SOZIALES SCHAUFENSTER

Anstieg

RKI: Deutlicher Sprung bei den Corona-Toten im Raum Regensburg

Im bayernweiten Vergleich steht Regensburg zwar noch gut da, allerdings ist seit heute klar: Im Zuge der zweiten Welle der Corona-Pandemie sind in Stadt und Landkreis mittlerweile mehr Menschen gestorben als während des Ausbruchsgeschehens im Frühjahr und Sommer. Hintergrund dürfte insbesondere sein, dass Senioren- und Pflegeeinrichtungen nun deutlich mehr Infektionen verzeichnen als zwischen März und Juni.

Das Dashboard des Robert-Koch-Instituts meldet heute für den Landkreis Regensburg 36 Corona-Tote – ein Sprung um acht Fälle, von denen aber lediglich einer dieser Woche zugeordnet wird.

36 Menschen, die bislang in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben sind, weisen das Dashboard des Robert-Koch-Instituts und das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am heutigen Donnerstag für den Landkreis Regensburg aus. Im Vergleich zu den am Vortag veröffentlichten Zahlen ist das ein Sprung um acht Todesfälle. Zusammen mit den 21 Toten – ein Plus von zwei im Vergleich zum Vortag – im Stadtgebiet Regensburg liegt die Gesamtzahl der Menschen, die im Raum Regensburg als Zusammenhang mit Corona verstorben gemeldet wurden damit bei 57.

Damit steht Regensburg im bayernweiten Vergleich noch vergleichsweise gut da. Im gesamten Bundesland starben im Schnitt 35,2 Menschen pro 100.000 Einwohnern in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion (Quelle). Bayern ist damit deutschlandweiter Spitzenreiter – knapp gefolgt von Sachsen. In der Stadt Regensburg liegt dieser Wert dagegen „lediglich“ bei 13,7, im Landkreis bei 18,6.

Mehr Tote als im Frühjahr und Sommer

Dennoch wird deutlich, dass die zweite Welle schwerere Auswirkungen für die Region hat, als während der Situation im Frühjahr und Sommer. Während laut Auskunft des Staatlichen Gesundheitsamtes Regensburg von März bis August 26 Menschen an und mit Covid-19 starben, sind es seit Oktober bereits nun 31.

Ein Großteil der aktuellen Todesfälle dürfte dabei auf Ausbrüche in Senioren- und Pflegeheimen in Stadt und Landkreis zurückzuführen sein. Im Frühjahr und Sommer waren diese von der Pandemie weitgehend verschont worden – laut einer damaligen Auskunft des Gesundheitsamtes gab es in diesen Einrichtungen drei Todesfälle im Zuge der ersten Welle.

Am 3. Dezember lagen der Behörde für den Zeitraum seit Oktober hingegen bereits acht Meldungen für Todesfälle in Senioren- und Pflegeeinrichtungen vor. Die Mittelbayerische Zeitung hatte hingegen Tage zuvor auf Basis eigener Recherchen 14 Tote in vier Heimen vermeldet. Vor diesem Hintergrund ist es zumindest naheliegend, dass es sich bei den acht hinzugekommenen Fällen heute um verspätetet eingegangene Nachmeldungen aus zurückliegenden Wochen handelt. So ordnet das RKI lediglich einen der acht neu gemeldeten Todesfälle im Landkreis dieser Woche zu. Wir haben dazu beim Gesundheitsamt nachgefragt.

Mehr Infektionen in Senioren- und Pflegeheimen

Klar ist, dass es aktuell schlechter gelingt, das Virus aus Senioren- und Pflegeeinrichtungen fernzuhalten also noch im Frühjahr und Sommer. Damals hatte das Gesundheitsamt gemäß einer Auskunft vom Juni in Einrichtungen nach §36 Infektionsschutzgesetz – dazu gehören neben den Pflegeeinrichtungen beispielsweise Asylunterkünfte – Covid-19-Infektionen bei zwölf Bewohnerinnen und Bewohnern sowie bei 19 Beschäftigten in Stadt und Landkreis Regensburg. Seit dem 1. Oktober gibt es bislang bereits 92 Fälle bei Bewohnern und 84 bei Beschäftigten (Stand: 3. Dezember).



