Domspatzen: Betroffene und Bistum präsentieren Weg zur Aussöhnung

„Ein Gesprächspartner, dem Sie vertrauen können.“

Nach acht Monaten haben sich Bistum und Betroffene von Gewalt und Missbrauch bei den Domspatzen auf einen Weg der Aufarbeitung geeinigt. „Eine Befriedung ist zum Greifen nah“, sagt Ex-Domspatz Alexander Probst. Der Bischof ruft auch Betroffene aus anderen Einrichtungen auf, sich zu melden.

"Kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander": Internatsdirektor Rainer Schinko, Bischof Voderholzer, Peter Schmitt und Alexander Probst. Foto: rw

„Kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander“: Internatsdirektor Rainer Schinko, Bischof Voderholzer, Peter Schmitt und Alexander Probst. Foto: rw

So viel Medienrummel war selten. Es ist mehr als sechs Jahre her, seit sich das letzte Mal Fernsehsender von ARD und ZDF bis hin zu RTL bei einer Pressekonferenz des Bistums Regensburg eingefunden haben.

Damals, im März 2010, trat der Pressesprecher im Auftrag von Bischof Gerhard Ludwig Müller an die Öffentlichkeit, um zum ersten Mal über Fälle von sexuellem Missbrauch im Bistum Regensburg zu reden: Von Einzelfällen, die lange zurück lägen, von Gerechtigkeit, die den Betroffenen widerfahren solle und davon, dass man das Leid der Betroffenen mindern wolle. Worte, denen lange keine Taten folgten und gerade Bischof Müller war es, der das Versprechen von Gerechtigkeit und dem Lindern von Leid regelrecht konterkarierte. Müller selbst trat in diesem Zusammenhang nie vor die Presse, sondern nutzte Kanzel und Predigt als Werkzeuge, um die Taten kleinzureden, Betroffene und Medien zu beschimpfen, paranoides Gefasel von Kampagnen, ähnlich jener der Nazis, in die Welt zu setzen und das Leid von Opfern nicht nur nicht zu lindern, sondern im Gegenteil: zu verschlimmern und zu vertiefen.

Betroffene loben den Bischof

Wie viel anders ist das Bild bei der Pressekonferenz am Mittwoch, wo Bischof Rudolf Voderholzer zusammen mit den Betroffenen-Vertretern Alexander Probst und Peter Schmitt vor die Medien tritt. Wo frühere Protagonisten, deren Handeln alles andere als ruhmreich war, wie Generalvikar Michael Fuchs oder Pressesprecher Clemens Neck in den Hintergrund verschwunden sind.

Dossier-BannerWo Voderholzer unumwunden einräumt, dass sich bislang über 400 Opfer von Gewalt und sexuellen Missbrauch in den Einrichtungen der Regensburger Domspatzen gemeldet hätten, wo zum ersten Mal ein detailliertes Maßnahmenpaket zur Aufarbeitung und Entschädigung vorgestellt wird und wo Probst – der in den zurückliegenden Jahren mehrfach schmerzhafte Erfahrungen mit dem mangelnden Willen des Bistums zu Aufklärung und Aufarbeitung machen musste – schließlich in Richtung anderer Betroffener über Bischof Voderholzer sagt: „Mit ihm finden Sie einen Gesprächspartner, dem Sie vertrauen können.“

„Forderungen vollständig erfüllt“

Als man sich vor acht Monaten zum ersten Mal mit dem Bischof traf, um über eine angemessene Aufarbeitung zu diskutieren, habe man einen Forderungskatalog gehabt, der „bewusst sehr hoch angesetzt war“, so Probst. Heute müsse er konstatieren, dass dieser Katalog vollständig erfüllt worden sei. Und Peter Schmitt ergänzt: „was wir hier vorstellen, ist nicht nur tragfähig, sondern wird vielen Menschen helfen.“

Konkret hat man sich für das weitere Vorgehen auf vier Säulen geeinigt:

  • Wie bereits berichtet wurde beim Münchner Informationszentrum für Männer (MIM) eine neue, unabhängige Anlaufstelle geschaffen. Dort können sich all jene melden, die sich bislang weder an den Missbrauchsbeauftragten des Bistums noch an den mit der Aufklärung betrauten Rechtsanwalt Ulrich Weber wenden wollten, etwa, weil es ihnen an Vertrauen fehlte. Neben Gesprächs- und Therapieangeboten soll es dort auch Hilfe beim Stellen von Anträgen auf Anerkennungsleistungen geben. Die Finanzierung ist vorerst für zwei Jahre vereinbart und beläuft sich nach Angaben Voderholzers auf einen mittleren sechsstelligen Betrag.

  • Ein sogenanntes Anerkennungsgremium soll die Anträge auf Anerkennungsleistungen für Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch bearbeiten. Dabei wird es vier Kategorien – zwischen 5.000 und 20.000 Euro – geben, deren Auszahlung an keinerlei Bedingungen geknüpft ist und die auch nicht weitere Klagen auf Schmerzensgeld ausschließen soll. Besetzt ist das Gremium mit Rechtsanwalt Ulrich Weber, der Pädagogin Professor Barbara Seidenstücker (OTH Regensburg) und dem Sozialpädagogen Professor Knud Hein (FH Darmstadt). Sämtliche Entscheidungen sollen einstimmig getroffen werden.

  • Bei der Kriminologischen Zentralstelle Wiesbaden wird eine sozialwissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben, um – ähnlich wie bei der Untersuchung im Kloster Ettal – Gesetzmäßigkeiten zu ergründen, die Gewalt und sexuellen Missbrauch an Einrichtungen der Domspatzen möglich gemacht haben.

  • Unter Federführung des Historikers Professor Bernhard Löffler (Uni Regensburg) soll zudem eine historische Studie erarbeitet werden, bei der ein genauerer Blick auf die handelnden Personen und Verantwortlichen bei den Regensburger Domspatzen geworfen wird. Man wolle hier „möglichst viel Licht ins Dunkel bringen“, so der Bischof. Für beiden Studien ist ein Zeitraum von zwei Jahren veranschlagt. „Wir wollen die Betroffenen damit auch von der Last befreien, sich für das, was geschehen ist, auch noch rechtfertigen zu müssen“, so Internatsdirektor Rainer Schinko, der am Mittwoch mit auf dem Podium sitzt.

diagramm

Auch Knabenseminare im Blick

Auch um Betroffene anderer Einrichtungen – etwa der Knabenseminare – wolle man sich kümmern, so Voderholzer. Im Moment wisse man da noch zu wenig, werde aber alle Fälle sichten und rufe die Betroffenen auf, sich zu melden. „Wir werden auch in dieser Richtung etwas tun, was ihnen so gut tut, wie es nur geht.“

Keine Fragen beantworten die Teilnehmer der Pressekonferenz zur Rolle des früheren Domkapellmeisters Georg Ratzingers und zu Voderholzers Vorgänger Gerhard Ludwig Müller. Was Ratzingers Verantwortung anbelangt, werde die historische Studie hoffentlich antworten geben, so Voderholzer. Auf die Frage, was sein Vorgänger denn falsch gemacht habe, bleibt Voderholzer diplomatisch: „Wir befinden uns alle in einem Lernprozess. Wir lernen jeden Tag dazu.“ Allein diesen Satz hätte ein Gerhard Ludwig Müller wohl niemals zustande gebracht.

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Kommentare (44)

  • Franz Nopper

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    Glückwunsch; auch ganz persönlich an Dich, Stefan. Ein bisschen Frieden, nach all den Jahren.

