Offener Brief an Bischof Voderholzer

„…nur das Böse und die Hinterlist scheuen das Licht.“

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In einer Ansprache zu seinem Weihejubiläum hat der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer Ende Januar um das Vertrauen von Missbrauchsopfern geworben. Der ehemalige Domspatz Georg Auer reagiert darauf mit einem offenen Brief. In den kommenden Tagen wird sich auch unser Autor Robert Werner ausführlich mit der Ansprache beschäftigten. Hier der Brief von Georg Auer im kompletten Wortlaut.

Bischof Rudolf Voderholzer. wirbt um Vetrauen. Foto: Archiv/ Staudinger

Bischof Rudolf Voderholzer. wirbt um Vetrauen. Foto: Archiv/ Staudinger

Sehr geehrter, hochwürdigster Herr Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg!

Sehr geehrter Herr Bischof Rudolf Voderholzer, mit diesem offenen Brief an Sie möchte ich alle kirchlichen Missbrauchsopfer eindringlich davor warnen, sich als ein missbrauchtes Opfer der katholischen Kirche bei selbiger Institution sich zu melden. Hochwürdigster Herr Bischof, bei einer erst kürzlich von Ihnen gehaltenen öffentlichen Predigt nahmen Sie persönlich Bezug auf die öffentlichen Medienberichte bezüglich der Missbrauchsopfer der Regensburger Domspatzen aus früherer Zeit.

Wörtlich sagten Sie am 25. Januar 2015 dabei unter anderem:

„Ich möchte heute und an dieser Stelle alle Betroffenen noch einmal ausdrücklich bitten, sich zu melden und Vertrauen zu haben in das Bistum. Uns ist ihr Schicksal nicht egal! (…) Und ich werde weiter, aber im Verborgenen, mit Opfern sprechen und zwar mit möglichst vielen, mit allen, wenn sie es wünschen und wenn ich damit dazu beitragen kann, wenigstens ein wenig an der Heilung mitzuwirken.“

Hierzu nun meine ausführlichen Begründungen für meinen öffentlichen Aufruf an weitere Missbrauchsopfer, sich ja nicht bei kirchlichen Institutionen und Stellen zu melden, im Einzelnen:

1) „… Vertrauen haben in das Bistum. Uns ist ihr Schicksal nicht egal! …“

Wie kann – wie in meinem Falle – ein Missbrauchsopfer zum Bistum noch Vertrauen haben, wo dieses mich nun mehr als acht Jahre – seit meinem Brief vom 07.06.2006 an die Internatsleitung der Domspatzen-Vorschule – als Missbrauchsopfer buchstäblich ignoriert hat. Auf diesem meinem Brief erhielt ich bis jetzt von keiner kirchlichen Stelle eine Antwort und somit auch kein persönliches Bedauern der Bistumsleitung hinsichtlich meines Missbrauchsfalles bei den Domspatzen aus dem Jahr 1961. Auf meinen Antrag an das Bistum im Jahr 2010 auf „Leistungen in Anerkennung des Leids, das Opfern sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde“ erhielt ich vom Bistum am 23.01.2012 hierauf den Bescheid, dass mein Antrag abzulehnen sei.

Hierzu wörtlich:

„… Auch mit Ihren Schilderungen haben wir uns intensiv auseinandergesetzt und sind vielen weiteren Quellen nachgegangen. Wir konnten dabei Ihren Aussagen zur Frage eines sexuellen Missbrauchs leider nicht nachvollziehen. Eine Leistung in Anerkennung von erlittenem Leid erscheint auf diesem Hintergrund deshalb nicht gerechtfertigt. …“

Dieses Schreiben des Bistums ist für mich ein unerhörter Akt der Missachtung eines Missbrauchsopfers, welches durch kirchliches Erziehungspersonal aufs schändlichste sexuell missbraucht wurde. Wie kann ein Bischof dann noch sagen:

„Uns ist ihr Schicksal nicht egal!“

Wie mein Fall zeigt, egaler geht es wohl nicht mehr.

2) „…Und ich werde weiter, aber im Verborgenen, mit Opfern sprechen und zwar mit möglichst vielen, mit allen, wenn sie es wünschen und wenn ich damit dazu beitragen kann, wenigstens ein wenig an der Heilung mitzuwirken.”

Im Klartext heißt das wohl: Es gilt weiterhin die Devise des Verbergens („… im Verborgenen …“), Verleugnens und Vertuschens durch die Bistumsleitung, was die Domspatzen-Missbrauchsfälle betrifft.

3) „… mit Opfern sprechen …, wenn sie es wünschen …“

Man will mit Opfern sprechen, aber nur mit solchen, welche sich von sich aus beim Bistum melden; aber unter dem Kirchengebot der absoluten Schweigepflicht des Missbrauchsopfers gegenüber der Öffentlichkeit. Denn wer als ein Domspatzen- Missbrauchsopfer über die begangenen „Sünden an den Sängerknaben“ öffentlich spricht, ist schon so gut wie exkommuniziert, weil er gegen das kirchliche Beichtgeheimnis verstoßen hat.

4) „… und wenn ich damit dazu beitragen kann, wenigstens ein wenig an der Heilung mitzuwirken.”

Zum Hintergrund

Wie kann ein Bischof an der Heilung eines kirchlichen Missbrauchsopfer mitwirken, welcher in seiner bisherigen zweijährigen Amtszeit sich als Bischof im Bistum Regensburg die frühere Vertuschungspraxis seines Vorgängers zu eigen machte und somit auch in seiner Person sich gegen eine vollständige Aufklärung der Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen stellte? Wie und Wem und Was kann ein Missbrauchsopfer in solch einer totalen Einstellung von Misstrauen der Kirche zu den Opfern überhaupt noch vertrauen, wo die Kirche die Opfer bisher nur als Lügner und Verleumder abgetan hat?