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Kommentare (38)

  • joey

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    …und das, obwohl in den Heimen eigentlich die Türen zu sind, das Personal vorbereitet ist (?) und Tests zur Verfügung stehen.

    Da muß man wohl was ändern.

  • Joachim Datko

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    Das Zauberwort heißt Impfung!

    In England wird bereits geimpft.

    Bei zwei Personen mit einer signifikanten Allergiegeschichte gab es die ersten bei der Massenimpfung aufgetretenen Nebenwirkungen.

  • XYZ

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    Es wundert mich nicht, dass so viele Todesfälle an oder mit Covid in Senioren- und Pflegeheimen zu verzeichen sind: das Personal tut sicher das Bestmögliche, aber die Insassen werden scheint’s, von der Obrigkeit gut gemeint, quasi eingesperrt und Besuche ausgesperrt, statt Lebensmut bei begleiteten Ausgängen zu vermitteln. Man lese dazu den Roman Zauberberg von Thomas Mann, die Protagonisten leiden an Tbc, können sich aber treffen und unterhalten und an die frische Luft im Umfeld des Sanatoriums gehen.

  • Burgweintinger

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    Mir hat ein Bekannter erzählt der in der Gastro tätig ist und eben viele Gastrokollegen kennt, dass das Geschäft mit der Zustellung der Essen ganz gut läuft. Nebenbei bemerkte er dass Bestellung mit 10-15 Portionen keine Seltenheit sind…
    Ich dachte immer, dass Großfamlien sehr wohl Seltenheit haben…
    Vielleicht sind es aber auch Privatfeiern…
    Die Menschen sind doof…

  • Günther Herzig

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    Wir sollten die Querdenker und die Klagepaten eines Rechtsanwalts Ludwig einschalten.
    Er arbeitet umsonst (soziales Gewissen!!) aber fordert unmissverständlich Spenden.

    “Oh Herr lass Hirn regnen!”

  • R.G.

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    Kann jemand mit Zugang zu Beschäftigten in Heimen mal den Anwesenheitsstand des Stationshilfs- und Putzpersonals bis hin in die Küche erfragen?
    Wie ist die Schautzausrüstung bei diesen? Verbesserte Hygiene müsste sich in einem Mehr an Putzmitteln, Handschuhen, Arbeitskleidung und Schutzmasken abbilden.

    Meine nicht repräsentativen Beobachtungen:
    Alle Anrainer aus e i n e m EU Nachbarland, alle im Pflegebereich- Umfeld beschäftigt, fahren ungehindert hin und her zwischen Heimat, Arbeitsplatz und Wohnung im Westen.
    Die Rumänen, durch strenge Regeln in der Heimat gut informiert, verhalten sich durchwegs vorbildlichst und vorausschauend.

    Zum Verstehen der Fallzahlen wäre auch die Menüfolge interessant, gerne im Vergleich zum Vorjahr, und die Entwicklung des Gesamtgewichts von 10 gleichen Patienten im Vergleich zum Vorjahr. Gab es auffällige Gewichtsab- oder Zunamen? Will heißen, gibt es mögliche Ernährungsfaktoren? Ist Frischkost garantiert?

    Wie anders ist die Medikation? Man sperrt ja nicht einfach Menschen hinter Gittern ein, um sie zu schützen, sondern erreicht in der Jetztzeit durch Medikamente eine Reduzierung der Bewegungsfähigkeit, hört man sagen.

  • Regensburgern

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    Sehr neutrale Berichterstattung.
    Ohne Kritik? Ungewöhnlich für rd.
    Es ist traurig und es gibt natürlich Menschen, die wegen covid19 sterben.
    Aber:

    Wieviel Tote gab es die letzten Jahre im Oktober, November, Dezember?
    Ist es nicht so, dass grundsätzlich im Herbst mehr Menschen sterben als im Frühling?