  • Hans

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    Den sogenannten Opfervertretern fehlt jeglich Legitimation im Namen der Opfer sprechen zu dürfen. Sie wurden von RA Weber ausgesucht, nach dem Motto „Man muss die einbinden, die am lautesten schreien, dann kehrt Ruhe ein“. Das ist Weber auch gelungen und genau dafür wurde er auch vom Bistum bezahlt. Eine Lösung ist das nicht. Das ist die Kopie der Beruhigungskampagne, wie sie auch schon in Ettal ggefruchtet hat. Warum das so lange gedauert hat? – Nun die Verhandlungen mit dem Opfer Entschädigungsfond der Bundesregierung dauerten länger als geplant und schließlich möchte sich die katholische Kirche für alle Entschädigungsleistungen refinanziert wissen bzw. eine Höchstgrenze einziehen, bevor sie irgendetwas an die Opfer zahlt. Das war erst Ende 2014/2015 gelungen. Ich sehe weder eine Lösung für die Betroffenen noch ein ausreichende Auseinandersetzung der Kirche selbst mit dem Problem. Man stielt sich mit einer Einmalzahlung für alle Zeiten aus der Verantwortung. Natürlich „Weber“ hat einen besseren Job gemacht als Palprotta. Er hat die Kirche auf smarte Art und Weise aus der Schusslinie gebracht. Eine akzeptabele Lösung für alle Betroffenen steht noch aus und kann wohl nur vor US Gerichten erstritten werden.

  • aucheinehemaliger

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    Am interessantesten war die Pressekonferenz ganz am Schluss. Man freute sich, dass der Abwärtstrend bei den Neuaufnahmen gestoppt ist.
    Darum geht es den Verantwortlichen nämlich, die Existenz der Domspatzen als Institution.
    Und um Schadensbegrenzung für die Kirche und ihre Vertreter.

  • hutzelwutzel

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    @Hans:
    Den sogenannten Opfervertretern fehlt jeglich Legitimation im Namen der Opfer sprechen zu dürfen. Sie wurden von RA Weber ausgesucht, nach dem Motto „Man muss die einbinden, die am lautesten schreien, dann kehrt Ruhe ein“.“
    ———————————-
    Sicherlich stimmt Ihnen mit dieser Aussage jede Person zu, welche die Kath. Kirche, noch mehr die Situation der Kath. Kirche in Bayern kennt.
    DAZU über müssten sich die Opfer SELBST ORGANISIEREN, sich nicht organisieren lassen
    Wie schon in der Politik, stimmen die welche schweigen auch einer kleinen lauten Mehrheit zu. Hat die Kath. Kirche diese Macht, dann steht sie dieser auch zu.

    @aucheinehemaliger:

    Klar, es ist der älteste Kirchenchor der Welt, der sogar die sehr deutliche Bezeichnung als „Hitlers Lieblingschor“ überstanden hatte. Es ist fast schon eine vorgesetzlich-naturrechtliche Blaupause für die Kath. Kirche in der Kinder- und Jugendbildung tätig sein zu dürfen.

    Das ist Weber auch gelungen und genau dafür wurde er auch vom Bistum bezahlt. Eine Lösung ist das nicht. Das ist die Kopie der Beruhigungskampagne, wie sie auch schon in Ettal ggefruchtet hat. Warum das so lange gedauert hat?

  • Coffin Corner

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    Solange nicht auch anderen Gewaltopfern entgegengekommen wird, besteht der Verdacht, daß hier eine Vorzugsbehandlung ehemaliger Domspatzen stattfindet, um irgendwie den Ruf dieses Chores zu retten oder die Störer ruhig zu stellen.
    Ein Knabenchor lebt eben nur davon, daß jährlich neue Knaben eintreten.
    Kein Wort des Bedauerns fällt über die Fehler der Vergangenheit, speziell über den Vorgänger des jetzigen Bischofs und seine Rolle, auch nicht über das Verhalten der Internatsleitung oder des Generalvikars (bspw. bei den Serienbriefen).
    Die Frage nach der Legitimation der beiden Opfervertreter ist durchaus berechtigt.
    Das ganze kommt mir als die in der katholischen Kirche übliche Heuchelei vor.
    Natürlich wird sich jeder überlegen, ob er das annimmt oder ohne Aussicht auf Erfolg weiter klagt.
    Damit ist das Ziel dann preiswert erreicht und darum geht es doch immer im Leben.

  • hutzelwutzel

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    @Coffin Corner:

    Sehe ich genauso, und so wäre es eben genauso ungerecht wie es zumindest bis zur PK gewesen ist. Ich rege an, dass jemand vielleicht mal die ganzen Serienbriefe zur Verfügung stellt, damit man diese auf der Page zur Verfügung stellen kann, die ich schon angeboten hatte. Da sollen – suche jemand aus dem Kreis der Betroffenen die sich bisher nicht vertreten fühlen, welche die Sache übernehmen, weil ich das beruflich nicht darf – keine Betroffenen-Namen, sondern nur Fakten gesammelt und Voraussetzungen für eine weitere, wirklich unabhängige Klärung geschaffen werden. Dies kann auch der gesamten Röm.-Kath. Kirche dienen, nicht nur der Diözese Regensburg, die ich hier als etwas blauäugig egoistisch handelnd ansehen muß. So wie es der Vatikan sicher über Jahre nicht wußte, was sich hier rund um die Domspatzen und darüber hinaus entwickelt hatte.
    Denke nicht, dass der Vatikan dies sonst (so, wie auch in den USA) geduldet hätte.

    Ich verlinke diese Page hier mal eine bestimmte Zeit als meine Website.

  • hutzelwutzel

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    Mein Vorschlag ist eher, dass die ganze Sache in naher Zukunft von den Betroffenen der Domspatzen und sonstiger katholisch Mißbrauchter selbst in die Hände genommen wird, und über die Fakten mehrere Bände mit den Geschichten erscheinen können, welche im Rahmen eines Vereins/ einer Stiftung den Opfern wirklich Hilfe bringen. Ähnlich einer us-amerikanischen Organisation mit Namen SNAP. Denn die Dinge sollen nicht (wieder einmal) in (Geheim)Archiven verschwinden, sondern – wenn schon durch Personen erlitten – öffentlich lesbar sein und damit solche Dinge verhindern, oder im Wiederholungsfall gegenüber den Tätern eine sog. „Tätige Reue“ in der Art einer „Schuldbefreiuung“ ausschließen.

  • Rudolph B.