Hochwürdiger Herr Bischof, gehen Sie endlich offen und ehrlich mit den Missbrauchsfällen bei den Regensburger Domspatzen um. Denn im „Verborgenen“ kann keine echte und wahre Aufarbeitung bezüglich der kirchlichen Missbrauchsfälle erfolgen. Denn nur das Böse und die Hinterlist scheuen das Licht.

Lieber Herr Bischof, so vertraue ich weiterhin – trotz meines Kirchenaustritts – auf Gottes Fügung. Mögen dessen Mühlen auch langsam mahlen, aber bei Ihm geht kein einziges Korn verloren.

„Matthäus 10. … er wird alles Verborgene ans Licht bringen.“

Georg Auer

(ehemaliges Missbrauchsopfer bei den Regensburger Domspatzen)

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Kommentare (41)

  • Veronika

    |

    „… und Jesus ging nicht zur Menge auf die Straße, sondern er versteckte sich mit seinen Jüngern, um niemandem begegnen zu müssen“. (Apogryphische Schriften nach …..)
    ————–
    So viel von mir zu dieser Aussage „(…) aber im Verborgenen, mit Opfern sprechen,(…)“

    Echt schade, für ein wenig „weltgewandter“ hätte ich den Regensburger Bischof nun doch gehalten.

    „Matthäus 10. … er wird alles Verborgene ans Licht bringen.“
    ………………….
    Herr Auer, dieser Bibelstelle setzt die RKK doch den Lichtträger aka „Luzifer“ entgegen. Nur bloß kein Licht, und Jesus bringt das Licht erst am Jüngsten Tag. So lange wollen die noch „im Verborgenen werkeln“. Also kann man denen eigentlich nur den Teufel – meine natürlich „Luzifer“, den Lichtträger – an den Hals wünschen. ;-)

  • Veronika

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    Einen Hinweis möchte ich noch anbringen, da mir Herr Auer wirklich am Herzen liegt:
    Es ist peinlich, wenn ein Bischof nicht weiß, was in seiner Diözese so geschieht, deshalb will die Diözese Regenburg, will der Bischof sicher ganz ehrlich davon wissen, um nicht beim nächsten Besuch im Vatikan zu sehr überrascht zu werden. Sollte ein Bischof nämlich nicht in der Lage sein, seine Klientel in seinem Bistum „bei der Stange zu halten“, ist die Verwaltung da oben sehr schnell dabei und kümmert sich selbst um die Sache.

  • Manfred

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    Was Bischöfen wie Müller, Mixa, Vorderholzer oder van Elst wirklich am Herzen liegt, ist nach meiner Meinung erst einmal deren eigene Abgehobenheit, ihr eigener Klerikalismus, der sie nach ihrer Meinung über dem gemeinen Volke schweben lässt. Hinzu kommt das „Suhlen in der eigenen (angeblichen) Reinheit“. Ein weiteres sind das Streben nach Karriere, Macht und Geld.

    Pressesprecher und anderes Hilfspersonal sind ihre Zöglinge: Mietlinge, die ohne den Herrn ein Nichts wären und deshalb bereit sind zu allem: Zu jeder Lüge, jeder Beleidigung, Jeder Niederträchtigkeit und jeder Art von Demütigung, wenn „der Herr“ sie nur fordert. Eine eigene Meinung haben diese Herren höchstens zu Hause, wenn da nicht auch noch die Ehefrau das Sagen hat.
    Der Dünkel, etwas besseres, reineres, gottgefälligeres zu sein, färbt von Ihrem Herrn auf sie ab, und so gebären sie sich auch.

    Wer Herrn Auer in der Dokumentation gesehen, der kann erahnen, wie schlecht es dem Mann geht. Das an sich abperlen zu lassen, ist für mich der Inbegriff der menschlichen Widerwärtigkeit.

  • Hans Müller

    |

    Zu „im Verborgenen“:

    Ich wäre auch dafür, dass der Bischof die Gespräche mit den Opfern via Live-Stream der Öffentlichkeit zugänglich machen sollte. Unerträglich diese Geheimnistuerei!

    Zu „mit denen, die sich beim Bistum melden“:
    Ich finde auch, dass der Bischof alle ehemaligen Domspatzen der vergangenen 60 Jahre fragen sollte, ob sie Missbrauchsopfer sind und ob sie mit ihm reden wollen.

  • Resch

    |

    “ Die Akte Regensburger Domspatzen “
    @ Georg Auer ,
    die Herrschaften in Regensburg sind eben heute eben wegen dieser gezeigten Dokumentation großartig gefordert. Anscheinend schiebt man heute nur den scharzen Peter nur weiter , und keiner will es gewesen sein.
    Ich finde das Meldungen über den Missbrauch heute auch sehr wichtig sind , aber vielleicht könnte man das eben zum ersten über einen Anwalt laufen lassen , bevor man sich dann doch beim Missbrauchsbeauftragten meldet. Ich wurde im bayerischen Kloster Rohr missbraucht , aber habe mich auch noch nicht beim Beauftragten gemeldet. Seit 5 Jahren schiebt man diesesThema jetzt schon , und keiner , auch die heutige Institution Domspatzen in Regensburg , möchte heute ausführlich eine Verantwortung übernehmen.

    Panorama ,, Thema Missbrauch ,
    http://www.welt.de/vermischtes/article137114649/Das-leichte-Spiel-mit-den-dummen-weissen-Maedchen.html

  • Jürgen R.

    |

    „Selig sind diejenigen, die nach Gerechtigkeit dürsten, denn sie werden gesättigt werden“ – Offenbarung

  • Mathilde Vietze

    |

    Was sich Bischof Voderholzer denkt, kann ich im
    Moment nicht beurteilen, wohl aber das, was Stefan Oster,
    der klerikale Grinsekater von Passau denkt und will.
    Oster will, daß die Geistlichkeit wieder eine abgehobene
    Kaste ist, also ü b e r und nicht m i t dem Volk.

