Entdecke Veranstaltungen in Regensburg Alle Kultur Oekologie Soziales Kino

Beiträge mit Tag ‘Universität’

Die Universität Regensburg hat am Dienstag den Leiter ihrer Personalabteilung versetzt. Der 38jährige ist Berater von SPD-Spitzenkandidat Christian Ude und übte stets deutliche Kritik an der bayerischen Asylpolitik. Sein Dienstherr ist der Freistaat Bayern. Kurz nach der Versetzung hat er angekündigt, künftig politisch zu schweigen. 
Engagierter Wahlkämpfer für die SPD, deutlicher Kritiker der CSU: Mahmoud Al-Khatib. Foto: Lukas Böhnlein

Engagierter Wahlkämpfer für die SPD, deutlicher Kritiker der CSU: Mahmoud Al-Khatib. Foto: Lukas Böhnlein

“N.N.”, steht seit Dienstag auf der Internetseite der Universität Regensburg, wenn man unter dem Punkt “Personalangelegenheiten” nach dem Abteilungsleiter sucht. Offenbar braucht man einen Nachfolger. Die Universität hat ihren Personalchef Mahmoud Al-Khatib völlig überraschend und ohne Angabe von Gründen von seinem Posten entfernt. Und die Entscheidung hat zumindest ein leichtes Gschmäckle. Dienstherr des 38jährigen und damit letztlich verantwortlich für die Versetzung ist nämlich der Freistaat Bayern.

Deutliche Kritik, heftige Debatte mit Seehofer

Al-Khatib ist Wahlkampfberater für Integration und Asylpolitik des SPD-Spitzenkandidaten Christian Ude. Häufig trat er öffentlich auf und sparte “live” und im Internet nicht mit Kritik an der bayerischen Staatsregierung. Kurzzeitig wurde Al-Khatib auch als einer von Udes Schattenministern gehandelt, zog allerdings im März seine Kandidatur für den Landtag “aus familiären Gründen” zurück. Mit Ministerpräsident Horst Seehofer, in dessen Wahlkreis der Jurist kandidiert hätte, gab es damals auf Facebook eine heftige Debatte, die für Seehofer recht peinlich war. Doch dazu später.

Zu den Gründen wird geschwiegen

Gegenüber der Mittelbayerischen Zeitung hat die Universität Al-Khatibs Versetzung am Dienstag bestätigt: “Herr Al-Khatib hat eine andere Aufgabe in der Universitätsverwaltung übernommen”, so Pressesprecher Alexander Schlaak gegenüber der MZ. Zu den Hintergründen der Versetzung wird geschwiegen. Auch Al-Khatib will (oder darf) dazu nichts sagen. “Zu internen Vorgängen äußere ich mich nicht”, so der 38jährige. Aber ein Eintrag, den Al-Khatib am Dienstag seiner Facebook-Seite geschrieben hat, liest sich bezeichnend:
Liebe Freunde, ich werde mich hier auf Facebook bis auf Weiteres nicht mehr politisch äußern. Meine politischen Inhalte und das, wofür ich stehe, sind hinlänglich bekannt und daran wird sich auch nichts ändern. Der stetige, zum Teil auch kontroverse Austausch mit Euch hat mir sehr viel Freude bereitet. Vielen Dank dafür! Euer Mahmoud
Spielt Al-Khatibs politisches Engagement eine Rolle?

Deutliche Kritik an bayerischer Asylpolitik

Als ehemaliger Flüchtling, Al-Khatib acht Jahre seiner Kindheit in einer Asylunterkunft verbracht, ist er Udes engster Berater zum Umgang mit Flüchtlingen, zu Asylpolitik und Integration. Mehrfach und ungewöhnlich deutlich hat er sich zum Umgang mit Flüchtlingen in Bayern geäußert und in diesem Zusammenhang unter anderem vom “Asylmissbrauch von Staats wegen” gesprochen. Der Adressat dieses Vorwurfs: die bayerische Staatsregierung, Sozialministerin Christine Haderthauer und in letzter Konsequenz Ministerpräsident Horst Seehofer. Bei der Debatte um das Asylbewerberheim in Donaustauf war Al-Khatib ein engagierter Motivator und Mediator.

