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Beiträge mit Tag ‘Universität’

Absetzung von Ude-Berater als Uni-Personalchef

Spitzenjurist ins Technikzentrum abgeschoben?

Ein hochbezahlter Beamter wird an eine Stelle gesetzt, die es nie gab und die offenkundig niemand braucht? Geld spielt keine Rolle? So scheint es derzeit an der Uni Regensburg zu laufen. Der seines Postens enthobene Personalchef und Ude-Berater Mahmoud Al-Khatib soll künftig Dienst im Technischen Zentrum schieben. Ein Insider sagt uns: „So eine Stelle gab es nie und die ist auch völlig unnötig.“
Mahmoud Al-Khatib. Hat seine plötzliche Versetzung politische Gründe? Foto: Lukas Böhnlein

Mahmoud Al-Khatib. Hat seine plötzliche Versetzung politische Gründe? Foto: Lukas Böhnlein

Auch einen Tag nachdem bekannt wurde, dass die Universität Regensburg den Ude-Berater Mahmoud Al-Khatib am Montag „mit sofortiger Wirkung“ (Zitat aus einem Schreiben an die Beschäftigten der Universität) seines Postens als Personalchef enthoben hat, hüllt sich die Unileitung weiter in Schweigen. Unterdessen tauchen immer mehr Fragen auf. Neben der politischen Brisanz, die diese Personalie beinhaltet, liegen Regensburg Digital nämlich zwischenzeitlich gesicherte Informationen vor, denen zufolge Al-Khatib auf eine Stelle umgesetzt wurde, die es bislang nicht gab und deren Sinn durchaus bezweifelt werden darf.

„Dort hat man noch nie Juristen gebraucht.“

Wie uns unter anderem Mitglieder des Senats der Universität bestätigen, soll der ausgewiesene Spitzenjurist Al-Khatib künftig im Technischen Zentrum der Universität arbeiten. „Dort hat man noch nie Juristen gebraucht und ich kann mir nicht vorstellen, weshalb man dort künftig einen brauchen sollte“, so einer unserer Informanten. „Es sieht ganz danach aus, als wolle man Herrn Al-Kathib dorthin abschieben, vor einen leeren Schreibtisch zu setzen und so mürbe machen.“ Übrigens bei den gleichen Bezügen, die er zuvor als Personalchef erhalten hat.

Unileitung: Keine Bestätigung, kein Dementi

Al-Khatib will und darf sich dazu wohl auch nicht äußern. Und die Universitätsleitung, der wir mehrere Fragen zukommen ließen, will unsere Informationen weder bestätigen noch dementieren. „Herr Mahmoud Al-Khatib hat eine andere Position in der Universitätsverwaltung übernommen. Im Übrigen erteilt die Universität Regensburg in Personalangelegenheiten grundsätzlich keine Auskünfte“, lautet nach wie vor die momentane Sprachregelung. Einzig bekannt ist, dass derzeit Kanzler Dr. Christian Blomeyer Khatibs Aufgaben als Personalchef wahrnehmen wird.

Senat und Hochschulrat fragen nach

Zwischenzeitlich gibt es sowohl von Mitgliedern des Hochschulrats wie auch des Senats Anfragen zur Personalie Al-Khatib an die Universitätsleitung – namentlich Kanzler Dr. Christian Blomeyer und den erst seit kurzem amtierenden Rektor Professor Udo Hebel. Unter anderem wird die Frage aufgeworfen, ob Al-Khatibs politisches Engagement bei der Versetzung ins Nimmerland eine Rolle gespielt hat.

Politische Hintergründe?

Als Integrationsberater von SPD-Spitzenkandidat Christian Ude war Al-Khatib nie um deutliche Worte in Richtung der bayerischen Staatsregierung verlegen. Eine Auseinandersetzung zwischen Al-Khatib und Horst Seehofer auf Facebook brachte dem Ministerpräsidenten einen bemerkenswerten Shitstorm und viel negative Presse ein. Nachdem der Dienstherr des Beamten Al-Khatib der Freistaat Bayern ist, lag es auf der Hand, dass über politische Motive für seine Versetzung spekuliert werden würde. Diese Spekulationen nährt auch ein Beitrag, den Al-Khatib, wie berichtet, am Dienstag auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat und in dem es unter anderem heißt, dass er sich „bis auf Weiteres nicht mehr politisch äußern“ werde.

