AfD und Rechtsextremismus

AfD-Spitzenkandidat Roland Magerl: Die Mär vom Mann der Mitte

Als ehemaliges SPD-Mitglied und Betriebsrat ist der Weidener Spitzenkandidat der AfD, Roland Magerl, so etwas wie deren sozialpolitisches Aushängeschild in der Oberpfalz. Er selbst verortet sich regelmäßig in der Mitte der Rechtsaußen-Partei. Recherchen zeigen allerdings ein völlig anderes Bild.

Spitzenkandidaten unter sich: Benjamin Nolte (li.) und Roland Magerl bei der gescheiterten AfD-Kundgebung am Donnerstag in Regensburg. Foto: Witzgall

Beschwichtigungen. Sie sind nichts Ungewöhnliches, wenn AfD-Funktionäre auf ihre (mögliche) Nähe zu Rechtsextremisten angesprochen oder mit belegbaren Ausfällen konfrontiert werden. Der Regensburger Direktkandidat Benjamin Nolte, wegen eines rassistischen Auftritts beim Burschentag 2009 auch als „Bananen-Nolte“ bekannt, spricht in diesem Zusammenhang beispielsweise von „ollen Kamellen“, zu denen er sich nicht äußern wolle. Ebenfalls nichts sagen wollte Nolte kürzlich gegenüber dem Bayerischen Rundfunk zu seiner Teilnahme an einer Neonazi-Demo 2011 in Dresden in einem Pulk mit dem verurteilten Rechtsterroristen Karl-Heinz Statzberger. Und dass er Alter Herr der Münchner Burschenschaft Danubia ist, die dem rechtsextremistischen Spektrum zugeordnet wird und deren Aktivitas deshalb vom Verfassungsschutz beobachtet werden, sieht offenbar weder er ein Problem, noch die Regensburger AfD, die ihn mit 100 Prozent der Stimmen zu ihrem Spitzenkandidaten erkoren hat.

Seine frühere Partei wünscht Magerl „auf den Scheiterhaufen der deutschen Politikgeschichte“

Etwas anders verhält es sich – zumindest auf den ersten Blick – mit Roland Magerl, der auf Platz 1 der Oberpfalzliste bei der Landtagswahl kandidiert. Magerl gilt als soziales Aushängeschild: Betriebsratsvorsitzender bei einem Anlagenbauer in der Nordoberpfalz, ehemaliges SPD-Mitglied. In seinen Reden präsentiert der Weidener Spitzenkandidat sich gern als das sozialpolitische Gewissen der Partei mit Schwerpunktthemen wie Pflege und prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Das spiegelt sich zwar im Programm der AfD so nicht wider, kommt aber gut an.

Magerl (re.) beim gemeinsamen Auftritt mit Björn Höcke (3.v.li.) in Lappersdorf im Juni 2018. Foto: as

Entsprechend beschwichtigend reagiert denn auch Magerl auf Fragen zu seiner Mitgliedschaft bei „Der Flügel“, der äußerst rechten Plattform der Rechtsaußen-Partei unter Ägide des Thüringer AfD-Fraktionschefs Björn Höcke, der sich wiederholt völkisch-rassistisch geäußert hat und dem von verschiedenen Wissenschaftlern eine deutliche Nähe zum Nationalsozialismus attestiert wird. Er selbst verorte sich „in der Mitte“ der AfD, ließ der 45jährige wiederholt verlauten. Seine frühere politische Heimat, die SPD, wünschte er anlässlich eines gemeinsamen Auftritts mit Höcke in Lappersdorf „auf den Scheiterhaufen der deutschen Politikgeschichte“.

Shirt vom Neonazi-Label

Durch eine kürzlich veröffentlichte Recherche des BR erhielt das Bild des mittigen AfD-Sozialpolitikers allerdings ein paar weitere Schrammen. Dort wird ihm eine Nähe zum Rechtsextremismus attestiert. Anlass ist eine Teilnahme Magerls bei einer AfD-Veranstaltung in Neutraubling im Juli 2017, wo er mit einem T-Shirt der Marke „Ansgar Aryan“ teilnahm. Produkte dieses neonazistischen Labels sind über den regulären Handel nicht erhältlich, sondern nur in einschlägigen Szeneshops.

Roland Magerl mit Ansgar Aryan-Shirt im Juli 2017 in Neutraubling. Foto: Jan Nowak

Geschäftsführer von „Ansgar Aryan“ ist der langjährige NPD-Aktivist und Rechtsrock-Veranstalter Patrick Schröder. Er lebt wie Magerl in Mantel (Landkreis Neustadt an der Waldnaab). Doch auch hier beschwichtigt Magerl. Er kenne Schröder zwar, habe aber politisch nichts mit ihm zu tun, so der AfDler gegenüber dem BR. Die Begriffe „arisch“ oder „Aryan“ hätten mit seiner politischen Arbeit nichts zu tun. In einem wenige Tage später erschienenen im Neuen Tag Artikel geht Magerl sogar noch einen Schritt weiter: Er habe überhaupt nicht gewusst, dass Schröder Geschäftsführer des Neonazi-Labels sei und das Shirt habe er nur getragen, um den linken Demonstranten etwas Entsprechendes entgegenzusetzen.

Verbindungen zu mehreren Akteuren der lokalen Neonaziszene

Diese Aussage erscheint wenig glaubwürdig, wenn man sich weitere Kontakte und Verbindungen Magerls anschaut. Auf Facebook ist er beispielsweise mit dem NPD-Aktivisten Daniel Franz befreundet. Franz betreibt zusammen mit Schröder, den Magerl nur am Rande kennen und politisch angeblich nichts mit ihm zu tun haben will, den rechtsextremen Videopodcast fsn-tv.de. Diese Bekanntschaft ist keine Ausnahme. Auch abseits von Franz ist Magerl auf Facebook mit Akteuren der lokalen Neonaziszene verbunden, beispielsweise mit Thomas Turbanisch, Gründer und Kopf der Neonazirocker „Aryan Brotherhood Eastside Weiden“, die im September 2017 ein Clubhaus in der Altstadt eröffnen wollten.