    Jeden Tag sterben 2500 -3000 Menschen in Deutschland. Bis jetzt hat es niemanden interessiert und es wurde Glühwein getrunken.
    Unsere Oma würde lieber sterben, als allein sein.

  • Selma

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    Arbeite in einem Altenheim als FK , die Bw und Angehörigen Durften sich sehen das Problem ist nur das die Angehörigen weder Maske oder Abstand gehalten wird. Die BW werden nachhause abgeholt , manche Angehörige Kommen jeden Tag . Ich kenn keine einzige aus meinem Team die sich nicht an die Regeln hält wir tragen Non Stopp Masken seit einem 1 Jahr fast durchgängig,wir versuchen alles nur mögliche um den Bw nur zu schützen .

  • Auch a Regensburger

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    Die Diskussion ist berechtigt. Aber nur nebensächlich.
    Praktisch kann ein vollkommener Schutz nicht bewerkstelligt werden. Die Pflegekraft kann sich ja nicht vor Ihren Kindern isolieren und gesonderte Ausstrecken für Pflegekräfte gibt es ja auch nicht.

    Hoffe wir werden lernen. Früh und konsequente Maßnahmen sind das wirkungsvollste Mittel.

    Aber so sagt der Sächsische Ministerpräsident in Dezember im Oktober hatte man es ja nicht gewusst. Haha. Eben schon.

  • Hthik

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    @joey 10. Dezember 2020 um 17:09
    @R.G. 10. Dezember 2020 um 19:25
    Dass gewöhnliche Hygiene schon immer das Stiefkind in Einrichtungen ist, ist lange bekannt. Das hatte bisher nur selten besondere Konsequenzen, denn es gab ja Antibiotika. Erst durch multiresistente Keime und jetzt eben durch Corona kommt ins Blickfeld, dass die allgemeinen Hygieneregeln zu lasch um- und durchgesetzt werden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Nosokomiale_Infektion

    Man missverstehe mich nicht, es ist gut, dass jemand da mal was tut https://www.aktion-sauberehaende.de/ aber so etwas hätte es überhaupt nie geben müssen dürfen. Das sollte seit den Zeiten von Ignaz Semmelweis immer schon selbstverständlich einzuhaltender Mindeststandard für alle Kliniken und sonstigen Einrichtungen sein.

    Das ist analog, wie mit dem Pflegenotstand, der schon viel länger besteht, aber es wurde einfach davon ausgegangen, dass eine Basisversorgung “satt und sauber” ja sicherlich ohnehin garantiert ist. Ist aber nicht so.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Vertrauen_ist_gut,_Kontrolle_ist_besser!

  • Jakobine Mohr

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    Worum geht es eigentlich? Um die “Zahlen” , oder darum, dass es den Menschen im Pflegeheim am Ende ihre Lebens möglichst gut geht ??
    DAs “Wohl” und die Wünsche der Pflegeheimbewohner werden mit Füßen getreten,
    wenn es nur um die “Zahlen” geht. Dann hilft am besten: Einsperren, Isolieren, medikamentös ruhig stellen, fixieren. Dann kann die “Öffentlichkeit” beruhigt schlafen.
    Sie kriegt ja dann nicht mir, wenn Menschen leiden.
    Sinnvoller wäre es, sich für die schon lange nötige, grundsätzliche Verbesserung der Pflege einzusetzen. D.H. mehr Geld für gute Pflege ! (Und Verbot von gewinnorientierter Pflege.)

  • Auch a Regensburger

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    Regensburger,

    Sie können doch jeden Tag ihre Oma besuchen. Sie zu sich holen oder mit Ihr spazieren gehen. Auch können sie mit Ihrer Oma Weihnachten verbringen.

    Ob sie dann dabei Maske und Abstand halten obliegt Ihnen und Ihrer Oma das Risiko zu bewerten. Dank derjenigen die den Coronavirus mit einer Grippe vergleichen, ist es halt etwas höher als nötig.

  • Mr. T.

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    Interessant auch in diesem Zusammenhang, was letzte Nacht in Berglungenfeld los war. So etwas sollte nicht noch ein paar mal passieren.
    Vielleicht sollte man dann mal unverantwortliche Angehörige oder unverantwortliche Betreiber in die Haftung nehmen wenn sie an sowas schuld sind.