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    @ Domspatzen: Betroffene und Bistum präsentieren Weg zur Aussöhnung
    In keinster Weise ist bis jetzt auch für mich eine normale Aussöhnung zum Thema Domspatzenaufarbeitung gegeben oder möglich!
    Für mich hat diese Aktion nur einen Stellenwert zum Thema von derartige 50 %.
    Es werden Straftaten vertuscht ( schon verjährt ) und wie ich finde , möchten sich
    die heutigen Verantwortlichen , auch die Institution Domspatzen mit DKM Büchner , etc.
    eben vielleicht still und heimlich eben mit dieser heutigen und schnellen Aufarbeitung vom Acker machen. Für die heutigen Verantwortlichen zählt anscheinend das heute in der Gegenward und eben nicht das von damals aus der Vergangenheit.
    Die Kontrolle der Kontrolle über die Kontrolle.
    Wenn ich schon diese Zusammensetzung dieses Kuraturiums lese, dann bereitet mir das derartiges Kopfschütteln.
    Aktuell: Siehe Stiftungsrat
    http://www.domspatzen.de/de/chor/institutionen/stiftung.html
    Bestimmt hat man in den letzten 8 Monaten viel gearbeitet, aber das heutige Ergebniss lässt in keinster Weise für mich eine Befriedung zu!
    Ich verstehe diese Aussagen von Herrn Probst und Herrn Schmitt nicht!
    Man braucht keinen Verein gegen das Vergesen, sondern eine richtige Aufarbeitung.
    Auch ist dieses Ergebnis nicht im Interesse aller Domspatzen – Opfer!
    Viele draußen haben heute ganz ganz andere Forderungen zum Thema als das heutige Ergebnis zum Aurfarbeitungsgremium an das Tageslicht befördert und gebracht hat.
    Anscheinend lässt man das Thema heute schön langsam in eine Sackgasse laufen, damit man endlich seine Ruhe hat. Das Problem dieser ganzen Geschichte ist, dass zum Beispiel dieser Domspatzen Club , die Freunde der Domspatzen , bis heute nichts zum #Thema Aufarbeitung geleistet hat. Die neue Jahresversammlung ist schon wieder im Herbst, November 2016. Anscheinend sind diese Jährlichen Partys viel viele wichtiger!
    Ich finde auch, dass eben auch diese Ehemaligen von diesem Club seit Jahren auch die Aufarbeitung regelrecht blockiert haben.
    Was erlauben Strunz? Ich finde , was erlauben Probst!
    Ich vestehe nicht , warum der Herr eigentlich für viele hunderte und hunderte Opfer spricht und so tut als wäre das ein derartiges Ergebnis.
    Jetzt reicht!
    Zahlungen von bis 20.000 Euro für die Opfer sind ganz einfach zu wenig. Das Bistum Regensburg schwimmt im Geld. Wenn , dann müssen Sie halt in REGENSBURG ein paar Mietshäuser verkaufen. Auch ist dieser Werdegang zum Thema MIM und München sehr sehr falsch. Wer eben noch Geld zum Thema haben möchte , der muss sich in München melden , sonst gehen die vielen Opfer ja leer aus.
    Auch muss der heutige Bischof von Regensburg zum Thema auch bitte endlich seinen Laden ausmisten. Ich finde , dass der Pressesprecher und der heutige Generalvikar heute auch zum Thema Domspatzenaufarbeitung seinen Hut nehmen müssen.
    Viele Buben damals wurden damals derart gequält , denen ist nichts an den Mann gewachsen. Viele haben heute keine richtige soziale Bindung , keine Familie und auch irgendwie wegen dem damaligen erlebten Etterzhausen eben heute keinen richtigen Lebenswillen. Auch ist die Scheidungsquote unter allen Domspatzen wirklich sehr sehr hoch.Mit ein paar Euros kann man dieses Thema nicht begleichen.
    Auch muss man sich fragen, wie der heutige Bischof von Regensburg eben heute zu die Themen Homosexualität , Bisexualität + Pädophilie bei den Domspatzen und im Bistum Regensburg endlich ausmerzt!
    Der ehemalige Bischof Müller hat das ganze Domspatzenthema von Anfang an verbockt!
    Kardinal Müller will nichts mehr zum Thema Domspatzen sagen
    Angelegenheit erledigt
    https://www.domradio.de/themen/bist%C3%BCmer/2016-10-14/kardinal-mueller-will-nichts-mehr-zum-thema-domspatzen-sagen
    cu
    ps.. die Scheidungsrate unter den Domspatzen soll wirklich sehr sehr hoch sein.

  • Angelika Oetken

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    Ich teile Ihre Einschätzung voll und ganz @Rudolph B.. In einem Punkt möchte ich etwas korrigieren und noch was anfügen:

    „Auch muss man sich fragen, wie der heutige Bischof von Regensburg eben heute zu die Themen Homosexualität , Bisexualität + Pädophilie bei den Domspatzen und im Bistum Regensburg endlich ausmerzt!“

    Wenn jemand im Zusammenhang mit Homo- oder Bisexualität das Wort „ausmerzen“ nutzt, dann kann das sehr schnell falsch verstanden werden. Schwule, Lesben, Bi- oder Transsexuelle missbrauchen auch nicht häufiger als Heterosexuelle. Aber die Rate an Opfern ist unter ihnen höher. Im klinischen Sinne „pädophil“ werden die wenigsten der Täterpriester gewesen sein, die in den Einrichtungen der Domspatzen ihnen wehrlos ausgelieferte Kinder und Jugendliche sexualisiert misshandelt und ausgebeutet haben. Der Tätertyp, der von Domspatzenopfern geschildert und in Berichten vorgestellt wurde, lässt eher auf die übliche Motivation schließen: Männer, die ihre komplett beschädigte, auf brutale und vulgäre Widerwärtigkeiten reduzierte Sexualität an Anderen abreagieren. So, wie sie in ihrer Kindheit mal jemand an, in und vor ihnen zu schaffen gemacht hat. Warum gerade die Priestertäter ihre Opfer in einer Weise missbrauchen, dass der berühmte Songtitel der Prinzen „Männer sind Schweine“ eine Beleidigung für diese sehr sozialen Haustiere wäre, empfinde ich als Kernfrage, die noch zu klären ist.

    Dass die Jungen, die die Domspatzeneinrichtungen besucht haben, vom Priesterpersonal und irgendwelchen Leuten drumrum auf üble Weise (früh-)sexualisiert wurden, wird Ihnen jeder, der mit männlichen Missbrauchsopfern beratend oder psychotraumatologisch arbeitet, bestätigen können. Die Prägung auf übergriffige und ausbeuterische Sexualität kann bei missbrauchten Kindern und Jugendlichen bestehen bleiben und schwere Anpassungsstörungen zur Folge haben. Nicht wenige landen im Strichermilieu. Das kann so weit gehen, dass es nicht möglich ist, eine einigermaßen stabile Beziehung zu führen oder einen der üblichen Sexpartner zu finden. Der Kampf gegen Täterintrojekte geht oft verloren, was sich daran zeigt, dass man(n) zur Flasche, Drogen oder Psychopharmaka greift oder gewalttätig wird. Oder an Kindern bzw. Jugendlichen wiederholt, was Einem selbst mal angetan wurde. Manch einem Ehemaligen Domspatzen wurde dabei offenbar sogar das normale moralische Empfinden umgedreht.

    Aber, auch das sollte man nicht vergessen: institutionelle Opfer, die dem, die all zu viel vom Tätermilieu in sich aufnehmen, werden später super Apparatschicks. Unter den Absolventen der Domspatzeneinrichtungen, die später im kirchlichen Dienst landeten oder sogar Priester wurden, müssten rein rechnerisch recht viele Missbrauchsopfer sein.

    Auf die vom Bistum angekündigte Sozialwissenschaftliche Untersuchung bin ich mehr als gespannt. Aber vielleicht knallt es schon, bevor die überhaupt nur ausgeschrieben wurde.

    Viele Grüße von
    Angelika Oetken

  • Hans

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    Die eigentliche Frechheit ist doch die drei von Rechtsanwalt Weber ernannten „Betroffenen“ als „Vertreter der Betroffenen“ zu bezeichnen. Von Rechtsanwalt Weber wissen wir, wer ihn bezahlt. Michael Sieber, der Kopf dieser „Aufarbeitungskampagne“, hat nach eigenen Angaben 150.000,- Euro aus seinem privaten Geldbeutel in diese besondere Form der „Aufarbeitung“ investiert? Er stellt sich gerne selbst als erfolgreicher Geschäftsmann dar, fährt eine gebrauchten Polo und ist nach eigenen Angaben kein Opfer sexueller Gewalt. Am Podium sitzt dann noch eine PR Mann des Leichtathletikverbandes und ein Hundetrainer. Die Motivation dieser Herren hier öffentlich so zu tun als seien sie „Vertreter“ der Betroffenen ist mir schleierhaft. Meinen Respekt hätten sie, wenn sie weiterhin als Vertreter ihrer eigenen Anliegen auftreten würden. Anscheinend ist es für manchen zu attraktiv nach vielen Jahren im Hinterzimmer mal wieder auf der Bühne zu stehen. – Ich kenne niemanden, der für das erlittene Leid auch nur ansatzweise entschädigt wurde, auch ist mir keiner – mit Ausnahme der selbsternannten Betroffenenvertreter – bekannt, mit dem der Bischof ein persönliches Gespräch geführt hat. Welchen Mehrwert ein Team von aus von Regensburg bezahlten Sozialarbeitern in München bringen soll oder dem Bistum genehme aufarbeitende Wissenschaftler in der Zukunft, ist mir schleierhaft. – Die katholische Kirche hat 2000 Jahr Erfahrung in tot schweigen, tot treten und verleumden, dass sie es nun erneut mit einer Farce versucht, zeigt nur, dass sie zur wirklichen Aufarbeitung nicht bereit ist. – Knabenchöre erfüllen den historischen Zweck dem Klerus Frischfleisch zu liefern. Eltern die ihre 9-jährigen Söhne auf ein kartholisches Internat schicken, können nicht mehr behaupten, von nichts gewusst zu haben. Darf man Sie dann zu Recht als Rabeneltern bezeichnen?. Bei den vom Bischof zitierten 422 Opfern alleine in der Vorschule der Regensburger Domspatzen, ergänzt um weitere Orte und eine hohe Dunkelziffer unterstellt, müsste man die katholische Kirche in Deutschalnd wohl als das größte Kinderschändernetzwerk im 20. Jahrhundert bezeichnen dürfen? Ein Grund mehr für den Bischof über den Tag hinaus Demut und tätige Reue zu üben und KEINEN Schlussstrich zu ziehen. Für mich ist ein „Schlussstrich“ erst gezogen, wenn ich nachhaltige und tätige Reue erlebt habe. Einmalzahlungen haben zwar Tradition in der kathoischen Kirche („wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt“), lösen aber das Problem nur selten.