Nicht unbedingt ungewöhnlich für einen AfD-Politiker sind Magerls Präferenzen für (extrem) rechte Medien bei Facebook, die von der Jungen Freiheit, über PI News bis hin zu Compact reichen. Ebenso sind Seiten wie „Ein Prozent für unser Land“ oder „Pegida“ innerhalb der AfD recht beliebt.

Facebook-Fan der gewalttätigen „HoGeSa“

Heraus stechen hingegen Vorlieben Magerls für die Seite der gewalttätigen „Hooligans gegen Salafisten“ oder dem „Böse Buben Club“ aus der rechten Fanszene des 1. FC Nürnberg. Auch Szeneshops wie „derversand.de“ des Neonazis und Rechtsrockmusikers Timo Schubert sowie „Wotan Textil“, ein Label des Neonazis Siegfried Birl, der als Inhaber des „Wikingerversands“ bekannt ist, scheinen es Magerl angetan zu haben. Alles Zufall? Nichtwissen? Unachtsamkeit? Oder eher vielmehr Beleg dafür, dass Magerl entsprechende Kontakte in die rechte bis neonazistische Szene aktiv pflegt?

Auf eine entsprechende Anfrage hin vertröstet der 45jährige uns zunächst. Er sei gerade auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung in Regensburg und schaffe es nicht mehr, zu antworten.

Schüsse nach gescheiterter AfD-Kundgebung in Regensburg

Bei dem besagten Termin handelt sich um den für Donnerstag angekündigten Besuch von Björn Höcke auf dem Domplatz, wo Höcke nicht erschien und die Veranstaltung schließlich mangels Strom abgebrochen wurde. Den etwa 70 AfD-Anhängern standen laut Polizeiangaben bis zu 2.000 Gegendemonstranten gegenüber. Im Nachgang zu der Veranstaltung wurde aus einem Auto, in dem laut Zeugenaussagen auch ein Funktionär der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“ saß, mit einer Schreckschusspistole auf Gegendemonstranten geschossen.

Roland Magerl am Donnerstag in Regensburg, rechts (mit langen Haaren): Magerls Schwiegervater Johann Reichel. Foto: Witzgall

Magerl hatte uns gegenüber in Aussicht gestellt, in der Nacht von Donnerstag auf Freitag „ausführlich Stellung zu beziehen“, sofern es ihm „zeitlich noch möglich“ sein sollte. Eine Antwort ist bis zum späten Nachmittag leider ausgeblieben.

Ein Schwiegervater außer Rand und Band

Und so blieben auch Anfragen zu Magerls Schwiegervater Johann Reichel gegenüber unserer Redaktion unkommentiert. Reichel trat hier vor Ort unter anderem am Rande einer AfD-Veranstaltung in Lappersdorf in Erscheinung, wo er nach Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten kurzzeitig festgenommen wurde.

Festnahme am Rande der AfD-Kundgebung in Lappersdorf: Schwiegervater Reichel. Foto: Jan Nowak

Auch bei den Ausschreitungen in Chemnitz Anfang September fiel Reichel einem Bericht des Neuen Tags zufolge auf, unter anderem als er mit dem Stiel seiner Deutschlandfahne auf einen Polizeibus einschlug und Gegendemonstranten als „linkes Dreckspack“ und dergleichen beschimpfte. Es gibt ein Video, das Reichel an diesem Tag im Pulk mit mehreren Neonazis zeigt, die unter Rufen wie „Frei, sozial und national“ eine Polizeiabsperrung durchbrechen. Der 60jährige schlägt mit seiner Deutschlandfahne in Richtung eines Journalisten.

Gegenüber dem Neuen Tag, der Magerl mit diesen Aufnahmen konfrontiert hatte, distanzierte sich der AfD-Kandidat „definitiv von jeglicher Gewalt, von extremistischen Aktionen, egal ob von rechts oder links“. Aber er könne seinen Schwiegervater (und bei diversen AfD-Veranstaltungen mit verbalen Ausfällen auffallenden Parteifreund) eben nicht kontrollieren.

Ebenso wenig kontrollieren kann Magerl denn auch seine Ehefrau, die 2015 mit ihrem Papa bei einer Pegida-Demonstration mitmarschierte. Mit dabei: die Fahne der „Identitären Bewegung“, die zwischenzeitlich ebenfalls vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Hand in Hand bei Pegida: Magerls Schwiegervater mit Frau und Tochter 2015 in Schirnding. Foto: Jan Nowak.

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Kommentare (49)

  • Joachim Datko

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    Kommentar gelöscht. Keine Wahlwerbung.

  • Horst

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    Schade, hätte mich fast interessiert, wie Physikerphilosoph Datko das auch wieder relativiert und die Opferkarte der armen, unterdrückten AfD spielt, deren Neonazi-Personal Deutschland doch vor dem Untergang retten soll.

  • Mr. T

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    Das mit der Schreckschusspistole wird schon verfolgt, oder?

  • Joachim Datko

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    Ich empfehle der AfD die vielfältigen Diffamierungen zu ignorieren. Sie sollte auf Diffamierungen nicht eingehen. Als Gegengewicht könnte die AfD reine Imagekampagnen, ohne konkrete politische Aussagen, einsetzen.

  • Eingeborener

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    Respekt,;gute Enthüllungsarbeit. Ob die Mittelmäßige Zeitung da nachzieht ? Würde mich wundern, wenn der Widerstand gegen die AfD wichtiger wäre als die Ablehnung von rd

  • Test

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    Ergänzung zum letzten Bild:
    Magerls Gattin ist die Frau dahinter mit der Wirmer-Flagge.

  • Piedro

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    @Joachim Datko
    „Ich empfehle der AfD die vielfältigen Diffamierungen zu ignorieren. Sie sollte auf Diffamierungen nicht eingehen.“

    Wo haben Sie hier denn Diffamierungen festgestellt? Wovon schreiben Sie da?