  • Manfred

    |

    @Mathilde Vietze

    Da kann mal sehen: So eben noch ein Mönch mit Armutsgelübde gewesen, kaum auf dem Bischofssitz angekommen und nun wird abgehoben.
    Dazu gibt es auch einen schönen Bibelspruch: „Wenn ich erhöht bin, werde ich alle(s) an mich ziehen!“
    Tatsächlich werden wir Katholiken uns wohl daran gewöhnen müssen, zukünftig für eine heilige Messe (vielleicht dann nur eben nur noch jährlich) in eine Bischofsstadt zu reisen. Denn mit der Volkskirche ist ja jetzt bald Schluss.
    Damit die Kollekteneinnahmen nicht sinken, bietet man lokal Ersatzveranstaltungen von in Schnellkurs am Wochenende „befähigten Laien“ an. Die können die Leute auch am Lebensende verscharren, aber natürlich nur, wenn die Kirchensteuer bis zum Tag des Ablebens rückstandsfrei bezahlt ist.

  • peter

    |

    chor in kirchlichem zusammenhang kann auch schoen sein
    vgl
    https://www.youtube.com/watch?v=leUbE3gTz6w

    text dazu
    http://www.azlyrics.com/lyrics/weirdalyankovic/hardwarestore.html

    was damals passiert ist gehoert ordentlich aufgearbeitet.
    wenn 2015 die annahme vom foerdergeldern verweigert wird, weil die vorstaendin des foerdervereins bei donum vitae
    vgl:
    http://www.donumvitae.org
    aktiv grossartige arbeit leistet, zeigt das in meinen augen erstens, das die domspatzen keine foerdergelder brauchen, und das man an einer ehrlichen auseinandersetzung mit den opfern nicht interressiert ist

  • El

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    s gibt halt die verschiedensten Vorstelleungen von Licht.
    Auch die Zupfgeigenhansel haben da was beizutragen , zur Erleuchtung der richtigen Art

  • Resch

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    @ Peter
    …, und das man an einer ehrlichen Auseinandersetzung mit den opfern nicht interressiert ist…
    Stimmt , auch meine Meinung.
    Mit den Worten „ Magnificat anima mea Dominum“
    („Meine Seele preist den Herrn“)
    möchte ich den heutigen Bischof von Regensburg grüßen, damit man endlich richtig und aufrichtig die Aufarbeitung beginnt.

  • Resch

    |

    Betreff: Offener Brief an den SWR

    Anscheinend wissen die Leute von heute immer noch nicht um was es wirklich geht.
    Wenn jetzt schon die heutigen Domspatzenschüler irgenswelche offene Briefe versenden, dann kann ich das heute in keinser Weise richtig zuorden und auch nicht richtig verstehen. In den letzten 10 Jahren gab es auch in diesem Domspatzenheim sehr sehr viele Ereignisse , von denen auch der heutige leitende DKM Buchner weiß.
    Ich vermisse zum eigentlichen Thema wirklich den ganzen großen Respekt zum eigentlichen Thema , und ich bin auch der Meinung , das man an einer ehrlichen Auseinandersetzung mit den Opfern eben heute nicht interressiert ist

    Ich habe diese Doku jetzt auch schon einige male gesehen, und muss diese Briefeschreiber eben heute ausführlich wiedersprechen.
    Die heutigen Domspatzen müssten zuerst alle Opfer nach Regensburg einladen, und nicht irgendwelche TV Teams.
    ..( der heutige Pressesprecher Clemens Neck bekam vor einiger Zeit eine Anfrage vom Bayerischen Fernsehen , die leider abgelehnt wurde )

    http://www.domspatzen.de/fileadmin/downloads/gymnasium/pdf/Brief_an_Frau_Botros.pdf

  • Veronika

    |

    @Frau Vietze:

    Aber Frau Vietze „der klerikale Grinsekater von Passau“. Wie kann man nur. Dieser Bischof ist der Jüngste der gesamten Granden und soll als gebürtiger Oberpfälzer wieder „Schwung in den Laden“ bringen. Dazu hat man extra jemand genommen, der „Journalismus gelernt“ hatte, bereits einmal liiert gewesen ist, und es angeblich vortrefflich verstehen soll, auf die jungen Leute zuzugehen. Scheinbar aber nur auf die „jungen Leute“ die sich bisher schon in seiner geistlichen Umgebung befanden. Mehr war da bisher nicht zu sehen. Ist eben so, Passau – Bistum wie Stadt – gingen kath. Bischöfe seit denen Osters Vorgänger „aufgedrückt“ wurde, sowieso irgendwo vorbei.

  • Veronika

    |

    @Resch:

    Danke für die Information! Ich vermisse hier aber die Unterschriften derjenigen Leute, die offiziell und gut bezahlt Verantwortung für diese Institution „Domspatzen“ tragen. Auch die Präfekten, soweit diese aus der Oberpfalz stammen und deshalb sehr katholisch sozialisiert sein müssen, hätten unterschreiben können. Aber Instrumentalisieren von Minderjährigen gehörte ja schon immer zu bestimmten Herrschaftsformen.

    Wie der Bischof in seiner Vesper-Ansprache sagte, ist bereits ein neuer Förderverein in Gründung. Irgendwo muß das Geld ja hin, das man sonst dem Staatswesen zahlen müsste.