  • Hthik

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    @Jakobine Mohr 11. Dezember 2020 um 09:32

    “Dann hilft am besten: Einsperren, Isolieren, medikamentös ruhig stellen, fixieren. Dann kann die “Öffentlichkeit” beruhigt schlafen.”

    So hat man dass über Jahrzehnte gemacht. 2001 kam Claus Fussek. 2010 war das Interesse wieder abgeflaut und jetzt macht man wieder so weiter. https://www.tz.de/muenchen/stadt/bittere-pflegestammtisch-956814.html Mit Corana hat das, abgesehen von dem oben beschriebenen Zusammenhang, dass Kranheitskeime, gegen die es keine wirksamen Medikamente gibt, die schon immer bestehenden Hygienemängel ans Licht zerren, nichts zu tun.

  • Regensburn

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    Auch a Regensburger:
    Ich kann meine Oma besuchen, sie wohnt auch noch Zuhause.
    Nun, wenn noch ihre Kinder und Enkelkinder kommen, dann sind wir sehr schnell mehrere Haushalte – und das ist schon strafbar.
    Von meiner Freundin weiß ich, sie muss, um die Oma im Pflegeheim zu besuchen – einen negativen Test vorliegen und das bei jedem Besuch. Auch wenn sie mit der Maske mit ihr nur spazieren gehen möchte. Als Berufstätige ist es nicht so einfach.

    Mr.T. Leider wurde es nicht erklärt, warum die Evakuierung in Burglengenfeld unbedingt so spät abends noch notwendig war. Könnte man nicht bis in der Früh mehr warten? oder das am Nachmittag organisieren? Das ist grausam, vor allem für demenzkranke Personen, so in der “Nacht” rausgerissen zu werden.
    Aber MZ kann man leider nicht kommentieren.

  • Skyrider

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    Es war klar, dass das Virus bei kälteren Temperaturen härter zuschlägt
    Es war klar, dass es nach einer Phase der Ruhe, wieder die Alten, Behinderten und Pflegeheime treffen wird.
    Es war klar, dass ohne funktionierendes Testkonzept in diesen Einrichtungen Bewohner sterben würden.
    Das alles war bereits im Sommer, nach belegbarer Aussage von P O L T I K E R N und der sogenannten E X P E R T E N bekannt.
    Was ist passiert? Nichts..!
    Manche Einrichtungen, warten immer noch auf die Schnelltests. Das Pflegepersonal ist immer noch hoffnungslos überlastet und wird allein gelassen. Viele Bewohner werden wieder separiert, weil nicht getestet werden kann.
    Hauptsache MP Söder erklärt in Talkshows wie er Corona “bekämpft”, warum der Katastrophenfall in Bayern nötig ist und warum Bayern ja so gut dasteht…..
    Und BK Merkel, erklärt, wie sich unsere Kinder mit Kniebeugen im kalten Klassenzimmern warm halten sollen….
    Politik im Corona Jahr 2020…….

  • Günther Herzig

    |

    Laut Agenturmeldung ist ein prominenter Querdenker schwer an Corona erkrankt und wird künstlich beatmet.

  • Günther Herzig

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    Meldung bei T-Online: Leipzig

  • XYZ

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    Zu Skyrider 16.55
    Die rigorosen Ausgangssperren – die gab es mal zu Kriegszeiten, als niemand mehr die Kaserne verlassen durfte – sind infektiologisch ein besserer Witz: viel mehr an die frische Luft ausgehen, zumal im Winter, Zimmer lüften und Abstand halten. Geht auch in Gaststätten, notfalls per Heizlüfter, Ansteckung bisher trotz Personalien-Feststellung nicht bekannt. In den Alten- und Pfegeheimen davon anscheinend nichts von oben durch gekommen. Lese gerade den Decamerone von Bocaccio, da erzählen sie sich zu Pestzeiten allerhand Geschichten in Fiesole vor Firenze, Bälle etc. aber abgesagt, und Abstand.