    „Als Gegengewicht könnte die AfD reine Imagekampagnen, ohne konkrete politische Aussagen, einsetzen.“

    Das ist ein guter Rat. Dann kann man sie anhand ihrer Aussagen auch nicht analysieren. Vielleicht Plakate mit „Wir sind die Guten!“ Mit dem Schnappschuss des Herrn Nolte, der Bananen an deutsche Kinder verteilt. Oder „Deutsche Menschen sind schöne Menschen!“ mit den Antlitzen von Gauland und von Storch. Oder „Alles wird wieder gut!“ mit einem Höckebild in Rednerpose. Das wirkt bestimmt.

  • auch_ein_regensburger

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    Gibt es eigentlich irgendeinen AfD-Funktionär oder -kandidaten, der keine engen Verbindungen in den rechtsextremen Sumpf hat? Der sich tatsächlich als Demokrat versteht?

  • Mathilde Vietze

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    Zu Datko: „ohne konkrete politische Aussagen….“ Ja hat denn die Afd überhaupt
    schon einmal „politische Aussagen“ gemacht? Oder betrachten Sie Phrasendreschen
    und Hetzparolen als politsches Programm?

  • Piedro

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    @Joachim Datko
    Ich wiederhole meine Frage mal: Wo haben Sie in dem Artikel (oder sonstwo, wenn nicht da) Diffamierung festgestellt? Wenn Sie von Diffamierung sprechen sollte es doch möglich sein aufzuzeigen wo diffamiert wurde. Trug der Herr M. kein Nazishirt oder ist diese Marke nicht auf Rechtsextreme ausgerichtet? Pflegt er keine Kontakte zu Rechtsextremen? Hat er sich nicht mit fragwürdigen Seiten vernetzt? Oder ist es diffamierend festzustellen, dass dem so ist?

    „Die reinen Imagekampagnen sollten eine Ergänzung zu den Sachaussagen sein und sie nicht ersetzen.“

    Sie kennen Sachaussagen von der AfD? Interessant. Vielleicht geben Sie die nach der Bayernwahl mal zum Besten? Würde mich brennend interessieren.

  • Joachim Datko

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    Zu Piedro 07:32: „Das ist ein guter Rat. Dann kann man sie anhand ihrer Aussagen auch nicht analysieren. Vielleicht Plakate mit „Wir sind die Guten!““

    Leider kann ich hier ein sehr gutes Beispiel nicht angeben, da es Werbung für die Partei wäre.

    Die reinen Imagekampagnen sollten eine Ergänzung zu den Sachaussagen sein und sie nicht ersetzen.

  • Lothgaßler

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    Ich erinnere mich an die Anfangsphasen der AfD: eine Euro-/Europa-kritische Partei entstand. Das hatte schon etwas mit Politik zu tun (finde ich). Allerdings war das wohl ein „Elitenprojekt“ und diese „Eliten“ wurden abgesägt (Eliten in Anführungszeichen ist Absicht). Was nun an Politikentwurf angeboten wird ist eine Art „Deutschland zuerst“. Dabei waren die Parteispitzen wohl der Meinung, dass entsprchend deutsch-national orientierte Menschen potenzielle Wähler sein dürften, deshalb die ungenierte Anbiederung und Aufnahme entsprechender Akteure. Die Deutsch-Nationalen haben ihrerseits erkannt, dass diese Partei übernommen werden kann, wenn es gelingt viel Personal einzuschleusen. Nun kann man sich streiten, ob diese Übernahme schon vollzogen ist, oder ob noch ein Kern an Verteidigern freiheitlich-demokratischer-Grundordnung dagegen hält.
    Wie auch immer, der Grad zwischen deutsch-nationaler und faschistischer Orientierung ist sehr schmal. Wenn Ausländer als Sündenböcke herhalten müssen (Arbeitsplätze, Wohnungsmarkt, Rentenpolitik usw.), dann bedient sich diese Partei faschistischer Phrasen (Argumente sind es nicht). Die AfD ist in „guter“ Gesellschaft (CSU), und ich hoffe die Mehrheit der Bürger erkennt diese bösartige Phrasendrescherei.
    Ich hoffe zudem die Erinnerung an die stupid hierarchische Gliederung der NS-Gesellschaft samt Gleichschaltung aller Lebensbereiche unter dem Motto „deutsch und national sein“ geht nicht verloren. Von wegen Gleichheit, von wegen „kleiner Mann“: elitäres Gedankengut bis hin zur Aberkennung des Lebensrechts aller anders Denkenden und Handelnden und Versklavung und Tötung der anderen „Untermenschen“. Wer sich mit faschistischen Symbolen umgibt ist Faschist und bejaht dieses Denken.

  • Eingeborener

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    Warum akzeptiert das AfD Wahlvolk solche dubiosen Gestalten ? Die Verrohung hat schon vor der AfD begonnen . Und zwar insbesondere durch die zunehmende existentielle Verunsicherung durch unsichere Arbeitsverhältnisse (Befristung, Leiharbeit,Minijobs) , Enteignung der sog unteren Schichten (drastische Reduzierung des Schonvermögens bei Harz 4lern), demütigender Umgang der Behörden mit Erwerbslosen, Wohnungsmangel usw
    Und jetzt als Spitze die verstärkte Konkurrenz mit anerkannten Flüchtlingen auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt.
    Die AfD steigert ,nur‘ die Verrohung , für fie CDU/CSU/SPD den Boden vorgegeben haben .

  • Joachim Datko

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    Die AfD macht sehr wichtige politische Aussagen!

    Zu Mathilde Vietze 09:46: “ Ja hat denn die Afd überhaupt
    schon einmal „politische Aussagen“ gemacht?“

    Die AfD bestimmt mit ihren Themen zurzeit die politische Diskussion.
    Beispiel: Wie wir auch unter regensburg-digital.de schon oft lesen konnten, ist die AfD gegen den Bau der DITIB-Moschee in Regensburg. Bei der AfD-Kundgebung am Domplatz habe ich ein Schild hochgehalten, das die Problematik in wenigen Zeilen aufzeigt. In Köln hatten wir dieser Tage die Eröffnung einer DITIB-Moschee mit Erdogan. Da konnte man sehen, welche Kuckuckseier uns in die Gesellschaft gesetzt werden. Die Stadt Köln war aus guten Gründen bei der Veranstaltung nicht vertreten.