  • P.

    |

    @ Veronika ,
    das mit dem instrumentalisieren stimmt , daher …
    diese Masche ist bekannt und leicht durchschaubar. Auch an der Odenwaldschule haben einige der verantwortlichen Erwachsenen versucht, SchülerInnen zu instrumentalisieren. Und ihnen Texte diktiert, die diese SchülerInnen dann in Kommentarforen stellten.!?!
    _
    _
    Missbrauchskriminalität ist ein komplexes Verbrechen. Wo selbst die meisten lebenserfahrenen Erwachsene mit dessen Aufklärung und Ahndung überfordert sind,
    gilt das für Heranwachsende allemal. Sie für die eigenen Zwecke (Erhalt des Arbeitsplatzes und des entsprechenden Netzwerkes) zu missbrauchen, zeigt, dass der Geist der „alten“ Schule noch ganz wach ist.
    _
    Wenn SchülerInnen jetzt kritischer beäugt werden als früher, zeigt das nur, dass die Schule mit gesunder Skepsis nicht umgehen kann. Weil es ihr in der Vergangenheit zu leicht gemacht wurde.!?!
    _
    Regensburger Domspatzen _ Kirche treibt Förderverein in die Auflösung
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/regensburger-domspatzen-kirche-treibt-foerderverein-in-die-aufloesung-1.2302077

  • Angelika Oetken

    |

    „…Und ich werde weiter, aber im Verborgenen, mit Opfern sprechen und zwar mit möglichst vielen, mit allen, wenn sie es wünschen und wenn ich damit dazu beitragen kann, wenigstens ein wenig an der Heilung mitzuwirken.”

    „Heilen“ kann man heilbare Krankheiten.

    Hier geht es aber um die Aufklärung und Ahndung von systematischer Missbrauchskriminalität. Die aktuell Fälle betreffen, die Herr Vorderholzer zwar nicht aktiv mitverursacht hat, aber für die er als als hoher Kirchenfunktionär zuständig ist.

    Inwieweit Herr Auer oder andere Opfer des Bistums seriöse therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, um die Folgen der Traumatisierungen, die ihnen angetan wurden zu mildern liegt in deren Verantwortung. „Seelsorge“ ist definitiv nicht geeignet, um die Symptome psychischer Krankheiten zu behandeln.

    Es wäre sogar verboten. Es gibt in Deutschland nicht umsonst das so genannte „Heilpraktikergesetz“ http://de.wikipedia.org/wiki/Heilpraktikergesetz

    Heißt: wer medizinische oder therapeutische Leistungen erbringt, braucht dazu eine staatliche Genehmigung.

    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick, eine von 9 Millionen Erwachsenen in Deutschland, die in ihrer Kindheit und/oder Jugend Opfer schweren sexuellen Missbrauchs wurden

  • Resch

    |

    @
    Zur Erinnerung ,
    in Etterzhausen , der ehemaligen eigenständigen Stiftung der Regensburger Domspatzen , wurden in der ehemaligen Grundschule der Regensburger Domspatzen über Jahrzehnte kleine Kinderseelen gequält.

    6. Februar 2015, 08:15
    Franziskus zu Erziehungsfragen
    Papst findet Schlagen von Kindern okay – wenn sie ihre Würde behalten
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/franziskus-zu-erziehungsfragen-papst-findet-wuerdevolles-schlagen-von-kindern-okay-1.2339038
    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Kirchenoberhaupt Franziskus zu Erziehungsfragen
    Papst sorgt mit Aussage über das Schlagen von Kindern für Aufsehen
    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/kirchenoberhaupt-franziskus-zu-erziehungsfragen-papst-sorgt-mit-aussage-ueber-das-schlagen-von-kindern-fuer-aufsehen/11337230.html

  • Veronika

    |

    @Resch:

    Der Mann kommt wie er selbst einmal sagte „vom anderen Ende der Welt“. Hier haben wir ausserdem eine besondere Form des Klerikalrelativismus, will heißen: Eigene (kirchliche) Schuld wird nur pauschal anerkannt wenn es nicht mehr anders geht. In der Folgezeit wird dann wo auch immer möglich relativiert. Schliesslich kann man darüber streiten warum der Vatikan meines Wissens bis heute nicht die Menschenrechtskonvention unterzeichnete, aber hier als Organisation – nichts anderes ist der Vatikan – mitreden will.

  • Angelika Oetken

    |

    „Kirchenoberhaupt Franziskus zu Erziehungsfragen
    Papst sorgt mit Aussage über das Schlagen von Kindern für Aufsehen
    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/kirchenoberhaupt-franziskus-zu-erziehungsfragen-papst-sorgt-mit-aussage-ueber-das-schlagen-von-kindern-fuer-aufsehen/11337230.html

    @Resch,

    „Man(n)“ hat dafür ganz handfeste Gründe: http://www.eckiger-tisch.de/2015/01/26/auch-im-jahr-fuenf-aufarbeitung-hilfe-und-entschaedigung-stehen-immer-noch-auf-der-agenda/comment-page-2/#comment-8178

    http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/wissenswert/finanzkrise-was-evangelikale-ueber-die-krise-verraten/3179992.html

    http://www.ead.de/nachrichten/nachrichten/einzelansicht/article/papst-katholiken-und-evangelikale-koennen-voneinander-lernen.html

    Franziskus und Co. sind vermutlich sogar selbst fest davon überzeugt, dass das, was sie tun gut und richtig ist. Sowie das katholische Führungspersonal auf unterer Ebene, wo z.B. ein Herr Vorderholzer agiert auch. Das Praktische daran ist ja, dass die Priester von sich selbst behaupten, nur sie hätten eine Standleitung zu Gott. Ich frage mich, ob der auch eine Chefsekretärin hat?!?!

