Bischof Müller: … und ewig lockt der NS-Vergleich

Bereits vor Wochen hat der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller die Berichterstattung der Medien zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche mit der Reichsparteitagsrede von NS-Propagandaminister Joseph Göbbels verglichen. Das ist in deutscher, englischer, italienischer und französischer Sprache auf den Internetseiten des Bistums zu lesen. Seit dem 3. März (unser Bericht sowie eine Erwiderung).

In einer Predigt am Samstag hat Müller nun erneut gemeint, Nazi-Vergleiche ziehen zu müssen. Die Berichterstattung der Medien verglich er mit der kirchenfeindlichen Haltung des NS-Regimes. Erst nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks darüber ließ Müller Auszüge der Predigt online stellen.

Ob der veröffentlichte Text tatsächlich der gehaltenen Predigt entspricht, ist unklar. Schon einmal ließ Müller kritische Passagen seiner Predigten umschreiben und als „autorisierte Fassung” veröffentlichen.

In Zusammenhang mit falschen Aussagen zu den Büchern des Autors Michael Schmidt-Salomon bei einer Predigt am Nordgautag wurde auf der Bistumshomepage nachgearbeitet (hier die ursprüngliche und die autorisierte Fassung als PDF). Damals zog Müller Vergleiche zwischen Nationalsozialismus, Kommunismus und Atheismus.

Insofern: Müllers Hang zum NS-Vergleich ist nichts Neues. Das Echo darauf schon.

Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, warf Müller deshalb „Geschichtsfälschung” vor. Der SPD-Fraktionschef im bayerischen Landtag Franz Mageth nennt Müllers Aussagen „unerträglich und unverzeihlich”.

In einem Hirtenbrief „zur aktuellen Situation” hat sich Müller bereits gestern in blumiger Sprache an „meine lieben jugendlichen und erwachsenen Brüder und Schwestern” gewandt. „In der Stunde der Bedrängnis sorgt sich jeder Hirte um die Schafe. Das Heulen der Wölfe schreckt mich nicht.” Fragt sich nur, wer der Wolf ist.

Am Rande: Seinen Ruf als Antifaschist – er hat sich mehrfach deutlich gegen die NPD ausgesprochen – macht Müller sich mit solchen Aussagen mehr und mehr kaputt.

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Kommentare (35)

  • Veits M.

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    In Haltung und Duktus ist der Bischof – wie Westerwelle – auf der schiefen Bahn. Beide müssen von dort ´runtergeholt werden.

  • erzet

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    Sehr schön.
    ich kann nur sagen, dass Bischöfe wie Müller – oder auch Mixa – für mich der Grund waren, aus der Kirche auszutreten.
    Es ist einfach unerträglich, dieses dumme Gequatsche, das nur noch als widerlich empfunden werden kann.

    Liebe Hirte Müller: machen Sie nur weiter so, Sie erreichen genau das Gegenteil von dem was Sie vermutlich wollen. Nämlich noch mehr Kirchenverdrossenheit.

  • Mathilde Vietze

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    Es wundert nicht, daß Müller schon wieder einmal ausfällig wird. Schließlich will er ja in die
    Presse kommen. Allerdings hat diese Tour bei den Ewiggestrigen Methode: Nachdem sie sich
    als die Sachwalter der alleinseligmachenden Wahrheiten wähnen, reagieren sie mit Totschlag-
    argumenten, sobald ein denkender Christ versucht, am Lack, bzw. an der Patina zu kratzen.

  • Peter Gross

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    Frage mich, was Gott wohl vom all dem hält. Kann ihm doch nicht egal sein, dass sein Club eine Bande von Kinderschändern ist. Und macht er sich nicht sogar der unterlassenen Hilfeleistung schuldig, wenn er da nicht eingreift?