  • Hans

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    @Coffin Corner:

    Nicht nur die Scheidungsrate ist hoch; leider auch die Selbstmordrate (so zumindest ein Münchner Psychiater und selbst Dompsatz) und viele andere sind schwer krank.. Deshalb liegt doch die Zahl der sexuellen MMissbrauchsopfer bei den Meldungen relativ zu den Gewaltopfern so niedrig; die gibt es alle nicht mehr und die wenigen, die übrig sind, sind oft schwer krank und können sich nur noch wenig wehren (auch nicht gegen selbsternannte Betroffenenvertreter).

  • Rudolph B.

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    @ A. Oetken
    Richtig!
    Aber das wollen viele in und um Regensburg nicht hören.
    @ Herr Probst
    Ich wollte oben in keinster weise Herrn Probst angreifen oder auch beleidigen.
    Fakt ist, dass das auf die schnelle wirklich keine gute Aufarbeitung ist.
    Die Sachlage mit Etterzhausen / Pielenhofen mit Regensburg kann man mit
    dem Kloster Ettal nicht vergleichen. Gut , man kann sich an dem Ettaler Modell orientieren, aber das mit den Geldzahlungen bis 20.000 Euro ist nicht nur dreist.
    Die nur Ihre Kindheit in Etterzhausen verloren haben, bekommen dann nur ein
    paar Euros. Bleibt bitte einmal auf dem Teppich. Mit 2.500 oder 5.000 ist das Thema nicht gegesesn. – Etterzhausen / Pielenhofen und die Regensburger Domspatzen in Regensburg waren zwei eigenständige Stiftungen, mit eigener Kasse , eigenem Konto und eigenen Erbschaften. Zum Thema Zahlungen und Geldforderungen kann man
    das bitteschön nicht mit dem Ettaler Modell vergleichen.
    Es reicht , und für mich ist dieses sogenannte Ergebins nur ein zusammen
    gewürfeltes Zeug. Eben nach 8 Monaten im Kuratorium kommt urplötzlich dieses Ergebnis! Auch muss man sich fragen was man zum Thema Betrügreien heute alles
    wirklich macht ?

    Siegfried Born: „Ein Bistum will Buße tun“ – Zur Entschädigung der Opfer der ehemaligen Regensburger Domspatzen
    Wichtiger zweiter Schritt der Aufarbeitung fehlt noch
    Wer sind die Täter?
    Wie heißen sie?
    Werden sie belangt?
    Oder werden sie nur versetzt?
    http://www.lokalkompass.de/recklinghausen/kultur/siegfried-born-ein-bistum-will-busse-tun-zur-entschaedigung-der-opfer-der-ehemaligen-regensburger-domspatzen-d704280.html

  • Thomas Bauernfeind

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    Was ist mit den Opfern der Katholischen und Evangelische Kinderheimen. Die auch Köperlich uns Sexueller Missbraucht wurden. Stefan, du hattest ja angesprochen, aber das interessiert ja die Kirchen nicht. Es geht innen nur um ihre Macht zu erhalten. Der Bischof bittet um Vergebung. Und ein paar Betroffene, fallen darauf ein. Damit will sie die Betroffenen billig abgespeist werden. Dass ist für mich alles nur Schleim. Und über die Ratzen- Köpfe ,darf man nicht direkt fragen? Die beiden Religionen sind sehr Reich. Bekommen von Staat ca. 14. Milliarden € . Das alles kann man beim Bund für Geistesfreiheit.

  • Das Schweigen des Kirchenleerers » Regensburg Digital

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    […] Ergebnis der Arbeit des Aufarbeitungsgremiums für den Missbrauchsskandal, vorgestellt in seiner jüngsten Pressekonferenz, kann sich sehen lassen. Wollte bisher kirchlicherseits niemand zur Opferrehabilitation etwas […]

  • Josl.M

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    @Hans und andere
    Alexander Probst (und andere) war bereits 2010 deutlich an die Öffentlichkeit gegangen, wenn ich mich richtig erinnere damals in „sternTV“. So wurde auch ich darauf aufmerksam und nahm Kontakt mit dieser Gruppe unter „intern-at.de“ auf, weil ich wusste, alleine gewinne ich da keinen Blumetopf. Wenn, dann kann man nur organisiert etwas bewegen. Die Recherche hierzu dauerte keine fünf Minuten.
    Diese Website ist ebenfalls seit 2010 aktiv und es hat jeder die Möglichkeit hier einen Kontakt mit dieser Gruppe herzustellen und sich vorallem auch einbringen zu können! Auch wurde diese Gruppe in nahezu jeder Berichterstattung in den Medien erwähnt.
    Bis heute ist es offenbar die einzige organisierte Gruppe, die am Thema „Domspatzen Mißbrauch“ dauerhaft und organisiert drangeblieben ist, die auch für jeden Betroffenen offen steht. Daher finde ich es nicht fair, sich nun hinzustellen und zu plärren, „wie kann der Probst nur….!“, weil es schlicht und ergreifend nicht stimmt! Diese Gruppe trifft sich regelmäßig um sich zu beraten und JEDES weitere Vorgehen abzustimmen, das öffentlich und transparent.
    Mit nur ein wenig Eigeninitiative hätte hier JEDER die Möglichkeit gehabt, auf das Ergebnis Einfluss zu nehmen. Glaubt denn wirklich jemand im ernst, dass das Bistum von sich aus auf die Betroffenen zugeht?

  • Josl.M

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    @Hans
    es ist hier keineswegs von einer „Entschädigung“ bzw. „Schmerzensgeld“ die Rede, sondern von einer „Anerkennungsleistung“. Wer die Pressekonferenz zur gänze online gesehen hat dem fiel die Formulierung von Voderholzer auf, ein derart erlittenes Leid könne man nicht entschädigen, egal wie man das nun nennt.
    Weiterhin steht es auch jetzt noch jedem frei, entsprechende Maßnahmen gegen das Bistum einzuleiten, was auch eine der Bedingungen der Gruppe um Alex Probst in den Verhandlungen war, diese Türe ist daher keinesfalls geschlossen.
    Die Gruppe um Alex Probst/Michael Sieber etc. machten übrigens lediglich die Medien zu den sog. „Betroffenen-Vertretern“, denn die Gruppe selbst hat diesen Anspruch zu keiner Zeit erhoben! Sie waren einfach nur die ersten, die organisiert (Flugblattverteilungen auf dem Katholikentag, bei Domspatzen-Konzerten, etc.) und mit Nachdruck offensiv dem Bistum gegenüber wurden, und sich auch entsprechend der Medien bedient haben. Aus dem Hinterzimmer meckern kann jeder, vielleicht sollte man auch einmal organisiert aktiv werden.