  • Piedro

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    Jaja, der tausendjährige Bernd und sein „Denkmal der Schande“, der mit dem Begriff christlich-jüdisches Abendland nix anfangen kann, so lange jüdisch nicht gestrichen wird, der daran erinnert, dass „unsere Armee“ „einstmals geachtet“ wurde. Der nicht jedes NPD-Mitglied für extremistisch hält. Für den es „das große Problem“ ist, dass Hitler als böse dargestellt wird. Für den deutsche Frauen penetrierende Schwarzafrikaner das deutsche Volk auslöschen. Der Herr Geschichtslehrer der seine Reden, der seine Reden nach göbbelsschem Vorbild strukturiert und gern Begriffe des Propagandaministers der Nazis verwendet.

    Hier können Sie testen wie weit ihr Wissen über den angeblichen Demokraten Höcke reicht. https://www.vice.com/de/article/gvvb57/quiz-wer-hats-gesagt-hocke-oder-hitler

    Die verbalen Unterschiede sind letztlich marginal. Wirklich ein ganz ein toller Spitzenpolitiker, Herr Datko. Er hat aus der Geschichte gelernt.

  • Barnie Geröllheimer

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    „Die Verrohung hat schon vor der AfD begonnen . Und zwar insbesondere durch die zunehmende existentielle Verunsicherung durch unsichere Arbeitsverhältnisse (Befristung, Leiharbeit,Minijobs) , Enteignung der sog unteren Schichten (drastische Reduzierung des Schonvermögens bei Harz 4lern), demütigender Umgang der Behörden mit Erwerbslosen, Wohnungsmangel usw“
    …und wer war das?
    Natürlich nicht SPD und Grüne: Nein, das wäre denen niemals eingefallen. Die haben schon immer für den Wohlstand Aller, und nicht nur dem der eigenen Kaste gekämpft.
    Also, immer schön auf Linksgrün machen und später – wie zitiert – beschweren.

  • Mathilde Vietze

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    Zu Datko: Eigentllich sollte man auf Ihre „Weisheiten“ gar nicht mehr reagieren nach
    dem Grundsatz: Manche Zeitgenossen sind einfach beratungsresistent.

  • Joachim Datko

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    Prof. Lucke und Frau Dr. Petry haben die Partei aus freien Stücken verlassen!

    Zu Lothgaßler 10:39: „[…] AfD: eine Euro-/Europa-kritische Partei entstand. Das hatte schon etwas mit Politik zu tun (finde ich). Allerdings war das wohl ein „Elitenprojekt“ und diese „Eliten“ wurden abgesägt […]“

    Die spektakulärsten Abgänge waren Prof. Lucke und Frau Dr. Petry, sie sind „Alphatiere“ und wollten die Partei beherrschen. Petry hat gegen Lucke gewonnen. Sie selbst verlor dann später gegen die Partei.

    Die Partei hat nach wie vor viele sehr gute Spitzenpolitiker. Dazu zähle ich auch den Gymnasiallehrer für Geschichte Höcke.

  • auch_ein_regensburger

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    @Barnie Geröllheimer
    Und deswegen ist die AfD keine Faschismus-affine Partei? Komische Logik.

  • auch_ein_regensburger

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    @ J. Datko

    Und was hat die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts mit ihren Millionen Toten und flächendeckernder Zerstörung ausgelöst? Nicht das Christentum oder sonst eine Religion, sondern der idiotische Nationalismus, den Sie und Ihre Gesinnungsgenossen heute wieder propagieren.

    Und was war die Lehre daraus? Dass es für alle Nationen besser ist, zusammenzuarbeiten statt sich zu bekämpfen. Deshalb wurde die EU gegründet. Die Sie und Ihre Gesinnungsgenossen heute bekämpfen; natürlich nicht, ohne sich an ihr zu bereichern, wo immer es geht.

    Soviel zum Thema Kausalität. Schwätzer!

  • Eingeborener

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    @ Gerölleimer: Lesen 6, denn oben schreibe ich : , Verrohung, für die CDU/CSU/SPD den Boden vorgegeben haben.‘
    Aber stimmt soweit: Es waren SPD und Grüne der Schröderregierung,die Harz 4 usw beschlossen haben. Und in Regensburg sind die Grünen im Stadtrat und ihr Bgm. Teil des Korruptions-Totschweigekartells. Darum hab ich die auch nicht gewählt.

  • Joachim Datko

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    Zu Piedro 11:38: „[…] mit dem Begriff christlich-jüdisches Abendland nix anfangen kann, […]“

    Wir denken kausal und vertrauen den Naturwissenschaften. Die Demokratie hat ihre Ursprünge im antiken Athen, das Rechtssystem hat seine Ursprünge im römischen Recht.

    Die abrahamitischen Religionen Judentum, Christentum und Islam versuchen den Menschen das Selbstbestimmungsrecht zu stehlen. Europa wurde weitestgehend vom Christentum beherrscht und von christlichen Priestern ausgebeutet.

  • Piedro

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    @Joachim Datko
    „Wir denken kausal und vertrauen den Naturwissenschaften.“

    Tja, während Sie dem fröhnen, was Sie für Kausalität halten, schalten andere zum Denken halt nicht die Erinnerung ab. Höckes Versuch das Judentum und jüdisches Leben aus der Abendlanddefinition auszuklammern spricht Bände, dicke, geschicktsschwere Bände. Halten Sie dem Faschisten ruhig die Stange, das dürfen sie ja. Sie dürfen sogar seine Träume von einem D-Land teilen, in dem Gestalten wie er nicht mehr „diffamiert“ werden, weil man den Sinn ihrer Worte erkennt, ehe Andersdenkende und andere Unerwünschte im Lager enden und ihnen das Selbstbestimmungsrecht nehmen.

  • joey

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    @Joachim Datko
    Höcke ist mal Gymnasiallehrer gewesen. Abgeschlossene Vergangenheit.