  • Martina Huber

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    So soll nun strafrechtlich relevantes Verhalten der kirchlichen Täter, das leider verjährt ist, noch mit einem geschmacklosen NS-Vergleicht aus der Kirchenwelt geschafft werden. Welch schändliche Moral, die Täter zu Opfern zu stilisieren.
    Das „Glanzstück“ des Bistums haben die Täter selbst in den Dreck gezogen und nicht die Medien, Herr Bischof !
    Wenn die Diskussion jetzt so entgleitet, kann für JEDEN moralisch aufrechten Katholiken die einzige Konsequenz der Austritt aus dieser Institution sein.

  • Der Besserwisser

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    warum darf so ein mann weiterhin seine position inne haben? man weiß es nicht.

  • otto reicher

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    Schaidinger – pur!
    Nein, Danke. Beide benötigen wir sie nicht!

  • Rosemarie Jensen

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    Müller ist nicht wie Westerwelle, Müller ist wie Williamson, in Körpersprache + Sichtweise gleicht ein Ei dem anderen.

  • Immanuel K. Anti

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    MZ online, heute:
    „Ein Bistumssprecher wandte sich am Sonntag gegen Medienberichte, wonach Müller die Berichterstattung über Missbrauchsfälle mit der kirchenfeindlichen Haltung des NS-Regimes verglichen habe. Das sei eine „Falschmeldung“. Der Bischof habe nicht gesagt, dass es sich es sich heute um dieselbe Kampagne handle wie 1941. An den Reaktionen auf die „Ente“ des Bayerischen Rundfunks lasse sich ablesen, dass an Müllers Vorwurf einer Kampagne gegen ihn „irgendwas dran ist“.“ (http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=3086&pk=536104&p=1)

    Wenn er seinen eigenen Text nicht versteht, muß man ihm helfen.
    (Link von oben: http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&id=4031)

    Absatz #4: Die Frauen des Frauenbundes protestieren 1941 gegen das Entfernen von Kruzifixen aus öffentlichen Gebäuden.

    Absatz #5: Kurze Zusammenfassung der Unterschiede zwischen NS- und katholischem Weltbild. Der Absatz endet mit einem Lob der mutigen und engagierten Frauen.

    Absatz #6: „Auch jetzt erleben wir eine Kampagne gegen die Kirche.“

    Absatz #7: „Hier kommt es darauf an, Reife des Glaubens zu haben, nicht auf all diese Schalmeien wie 1941 hereinfallen, so auch heute nicht.“

    Absatz #8: „Und so wie damals die Katholikinnen und Katholiken treu gewesen sind der Kirche Jesu Christi (…)“

    Absatz #10: „wenn es um Menschen geht, die jetzt augebeutet und entwürdigt werden, die zu Lustobjekten heruntergewürdigt werden, da fehlt der Aufschrei. Und da ist es – wie 1941 – nötig, dass unsere Frauen aufschreien“

    Hmmm, merkwürdig. Ich interpretiere das als Nazivergleich(e). Sonst garnichts.

    Absatz #10 wäre sehr komisch, wenn es nicht um Themen ginge, über die man nicht scherzt. Denn er erkennt nicht an, daß gerade auch Frauen gegen seine Haltung zu den jetzt publik werdenden Verbrechen und Übergriffen aufbegehren.

    Der indirekte Vergleich der Öffentlichkeit und Presse mit Gänsen in Absatz #6 („Von so vielen Medien wird gegen die Kirche gezischt, so als ob man sich vorkommt, als ob man in einem Gänsestall hier die Gänse aufgeweckt hätte, so wird gefaucht und gezischt gegen die Kirche.“) ist meine Lieblingsstelle.

    Denn wer am Rednerpult steht und einzelne Menschen oder ganze Menschengruppen mit Tieren gleichsetzt, von dem weiß ich, was ich von ihm zu halten habe.