Seehofers Facebook-Fettnapf

Als Al-Khatib im März seine Kandidatur für den Landtag zurückzog, hämte Seehofer auf Facebook:
“Ich habe in meinem Stimmkreis noch gar nicht mit dem Wahlkampf begonnen und mein Gegenkandidat hat trotzdem schon aufgegeben. Das soll mir erst mal einer nachmachen.”
Al-Khatib machte daraufhin seine Gründe für den Rückzug öffentlich.”
“Meine hochschwangere Frau durchlebt eine sehr komplizierte Schwangerschaft mit zum Teil lebensbedrohlichen Begleiterscheinungen. Sie braucht mich jetzt und nicht erst nach der Wahl. Wer sind Sie noch mal, Herr Seehofer? Vorsitzender der Christlich Sozialen Union? Sie sollten sich schämen …”
Seehofer erntete einen üblen Shitstorm auf Facebook – weit über 600 Kommentare – und war schließlich gezwungen, sich zu entschuldigen.
“Das tut mir aufrichtig leid! ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie von Herzen alles Gute. Meine Gedanken sind bei Ihrer Frau. Horst Seehofer.”
Später schrieb Seehofer Al-Khatib einen Entschuldigungsbrief, den dieser auf Facebook veröffentlichte. Für Al-Khatib war die Sache damit erledigt. Er nahm die Entschuldigung an. Sein politisches Engagement nahm er nach der Geburt seines Sohnes aber wieder auf. Zumindest zum Teil.

Der Kandidat geht, der Berater bleibt

Christian Ude erwähnte Al-Khatib – auch nach dessen Rückzug als Kandidat – immer wieder als seinen Berater. Zuletzt bei der Diskussion um den Hungerstreik von Flüchtlingen am Münchner Rindermarkt. Al-Khatib äußerte sich insbesondere auf Facebook immer wieder zum Landtagswahlkampf und zur bayerischen Asylpolitik. Noch Anfang Juli nahm Al-Khatib an einer Diskussion dazu bei Bayern 2 teil.

Der Versetzung folgt das politische Schweigen

Just am Tag seiner plötzlichen Versetzung hat Al-Khatib nun auf Facebook angekündigt, politische Äußerungen künftig zu unterlassen. Das ist zumindest bemerkenswert.
Quo vadis RVV?

Preise steigern, Leistung senken

Schlechterer Service, höhere Preise und das Semesterticket kurz vor dem Aus – der RVV macht derzeit nur mit Negativnachrichten von sich reden. Bei der letzten Aufsichtsratssitzung kam es gar zum Eklat. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Hans Schaidinger, verließ nach Kritik an seinem Semesterticket-Vorschlag den Raum.

RVV schaltet auf stur

Steht das Semesterticket vor dem Aus?

Die Verhandlungspositionen sind festgefahren: Im Streit um das Semsterticket bewegen sich RVV und Hochschulen nicht wirklich aufeinander zu. In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben nun Vertreter von Uni und Hochschule auf den Nutzen des Semestertickets für die gesamte Region hingewiesen. Doch wenn es ums Geld geht scheint dieser Region das Ticket nur wenig wert zu sein.

Universitäre Wahl-Farce

Demokratische Spielwiese gewählt

Mit knapp 50 Mitgliedern ist er fast so groß wie der hiesige Stadtrat: der studentische Konvent der Universität Regensburg. Er wählt den SprecherInnenrat, der anschließend ein Semester lang den stolzen Etat von 20.000 Euro – immerhin ein Euro pro Studierenden – verwalten darf. Der Konvent darf immerhin schlaue Beschlüsse fassen. Interessieren muss das keinen. Und das tut es auch nicht.

Plagiator Guttenberg: Krasser Fall, grundsätzliches Problem!