  • Haimo

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    Zu Hans und anderen
    Aus dem Hinterzimmer meckern kann jeder, vielleicht sollte man auch einmal organisiert aktiv werden.
    Sehr richtig!
    Gewisse Schreiber die hier regelmäßig ihren Senf verbreiten hat man in der Zeit nach “ den Sünden an den Sängerknaben“ weder in einem Treffen, bei einer Aktion oder sonstwo bemerkt. Sie würden sich mit Namen melden. Aus diesem Grund fehlt ihnen auch das nötige Hintergrundwissen. Hier meinen sie ihr Gift loswerden zu können. Ich spreche beileibe nicht von jenen, die sich mit gutem Grund unter einem Pseudonym melden. Denke aber an diejenigen, die in ihren Hasstiraden, von Rechtschreibfehlern strotzende Kommentare folgen lassen. Wenn sie nur wüssten was sie oft für einen Unsinn verbreiten. Ich bin wahrlich kein Freund der RKK aber eines ist mir klar: mit unumstößlichen Fakten erreicht man das beste Ergebnis.
    Haimo
    Etterzhausen 1962 – 1964

  • Hans

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    @Haimo
    Wenn die Argumente ausgehen, dann kritisiert man Rechtschreibfehler und behauptet die Autoren zu kennen und ihr Engagement einschätzen zu können. Lieber Herr Haimo, oder solllte ich sie mit „treuester Sieber-Jünger“ bezeichnen. Sie haben sich „organisieren lassen“ , umgangssprachlich ausgedrückt: einseifen lassen.

  • Stefan Aigner

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    Und jetzt schalten bitte alle einen Gang runter, sonst machen wir das Forum dicht.

  • Ronald McDonald

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    @ Stefan Aigner 18.10.2016, 14:29h

    Wer im Odel rührt, muß auch den Geruch einatmen – oder sagen Sie’s mit Luthern: „Tritt fest auf, mach’s Maul auf, hör‘ bald auf“.

  • Angelika Oetken

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    Soweit ich informiert bin, gehört Schmerzensgeld bzw. Entschädigung juristisch gesehen in die Kategorie „Schadenersatz“. Inwieweit eine Institution wie eben das Bistum Regensburg, für die Folgen von Missbrauchskriminalität, die in den zu ihr gehörenden Einrichtungen unter ihrer Verantwortung betrieben wurde, zu Schadenersatzleistungen herangezogen werden kann, wurde in der Vergangenheit häufig erörtert. Das Deutsche Recht sieht eine institutionelle Haftung für Missbrauchsverbrechen nicht vor. Auch wenn die betreffende Institution nachweisbar dafür verantwortlich oder sogar daran beteiligt war bzw. immer noch ist. In einigen anderen Staaten ist es dagegen möglich, (kirchliche) Organisationen auf Schadenersatz zu verklagen. So in den USA, wo die US-amerikanische Katholische Kirche schon im Jahre 2010 zu Zahlungen in der Gesamthöhe von einer Milliarde US-Dollar verurteilt worden war http://www.spiegel.de/panorama/missbrauchsskandal-in-us-kirchen-schuldig-reuig-pleite-a-676748.html In Argentinien wurde diesen Monat erstmals die Institution „Argentinische Katholische Kirche“ in einem Zivilgerichtsprozess wegen Beteiligung an sexuellem Missbrauch zu einer höheren Geldstrafe verurteilt. Es ging um den Serienmissbraucher Erzbischof Edgardo Gabriel Storni, einem verurteilten Missbrauchsstraftäter.

    Die Organisation „Katholische Kirche Deutschlands“ nutzt deshalb den Begriff „Anerkennungszahlungen“. Sie sind einseitig, ohne juristische Verbindlichkeit und deshalb ziehen sie rein rechtlich für die Institution nichts nach sich, was einem Schuldanerkenntnis gleichkommen würde.

  • Angelika Oetken

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    Zum von der Diözese eingerichteten Kuratorium: da ihm sowohl Vertreter des Bistums, als auch externe Personen angehören, möchte ich jedem einzelnen davon empfehlen, etwaige Interessenkonflikte anzumelden und ggf. auszuräumen. Was das Kuratorium möglichst bald öffentlich stellen sollte. Bei den Mitgliedern der Diözese wird so etwas einfach sein: sie sind ihrer Kirche und ihrem Bistum zu Treue verpflichtet.

    Die Deklaration vorhandener, dem Zweck eines Gremiums konträr laufender Interessenlagen, sind in vielen Bereichen bereits üblich und ziehen eine Erklärung nach sich, wie eine Interessenkollision verhindert werden soll. So geschieht das bei NGOs, Forschungsvorhaben oder Schlichtungsprozessen. Also Projekten, bei denen ein besonderer Vertrauensvorschuss notwendig und eine größtmögliche Transparenz vonnöten ist. Das Wort „Kuratorium“ leitet sich schließlich von lat. „curator“, was „Bevollmächtigter“ heißt ab.

  • hutzelwutzel

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    @ Josl.M, Haimo:

    Da jetzt wieder mal nur noch mein Senf fehlt ;-), hiermit gerne oder für Manche auch nicht so gerne!
    ———————
    Es ist intern-at.de und den Dahinterstehenden besonders zu danken, dass diese am Ball geblieben waren und sind. Unorganisiert hätte sich gerade die Diözese R. nichts Sagen lassen, was die bisherigen Äußerungen von Herrn Auer und Herrn Kaiser bzw. die Antworten des Generalvikar sicher auch hinreichend belegen können.
    ———————
    Warum die Diözese R. nicht selbst bereits ab 2010 einen wirklich unabhängigen Kontakt geboten hatte – ein von der Täterseite beauftragter Rechtsanwalt ist für mich nicht unabhängig – steht vielleicht in den Sternen. Tut es weniger, wenn man die Klageorgie eines Herrn GLM wegen des Begriffes „Schweigegeld“ betrachtet. Mit Sicherheit dachte die Diözese R. es mit Geld allein regulieren zu können, und es ist allen Betroffenen zu danken, dass dies nicht glücken konnte.
    Aber die Diözese R. hat es bis jetzt „ausgesessen“, und mit diesem Aussitzen sogar noch Kohle gemacht, sich jetzt als die dem „Jahr der Barmherzigkeit“ verpflichtete Organisation innerhalb der RKK herausgestellt.

    Wer hier letztlich auf welche Weise zu seiner „Anerkennung“ kommt, dürfte egal sein. Hauptsache es gibt eine Anerkennung. Diese aber sinnvollerweise so wie in den USA, nämlich auf gleicher Augenhöhe.

    Bisher erkenne ich nur weitere Versuche der – man muß die Diözese R. so nennen „Täterseite“ – Informationen abzugreifen, um sich für die Zukunft zu wappnen, bzw. vielleicht sogar Betroffene selbiger Altersgruppe und Einrichtung zu einem späteren Zeitpunkt gegeneinander „ausspielen“ zu können.
    Es ist gelinde geschrieben ein „Schmarrn“, dass die Diözese R. nicht weiß/ wissen will, in welchen anderen deren z. T. bereits stillschweigend aufgelösten Einrichtungen es zu Übergriffen gekommen war.

    Solange sich die Diözese R. so verhält wie ein Straftäter vor Gericht, also erst auf statt gegebenen Beweisantrag hin etwas äußert, bin ich geneigt dies wieder als Täuschung anzusehen.
    Es könnte ja auch jemand überlegen für kurze Zeit nach Tschechien umzuziehen, um von dort aus, bzw. dort die RKK zu verklagen. So weit ich bislang weiß, gibt es dort noch kein Konkordat welches der RKK dort die Pfründe sichert, und aufgrund der zum größeren Teil bereits erfolgten Restitution von Kirchenvermögen dürfte dort jede Menge Geld, und auf der Seite derjenigen Tschech_innen welche die (weitere) Restitution ablehnen, jede Menge Hilfestellung vorhanden sein.

    Glück auf!