  • Sepp

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    Was soll man von so einem Mann halten ???? Ich hatte das Vergnügen ihn mal kurz persönlich zu treffen wurde da mit „Goldstück“ von ihm angesprochen ………. er macht nicht gerade den Eindruck als wäre er die beste Besetzung für dieses Amt ….. genau so wie all die Westerwelles, Öttingers und viele andere Politiker und kirchliche Würdenträger….. Stoppt denn Werte und Kompetenz Verfall unter unseren Kirchenvertretern und Volksvertretern !!! Ich habe das Gefühl diese Gruppen in unsere Gesellschaft müssen ihren Verstand abgeben bevor sie arbeiten dürfen sie bilden also so eine Art negativ Elite in unserem Lande. Oder sie haben ihre Schulbildung mittels Bild Zeitung erlangt…. Ich möchte sogar behaupten das die Volksvertreter so eine Art Elite Hartz 4.0 Gemeinschaft bilden… Sie liegen dem Staat auf der Tasche und sind nur schwer vermittelbar und nicht wirklich arbeitswillig…. Nicht ein Werte Verfall in der Gesellschaft findet statt, sonder unter ihren Vertretern !!!

  • Herbert W.

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    @Sepp

    Man muss den Bischof nicht mögen. Aber ihm vorzuwerfen er hätte seine „Schulbildung mittels Bildzeitung erlangt“ ist echt lachhaft. Gerhard Ludwig Müller hat ein abgeschlossenes Universitätsstudium, promoviert, sich habilitiert und war schließlich Universitätsprofessor. Alles Eigenschaften, die, ohne Ihnen nahe treten zu wollen, auf Sie sicherlich nicht zutreffen können, sieht man sich Ihre (nicht vorhandene)Zeichensetzung, ihren Satzbau sowie ihre Rechschreibung an (“ Werte Verfall“, „Kompetenz Verfall“ -> HILFE).
    Also ganz ehrlich, Syntaxmäßig hier solche Kuriositäten abzuliefern aber dann von mangelnder Schuldbildung bei anderen zu sprechen ist jetzt nicht gerade schlau.

    Ansonsten:
    Ja, Frau Knobloch kritisert mal wieder. Ist wohl mittlerweile ihre Hauptaufgabe geworden. Weitere Kritik-Opfer der letzten Monate (laut Google) waren übrigens: Die Kanzlerin, Gerhard Schröder, der Papst, Christian Wulff, Frank-Walter Steinmeier achso ja und der diesjährige Münchner Karnevalsumzug wurde vom Zentralrat auch kritisiert. Da befindet sich der Bischof ja in elitärer Gesellschaft. Mal sehen wer dieses Jahr noch so alles kritisiert wird…

  • Sir Sonderling

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    Da er als oberster Boss seiner Organisation in der Auswahl seines gesamtes Personals, vor allem in der mittleren und gehobenen Führungsebene, seit fast 2000 Jahren massive Fehlgriffe zu verantworten hat verlange ich vom Gott der Katholiken den unverzüglichen Rücktritt. Ansonsten werde ich ich zusammen mit Herrn Datko ein Amtsenthebungsverfahren anstreben.

    Mag ihm die CSU einen schönen Posten in der Hanns-Seidel-Strifung geben, damit er Ansprache und Auskommen hat. Diejenigen seines miserablen Personals, die nicht in den Knast oder in die Klapse gehören mag man als „unvermittelbar und unzumutbar“ der Agentur überlassen.

  • Schröck

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    @Herbert W.
    Kleines Suchrätsel für die Freunde der Kommasetzung: im Text von Herbert sind, trotz seiner Kürze, mindestens 8 Kommafehler verborgen. Natürlich darf er sich auch angesichts dieser persönlichen Einschränkung inhaltlich zu Wort melden. Daß es zu den Aufgaben der Vertreterin einer der größten Religionsgemeinschaften gehört, sich in die Tagespolitik einzumischen, finde ich schon nachvollziehbar.
    Oder, um einen Werbeslogan der Werbewirtschaft abzuwandeln: Glaube – kommt darauf an, was man daraus macht!

