Beiträge mit Tag ‘Protest’

Auch unter Pegida-Logo bleibt Regensburg für Neonazis ein heißes Pflaster. Die Kundgebung am Domplatz ging im friedlichen Gegenprotest unter.

Nach Polizeiangaben demonstrierten über 1.000 Menschen gegen Pegida. Fotos: as

Nach Polizeiangaben demonstrierten über 1.000 Menschen gegen Pegida. Fotos: as

Bei ihren Vorbildern waren sie braun, heute gewanden sich die Mitglieder des III. Wegs in grüne Uniformen. Als die Anhänger der neonazistischen Kleinstpartei, die in ihrem Programm klare Anklänge an die NSDAP aufweist und in der das verbotene Kameradschaftsnetzwerk „Freies Netz Süd“ aufgegangen ist, unter Führung des mehrfach vorbestraften Gewaltkriminellen Walter Strohmeier am Domplatz eintreffen, werden die Protestrufe der Gegendemonstranten kurzzeitig etwas lauter. Am weiträumig abgeschirmten Pegida-Stand scheint man dagegen freudig erleichtert zu sein: Immerhin bringen es die selbsternannten „Patriotischen Europäer“ – nach Polizeiangaben – mit Unterstützung der offenen Neonazis auf etwas mehr als 30 Teilnehmer. Anders wäre die Teilnehmerzahl allenfalls knapp zweistellig geworden. Nach Polizeiangaben trifft die Kundgebung auf rund 1.000 Gegendemonstranten.

Rief die Polizei auf den Plan: die 1971 erschienen Broschüre "terror in regensburger heimen".
Züchtigung - Körperverletzung - Terrorsystem

„Terror in Regensburger Heimen“

Vor 45 Jahren prangerten Regensburger Schüler öffentlich „Terror“ an. In der von ihnen im Jahre 1971 verteilten Broschüre „terror regensburger heimen“ kritisierten sie gewalttätige Übergriffe und autoritäre Strukturen, vor allem in kirchlichen Internaten. Die Verantwortlichen der Heime wiegelten damals ab. Ein geistlicher Direktor bestritt die Vorwürfe barsch und stieg wenige Monate später zum Direktor der Internate der Regensburger Domspatzen auf. Ein aufschlussreicher Rückblick.

Grenzaunhalbe
Grenzen für "Grenzzaun-Halbe"

Bier-Boykott an der Uni

„Grenzzaun-Halbe“: Mit diesem neuen Produkt hat sich die Straubinger Röhrlbrauerei ein echtes Eigentor geschossen. Erst gab es einen Shitstorm in den sozialen Netzwerken. An der Uni Regensburg, wo Röhrl in der Mensa und den Cafeterien quasi das Getränkemonopol hat, wurde nun vom ASTA ein Boykott-Aufruf gestartet. Die Studierendenvertretung fordert, den Vertrag mit der Brauerei zu kündigen. Ein Interview mit Dominik Graf, Referent für Ökologie und Mitglied im Mensaauschuss.

Eine Petition, deren Wortwahl und Auftreten die Entscheider provoziert: "Das Michlstift muss bleiben!". Foto: privat
Michlstift: Entgleiste Debatte

Von Datenschutz und Geschichten vom Pferd

Egal wie man die Petition bewertet: Bei der Debatte um die Schließung des Michlstifts vernebeln persönliche Empfindlichkeiten manchen den politischen Verstand. Der Oberbürgermeister findet die Namen auf Unterschriftenlisten zu einer Petition „sehr interessant“. Der SPD-Fraktionschef verbreitet rufmörderische Gerüchte.

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Demo

Über 1.000 gegen TTIP und Co.

Am vergangenen Samstag fand ein europaweiter Aktionstag gegen die aktuell verhandelten Freihandelsabkommen CETA, TISA und TTIP, statt. In über 50 Ländern weltweit riefen Organisationen und Bündnisse zu mehr als 700 Aktionen auf. Das Regensburger Stop-TTIP Bündnis konnte mit einem bunten Programm mit Rednern, Musik und einer Demonstration durch die Altstadt über 1.000 Regensburgerinnen und Regensburger mobilisieren.

Überreste eines verbrannten Polizeiautos in Frankfurt. Foto:
Kommentar

Der Geruch der Revolution

Die Protestaktionen zur Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt haben im Nachhinein viel Unverständnis geerntet. Während brennende Autos in fernen Ländern uns als revolutionäre Symbole gelten, sollen sie in Frankfurt nur Ausdruck der Lust an der Gewalt gewesen sein – eine nachträgliche Diskreditierung und Unterdrückung des Protests von Zehntausenden.