es her, dass Stadtrat und Stadtverwaltung Regensburg ein Bauvorhaben in der Von-Brettreich-Straße in der Nähe der Bischofshof-Brauerei erfolgreich verhindert haben. Investor Ferdinand Schmack wollte dort – erstmals 2005 – mehrere Wohngebäude errichten. „Nicht genehmigungsfähig“, lautete das Urteil der Stadtverwaltung. Am Dienstag wurde nun doch eine Genehmigung erteilt – für einen anderen Investor und unter einigen Ausfälligkeiten des Oberbürgermeisters.

Ganghofer-Siedlung: Protestler bleiben hartnäckig

Die „Revitalisierung“ der Ganghofer-Siedlung ist in vollem Gange. Schritt für Schritt werden seit knapp drei Jahren Gebäude in dem Regensburger Stadtviertel entmietet, saniert oder abgerissen. Erste „Neubewohner“ ziehen in die ersten sanierten Gebäude. Dass das Viertel nach Fertigstellung als Erfolgsprojekt gefeiert werden wird, darf als sicher gelten. Dass viele der bisherigen Bewohner von diesem Erfolg […]

Filetgrundstück Unterer Wöhrd: Wie die Stadt ihr Tafelsilber verschleudert

In der Donauaue am Unteren Wöhrd steht eine weitere Bebauung offenbar kurz bevor. Für das städtische Filetgrundstück mit historischem Baustadel hat das „Immobilienzentrum Regensburg” kürzlich das Ergebnis des dafür ausgeschriebenen Architektenwettbewerbs öffentlich gemacht. Neun, auf Stelzen stehende so genannte „Punkthäuser” sollen nun dort gebaut werden.

Der Mut des Baulöwen

„Es ist mutig, wenn sich ein Bauträger selbst der Diskussion stellt”, merkt Armin Gugau an, ehe er Thomas Dietlmeier das Mikro übergibt. Die Regensburger CSU will Bürgernähe demonstrieren und hat den Boss der „Grünen Mitte”, Tochtergesellschaft des in Regensburg äußerst aktiven „Immobilienzentrum” in die Hubertushöhe eingeladen. Dietlmeier soll heute über die aktuelle Entwicklung in der […]

Geheimer Millionen-Deal! Filetgrundstück verschleudert?

Allem Optimismus zum Trotz: Die Wirtschaftskrise hat Regensburg spürbar getroffen. Das Geld ist knapp. Vor diesem Hintergrund sollte man meinen, dass die Stadt über jeden zusätzlichen Euro in der Kasse froh wäre. Eigentlich. Bei einem Grundstücksgeschäft, das in Regensburg vergangenes Jahr über die Bühne gegangen ist, scheint das nämlich nicht die Leitlinie gewesen zu sein. Dabei handelt es sich um ein wahres Filetstück: Direkt an der Donau gelegen, ruhig, idyllisch und dennoch in Fußreichweite zum Welterbe – eine begehrte und gut verkäufliche Lage für Immobilien, deren Preise in Regensburg von Jahr zu Jahr steigen. Das Grundstück dagegen war offenbar zum Schnäppchenpreis zu haben. Nicht für jeden, aber für manche.

Ganghoferer wollen Ausverkauf stoppen

„Muss i denn, muss i denn zur Siedlung hinaus, weil mein Häuschen wird verkauft.“ Laut waren die rund 60 Ganghoferer, die am Samstag „gegen den Ausverkauf“ ihrer Siedlung demonstrierten, auf jeden Fall. Singend, scheppernd und trommelnd zogen sie durch die Altstadt, vielfach begleitet von fragenden Blicken; vielen Passanten ist die Ganghofersiedlung kein Begriff. In einem […]

Demo: Ganghoferer contra „Grüne Mitte“

Allen Beteuerungen und Beschwichtigungsversuchen der „Grünen Mitte“ zum Trotz: Die Bewohner der Ganghofersiedlung haben offenbar nur wenig Vertrauen in die Tochtergesellschaft des Immobilienzentrums Regensburg. Für den kommenden Samstag hat die „Interessensgemeinschaft Ganghofersiedlung“ deshalb zu einer Demonstration durch die Altstadt aufgerufen. Die „Grüne Mitte“ hat die 149 Siedlerhäuschen im September 2007 erworben. Nun steht unter der […]

„Aus dem Häuschen! Marsch, marsch …”

Ganghofersiedlung – vom Ausverkauf eines Stadtviertels. „Der Oberbürgermeister ist nicht dazu da, Idyllen zu erhalten, sondern Wohnraum zu schaffen“, lautete die Antwort von Hans Schaidinger auf Fragen des Vereins „Interessengemeinschaft Ganghofersiedlung e.V.“. Der hatte sich gegründet, um das gewachsene Stadtviertel vor dem Ausverkauf zu retten. Die Angst geht um im Geviert von der Ludwig-Thoma- bis […]

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