  • XYZ

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    Und dann unser MPr.: Katastrophenfall !!! Damit lässt sich alles begründen, wenn auch ohne m.E. nähere wissenschaftliche Nachweise, die reichlich umstritten. Wenn ich zu meiner Kindheit eine wenn auch vielleicht weniger gefährliche Grippe hatte gab es ohne behördliche Anordnung: zuhause bleiben, keine Kontakte, Zimmer lüften, aber in den Garten oder Strassse gehen. Das ist anscheinend auch nicht mehr erlaubt . . .

  • Petr Czelle

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    Und auch 36 ist im Vergleich zu unseren täglich fast 1000 Krebstoten überschaubar. Statt die ganze Bevölkerung sinnlos wegzusperren die Energie dafür zu verwenden, Pflegeheime wirkl gut zu schützen wäre der richtige Weg.

  • Charlotte

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    @Petr Czelle

    Das stimmt so nicht und ist so nicht vergleichbar. Es sterben in ganz Deutschland (!) 630 Menschen täglich an Krebs und nicht in Regensburg alleine. Und der Unterschied ist, dass man Corona Infektionen eben durch Kontaktreduzierung vermeiden kann. Bei 30.000 Infektionen und rund 500 – 600 Toten täglich reichen die jetzigen Maßnahmen logischerweise nicht. Vielen war das immer klar, jetzt haben wir den Praxisbeweis.

  • Skyrider

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    Wie sieht es eigentlich mit den Kontakten unter Mitarbeitern in den Firmen aus? Es ist zu vermuten, dass hier ein großer Teil der Ansteckungen stattfindend (Gastronomie, Clubs und Fitnesscenter sind ja geschlossen). Konsequenterweise müssten dann doch genau diese Kontakte unterbunden werden. Nachdem ja Gesundheitsämter, Polizei und Ordnungsämter offensichtlich noch die Zeit haben, zu “überwachen” ob Quarantäne Regeln und Kontaktverbote im öffentlichen und privaten Räumen eingehalten werden, müsste auch hier viel rigoroser kontrolliert werden. Wie es noch immer auf den Großbaustellen und in kleineren Firmen mit nur einem Pausenraum zugeht, sollte hier selbst den Behörden klar sein. Indirekt hat ja MP Söder diesen Infektionsweg schon zugegeben, als er in einem seiner “seltenen Statements” vor der Kamera, die Arbeitgeber um eine Ausweitung der Homeofficeregelung und einer möglichen Betriebsurlaubsregelung” über die Feiertage gebeten” hat. Wenn ich mich in meiner näheren Umgebung so umhöre, ist die Ansteckung im Berufsleben anscheinend, nach dem privaten Bereich, mittlerweile die Regel. Stellt sich nur die Frage, ob es überhaupt von der Politik gewünscht ist, hier strenger zu kontrollieren. Nach der Regel: Im Privaten “draufhauen”, im Umgang mit der Wirtschaft “wegschauen”.

  • Regensburgern

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    Kommentar gelöscht. Bitte nicht ständig abseitige Vergleiche.

  • Gerda Huber

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    Zur vielbeschworenen “Hygiene” und dem neuen Messias Impfung:
    Erstens bringt die exzessive Hygiene nicht allzu viel, da es keine/kaum Kontaktinfektionen gibt, sondern die Ansteckung über Aerosole läuft (was nützt da eine Flächendesinfektion?) und zweitens liegt die NNTV (number needed to vaccinate) bei ca. 200 bis 250 Impfungen um einen Fall zu verhindern, und drittens braucht man ca. 2 Jahre im nahezu alle durch zu impfen. Darüber hinaus wird es alsbald die ersten Bericht über Impfschäden geben (einige Studien wurden deshalb schon abgebrochen), was die Impfbereitschaft weiter schmälern wird. Die Pandemie ist erst – infektiologisch gesehen, nicht politisch – vorbei, wenn eine Herdenimmunität erreicht ist. Da können sich noch so viele aufmanteln und erzählen, was man alles MACHEN kann, soll und müsste – was aber nichts nützt. Sicher ist nur, was es für Lockdown-Folgen und andere “side effects” geben wird. Aber solange die Angst noch kursiert, wird es weiter Restriktionen und Massnahmen geben, bis es noch mehr Mitbürger*innen an den Geldbeutel und an die Gesundheitheit geht. Macht euch auf weitere Einschränkungen und eine weitere Grundrechtserosion gefasst. Frohes Fest.