Als Personalchef naturgemäß nicht unumstritten

Bekannt ist, dass Al-Khatib als Personalchef, dessen Verantwortung rund 4.100 Beschäftigte an der Universität unterstanden, nicht immer unumstritten war. Seit seinem Dienstantritt im Mai 2012 verfolgte der 38jährige – mit Willen und Unterstützung des vormaligen Rektors Professor Thomas Strothotte – einen Kurs der Umstrukturierung, der nicht überall auf Gegenliebe stieß. Über größere Verfehlungen oder deutlich vernehmbare Kritik an Al-Khatib ist indessen nichts bekannt.

Bekommt die Mauer des Schweigens irgendwann Risse?

Die Unispitze scheint derzeit abzuwarten, wie sich die mediale Aufmerksamkeit, mit der zu rechnen war, von der man aber offenbar überrascht wurde, entwickelt. Zwischenzeitlich haben sich mehrere überregionale Medien der Sache angenommen. Insofern bleibt abzuwarten, ob die Mauer des Schweigens nicht irgendwann Risse bekommen wird. Ein Mitglied des Senats sagt uns: „Falls die in der Presse aufgeworfenen Vorwürfe auch nur zur Hälfte stimmen, müssen da Köpfe rollen und ich meine nicht den von Herrn Al-Khatib.“ Wir veröffentlichen unten die Fragen, die wir der Universitätsleitung gestellt haben.
1. Die Versetzung von Herrn Al-Khatib erfolgte nach den uns vorliegenden Informationen sehr kurzfristig am Montag. Weshalb diese kurzfristige Entscheidung? Gab es im Vorfeld dieser Entscheidung ein Gespräch mit Herrn Al-Khatib? Falls ja, welche Gründe wurden Herrn Al-Khatib für seine Versetzung mitgeteilt?   2. Gibt es bereits einen Nachfolger für die Stelle von Herrn Al-Khatib bzw. wann ist mit einer Neubesetzung der Stelle zu rechnen?   3. Wohin wurde Herr Al-Khatib versetzt?   4. Handelt es sich um eine Stelle, die es bereits vorher gegeben hat oder wurde diese Stelle erst im Zuge der Versetzung von Herrn Al-Khatib geschaffen?   Konkreter: Nach den uns vorliegenden Informationen wurde Herr Al-Khatib in die Technische Zentrale der Universität versetzt. Gab es dort jemals zuvor eine Stelle, die mit einem Juristen der Besoldungsstufe von Herrn Al-Khatib besetzt war? Falls nein, weshalb wurde diese Stelle geschaffen oder anders gefragt: Weshalb braucht man in der technischen Zentrale der Universität einen – unbestrittenermaßen – ausgewiesenen Spitzenjuristen vom Kaliber eines Herrn Al-Khatib? Für welchen Aufgabenbereich ist Herr Al-Khatib dort zuständig? Sollte eine Antwort nicht möglich sein, bitte ich um kurze Begründung weshalb, insbesondere zum Komplex 4, da mir nicht klar ist, inwiefern dem datenschutz- und/ oder arbeitsrechtliche Gründe entgegenstehen sollten und es sich für den Fall, dass hier eigens eine neue Stelle geschaffen wurde, um eine durchaus relevante Personalausgabe handelt.
Politische Motive?

Uni Regensburg enthebt Udes Integrationsexperten des Amtes

Völlig überraschend hat die Universität den Leiter ihrer Personalabteilung versetzt. Der 38jährige ist Berater von SPD-Spitzenkandidat Christian Ude und übte stets deutliche Kritik an der bayerischen Asylpolitik. Sein Dienstherr ist der Freistaat Bayern. Mit der Versetzung hat er angekündigt, künftig zu schweigen.

Quo vadis RVV?

Preise steigern, Leistung senken

Schlechterer Service, höhere Preise und das Semesterticket kurz vor dem Aus – der RVV macht derzeit nur mit Negativnachrichten von sich reden. Bei der letzten Aufsichtsratssitzung kam es gar zum Eklat. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Oberbürgermeister Hans Schaidinger, verließ nach Kritik an seinem Semesterticket-Vorschlag den Raum.

RVV schaltet auf stur

Steht das Semesterticket vor dem Aus?

Die Verhandlungspositionen sind festgefahren: Im Streit um das Semsterticket bewegen sich RVV und Hochschulen nicht wirklich aufeinander zu. In einer gemeinsamen Pressekonferenz haben nun Vertreter von Uni und Hochschule auf den Nutzen des Semestertickets für die gesamte Region hingewiesen. Doch wenn es ums Geld geht scheint dieser Region das Ticket nur wenig wert zu sein.