    Der ist keine Wahlkampflokomotive, sondern der Bremsklotz. Er bedient eben die Radikalen mit sehr grenzwertigen Sprüchen und schreckt eben dadurch die bürgerliche Mitte ab. Der AfD bleibt hier kein Erweiterungspotential. Die 10-15 Prozent hier im Westen kommen aus 1-3 Prozent Neonazis und der Rest Protestwähler, die zur CSU zurückkehren, wenn man entmerkelt ist. Mit Höcke kommt die AfD nie in eine Regierung – wo sie früher oder später hin muß. Deshalb wird Höcke irgendwann bald entsorgt, wie das die FPÖ auch mit ihren Radikalen gemacht hat.

  • joey

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    Ich empfehle allen ein Interview mit Bruno Jonas in der FAZ online
    http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-bayern/der-bayrische-satiriker-bruno-jonas-im-interview-15829834.html
    Hier ein kleines gutes Zitat daraus:
    „In Ihrem Buch „Totalschaden“ haben Sie 2016 geschrieben: „Diese AfD nervt! Aber nicht nur. Sie amüsiert mich auch. Ich bin dankbar dafür, dass es sie gibt, weil sie die Altparteien aufscheucht, die vor lauter Angst um Wählerstimmen wie die Hühner durcheinanderlaufen, wenn der Fuchs in den Stall einbricht.“ Sehen Sie das immer noch so?
    Ja.“

  • onki

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    @Joachim Datko
    Ihr auf sachlich getrimmter Plauder-Talk dient allem anderen als einer ergebnisoffenen Diskussion und balanciert waghalsig an der Grenze zu Partei-Spam… Verschonen Sie uns bitte mit verkappten AfD Lobpreisungen zu deren Inhalten bzw. deren „hochkarätigen“ Politikern…
    Danke. Servus.

  • Tobias

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    Dass die Kommentare vom eigentlichen Beitrag abdriften, ist klar. Aber ich zitiere jetzt mal einen Spiegel Online-Kommentator über meine Sicht der Sache, das geht so in etwa: „[Man] wählt die AfD nicht, weil das Personal so [geil] ist, sondern weil man sonst keine Möglichkeit hat, gegen Merkel zu wählen.“

    Erst einmal beinhaltet das auch ein Grunddillema dieser Großen-Koalations-Misere, bei denen – weil man ja „ein Zeichen gegen Rechts“ (eigentlich ein Widerspruch zur Demokratie, da der rechte Flügel dazugehört, das „extrem“ lässt man aber gerne wohlwollend weg) setzen – sich Parteien, die eigentlich absolut gegensätzlich sind, sich verbandeln, um dann als aufgeweichte Schatten ihrer selbst Monate für eine Regierungsbildung brauchen. Das ist so eine Farce, die auch der eine (recht bekannte, Name entfallen..) Wahlkommentator auf ntv erklärte: „Man macht so lange Koalitionen, bis es passt. Dabei schließt man den Wählerwillen konsequent aus“ – grobes Zitat. Es geht dabei nicht zwangsläufig um die AfD, sondern auch um andere Kleinparteien.

    Argumente?

    „Dann mach die Stimme ungültig“. Ja, damit wähle ich natürlich gegen Merkel und deren Gipsköpfe, nicht wahr?
    „Dann wähle doch eine der Miniparteien“ – auch hier wieder: Damit der graue „Sonstige“-Balken nach oben geht? Warum denn? Tierschutzpartei? Ich trage gerne Leder und esse Fleisch. Die Grauen Panther – Alte haben durch die CDU schon genug Macht. Die „Bayernpartei“ – ist das so eine Art CSU-Addon? „Die Partei“ (die mit dem Vogel-Strauß auf dem Plakat) – Häh?

    Zweitens finde ich diverse Dinge einfach echt nicht mehr nachvollziehbar. Da wird ein zweistelliger Milliardenbetrag für ungeprüfte Fälle ausgegeben, bei denen Migration und Flucht absichtlich vertauscht werden, Gesetze aufgeweicht, gar Gesetzesbruch angefeuert. Aber zum 01.01.2018 steigt der Pflegebeitrag. So einen Mist muss man sich mal überlegen. Facharztterime sind für deutsche budgetiert, dahier die Wartezeit. Für „Ausländer“ nicht – Teil der Willkommenskultur. Frechheit. Das Beispiel mit den zurückgehalteten Impfdosen für die ZaSt hat sich durch eine Arbeitskollegin auch bestätigt. Gehts noch? Ich weiß, ist Bundessache, aber wenn unsere „Bürgermeisterin“ noch mehr „Flüchtlinge“ in die Stadt holen möchte, in der selben (oder einen Tag später/früher erscheinenden) Mittelbayerischen steht, dass die Preise für Schwimmbäder und Bustickets steigen werden, sorry, dann werde ich, da dieser Unsinn seit Dekaden vorherrscht („Kein Geld“ – trotz Milliardenüberschüssen, Soli-Abschaffungs-Fail, Diesel-Versagen, Atomausstiegsversagen, Klimaziele, die sowieso nicht weltweit eingehalten werden und Deutschlands Mini-Beitrag am weltweiten CO²-Anteil sowieso lächerlich niedrig ist, Lobbyismus durch Spahn bei Gesundheitsthemen, „Noch mehr Migranten reinholen“-SPD, Abschiebeversagen, Ditib- und Türkei-Kuscherei vor einem waschachten Despoten, Rentenabzocke, lächerliche Bildungssysteme, Infrastrukturinvestitionsstau, Funklöcher noch und nöcher,…) und seit 3 Jahren besonders gegen das Einheimische „Volk“ geht, eine neue Partei wählen, die eben nicht dabei ist.

    Alles andere wäre lächerlich und könnte den anderen Parteien so passen. Interessant finde ich aber die Hysterie unter den angeblich so gebildeten Menschen. Die Situation in Europa ist eine andere als 1933, da werden unsere Nachbarn schon aufpassen. 70 Jahre blindes „Nie wieder Rechts“ schwingt irgendwann eben zurück, auf Normalposition, dass das bei vielen, die nur so groß geworden sind, jetzt Schnappatmung auslöst, kann ich verstehen.