  • Auch a Regensburger

    |

    Petr Czelle,
    Wir haben derzeit um die 500 Corona Tote pro Tag. Ohne Einschränkung wären es um Faktoren mehr.
    Gegen den Krebs gibt es auch enorme Gesellschaftliche Anstrengungen und Ausgaben.

    Skyrider: Von den großen Arbeitgebern in Regensburg wird extrem viel Aufwand betrieben. Es gibt Krisenstäbe. Großteil der Büromitarbeiter mach seit März zum Großteil oder gänzlich Home Office (wie z.b. ich). In den Betrieben sind unzählige Maßnahmen und Regeln getroffen worden.
    Bei den vielen kleinen Unternehmen kann ich mir natürlich kein Urteil bilden.
    Und logisch passieren derzeit in Arbeit und Schule die meisten Ansteckungen (außerhalb der Familien). Ist doch bekannt daß wir diese beiden am Schluß runter fahren würden.

  • Skyrider

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    Ich frage mich gerade, wenn die großen Arbeitgeber in Regensburg alles tun, um Infektionen zu vermeiden, warum “ploppen” dann anscheinend zurzeit laufend positive Fälle, gerade dort auf? Ich habe im Bekanntenkreis mehrere Leute, die bei zwei dieser großen Firmen arbeiten. Da geht es zwischen festgestellter Infektion, Quarantäne und angeordnetem “Zutrittsverbot” zur Arbeitsstelle munter hin und her. Wenn man natürlich gemütlich im Homeoffice sitzt, hat man die Probleme und das eventuelle Infektionsrisiko der “normal arbeitenden Mitarbeiter vor Ort nicht. Und solange es Zeit und Leiharbeiter gibt, die kurzfristig rekrutiert werden können, ist doch alles gut….. Dieser Gefahr, ist ein “Angestellter” ja nicht ausgesetzt……

  • Auch a Regensburger

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    Skyrider,

    Da haben sie vollkommen Recht. So ist es trotz der Massnahmen bzw. eben Teil der Massnahmen.
    Produktion geht nicht ohne Menschen. Und wo die zusammenkommen wird es auch bei allen Maßnahmen zu Infektionen kommen.
    Deshalb plädiere ich ja auch dafür den Virus klein zu halten. Dann ist auch da die Chance geringer und es kann mehr Kontakt erlaubt werden.

  • Joachim Datko

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    Ich baue auf die Impfung!

    Zu Gerda Huber 14:44 “Die Pandemie ist erst – infektiologisch gesehen, nicht politisch – vorbei, wenn eine Herdenimmunität erreicht ist.”

    Impfungen haben eine Erfolgsgeschichte sondergleichen!

    Historisches: Wie wurden die Pocken besiegt?
    Siehe: https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/was-wir-ueber-corona-von-den-pocken-lernen-koennen/

    Die Naturwissenschaften und die Technik erhöhen die Lebenserwartung.

  • Hthik

    |

    @Joachim Datko 10. Dezember 2020 um 17:20

    “Das Zauberwort heißt Impfung!”

    Die magische Drei-Tage-Frist ist bald um. Das Aussprechen des Zauberworts scheint nichts bewirkt zu haben.

    “In England wird bereits geimpft.”

    In Großbritannien ist die 7-Tage-Neuinfektionszahl Ende November eingebrochen und in der letzten Zeit wieder etwas angestiegen. Das könnte eine Folge gewöhnlicher Schutzmaßnahmen sein, die man im Gegensatz zu einem Impfstoff jetzt schon großflächig zur Verfügung hat und solange schon hatte, das sie Zeit hatten zu wirken.