Universitäre Wahl-Farce

Demokratische Spielwiese gewählt

Mit knapp 50 Mitgliedern ist er fast so groß wie der hiesige Stadtrat: der studentische Konvent der Universität Regensburg. Er wählt den SprecherInnenrat, der anschließend ein Semester lang den stolzen Etat von 20.000 Euro – immerhin ein Euro pro Studierenden – verwalten darf. Der Konvent darf immerhin schlaue Beschlüsse fassen. Interessieren muss das keinen. Und das tut es auch nicht.

Plagiator Guttenberg: Krasser Fall, grundsätzliches Problem!

Seit Promi-Plagiatoren wie Karl-Theodor zu Guttenberg, Stoiber-Tochter Veronica Saß oder Silvana Koch-Mehrin öffentlichkeitswirksam aufgeflogen sind und ihre Doktor-Titel abgeben mussten, hat der Wissenschaftsbetrieb begonnen, zu diskutieren. Dass es dabei mitunter auch zu etwas paranoiden Auswüchsen unter Doktoranden kommt, konnte man am Freitag an der Universität Regensburg hören.

Studenten besetzen Regensburger CSU-Zentrale

Sie stehen alle „an der Seite der Studierenden“: SPD, Freie Wähler und Grüne haben ihre Redner/-innen – Margit Wild, Karl Vetter und Florian Eckert – zur Abschlusskundgebung am Domplatz vorbei geschickt. Zum Auftakt der Demonstration am Donnerstag spricht an der Uni Andreas Schmal vom DGB. Selbst der Landtagsabgeordnete Franz Rieger von der CSU hatte sich […]

„Gemütlich hier! Wir kommen wieder!“ Besetzung vorerst beendet

Die Besetzung der Regensburger Universitätsverwaltung ist beendet – vorerst. Gegen acht Uhr morgens haben die letzten Studierenden das Gebäude verlassen. Sie haben ein Schild hinterlassen mit den Worten: „Gemütlich hier, wir kommen wieder.“ Gespannt darf man darauf sein, wie viele Studenten sich an der heutigen Demonstration beteiligen, die um 14 Uhr von der Universität zum Domplatz ziehen wird. Die Demo ist Teil bundesweiter Proteste in rund 40 Städten.

Parfum vor Gewalt: Bioprof gewinnt Science Slam

Bereits zum zweiten Mal hat der Regensburger Biologie-Professor Joachim Ruther den Regensburger Science Slam für sich entscheiden können. Allerdings fiel das Ergebnis denkbar knapp aus, nur wenig Vorsprung blieb vor dem Zweitplatzierten Henning Müller, Professor für Strafrecht an der Uni Regensburg. Im Mai 2011 von den Studenten Stefan Christoph und Raimund Lehle ins Leben gerufen, […]

Hochschule: Der ewige Kampf ums Geld

Die Zuschüsse für den Ausbauz sind genehmigt, den doppelten Abiturjahrgang kann man „relativ leicht“ schultern und am Montag kommt Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch vorbei, um das neue Hörsaalgebäude einzuweihen: An der Hochschule Regensburg läuft alles bestens. Doch im Hintergrund ist das Hauen und Stechen um die nächsten Zuschüsse schon wieder in vollem Gange.

Lehrbetrieb an der Uni: Freistaat spart, Studis blechen!

Sind 200 Seminare, die aus Studiengebühren bezahlt werden eine „Verbesserung der Lehre“ oder schlicht notwendig, um den Lehrbetrieb aufrecht zu erhalten? Über diese Frage wurde am Mittwoch in der Studienbeitragskommission der Universität Regensburg ausführlich diskutiert. Zuvor hatte eine Pressemitteilung der Studis für Ärger gesorgt. Er sei „enttäuscht und irritiert“ sagt Unirektor Thomas Strothotte. Am Mittwoch […]

Uni: Streit um Studiengebühren

„Man hat den Eindruck, da sitzen 16jährige Jungs, die sich unbedingt das neuste Spielzeug kaufen wollen, egal, was es kostet.“ Studentenvertreter Raimund Lehle klingt teils belustigt, teils angefressen. Schon länger sind sich Studierende und Universitätsleitung uneins darüber, wie in Regensburg die Studiengebühren verwendet werden. Und nachdem die Kürzungspläne der Staatsregierung weitgehend abgewendet werden konnten – […]

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