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Toribio

    |

    @ P.
    Ihre Aussage:
    „Missbrauchskriminalität ist ein komplexes Verbrechen.
    Wo selbst die meisten lebenserfahrenen Erwachsene mit dessen Aufklärung und Ahndung überfordert sind, gilt das für Heranwachsende allemal.
    Sie für die eigenen Zwecke (Erhalt des Arbeitsplatzes und des entsprechenden Netzwerkes) zu missbrauchen, zeigt, dass der Geist der „alten“ Schule noch ganz
    wach ist“.

    Antwort:
    1. Komplex an der Mißbrauchskriminalität sind nur der Umfang, das Ausmaß und die Vielseitigkeit dieses Delikts und der dabei angewandten abnormen Praktiken.
    Ansonsten halte ich es für ein abartiges, ekelerregendes Verbrechen gegen die Persönlichkeit , die Ehre und die körperliche sowie auch seelische Unversehrtheit eines anderen Menschen beiderlei Geschlechts, vor allem bei Kindern, Heranwachsenden und Jugendlichen.
    2. Was Sie hier über den Erhalt des Arbeitsplatzes und des entsprechenden Netzwerkes in Bezug auf Verwendung für eigene Zwecke ausgeführt haben, halte ich für eine bodenlose Frechheit und füreine gemeine Unterstellung.
    In diesem Falle sehe ich eine offizielle, öffentliche Entschuldigung mit Bedauernsausdruck der betroffenen Person gegenüber für dringent geboten, weil der Adressat dieser Ihrer Anmache klar erkennbar ist.
    Anderenfalls wäre es ein Gebot des Anstandes dieses Medium, dass Sie derart anfeinden fortan zu meiden, ganz zu schweigen von der Beleidigung der hinter dem Medium stehenden Person.
    Hier scheint sich eher bei Ihnen die alte Schule wieder durchgesetzt zu haben.
    3. Wir müssten froh sein, dass es dieses Medium gibt, weil, so fürchte ich, durch die allgemeinen Medien würden wir in dieser Ausführlichkeit nicht erfahren und auch nicht in diesem Umfang diskutieren können.
    4. Weiterhin möchte ich zu dieser aus meiner Sicht bodenlosen Rüpelei ihrerseits nur noch anmerken: “ Sie sollten sich dafür innigst schämen und sich als Schutt und Asche fühlen!

  • Angelika Oetken

    |

    „4. Weiterhin möchte ich zu dieser aus meiner Sicht bodenlosen Rüpelei ihrerseits nur noch anmerken: ” Sie sollten sich dafür innigst schämen und sich als Schutt und Asche fühlen!“
    http://www.regensburg-digital.de/nur-das-boese-und-die-hinterlist-scheut-das-licht/04022015/#comment-248543

    @Toribio,

    die Anregung zu den von Ihnen so scharf kritisierten Überlegungen kam von mir.

    Dazu:

    1. was können der Forist Resch, irgendwelche anderen ForistInnen oder ich dafür, dass die Welt so ist wie sie eben ist. Sie kennen doch das Sprichwort: „Das Hemd ist einem näher als der Rock“. Warum sollte ausgerechnet die Belegschaft des Domspatzenunternehmen da eine Ausnahme bilden? Bei der Geschichte? Die bisher nur in Ansätzen aufgeklärt, geschweige denn aufgearbeitet und geahndet ist?

    2. Sie verlangen eine Entschuldigung. Mag sein, dass das im Überschwall der von Ihnen hier formulierten Empörung, die Sie womöglich wirklich empfinden geschehen ist. Aber: eine offizielle Entschuldigung setzt voraus, dass es mindestens zwei reale und identifizierbare Personen gibt. Den, der um Entschuldigung bittet. Und den, an den sich die Bitte um Entschuldigung richtet. Wer soll hier also was verbrochen haben bzw. vergeben können?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Angelika Oetken

    |

    „Sollte ein Bischof nämlich nicht in der Lage sein, seine Klientel in seinem Bistum “bei der Stange zu halten”, ist die Verwaltung da oben sehr schnell dabei und kümmert sich selbst um die Sache.“
    http://www.regensburg-digital.de/nur-das-boese-und-die-hinterlist-scheut-das-licht/04022015/#comment-247659

    @Veronika,

    die Römisch Katholische Kirche ist ein großes Unternehmen. Und dieses Vorgehen aus Sicht der Führungsetage nur folgerichtig.
    Was passiert eigentlich mit klerikalem Personal das geloosed hat?

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Toribio

    |

    @ Veronika
    Meine Einlassungen, wie Sie klar erkennen können, richten sich eindeutig @ P. und den aus seinem Beitrag zitierten Absatz, von mir angesprochen in Antwort – Punkt 2 und 3.

    Im 3. Satz des vom mir erwähnten Zitates von P. ist für mich ohne etwasunterstellen zu wollen, für mich eindeutig als Interessat der Blogchef und sein Blognetzwerk von Regensburg digital gemeint, auch wenn Sie dass jetzt u. U. nicht mehr so sehen wollen.

    Wortlaut:
    – [Sie für die eigenen Zwecke (Erhalt des Arbeitsplatzes und des entsprechenden Netzwerkes) zu missbrauchen, zeigt, dass der Geist der „alten“ Schule noch ganz wach ist.]-

    Wenn aber der Satz den P. verwendet hat und die von mir angeblich so scharf kritisierten Überlegungen auf Ihre Anregung zustande kamen, wie Sie selbst an mich ausführen sind Sie aus meiner Sicht zumindest mittelbar, vielleicht sogar ohne das zu wollen, die Veranlasserin dieser Aussage, also auch als Absenderin bekannt.

    Somit gäbe es für mich zwei reale und identifizierbare Personen, die eine Entschuldigung möglich machen würde.
    Aber eben nur meine persöliche Beurteilung und auch Meinung.