    Siehe https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript252.pdf ab Seite 15, rechts unten

  • Sigi

    |

    “Dank derjenigen die den Coronavirus mit einer Grippe vergleichen, ist es halt etwas höher als nötig.”

    Endlich wissen wir, wer schuld ist! Es ist gar nicht das Virus …

  • Gerda Huber

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    @j. datko: Ich will ja ihre Wissenschafts- und Technikgläubigkeit nicht kaputt machen -, aber ein wenig schmälern. Vor lauter Begeisterung wohl folgendes übersehen:

    https://www.heise.de/tp/features/USA-Lebenserwartung-sinkt-weiter-4572736.html

    Da findet man in div. Medien X Beiträge dazu.

    Was die Erwartungen an die Impfung angeht, rudern viele Medien – auch angesichts von zunehmenden Meldungen über nicht gerade erfreuliche Nebenwirkungen – bereits etwas zurück; wäre ja peinlich, wenn man das unkritisch hochgejubelt hat und dann die Negativmeldungen überhand nehmen. In Australien hat man z.B. die dortige Impfstoffentwicklung gestoppt, weil die Leute plötzlich positive HIV-Tests aufwiesen (!). Strange…

  • Joachim Datko

    |

    Die Lebenserwartung steigt in Deutschland weiter an!
    Die Corona-Impfstoffe sind sehr gut!

    Zu Gerda Huber14:06

    Die Lebenserwartung in den USA ist für mich nicht ausschlaggebend.

    Hier eine Grafik für Deutschland mit steigender Lebenserwartung:
    https://de.statista.com/graphic/1/273406/entwicklung-der-lebenserwartung-bei-geburt–in-deutschland-nach-geschlecht.jpg

    Ob einer von mehreren Impfstoffen Schwächen hat oder nicht, ist unwesentlich. Der Impfstoff von Biontech und Pfizer hat schon Notfallzulassungen in Großbritannien und den USA. In Großbritannien ist er schon seit mehreren Tagen in der Massenanwendung und zeigt bisher kaum Nebenwirkungen. Eine strenge Kontrolle des Impferfolgs ist dabei selbstverständlich.

  • Hthik

    |

    @Gerda Huber 12. Dezember 2020 um 14:44

    “… die Ansteckung über Aerosole läuft …”

    Was ist hier genau mit “Aerosole” gemeint? Wenn einen jemand anhustet sind das technisch auch Aerosole. Dagegen helfen aller Wahrscheinlichkeit nach die bekannten Maßnahmen wie Masken, Community oder MNS oder besser beim Hustenden, FFP2 aufwärts beim Angehusteten sowie ausreichende Distanz und sonstige blockierende Maßnahmen wie Trennwände.

    Oft ist mit Ansteckung per Aerosole aber im Gegensatz zu dieser direkten Ansteckung gemeint, dass man sich lange im Raum mit Virenausscheidern befindet. Bei dieser Expositionsart hilft Lüften zusammen mit FFP2 aufwärts.

    Auch ein Lockdown verspricht hier hilfreich zu sein, weil er diese Dinge, insbesondere Distanzierung in weiten Bereichen erzwingt. Möglicherweise wäre das auch ohne Lockdown gegangen, wenn man sich konsequent an die Regeln gehalten hätte, aber wie schon die Worried Men Skiffle Group sang “Dran siachst es genau, da Mensch is a Sau.”

    All das sind Standardhygienemassnahmen, die nicht für Corona erfunden wurden, sondern für alle Krankheitserreiger gelten, die sich auf diese Art und Weise verbreiten.

  • Hthik

    |

    Kommentar gelöscht. Abseitig.

  • Andreas

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    Schutzausrüstung und Schnelltests werden in dem Heim, das ich persönlich kenne, erst konsequent eingesetzt, SEITDEM es dort die ersten Fãlle gab.

    Es wurde enorm viel Geld mit anlasslosen Tests verbrannt, aber eine wirklich auf die Risikogruppen
    fokussierte Strategie wie in Tübingen ist nach wie vor nicht vollständig umgesetzt.

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drin