  • Anton Wagner

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    @ Herbert W.

    Ich kann zu Ihrem Kommentar nur sagen „i-tüpferl-scheißer“. Äußern Sie sich doch zu Bischof Müller und lenken Sie nicht von der Sache ab.

  • Immanuel K. Anti

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    @Herbert W.

    Ganz toll, im orthographischen Glashaus sitzen, aber kräftig Steine schmeissen. Mit Kommas haben Sie es nicht, und bei der Groß- und Kleinschreibung hapert es ja auch ein wenig, dazu kommen fehlende Buchstaben mitten im Wort.
    Wenn das nur interessieren würde.
    Gehen Sie doch einfach in den Thread zu Esser/MZ und werfen Sie den Malochern dort ihre Rechtschreibung vor, ich bin schon gespannt.

    Inhaltlich kann Sepp immerhin etwas selbst Erlebtes und eigenständige Gedankengänge beitragen. Sie nicht.

    Wenn Sie schon aus den Texten des Bischofs nicht herauslesen können, daß dieser eine argumentative Nullnummer ist, Recherchefehler inbegriffen, dann müssen Sie nicht auch noch draufsetzen, daß der Mann eine Unikarriere vorweisen kann. Er ist Theologe. Theologie ist keine Wissenschaft (höchstens der Teilbereich Kirchengeschichte). Gäbe es Lehrstühle für Hohlweltkunde, Ufologie, Astrologie, Wünschelrutengehen etc., so würde da immer noch keine Wissenschaft rauskommen. Man darf in sehr weiten Grenzen glauben, was man mag, man darf das auch in Büchern publizieren, aber ob man intelligent und gebildet wirkt, das beurteilen dann andere.
    Wer mag, kann sich den Wikipedia-Artikel „Theologie“ zu Gemüte führen. Es ist so richtig putzig, wie die Gläubigen da versuchen, ihr Glaubenssystem zu verwissenschaftlichen (meine Lieblingsstelle: daß man ja Quarks und Neutrinos genauso wenig sieht wie Gott. Bitte gebt mir einen Götterbeschleuniger und weist ihn empirisch nach, dann glaub ich es auch).

    Gar nicht mehr komisch sind Ihre (etwas gebremsten) Ausfälle gegen Frau Knobloch. Haben Sie sich die Mühe gemacht, ein wenig darüber nachzudenken, was sie warum kritisiert? Und ob das nicht die Aufgabe einer Zentralratsvorsitzenden ist? Den Mund aufmachen, wenn der Papst ihre Gemeinschaft mit mitleidigen Bekehrungsgebeten beömmelt, wenn ein Faschingszug ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag stattfinden soll, genau das ist ihre Aufgabe.
    Ich möchte mir nicht ausmalen, was von den Klerikern zu hören wäre, wenn man den Christopher Street Day oder die Love Parade mal am Karfreitag stattfinden ließe.
    Was Sie hier über die Frau absondern, ist letztlich der übliche dumme Antisemitismus/Antijudaismus, der diese Gesellschaft seit Jahrhunderten vergiftet. Denn Sie argumentieren nicht inhaltlich, sondern blöken nur rum, weil sie einfach ihre Aufgabe erfüllt und Sie schon ihre Existenz als Jüdin anekelt.

    Zum Kotzen!

  • Veits M.

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    Die allseitigen „Anwürfe“: wozu sollen sie dienen? Ich bin nicht der Meinung, dass dadurch die Qualität und der Nutzen dieser Website erhöht wird.

    In der Sache selbst erfährt der Regensburger Bischof auch handfeste Kritik von seinen Kollegen.

    Auch erscheint es angezeigt, den Fall Riekofen unter dem Blickwinkel des unterlassenen Einschreitens bei Garantenstellung (Stichwort: Ingerenz via Leitlinien 2002) näher zu untersuchen.