    Denn Sie wissen ja, gesagt ist schnell etwas, Verantwortung dafür zu übernehmen fällt meist schwer und kann weh tun.

    Die weitere Entscheidung in Bezug auf meine Antwort 2. und 4. überlasse ich Ihnen aber selbst, wenn Sie überhaupt soviel Mut dafür aufbringen wollen.

    Bitte nicht böse sein, aber meine Meinung dazu ist für mich schlüssig eindeutig und ohne Alternative.
    Da ich Sie aber nicht persönlich angepostet habe , sondern P., ist für mich eigentlich genug zu Ihren Fragen gesagt.

  • Manfred

    |

    “Kirchenoberhaupt Franziskus zu Erziehungsfragen
    Papst sorgt mit Aussage über das Schlagen von Kindern für Aufsehen
    http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/kirchenoberhaupt-franziskus-zu-erziehungsfragen-papst-sorgt-mit-aussage-ueber-das-schlagen-von-kindern-fuer-aufsehen/11337230.html”

    Nach dieser Aussage können sich doch die Zuchtmeister der Domspatzen, der Ettaler- und Canisius Internatschüler und wo sonst noch diese Verhältnisse herrschen oder herrschten, und alle die das bis heute decken, in grossen Teilen bestätigt fühlen.

  • P.

    |

    @ Toribo ,
    Die Missbrauchskriminalität ist für mich ein komplexes Verbrechen , und ich verstehe auch ihre Wortwahl mit in Schutt und Asche nicht.
    Bitte lesen Sie auch die vielen Berichte zum Thema Odenwaldschule,
    ______________________________________________________________________________________________
    Wenn die Domspatzenschüler von heute eben auch derartige psychische Probleme zu einer Vielzahl von Themen haben , dann liegt das vielleicht auch daran, dass eben die ganzen Verantwortlichen dieser Institution Domspatzen , auch der Bischof von Regensburg ,eben heute auch den scharzen Peter zu gewissen Themen auch immer nur weiterschieben. Ich finde , man kann jetzt diese Domspatzen heute auch eben nicht durch drei teilen. Der Domspatzenchor , das Domspazteninternat und das Domspatzengymnasium gehören eben auch zusammen , und sind eben zusammen die Institution Domspatzen. Ich finde , man kann jetzt nicht nur das oder das so schnell über einen Kamm scheren, sondern sollte bitte normal auch auf dem Teppich bleiben. Und wenn die Domspatzen heute schreiben , dass sie mit dem aus dem vorigen Jahrhundert nichts mehr zutun haben , dann ist das auch für mich nur eine sehr schnelle Ausrede. Klar hat man auch mit dem von damals zutun !
    Der ehemalige Domspatz Hans Stephan Martin verstarb 2006.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Stephan_Martin
    _____________________________________________________________________________________________

    Quid de quoque viro et cui dicas, saepe videto.
    Überlege oft, was du über jemanden sagst und wem du es sagst.
    Epistulae 1,18,67 (an Protinus)

  • Veronika

    |

    @Toribio:
    Ich stimme Ihnen in allem zu, bei dem Sie RD als hier notwendigst erachten. Ohne RD (diese Publikation hier) wäre die Sache längst irgendwo abgelegt worden.

    Im Übrigen beschämen mich in dieser nicht geklärten Mißbrauchssache vor allem alle regionalen PolitikerInnen gleich welcher Partei. Da hört man keinen Widerspruch gegenüber dem Bischof, keine Kritik an der Diözese Regensburg. Niemand stellte sich bislang ganz offen auf die Seite der Herren Probst, Kaiser, Auer.

    Warum dies?

    Sollte man man sehen wo die Diözese Regensburg überall finanziell und personalverwaltungsbezogen die Finger drin hat.

    Alle wollen doch deren Söhnchen und Töchterchen gut untergebracht wissen. Nur das plebs miserum – welche Gruppe dies ist bestimmt die RKK immer wieder selbst – ist ruhig und dumm zu halten (Ref.: Reinhard Mey mit seiner 1994er Liedstrophe „Halt Du Sie dumm, …“)
    Die RKK muß vor allem in der Oberpfalz mächtig bleiben, denn sonst hätte sich das ganze Andienen der letzten Jahrzehnte nicht gelohnt. Mit liberaleren, freiheitlich eingestellten Personen kann weder das Bistum Regensburg, die RKK-D, der Vatikan, noch alle diejenigen Leute, die hier in übertragener „Zwei-Schwerter-Lehre“ derzeit regional am Ruder sind.
    Wünsche einen schönen Sonntag!

  • Veronika

    |

    @P:

    Vielen Dank für den Hinweis auf Hans-Stephan Martin. Könnten Sie vielleicht den Nachruf der Diözese in die Wikipedia einstellen? Dieser ist auf der Bistumshomepage (Link in der Wiki) nicht mehr verfügbar.

  • Angelika Oetken

    |

    „Herr Auer, dieser Bibelstelle setzt die RKK doch den Lichtträger aka “Luzifer” entgegen. Nur bloß kein Licht, und Jesus bringt das Licht erst am Jüngsten Tag. So lange wollen die noch “im Verborgenen werkeln”. Also kann man denen eigentlich nur den Teufel – meine natürlich “Luzifer”, den Lichtträger – an den Hals wünschen. ;-)“

    @Veronika,

    „Luzifer“ ist ja eine der interessantesten Figuren der katholischen Mythologie. Bietet sich als Identifikationsfigur für unzulängliche, unscheinbare Männlein geradezu an.

    „Luzifer“ wurde der Legende nach von Gott höchstpersönlich buchstäblich zum Teufel gejagt, weil er sich etwas angemaßt hatte, was er weder je hätte werden können, noch ihm überhaupt irgendwann zugestanden hatte.