    Der „Rechtspopulismus“ wird so lange und analog zu den steigenden Migrantenzahlen steigen, genauso wie der „Grünenpopulismus“ analog zum AfD-Aufstieg fortgeführt wird. Das sind normale, nachvollziehbare, demoktratische Vorgänge. Die CDU wird aussterben, da ihre Wähler alte Leute sind, die im Wirtschaftswunderland gelebt und nun ihre Eigenheime abbezahlt haben. Die SPD stirbt gerade aus, weil Hartz IV und Leiharbeit quasi Arbeitnehmerverrat ist – der Kerngedanke der Partei. Die Linke zuckt hier und da noch ein wenig, kann sich aber eigentlich nie aus einem Tief befreien.

    Ist, von außen betrachtet, also alles gar nicht so wild. Die AfD wird auch in Zukunft NIE alleine regieren können. Niemals. Auch die Grünen nicht. Das heißt, die Kontrolle des Parlaments wird immer ein Gegenwicht darstellen. Und bitte, auch wenn wieder diese unsäglichen Vergleiche mit dem Machterhalt der NSDAP kommen – nein, auch das kann so nicht wieder passieren.

    Also, entspannt Euch ein wenig, lest, was Roland Magerl so an Dreck am Stecken hat. Ich werde weiterhin gucken, was die Verfassungsschutzbeobachter über anita.f und deren Machenschaften so herausfindet (ja, ich weiß, diese sind oftmals in der Werbespalte von Regensburg Digital zu sehen) und am Ende nehmen wir dennoch alle an einer demokratischen Wahl teil. Und das sollte auch dem letzten Demokrat – auch ich bin einer, sonst würde ich zum Baseballschläger greifen anstelle zum Wahlzettel – doch aufgefallen sein.

  • onki

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    @Tobias
    „…Das ist so eine Farce, die auch der eine (recht bekannte, Name entfallen..) Wahlkommentator auf ntv erklärte: „Man macht so lange Koalitionen, bis es passt. Dabei schließt man den Wählerwillen konsequent aus“ – grobes Zitat. Es geht dabei nicht zwangsläufig um die AfD, sondern auch um andere Kleinparteien…“

    welcher „Wählerwille“ wird denn konsequent ausgeschlossen?
    Etwa die AfD? Mit 50% Protestwähler-Anteil…
    Mit einem Bündel an schwachsinnigen Planlos-Forderungen, die entweder gegen das Grundrecht verstoßen (Moscheen verbieten, Quasi-Euthanasie-Programme gegen psychisch Kranke, etc.) oder völlig ohne Konzept dahin gerotzt sind (Sozial- u. Rentenpolitik). Das ganze dann garniert mit vollkommen schwachsinnigen und verfassungswidrigen Forderungen wie etwa einer „Staatsbürgerrente“ die nur passdeutschen Bürgern zustünde und Bürgern mit ausländischem Pass (unabhängig von der Höhe der Einzahlungen) davon ausschließen sollte.
    Diese Partei, die Hand in Hand mit lupenreinen Klientel (Hooligans, Nazi-Skinheads, dem Freien Weg, Identitäre Bewegung etc.) spazieren geht soll an einer großen Koalition teilhaben? Ein Schenkelklopfer über den Sie wohl selbst lachen müssen…

    Aber AfD die meinten Sie ja nicht zwangsläufig (wie Sie schrieben) … nur etwa den „Wählerwillen“ der Gänseblümchenzähler-Partei.

    Prost! Auf ein morgiges Versagen des „Wählerwillens“!

  • Giesinger

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    Zitat Tobias 13. Oktober 2018 um 19:55

    Der „Rechtspopulismus“ wird so lange und analog zu den steigenden Migrantenzahlen steigen, genauso wie der „Grünenpopulismus“ analog zum AfD-Aufstieg fortgeführt wird.
    —–
    Dazu was Lustiges zur Grünen-Chefin.

    Mein großes Kompliment an den Bild-Chefredakteur. (Ist er das?)
    https://www.youtube.com/watch?v=wxj3hbGSAt8

    Es geht hier übrigens schon auch um die AFD. Mich bitte also nicht gleich wegen Themaverfehlung beseitigen.

  • Piedro

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    „Ich glaube trotzdem nicht, dass Seehofer ein Zyniker ist. Ich glaube, dass er ein Horst ist, der manchmal den Vollhorst nicht kontrollieren kann.“

    Einfach nur komisch. („Es ist komisch weil es wahr ist.“ ‚Sheldon Cooper‘)

    „Seehofer ist der, der sich unten im Hof bei den Radln rumtreibt und etwas im Schilde führt. Er betrachtet die Radln, und auf einmal kommt ihm eine Idee, und er sagt sich: Jetzt lass i mal die Luft aussa. Und dann steht er an der Ecke und freut sich, wenn der Besitzer des Radls merkt, dass der Reifen platt ist.“

    Wohlmeinender kann man das kaum ausdrücken.

    „Daraufhin erhielt ich von ihm einen Brief, in dem er mich bat, zur Kenntnis zu nehmen, dass er alle Gags selber erfunden habe. Ich dachte: Da schau her, der Söder hat Humor! Den er nach der Wahl sicher gut brauchen kann.“

    Auch das stimmt.

    „Es reicht nicht, die AfD zu beschimpfen oder über sie zu sagen, dass sie die Schande Deutschlands sei, um damit unausgesprochen klarzustellen, man selbst gehöre zur Zierde des Landes. Man hört ja immer, man müsse die AfD „stellen“. Ich bitte darum. Aber dann mit Argumenten und nicht mit Debattenverweigerung, so wie Söder und andere im Wahlkampf das getan haben. Ich stelle in dem Buch übrigens die berechtigte Frage: Wird das Richtige falsch, wenn es der Falsche sagt, oder gibt es ein richtiges politisches Handeln über alle partei-ideologischen Schranken hinweg?“

    Bruno Jonas in der FAZ.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-bayern/der-bayrische-satiriker-bruno-jonas-im-interview-15829834-p2.html

  • Horst

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    Der sehr gute Spitzenpolitiker Höcke ist ein lupenreiner Nazi, aber daran stören sich Datko, „Tobias“ und Konsorten ja nicht:

    https://www.heise.de/tp/features/Bjoern-Hoecke-droht-mit-Dunkeldeutschland-4186178.html