    Auf den Brief des Papstes – der grundsätzliche Bedeutung hat – sei hingewiesen. Siehe nur TAGESSPIEGEL.

  • Veits M.

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    Nachtrag: Auszug aus Hirtenbrief

    Zitat

    7. An die Priester und Ordensleute, die Kinder missbraucht haben

    Ihr habt das Vertrauen, das von unschuldigen jungen Menschen und ihren Familien in Euch gesetzt wurde, verraten und Ihr müsst Euch vor dem allmächtigen Gott und vor den zuständigen Gerichten dafür verantworten.

    Zitat Ende

    http://www.welt.de/politik/article6855959/Der-Hirtenbrief-des-Papstes-im-Wortlaut.html

    Erinnert sei an die Kette: Transparenz-Vertrauen-Glaubwürdigkeit-Legitimation

    Wer das Vertrauen zerstört/verrät, der entzieht der Glaubwürdigkeit die Grundlage; sein Handeln wird illegitim.

  • Corelli

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    Die katholische Kirche hatte von Anfang an keine Skrupel, auf den Nazi-Zug aufzuspringen, wenn sich eine Mitfahrgelegenheit bot. Der bischöfliche Schafhirt sollte sich daran erinnern, dass es der Vatikan war, der als erster Staat einen Vertrag mit Nazi-Deutschland schloss (Reichskonkordat von 1933). Dieser Vertrag brachte den Nazis einen wichtigen Prestigegewinn ein, der katholischen Kirche im Gegenzug eine Reihe von Privilegien, die heute noch wirksam sind (Kirchensteuer, Religionsunterricht an staatlichen Schulen, Freistellung Geistlicher vom Wehrdienst usw.) – für beide Seiten ein mehr als lohnendes Geschäft.

    „Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein.“ (Albert Einstein)

  • Joachim Datko

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    Theologie ist ein eigenes Biotop!

    Zu Herbert W. 22. März 2010 um 0:00 Uhr
    „Müller hat ein abgeschlossenes Universitätsstudium, promoviert, sich habilitiert und war schließlich Universitätsprofessor.“

    Das sagt meiner Ansicht nach nicht viel. Theologie ist ein eigenes Biotop. Meiner Ansicht nach geht es in der katholischen Theologie um keine rationale Erklärung der Welt, sondern um irrationale Inhalte, man denke nur an Teufel und Hölle.

    Es würde mich freuen, wenn im Zusammenhang mit den jetzigen Vorwürfen gegen die katholische Kirche die Studentenzahlen in katholischer Theologie zurückgehen.

    Tipp für Jugendliche:
    Man ist schon ab vierzehn Jahren religionsmündig und kann beim Standesamt aus einer Religionsgemeinschaft austreten. Das katholische Bistum Regensburg hat gegenüber anderen Bistümern noch einen großen Nachholbedarf bei den Austrittszahlen, es ist Schlusslicht. Sie brauchen einen Ausweis, 25 Euro für die Abmeldung und 6 Euro für die schriftliche Bestätigung.
    Siehe:
    http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=3076&pk=534005&p=1
    „Allerdings sei der Prozentsatz der Kirchenaustritte im Bistum mit rund 3,3 Promille der niedrigste Prozentsatz in ganz Deutschland.“
    Fragen zum Austritt können Sie unter http://bfg-deggendorf.de/ im Forum stellen.

  • Corelli

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    „Es fällt uns Katholiken auch keineswegs schwer, die neue starke Betonung der Autorität im deutschen Staatswesen zu würdigen und uns mit jener Bereitschaft zu unterwerfen, die sich nicht nur als eine natürliche Tugend, sondern wiederum als eine übernatürliche kennzeichnet, weil wir in jeder menschlichen Obrigkeit einen Abglanz der göttlichen Herrschaft und eine Teilnahme an der ewigen Autorität Gottes erblicken (Röm. 13. 1ff).“