    Ob ihm auch Kindesmissbrauch zugeschrieben wird, weiß ich nicht. Würde mich aber nicht wundern. Einige Täter missbrauchen ja, weil sie die Vorstellung haben, sie könnten sich damit die Lebenskraft ihrer Opfer einverleiben. Weil sie es nicht ertragen, ihre schwinden zu sehen. Wer als Kleinstkind von seiner eigenen Mutter nicht mit einem liebevollen, sondern von Hass erfüllten Blick angesehen wurde, wird wohl immer Angst vor Tod und Verfall haben.

    Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor?!?

    Licht ins Dunkel werden wohl nur Institutionen bringen können, die von Hause aus schon über eine gesunde Skepsis verfügen.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Veronika

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte keine Verschwörungstheorien.

  • Manfred

    |

    Am 7.1. wurde „Sünden an den Sängerknaben“ gezeigt. Danach gab es großspurige Ankündigungen aus dem Ordinariat. „Wir werden den Fall neu aufrollen“.
    Nun sind wir 5 Wochen weiter. Was hat sich getan ?

  • P.

    |

    @ Manfred ,
    nicht viel hat sich in den letzten vielen Wochen getan. Es ist auch ein sehr sehr komplexes Thema, dieses Domspatzenthema.
    Auch frage ich mich heute , warum die Domspatzenschüler heute sagen, dass Sie mit dem von damals ja nichts zutun haben.

    Schon vor Jahren hat sich die heutige Stiftung Domspatzen in Regensburg , Reichstrasse , sich das ganze Vermögen der ehemaligen eigenständigen Stiftung Etterzhausen / Pielenhofen , durch eine Verschmelzung / Zusammenführung , stiftungsmäßig angeeignet. Es wurde auch schon öfters nach dem Vermögen dieser Domspatzenstiftungen gefragt. – In den letzten 50 Jahren bekamen die Domspatzen , damalige eigenständige Stiftung Etterzhausen / Pielenhofen , und Stiftung Domspatzen in Regensburg , auch diverse , zahlreiche Erbschaften zugesprochen.
    In wie weit heute noch von den alten Erbschaten etwas vorhanden ist , oder sein soll , weiss ich auch nicht. Es gab vor langer Zeit einmal auch eine sehr große Erbschaft in der Hallertau , das soll ein großer Gutshof mit einem Jagdrecht gewesen sein.
    Auch sollen in Regensburg / Königswiesen noch zahlreiche Mietshäuser mit einem Basiswert von 1,5 Millionen stehen.
    Das große damalige Etterzhausener Grundstück hat man zu Anfang der 90s so für min.
    2 Millionen DM verkauft . Das Geld hat man dann in Regensburg in eine neue Immobilie , oder Grundstückskauf , wieder neu investiert. – Diese neue Immobile wurde dann auch eben vor der Verschmelzung beider Domspatzenstiftungen großartig in Regensburg verkauft. Dabei geht es um eine Summe von so bis zu 10 Millionen Euro. Damit wurden angeblich Schulden bezahlt. Auch hat das Ordinariat Regensburg die letzte Stiftung Pielenhofen auch jährlich so mit 100.000 Euro unterstützt. Was eben heute noch von den alten Erbschaften vorhanden ist , sein soll , kann ich leider nicht sagen!

  • Angelika Oetken

    |

    „Damit wurden angeblich Schulden bezahlt.“

    @P.,

    interessant.

    Falls dem wirklich so ist, gab es einen oder mehrere Gläubiger und eine konkrete Schuld. Für gewöhnlich existieren Papiere über so etwas. Abgesehen davon stellt sich die Frage, wer denn da Schuldiger war.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • Manfred

    |

    Das Thema Finanzen ist sicher auch interessant, aber die Ankündigungen zum Thema „Fall neu aufrollen“ bezogen sich doch wohl auf die Missbrauchsthematik, und zwar ganz konkret auf einen der Herren aus dem Film. Vielleicht ist aber auch das neue Aufrollen nur eine weitere Rolle rückwärts.

  • Angelika Oetken

    |

    @Manfred,

    wenn die Missbrauchskriminalität, die an Domspatzeneinrichtungen betrieben wurde tatsächlich seriös und ernsthaft aufgeklärt und aufgearbeitet wird, dann mit ihr das Thema „Finanzen“. Beides bedingt sich. Die systematische sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen geschieht nicht zufällig. Und auch nicht, weil die Täter so besonders „triebhaft“ sind. Es ist eher das Gegenteil der Fall. Es mangelt ihnen an ausreichender Potenz.

    Dies ist ein Hauptgrund dafür, dass sich die Verantwortlichen mit der Wahrheit so schwer tun.

    Falls irgendwer von denen behauptet, er könne irgendwas nicht glauben, ist das nur die übliche Ausflucht. Die wissen genau Bescheid.

    VG
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

  • P.

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    @ Manfred
    …Vielleicht ist aber auch das neue Aufrollen nur eine weitere Rolle Rückwärts….
    Stimmt , nach meiner Meinung haben alle heute in der Gegenward wirklich kein Interesse
    das alte Zeugs von damals richitg aufzuarbeiten.
    Für mich ist das dann auch eine Rolle Rückwärts.
    Heute begeistern die Domspatzen: Domspatzen begeistern
    Vohenstrauß. (dob) Die Regensburger Domspatzen haben nicht nur einen Namen, sondern eine Anziehungskraft. Eine solch hohe, dass bei einem Auftritt die Stadtpfarrkirche proppevoll war.
    http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/4475303-127-domspatzen-begeistern,1,0.html