    „Der Parteiengeist muss überwunden, die innere Einheit hergestellt werden“, sagt er. (288) Schluss mit dem „westlich-dekadenten Liberalismus und der ausufernden Parteienherrschaft“! (285) An deren Stelle soll „eine fordernde und fördernde politische Elite, die unsere Volksgeister wieder weckt“, treten. (286)

    „Es braucht eine starke Persönlichkeit und eine feste Hand an langer Leine, um die zentrifugalen Kräfte zu bändigen und zu einer politischen Stoßkraft zu bündeln.“ (231)

    Höckes Gesprächspartner meint – von Höcke unwidersprochen – diesbezüglich: „’Brandige Glieder können nicht mit Lavendelwasser kuriert werden’, wusste schon Hegel“. (254) Höcke stellt zur von ihm angestrebten Umwälzung fest, dass „wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind“ mitzumachen. (257)

    Höcke denkt an einen „Aderlass“ und deutet an, dass diejenigen Deutschen, die seinen politischen Projekten nicht zustimmen, aus Höckes Deutschland ausgeschlossen werden. Auf welche Art und Weise dies geschehen soll, bleibt der Phantasie überlassen. Wahlweise treten die Optionen Migration, Entrechtung, Kriminalisierung oder Liquidierung vors innere Auge.

    „Die deutsche Unbedingtheit wird der Garant dafür sein, dass wir die Sache gründlich und grundsätzlich anpacken werden. Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutschen keine halben Sachen. (257f.)“

  • highwayfloh

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    Achtung Sarkaßmus / Irionie:

    Eigentlich kann uns allen doch gar nichts besseres passieren, als wenn die AfD die Absolute Mehrheit im gesamten Land bekommt!

    Begründung:

    Soviel heiße Luft wie diese Typen produzieren, ist die Energiewende gesichert. Deren nicht substanziierte Dampflauderei reicht dafür aus, dass wir ganz Deutschland mit Energie aus „Hochdruck-/Heiß-Dampf-Kkraftwerken“ sicherstellen können.

  • highwayfloh

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    Meine ersten Gedanken zur Wahl:

    Hatten die alle den gleichen Coach / Berater? Egal wer interviewt wurde, alle hatten die gleichen Phrasen auf den Lippen nur marginal im Unterschied: „Analysieren“, „Zusammarbeiten“ etc. etc. …. ähm Leute… DAS hättet Ihr VOR (!) der Wahl machen müssen und nicht mittels unverhoffter Finanzhilfen, die sonst noch auf ewig auf Eis gelegen wären, auf Stimmenfang zu gehen (CSU – Söder – Bayr. Wald – Straßensanierung – um nur ein Beispiel zu nennen).

    Unverfroren finde ich es persönlich von Söder, wenn er nach wie vor von einem „klaren Regierungsauftrag für die CSU“ palavert. Genau dies ist dieses Wahlergebnis NICHT! Er kapiert es nicht, will es nicht kapieren oder was am allerschlimmsten ist / wäre: kann es nicht kapieren.

    Seehofer war auch interesseant: Zuerst lobt er Söder als den Spitzenkandidaten um dann nachzulegen, dass „er“ (Seehofer) als er das letzte mal an dieser Stelle zum Interview gestanden hat, ein anderes (besseres) Wahlergebnis vorgelgen hat. Hierzu kein weiterer Kommentar, es spricht für sich selbst.

    Erstaunlich ist, dass die Grünen so einen guten Zuspruch Erfahren haben, aber den finde ich für gerecht gegenüber deren dirketen Konkurrenten der freien Wähler. Aiwanger hat sich zuletzt zu sehr mit dem rechten Rand angebiedert, was ihm persönlich und der Partei entsprechend Stimmen gekostet hat. Aiwanger hat seinen Direkt-Stimmbezirk verloren, laut den aktuellen Meldungen.

    Für die SPD ist es eine wahre Zäsur, hat Sie sich aber selbst zuzuschreiben, aber schockiert hat es mich dennoch, dass sie soo schlecht abgeschnitten hat.

    Was mich freut:

    Die doch hohe Wahlbeteiligung und dass sich gezeigt hat, dass die wahren Demokraten weiterhin an der Macht sind und zu dieser verholfen worden sind und nicht die Demagogen, die am liebsten wieder die Situation von 1914 und später für ein neues tausendjähriges Reich oder mehr im Sinne haben.

  • highwayfloh

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    Noch ein Nachtrag zu Erwin Huber bezüglich der Wahl:

    Ich hab mir gedacht: „Schau an, schau an…“ ….

    da schwingt er im BR-Live-Interview die Moralkeule bezüglich politischer Wahrnehmung und entsprechenden Handelns und gleichzeitig lehnt er jegliche Verantwortung ab, was die Landesbank-Affaire und manch anderes unter seiner Ägidie betrifft… .

    Ja, wenn man offiziell aussen vor ist, dann kann man sich auf einmal trauen, gelle Huber?
    Da gibts nur eine Antwort: „Halt den Mund und schleich Di!“ Was chararakterloses gibts ja wohl selten.

  • highwayfloh

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    Noch ein Wahlnachtrag:

    Die FDP:

    bin zwar kein Fan von denen, aber ich finde es gut, dass die Partei wieder im Landtag vertreten ist und ein Korrektiv sein kann (wenn auch marginal).

  • Joachim Datko

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    Die CSU hat fast so viele Stimmen, wie die nächsten drei Parteien zusammen.

    Zitat von 14.10.18 23:35: „Unverfroren finde ich es persönlich von Söder, wenn er nach wie vor von einem „klaren Regierungsauftrag für die CSU“ palavert.“

    Immerhin hat die CSU fast so viele Stimmen (37,2 %), wie die nächsten drei Parteien (Grüne 17,5 %, FW 11,6 %, AfD 10,2 %) zusammen.

    Den höchsten Stimmenzuwachs hat die AfD.

    Das linke Lager hat 0,9 % verloren. Das bürgerliche Lager hat 4,1 % gewonnen.