  • Angelika Oetken

    |

    „Nicht nur die Scheidungsrate ist hoch; leider auch die Selbstmordrate (so zumindest ein Münchner Psychiater und selbst Dompsatz) und viele andere sind schwer krank…“

    @Hans,
    falls Sie persönlichen Kontakt zu dem Münchner Psychiater und Ehemaligen Domspatzen haben: fragen Sie ihn doch bei Gelegenheit bitte einmal, worauf der das zurück führt. Ich tausche mich viel mit anderen Missbrauchsopfern und Mitbetroffenen aus und arbeite ehrenamtlich beim Ergänzenden Hilfesystem (Missbrauchsfonds) mit. Und für mich bestätigt sich immer mehr, worauf Fachleute und engagierte Opfer schon seit Langem hinweisen. Nämlich, dass nicht nur die Zahl der männlichen Missbrauchsbetroffenen sehr viel höher ist, als gemeinhin angenommen, sondern auch, dass sie geschlechterrollenspezifische Reaktionen zeigen, die leider nur selten als Folgen sexueller bzw. sexualisierter Traumatisierungen/Misshandlungen identifiziert werden. Nicht nur das: es gibt Anpassungen von männlichen Opfern, die genauso typisch sind, wie die von weiblichen. Sie scheinen so verbreitet zu sein, dass sie sogar Eingang in tradierte Geschlechtsrollenskripte gefunden haben.

    VG
    Angelika Oetken

  • Ehemaliger Domspatz

    |

    + Ich bin der Auffassung, dass diese Herrschaften ( Herr Probst + Herr Schmitt ) in keinster Weise legitimiert sind, oder waren , oder legitimiert waren, sich als Opfervertreter der Regensburger Domspatzen zu bezeichnen. Sie sind in das Kuratorium berufen worden, vermutlich weil RA Weber aus Regensburg zu diesem Zeitpunkt sonst niemanden kannte oder aus sonst einer Eingebung heraus – vielleicht nicht weiter wusste. Mit mir hat auch keiner gesprochen, (( mit vielen draussen auch nicht )) es kann daher nicht sein, dass die Herren Probst oder Schmitt meine Interessen dort vertreten haben. Ich habe die beiden auch nie beauftragt, mich zu vertreten, etc.
    Die Zahlungen von 5.000 bis 20.000 Euro sind schon derart ein derartiger Witz. Man kann dieses komplexe Thema der Regensburger Domspatzen , mit deren damaligen eigenständigen Stiftungen Etterzhausen / Pielenhofen , auch heute nicht mit dem Thema Kloster Ettal vergleichen. Auch finde ich diese ganze Liste der Namen , die in diesem Kuratorium auch die Domspatzen vertreten haben, sehr sehr ominös. Die Kontrolle der Kontrolle über die Kontrolle! Es werden Missbrauchsfälle vertuscht , das weiss auch der heutige Domkapellmeister Büchner, und die Herrschaften wollen eigentlich heute in der Gegenward nur eine derartige Schadensbegrenzung herbeiführen. Für mich ist das heute derart ein sehr sehr transparentes Theater / Zirkus – irgendwie ist das alles auch großartig zum Lachen. Seit dem Jahr 2010 haben sehr sehr viele Domspatzeneltern freiwillig Ihre Buben / Schüler von den Domspatzen / Reichsstrasse , Regensburg , abgemeldet. Wenn man die Domspatzeneltern nichts zum Thema sagt , sie an der Nase herum führt, dann muss man sich nicht wundern.
    -Die Herrschaften feiern Ihren Club der Freunde der Regensburger Domspatzen. ( siehe Link ) aber das Sie an der Aufarbeitung mitarbeiten , davon spricht man nicht. Auch hört man von diesem Vorsitzenden Herrn Weigl ( der Domspatzenfreunde ) nichts. Für mich ist das bis heute keine und keine Aufarbeitung.
    -Einmal Kaffler immer Kaffler – Ein Wochenende für die ehemalige Domspatzen – Es wird vertuscht und nochmals vertuscht! Das alles ist keine Aufarbeitung , sondern eine sehr großer Zirkus. Es werden Straftaten vertuscht! Es werden bestimmte Themen bewusst nicht angesprochen!
    Also , ich finde , dass dieser Verein gegen das Vergessens ,überhaupt nicht dazu berechtigt waren , die Leute reden von dieser “ Sieber Crew „, Sieber , Probst , Schmitt , Kaiser , etc. ausführlich für alle Domspatzen , auch die aus Etterzhausen , in diesem Kuratorium zu sprechen und oder auch Verhandlungen zu führen.
    http://www.domspatzen.de/de/chor/aktuelles/detail/article/einmal-kaffler-immer-kaffler.html
    Diese Zahlungen die das jetzige Kuratorium ausgelobt hat , ( Zahlungen von 5.000 bis 20.000 Euro ) sind schon ein sehr großer Witz!
    Eine Befriedung ist so in keinster Weise möglich!!!
    Bitte schämts Euch!!!! ( auch die in der Reichsstrasse, die mit Ihrem zamten Club )

  • Rudolph B.

    |

    @
    Fakt ist doch zum Thema , dass die zwei Ratzinger Brüder eben bis heute irgend wie auch bis heute ausführlich gedeckt werden. Diese Herrschaften werden bezüglich dieser Aufarbeitungskomission nicht und überhaupt nicht erwähnt. Hier geht es um Missbrauch von Buben, daher müssen alle Schandtaten auch aufgeklärt werden. (((Etterzhausen lässt grüßen ))))
    Dieses ganze Kuratoriumsgezedere stinkt doch zum Himmel, und diese derartigen Zahlungen sind schon derart beschämend. Da muss man sich wirklich noch dafür schämen, eben weil man damals auch bei diesen Domspatzen war.
    Ich habe auch niemanden bezüglich dieses Kuratoriums eine Erlaubnis erlaubt, sich auch um meine Belange zu kümmern. Dieses Vorgehen ist nicht nur dreist, sondern derart unverschähmt! Das Bistum will sich bezüglich auch den Zahlungen eben großartig vom Acker machen. So nicht! Alleine in Etterzhausen hat diese Stiftung damals das große Geld gemacht und die Domsptzeneltern auch damals großartig abkassiert. So kann man dieses ganze Domspatzenthema in keinster Weise richtig aufarbeiten , und eine Befriedung heute in der Gegenward ist so auch nicht möglich.
    Ich finde , alle , diese Institution Domspatzen und auch das Bistum Regensburg wollen dieses Thema sehr schnell eben vom Tisch haben.
    Die Zeitungen schreiben und schreiben, und der Platzhirsch aus Regensburg hat sich auch wieder einmal gemeldet.
    Siehe Mittelbayerische Zeitung – Es ist nicht alles Gold was glänzt. —Bei den Regensburger Domspatzen wurden auch die Buben derart missbraucht.
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/chronologie-eines-unglaublichen-skandals-21179-art1440278.html

    Was wir als Missbrauchsopfer mitzuteilen haben.
    http://www.missbrauchsopfer-josephinum-redemptoristen.de/was-wir-als-missbrauchsopfer-mitzuteilen-haben/

    Ich finde auch, dass dieses Schnellschusskuratirium der Institution Regensburger Domspatzen eben sehr schnell agiert und wie ich finde zu den Themen auch in keinster Weise auch wirklich den nötigen Respekt zeigt!
    Das muss aufgeklärt werden, das sagte damals schon der leitende Domkapellmeister Büchner. Wer es glaubt wird seelig, wer es nicht glaubt , der kommt eben auch in den Himmel.
    http://www.domspatzen.de/de/chor/aktuelles/detail/article/zwischenbilanz-von-ra-weber.html
    Warum sperrt man diesen Laden nicht einfach zu.
    Bemerkenswert ist auch heute diese Formulierung: Missbrauchsfälle Regensburger Domspatzen: Aufarbeitungsgremium informiert über Gesamt-Konzept
    http://www.domspatzen.de/de/chor/aktuelles/detail/article/pressekonferenz-des-aufarbeitungsgremiums.html

  • Angelika Oetken

    |

    „Warum sperrt man diesen Laden nicht einfach zu.“

    Weil er dann einen Insolvenzverwalter bekäme, der Laden @Rudolph B. und das ergäbe unerwünschte Transparen und würde Transpiranz erzeugen. Es geht nicht zuletzt um viel Geld.

    Viele Grüße von
    Angelika Oetken

  • Coffin Corner

    |

    Wenn es irgendwo wirklich weiterführende Informationen gibt, also etwas, das über das hinaus geht, was hier bisher zitiert wurde, wäre ich für einen Link dankbar. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das alles bis nur in den Köpfen der Betroffenen existiert.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Haimo“ Ich teile voll Ihre Meinung, vor allem ihre Einschätzung derjenigen,
    die Hass-Tiraden abgeben, aber noch nicht mal in der Lage sind, die deutsche
    Rechtschreibung zu beherrschen.