    Auch müsste die heutige Leitung der Stiftung Regensburger Domspatzen, Herr Domkapellmeister Büchner und der Chormanager Christof Hartmann auch zum Thema
    endlich eine Pressekonferenz geben , und endlich von a bis z einen Klartext sprechen.
    _
    Im alpha-Forum kommen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, Religion und Kultur in 45 Minuten ausführlich zu Wort.
    alpha-Forum Roland Büchner, Chorleiter Regensburger Domspatzen
    http://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/programmkalender/sendung-808210.html

  • Veronika

    |

    @P.
    @Manfred:

    Naja, jetzt müssen die Domspatzen eben komplett aufs flache Land. Vor ein paar Monaten in die Geburtsstadt von KDM Prof. Dr. Schrems nach Mitterteich, hier nach Vohenstrauß.
    ——————–
    Solange nicht geklärt und bekannt ist, wie eine deutsche Diözese künftig sicherstellen will, dass nicht Pädofilie weiterhin zu Priestern geweiht werden können ist dies alles halbseiden.
    Wer nichts mehr davon wissen will verkennt die Gefahr, dass noch lange nicht klar ist, ob und wieviele Pädofile sich noch in kirchlichen Kreisen befinden. Wenn jemand, einmal mißbraucht schöne Posten erhalten kann, könnte sie/ er sich – finanziell nicht so bemittelt – dazu entschliessen darüber zu schweigen.
    Wie Frau Oetken schon sehr oft in diesem Zusammenhang erwähnte, kann aus solchen Dingen jede Menge sog. „Begleitkriminalität“ folgen.
    ———–
    Will die RKK so etwas nicht endgültig klären und der Öffentlichkeit begründen wie man so etwas verhindern will, ist die RKK keine in diesem Staat zu empfehlende Kirche.

  • Manfred

    |

    https://www.youtube.com/watch?v=6AR3iD1G_vA

    Bischof Vorderholzer erklärt, worauf man in der Fastenzeit verzichten sollte (u.a. Handygebrauch und Internet) und fordert seine Schäfchen zur geistigen Runderneuerung auf. Vielleicht erhofft er sich auch eine Beruhigung an dieser Front hier.

  • Haimo

    |

    Die Scheinheiligkeit der RKK nimmt ja im Verborgenen noch ganz andere Züge an .
    Mir wurde in einem Gespräch mit der Mßbrauchsbeaustragten in München ein Gespräch mit eben jenem “ Seelsorger “ in Aussicht gestellt . Von Anfang an lehnte ich Standartentschuldigungen und Zahlungen ab . Doch was passierte ? Vor drei Wochen schickt mir
    Hr. Fuchs genau diese zu . Ich dagegen wollte die persönliche Stellungnahme von Hr. Vorderholzner zu 10 Vorfällen in
    Etterzhausen damals . Ich kann keine wirkliche Reue in der Haltung der Kirche sehen . Meine Behinderung die ich damals davontrug und die Folgen ( unterlassene ärztliche Hilfeleistung )belasten mich noch heute . Aber die wurden in dem Standartbrief nicht mal erwähnt .

  • Angelika Oetken

    |

    „Ich kann keine wirkliche Reue in der Haltung der Kirche sehen .“

    @Haimo,

    ganz ehrlich: wenn ich mich in die Menschen hinein versetze, die innerhalb der Katholischen Kirche Funktionsträger sind, dann würde ich mich vermutlich genauso verhalten. Wahrscheinlich ist den Verantwortlichen das Ganze schon total über den Kopf gewachsen. Abgesehen davon demonstrieren die Kirchen-VIPs ja leibhaftig, wie drastisch die Personalprobleme der Kirche sind. Im wirklichen Leben hätten diese Männer es doch richtig schwer, irgendwo Fuß zu fassen. Welchen Beruf sollten sie ergreifen? Wer würde solche Leute einstellen?!?

    „Meine Behinderung die ich damals davontrug und die Folgen ( unterlassene ärztliche Hilfeleistung )belasten mich noch heute . Aber die wurden in dem Standartbrief nicht mal erwähnt .“

    Falls Ihre Behinderung in Folge sexualisierter Misshandlung (Missbrauch) aufgetreten ist, käme für Sie evtl. eine Hilfeleistung über das Erweiterte Hilfesystem für Missbrauchsopfer (EHS-FSM) in Betracht. Ihre Daten hat das Bistum ja schon, insofern riskieren Sie mit der Antragstellung persönlich nichts. Es sei denn, Sie geben dort Dinge an, die die Verantwortlichen im Bistum noch nicht wissen. Aber das ist für die Bearbeitung des Antrages durch die Geschäftsstelle und das entsprechende Gremium der Clearingstelle auch gar nicht nötig.

    Hier finden Sie Informationen zum EHS-FSM
    http://www.fonds-missbrauch.de/antragstellung/

    Nähere Informationen zur Antragstellung in Bezug auf institutionelle Tatorte unter „Antragstellung im institutionellen und in anderen Bereichen“.

    Alles Gute wünscht Ihnen
    Angelika Oetken, Berlin-Köpenick

    P.S. AntragstellerInnen haben die Möglichkeit, sämtlichen Schriftverkehr mit der Geschäftsstelle über eine Kontaktperson abzuwickeln. Das bezieht m. E. auch die Kommunikation mit der zuständigen kirchlichen Institution ein. Ich empfehle allen Kirchenopfern, die einen Antrag beim EHS-FSM stellen und die die Möglichkeit dazu haben, als Kontaktperson einen Anwalt zu benennen. Dieser sollte dem ausgefüllten Antragsformular ein offizielles Anschreiben (natürlich mit dem Briefkopf seiner Kanzlei) voranstellen, in dem er alle Beteiligten auffordert, den Schriftverkehr ausschließlich über ihn abzuwickeln. Das ist nämlich die einzige Sprache, die die kirchlichen Funktionäre genau verstehen. Interessanterweise sind sie dann auch zu präzisen Antworten fähig ;-)

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