    Siehe: https://www.monopole.de/staat/wahlergebnisse-2018-in-deutschland-4934/msg7235

  • Mr. T

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    Datko, die NSAfD zum bürgerlichen Lager zu zählen, ist schon sehr pervers. Alle andere in diesem „Lager“ würden in dickem Strahl kotzen. Die Braunen sind ganz weit rechts draußen im Parteienkanon – bei dem Führungspersonal (um wieder denm Bogen zum Artikel zu schlagen).

  • auch_ein_regensburger

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    Datko mutiert zum CSU-Fan? Die Ratten verlassen das sinkende Schiff? Oder doch nur einmal mehr ein schwacher Versuch, die Faschistenpartei AfD als „bürgerlich“ zu verkaufen? Man kann wohl davon ausgehen, dass es heute morgen schon entsprechende Instruktionen aus der Manipulations-Zentrale gegeben hat. Schließlich muss die AfD vom eigenen, eher bescheidenen Wahlergebnis ablenken.

  • highwayfloh

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    @Joachim Datko:

    1) WENN Sie schon zitieren, dann bitte auch vollständig und korrekt, also auch mit Angabe auf wessen Zitat Sie sich beziehen. Für die Zeitangabe hatten Sie die Muse, warum nicht auch für mein Pseudonym?

    2) Dass die CSU „immerhin“ noch 30+% der Stimmen hat, sollte eigentlich so gesehen werden, dass diese Herrschaften endlich mal drüber nachzudenken haben, dass es eben NICHTZ mehr so wie unter Strauß mit „50 + x “ läuft.

    Genau IHRE Schlussfolgerung, Begründung und Schönfärberei dieses Debakels zeigt die Ignoranz ob der Realität, dies von Ihnen und wie ich vorher schon ausführte auch von den CSU-Funktionären und Söder.

    Entschuldigen Sie bitte, aber kapiert hat offenbar keiner was, also :

    Setzen 6 !

    I

  • highwayfloh

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    @ Joachim Datko – Nachtrag:

    Und was soll überhaut Ihre Antwort von 15. Oktober 2018 um 07:25 Uhr insgesamt?

    Schönrednerei der AFD-Wahlergebnisse? Sind Sie entsprechend präsdiniert um dies zu tun? Trauen Sie der Bevölkerung NICHT zu die Wahlergebnisse eigenständig zu interpretieren?

    Dann Sind sie aber auf dem wahrlich verkehrtem Dampfer!

    Wäre die Bevölkerung so dumm wie Sie diese offenbar halten, DANN hätte die AFD ein besseres Ergebnis erzielt, so wie von Ihnen erhofft!

    Speziell für Sie… lesen, lesen, lesen, denken, nochmals lesen, lesen, lesen, evtl. verstehen… nochmal lesen und auch begreifen…. DANN erst eine Antwort, danke!

  • highwayfloh

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    @RD-Redaktion:

    Was ist mit den Wahlergebnissen zum Bürgerentscheid bezüglich des RKKS?

    Auf der offiziellen Stadt-Homepage sieht man bislang immer noch „offiziell“ die „vorläufigen“ Ergebnisse zur Bezirkstags- und Landtagswahl, aber keine Verlautbarung bezüglich des Bürgerentscheides bezüglich des RKKS.

    Wäre auch ein eigenes Thema wert….

    PS:

    Erstaunlicherweise gehörte Regensburg bezüglich der Wahl zu den allerletztzen Kommunen (ausser ein paar speziellen Stadtbezirken in München) welche die Daten zur Verfügung stellen konnten, dies als so hochgelobte „Technologie-Boom-Town“ ….

  • highwayfloh

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    @Joachim Datko:

    Ihre Rechnung ist falsch! Die AfD stand zum ersten mal zur Landtags- und (!) Bezirkstalwahl an. Daher ist jedes Plus ein „Erfolg“, was den Stimmenzuwachs anbelangt.

    Dies kann man aber eben so sehen, wie die „Hamburger Marktschreier“ neuerdings in Bayern rukurven, weil die ihre ollen Tiefkühl-Fische vor Ort im Hamburger Hafen nicht mal mehr an die Turis gewinnbringend verhökern können.

    Die können dann einen verkauften LKW-Tiefkühl-Hänger ebenso als 50% + x Verkaufserfolg verkaufen… auch wenn die gesamte Truppe insgesamt als Team agiert und die Margen abgesprochen sind untereinander unter dem Label „Marktschreier“….

    Unterschied zur Afd: Die hat nicht mal stinkenden Fisch anzubieten sondern nur den allerschlimmsten Bodensatz und geistige Ausscheidungen seit es intelligentes Leben insgesamt gibt…. . Und selbst einem Einzeller gestehe ich persönlich mehr Intelligenz zu, als Anhängern einer entsprechenden Ideologie…

    Ja, ich beziehe ALLE Richtungen ein … vorne, hinten, links, rechts, ssö, ssw, nno, nnw, so, sw, s, n, o, w, etc. etc… sollte ich was jetzt übersehen haben, bitte ich um Verzeihung.

  • Manfred Schimchen

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    Die AfD der „Bürgerlichen Mitte“ zuzurechnen, und die Grünen als links einzustufen halte ich schon für sehr gewagt.

  • highwayfloh

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    @Manfred Schimchen:

    mit einem „blauen Auge“ könnten wir ja dann bezüglich des Rechts-Konvertatismus noch davonkommen…. mit den „Königstreuen“… war ja no a liabe und guade Zeit damals… und unser Nationionalhymne is dann wieder dö:

    Mia han vom K&K Infrantrieregiment – Hoch- & – Deutschmeister Nummero 4 ….

  • Huabermeier

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    Huiuiui,
    da hatte der gute „highwayflo“ aber einen veritablen Antifagasmus. Hoffentlich folgt viel Lob dafür, damit der Höhepunkt noch etwas anhält.

    Joachim Datko hat natürlich recht(s) ;-) . Prozentanteil linker Parteien ca. 30%, konservativ bis rechtskonservativ ca. 65%. Es gibt keinen Grund zum Jubeln für erstere.

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