Seit Promi-Plagiatoren wie Karl-Theodor zu Guttenberg, Stoiber-Tochter Veronica Saß oder Silvana Koch-Mehrin öffentlichkeitswirksam aufgeflogen sind und ihre Doktor-Titel abgeben mussten, hat der Wissenschaftsbetrieb begonnen, zu diskutieren. Dass es dabei mitunter auch zu etwas paranoiden Auswüchsen unter Doktoranden kommt, konnte man am Freitag an der Universität Regensburg hören.

Studenten besetzen Regensburger CSU-Zentrale

Sie stehen alle „an der Seite der Studierenden“: SPD, Freie Wähler und Grüne haben ihre Redner/-innen – Margit Wild, Karl Vetter und Florian Eckert – zur Abschlusskundgebung am Domplatz vorbei geschickt. Zum Auftakt der Demonstration am Donnerstag spricht an der Uni Andreas Schmal vom DGB. Selbst der Landtagsabgeordnete Franz Rieger von der CSU hatte sich […]

„Gemütlich hier! Wir kommen wieder!“ Besetzung vorerst beendet

Die Besetzung der Regensburger Universitätsverwaltung ist beendet – vorerst. Gegen acht Uhr morgens haben die letzten Studierenden das Gebäude verlassen. Sie haben ein Schild hinterlassen mit den Worten: „Gemütlich hier, wir kommen wieder.“ Gespannt darf man darauf sein, wie viele Studenten sich an der heutigen Demonstration beteiligen, die um 14 Uhr von der Universität zum Domplatz ziehen wird. Die Demo ist Teil bundesweiter Proteste in rund 40 Städten.

Parfum vor Gewalt: Bioprof gewinnt Science Slam

Bereits zum zweiten Mal hat der Regensburger Biologie-Professor Joachim Ruther den Regensburger Science Slam für sich entscheiden können. Allerdings fiel das Ergebnis denkbar knapp aus, nur wenig Vorsprung blieb vor dem Zweitplatzierten Henning Müller, Professor für Strafrecht an der Uni Regensburg. Im Mai 2011 von den Studenten Stefan Christoph und Raimund Lehle ins Leben gerufen, […]

Hochschule: Der ewige Kampf ums Geld

Die Zuschüsse für den Ausbauz sind genehmigt, den doppelten Abiturjahrgang kann man „relativ leicht“ schultern und am Montag kommt Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch vorbei, um das neue Hörsaalgebäude einzuweihen: An der Hochschule Regensburg läuft alles bestens. Doch im Hintergrund ist das Hauen und Stechen um die nächsten Zuschüsse schon wieder in vollem Gange.

Lehrbetrieb an der Uni: Freistaat spart, Studis blechen!

Sind 200 Seminare, die aus Studiengebühren bezahlt werden eine „Verbesserung der Lehre“ oder schlicht notwendig, um den Lehrbetrieb aufrecht zu erhalten? Über diese Frage wurde am Mittwoch in der Studienbeitragskommission der Universität Regensburg ausführlich diskutiert. Zuvor hatte eine Pressemitteilung der Studis für Ärger gesorgt. Er sei „enttäuscht und irritiert“ sagt Unirektor Thomas Strothotte. Am Mittwoch […]

Uni: Streit um Studiengebühren

„Man hat den Eindruck, da sitzen 16jährige Jungs, die sich unbedingt das neuste Spielzeug kaufen wollen, egal, was es kostet.“ Studentenvertreter Raimund Lehle klingt teils belustigt, teils angefressen. Schon länger sind sich Studierende und Universitätsleitung uneins darüber, wie in Regensburg die Studiengebühren verwendet werden. Und nachdem die Kürzungspläne der Staatsregierung weitgehend abgewendet werden konnten – […]

Diskussion mit Heubisch: Superrektor scheut Showdown

Kurz vor Weihnachten scheinen alle Wünsche in Erfüllung zu gehen. Die Neubauten an der Hochschule Regensburg wurden vergangene Woche genehmigt. Und auch was die Hochschulfinanzierung im Allgemeinen betrifft, konnte man am Mittwoch hören: „Es wir keine Kürzungen geben, sondern ein Plus.“ Mit dieser Aussage ließ Wolfgang Heubisch alle Kritiker ins Leere laufen. Der CSU-Landtagsabgeordnete Franz […]

drin