  • Angelika Oetken

    |

    http://www.expressen.se/nyheter/ropen-efter-upprattelse-varfor-sviker-du-oss-paven/

    Mit Übersetzungsprogramm gut zu verstehen. Vorbildlich das Fenster rechts, in dem der Frage nachgegangen wird, warum die Katholische Kirche so betroffen ist. Wer sich das Vermittelte vor Augen hält, bekommt einen Eindruck davon, warum es nicht nur im Hinblick auf die Aufklärung von Missbrauchskriminalität nicht ratsam ist, Mitgliedern von „die Kirche“ einen Vorschuss an Vertrauen zu gewähren.

  • Ehemaliger

    |

    @ Mathilde Vietze ,
    sie müssen auch wissen, heute gibt es einige weltliche , die urplötzlich das derartige helfersyndrom haben, und sich sofort einigen themen derartig verbunden fühlen.
    diese menschen kennen anscheinend heute keinen freund und / oder keinen freind!
    sie stehen auch heute in der gegenward auf einer ebene mit allen beteiligen, wollen helfen und oder sich dann auch wichtig machen, auch mit dem kuratorium, und meinen jetzt schnell alle beteiligte nach münchen lotsen zu müssen. auch gibt es heute im 21. jahrhundert diese jünger , sie verstehen schon , oder? da sie sich ja mit dem bistum regensburg anscheinend gut auskennen, wissen sie auch bestimmt jetzt was ich mit diesem text auch wirklich meine. auch verstehe ich bis heute nicht , wer heute schreibt oder auch behauptet, dass die opfer heute die befriedung schon eingeleitet haben und mit dem bistum auf einer höhe stehen! das alles entspricht in keinster weise der wahrheit und ist auch in keinster weise richitg!
    auch vestehe ich nicht, warum sich der weisse ring aus regensburg zum thema auch nicht mehr meldet, obwohl doch dieses aufarbeitungsthema , eben mit der institution regensburger domspatzen / regensburg , doch min involviert ist.
    _
    „Errare humanum est, in errore perseverare stultum“
    Hieronymus

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich kann nicht nachvollziehen, warum sich manche Kirchenoberen
    so sehr dagegen wehren, daß Mißstände aufgeklärt werden. Dies
    geschieht doch nicht zum Schaden der Kirche, sondern, um deren
    Ansehen wieder herzustellen. Und gerade einigen Kirchenoberen
    sollte sehr daran gelegen sein, daß die Spreu vom Weizen getrennt
    wird und die große Zahl der ehrbaren Kirchenleute nicht in Mißkre-
    digt gerät. Die Kirchenoberen täten sich und ihrem Ansehen einen
    Gefallen, wenn sie dies endlich kapieren wollten. Diese Einsicht ist
    nicht allein auf meinem Mist gewachsen; ich zitiere hier im wesent-
    lichen die Aussagen des Jesuitenpaters Mertes, den auch die Erz-
    konservativen in der Kirche n i c h t als Kirchenfeind bezeich-
    nen können.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Ehemaliger“ – Welche Botschaft wollten Sie mir denn eigentlich
    vermitteln? Oder hatten Sie viel übrige Zeit?

  • Ehemaliger

    |

    @Mathilde Vietze
    “ Die Zeit “
    Ein Stückchen Zeit, hab´ ich vernommen,
    sei einer Armbanduhr entkommen.
    So 10 Minuten, schöne, pralle
    wandeln nun in diesem Falle
    mit weichem Schritt durch uns´re Welt
    Begehrenswert, denn Zeit ist Geld.
    Dies‘ Quentchen Zeit will gerne frei sein
    individuell, das sagt schon Einstein.
    Tikki, so soll sein Name heissen
    So ausgestattet geht´s auf Reisen

    Inzwischen sucht ein Banker dringend
    mit lauter Sprache und Handy-ringend
    seinem Broker zu erklären
    er möcht´ sein Leben nicht erschweren.
    Er war nur kurze Zeit verwirrt
    hat im timing sich geirrt,
    ein paar Sekunden nur zu spät die Order
    „gebt mir noch Zeit!“, das möcht´ er fordern
    sein Geld ist futsch, könnt er´s nicht mindern
    den Untergang gilt´s zu verhindern.

    Doch Erbarmungslos ist die schlechte Nachricht
    Schon seit 5 Minuten ist die Börse dicht.

    Derweilen Tikki, mit der Freiheit unerfahren
    versucht nun selbst, sich Zeit zu sparen
    Unerfahren und noch Jung
    wählt es eine Abkürzung
    kommt so dem Banker in die Hände
    der schon dacht´ er wär` am Ende.
    Und jetzt hat Tikki ein Problem
    es wird eingespeist ins Zeitsystem
    dadurch entsteht, sofern es sich beeil´
    für uns´ren Mann ein Zeitvorteil
    und durch den geringen Zeitversatz
    hat dann noch eine Buchung Platz.
    Dadurch hat er Tikki zwar recht geschlaucht
    hat von 10 Minuten aber nur 5 gebraucht.
    So gerettet und voll Dankbarkeit
    schenkt er Tikki nun den Rest der Zeit.

    Das lässt es sich nicht zweimal sagen
    und springt sofort ohne zu fragen
    stark geschwächt und reduziert
    dorthin zurück wo man keine Zeit verliert.

    Tikki nimmt jetzt nun sein Leben leicht
    und sieht gerne zu, wie die Zeit verstreicht.
    © 2001 Eberhard König

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Ehemaliger“ – Meinen ergebensten Dank für Ihre
    Güte; jetzt weiß ich, daß Sie sehr viel übrige Zeit haben.
    Ich verbleibe in untertäniger Verehrung
    Ihre Mathilde Vietze

  • Bernhard M.

    |

    @ @Mathilde Vietze
    Sie müssen auch wissen, dass diese Institution Domspatzen in Regensburg eben mit derarigen Handlungen bis heute sehr sehr groß wurde. Wie kann man denn heute so Leben und Arbeiten? Heute leuchten schon die Kerzen , eben auch schon vor Weihnachten , eben weil es schon eine derartige Aufarbeitung zum Thema gibt , gegeben hat und schon eine angebliche Befriedung zum Thema Aussöhnung vielleicht eingeleitet wurde? „““ Chronologie eines unglaublichen Skandals „““
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/chronologie-eines-unglaublichen-skandals-21179-art1440278.html
    Domspatzen-Opfer loben das Bistum
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/domspatzen-opfer-loben-das-bistum-21179-art1439958.html
    Alles ist gut und schön, aber trotzdem sind diese Zahlungen , eben diese Zahlungen , von 5.000 Euro bis 20.000 Euro , schon derart ungenügend. Ich finde , das Bistum Regensburg schwimmt im Geld, daher müsste der Bischof von Regensburg schon zum Thema auch anständig die Börse aufmachen.
    Der Bischof von Regensburg ist doch auch der Vorsteher und Protektor von allen Regensburger Domspatzen , daher müsste man schon zum Thema der Aufarbeitung bzw. der Befriedung oder Aussöhnung von diesem Thema , eben auch die Geldbörse anständig öffnen. Wenn , dann müssten diese Zahlungen von 50.000 auf min 100.000 Euro erhöht werden. Diese Herrschaften , eben diese heutigen Leitenden dieser Institution Domspatzen, müssen bitte erkennen, dass es so in keinerter Weise weiter gehen kann. Schon damals sind in Etterzhausen eben sehr sehr viele Domsaptzeneltern großartig abkassiert worden. Sie müssen wissen, die D Mark war damals schon etwas Wert. Viele damalige Domspatzeneltern haben sich diese damaligen hohen Pensionen eben vom Munde abgespart. Auch wurden dort in Etterzhausen derart überhöhte zusätzliche Monatsrechnungen von diesem Direx Meier geschrieben und an die Domspatzeneltern verschickt. Das ist nicht nur ein derartiger Betrug! Ich finde, dass man sich heute zu einigen Themen nicht einfach so aus dem Staub machen sollte , und ich finde , dass man sich nämlich heute eben in der Gegenward dieser derartigen Vergangenheit stellen sollte. Da einmal schnell ein Kuratorium, dort eine gute Story in der Zeitung , und schon ist man mit dem Bistum Regensburg auf einer Höhe vielleicht mit der Befriedung oder einer Aussöhnung zum Thema?
    Man sollte auch heute gewisse Punkte ausführlich auf den Tisch bringen und auch aufarbeiten. Auch sollte man zum Thema Missbrauch und dem Thema Ratzinger Brüder heute auch einmal einen richtigen Klartext sprechen.
    Deises Vertuschen muss bitte endlich einmal aufhören!
    Der Ansatz ist aber schon einmal gut,da ja die vielen Zeitungen schon darüber schreiben.
    „““Späte Anerkennung für die Domspatzen“““
    Priester und Lehrer sollen im Bistum Regensburg Hunderte Kinder misshandelt und sexuell missbraucht haben. Jetzt einigten sich Betroffene und die Kirche auf einen Plan zur Aussöhnung.
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/domspatzen-im-bistum-regensburg-missbrauchsopfer-bekommen-entschaedigung-a-1116268.html

  • Angelika Oetken

    |

    „Ich finde , das Bistum Regensburg schwimmt im Geld, daher müsste der Bischof von Regensburg schon zum Thema auch anständig die Börse aufmachen.“

    @Bernhard M.,

    ich gebe Ihnen absolut Recht. Wenn ich mich aber in die Perspektive des Bistums bzw. der Führerschaft der Institution „Katholische Kirche“ hinein versetze, dann würde ich mir, konfrontiert mit solchen Forderungen zwei Fragen stellen

    a) brauchen wir unser Geld nicht für etwas, das uns mehr nützt?
    b) könnten wir die Rücklagen überhaupt verflüssigen?

    VG
    Angelika Oetken

  • Mathilde Vietze

    |

    Es ist für mich sehr zufriedenstellend, daß sich namhafte
    Geistliche, z.B. Pater Mertes, vehement für die Aufklärung
    der Sauereien eingesetzt haben. Dann können sich die-
    jenigen, die vertuschen wollen, ein für allemal ihr Tot
    schlagargument von der „Kirchenfeindlichkeit“ irgend-
    wohin stecken.

  • Angelika Oetken

    |

    Es ist das fehlende Haftungsrecht, das die Institution „Katholische Kirche Deutschland“ nach 2010 weitgehend vor staatlichem Zugriff bewahrt hat. In den Staaten war das ganz anders. Dort musste allein der Jesuitenorden bislang Schmerzensgeld und Schadenersatz in der Höhe von 177 Millionen US-Dollar an seine Opfer auszahlen. Was angesichts der realen Vermögenswerte dieses weltumgreifenden Männerordens nicht viel ist. Aber Aufsehen an einer Stelle erregte, wo es den Helden auf Kreppsohlen nicht passt.

    Die Methoden der Jesuiten finde ich übrigens sehr gut geeignet, um den Unterschied zwischen „schlau“ und „klug“ zu veranschaulichen.

  • Ehemaliger

    |

    @ Hans ,
    anscheinend geht es den heutigen Herrschaften im Bistum zu Regensburg zum Thema nicht mehr schnell genug. Am 30. September 16 wurden eine Vielzahl von Opfer mit email zum Thema angeschrieben. Auch wurde in diesem Schreiben das Thema MiM ausführlich beschrieben. Am 20. Oktober 16 , also 3 Wochen später, bekam man schon wieder eine email von RA Weber , wo es ausdrücklich hieß: Sie müssen nicht wieder Ihr damaliges Leid schildern , sondern können auch so über RA wEber einen Antrag stellen.
    -Ich habe das erlittene Unrecht bereits ausführlich beschrieben: ( ??? )
    Bei Rechtsanwalt Weber, Bei einem/einerBeauftragten des Bistums Regensburg für körperliche Gewalt , Frau Glaß Hofmann, Bei der/dem Beauftragten des Bistums Regensburg für sexuellen Missbrauch ,Frau Dr. Böhm, Herrn Dr. Linder , etc.

    Ich glaube, die Vielzahl von damaligen Opfern haben dort in keinster Weise auch wirklich richtig alles erzählt. Jetzt wo man das MIM eingeschaltet hat, geift das Bistum Regensburg wieder das Thema im Vorfeld auf, und versucht vielleicht sofort das Thema eben der Anträge sehr schnell abzugreifen , bzw, abzugrasen. Wie soll man seinen damalgen Scheiß heute in der Gegenward einmal richtig los werden können, wenn das Bistum Regensburg andauernd voreilige Aktionen anzettelt. Siehe pdf.
    http://www.intern-at.de/wp-content/uploads/2016/10/AntragAufMaterielleAnerkennung.pdf
    Auch ist bemerkensbert, da ja die Frau Dr. Böhm schon Tod ist, man an keine Akten von der Frau Dr. Böhm kommt, ist es sehr sehr ominös , wie das damalige Gesprochene mit der Frau Böhm, eben heute in bare Münze umgewandelt werden soll?

    Auch haben die Domspatzenschüler sich bis heute nicht richtig zum Thema gemeldet.
    Bis heute hat diese Institution Domspatzen , auch die Domspatzenschüler , keine Opfer von damals nacach Regensburg eingeladen.
    Die wollen anscheinend dieses Zeugs nichts am Hut haben. ( ??? )
    „Homo homini lupo“ (( Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf ))

    http://www.swr.de/betrifft/betrifft-saengerknaben-domspatzen/-/id=98466/did=14854290/nid=98466/1eyvb5k/
    Brief der Domspatzenschüler 2015
    Von der „Schülermitverantwortung“ des Musikgymnasiums
    http://www.swr.de/-/id=15106760/property=download/nid=98466/75xjme/index.pdf
    Antwort der Autorin an die Domspatzen 2015 „Hören Sie die Opfer an“
    http://www.swr.de/-/id=15106804/property=download/nid=98466/16awonc/index.pdf
    http://www.regensburg-digital.de/filmemacherin-appelliert-an-dom-schueler-hoeren-sie-die-missbrauchs-opfer-an/17022015/
    Antwortbrief von Wolfgang Blaschka
    http://www.regensburg-digital.de/wp-content/uploads/2015/02/Brief-an-die-Domspatzen.pdf

  • aucheinehemaliger2

    |

    @auch ein ehemaliger
    …darum geht es den Verantwortlichen nämlich…
    Richtig!
    Es geht nur um deren Existenz. Man kontroliert die Kontrolle der Kontrolle und zum Schluss ist man der gläserne Patient.
    Man muss auch schreiben, zu all dem hält der DKM auch heute den Kopf hin.
    Das muss aufgeklärt werden!
    Man schiebt die Schülervertretung der Regensburger Domspatzen einfach mit einem offenen Brief in das Gefecht und zum Schluss segnet dieses derartige Kuratorium einfach alles ab. Der heutige Bischof von Regensburg soll aber heute auch wissen, dass man so dieses komplexe Domspatzenthema in keinster Weise einmal schnell über einen Kamm scheren kann. Für mich ist das in keinster Weise eine Aufarbeitung und von einer Befriedung zum Thema mit einer Versöhnung , kann man bis heute nicht reden.
    Wie kann man so in dieser heutigen Zeit eben richtig arbeiten oder Leben?

  • „Für ein neues dialogisches Miteinander in der Kirche“ » Regensburg Digital

    |

    […] erzielten Ergebnisse Alexander Probst im Oktober 2016 auf einer Pressekonferenz mit bekannt gab: Eine unabhängige Anlaufstelle für Betroffene (MIM München); ein unabhängiges Anerkennungsgremium… Der Aufarbeitungsprozess ist also noch lange nicht abgeschlossen, die Studien sollen in zwei Jahren […]

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