    Die katholischen deutschen Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe, Juni 1933

    aus:
    Morden mit Gott
    Hitlerverehrung und Kriegshetze von deutschen Kirchenführern

    http://www.reimbibel.de/Kirche-im-Dritten-Reich.htm

  • Corelli

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    „Niemals wandten sich die deutschen Bischöfe gegen die vielen Tausende von Justizmorden an ihren Gegnern, gegen die Verfolgung von Liberalen, Demokraten und Kommunisten, die sie ja gerade wünschten. Niemals protestierten diese Bischöfe gegen Hitlers Überfall auf Österreich, die Tschechoslowakei, Polen, Dänemark, Norwegen, Belgien, Frankreich oder sogar die Sowjetunion, einen Krieg, den sie doch heiß begrüßten. Niemals protestierten sie gegen die grauenhaften Judenpogrome, gegen die Zerstörung von mehr als zweihundert Synagogen, gegen die Demütigung, Verschleppung und Vergasung der Juden, die ihre eigene Kirche ja eineinhalb Jahrtausende lang immer wieder verfolgt und getötet hatte. Niemals protestierten sie gegen das System des Nationalsozialismus als solches.“

    Karlheinz Deschner: Abermals krähte der Hahn. Taschenbuchausgabe 1996, S. 615

  • Veits M.

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    Zu Corelli

    Adolf Kardinal Bertram, Hirtenbriefe und Hirtenworte
    „Ende März 1933 beteuerten Bertram und mit ihm die Bischöfe der Fuldaer Bischofskonferenz jedoch, daß es für katholische Christen …“
    http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=1202

  • Veronika

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    Na Bravo! Er hat es wieder einmal nicht lassen können, sich gleich im „Rundumschlag“ zu verteidigen! Leider muss ich hierzu wieder einmal bemerken, dass das Ordinariat aus so vielen (klugen?) Köpfen besteht, aber niemand sprang ihm hier (wieder einmal ??!!!) zur Seite. Nicht dass ich den Bischof Dr. Müller hiermit verteidigen will. Möchte nur auf die Problematik aufmerksam machen, dass dieser sich auf sein Gefolge verlassen können muss. Dass ihm eben so etwas wie in dieser Predigt nicht passiert. Unter seinem Gefolge sind Leute, die kassieren für deren Nichtstun noch mehr wie der Bischof selbst. Alles von den Steuerzahlern. Dafür kann man gute Arbeit erwarten, will heissen: Ehrlichkeit, Aufklärungswillen, und mit den Leuten zu reden.
    Wie Herr Datko treffend schreibt: Theologie ist ein eigenes Biotop, da wird meinen Erkundigungen zu folge z. B. in Regensburg Rad gefahren ohne Ende, nur damit man schöne Pöstchen einheimsen kann. Wo ist der GV? Was ist seine Meinung? Wo ist das ganze sonstige Domkapitel, und: Wo ist eigentlich der „neue“ Weihbischof, der dieselbe Internatsschule besuchte wie der ehem. Riekofener Pfarrer Peter K.? Gäbe es hier nicht vielleicht Einiges (mehr) zu sagen? Aber keine Sorge: Man darf von korrektem Journalismus ausgehen, und so wird es wohl noch bis zum Weihnachtsfest 2010 Skandale regnen.

  • Sepp

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    Oh tut mir Leid wenn ich jemanden durch meine fehlenden Satzzeichen geärgert habe… Vielleicht sollte derjenige mal über sein Leben und das Universum nachdenken….
    Zu dem Thema Studium kann ich nur eines sagen, mich beeindruckt das überhaupt nicht ob jemand ein abgeschlossenes Studium hat oder nicht, ( Naturwissenschaften deren meine Wenigkeit auch angehört Grins, und die Geisteswissenschaft Mathematik mal ausgenommen) denn das sagt überhaupt ja wirklich überhaupt gar nichts über die Kompetenz eines Menschen in manchen Bereichen aus. Vielleicht kann der Bischof ja sehr schöne Gedichte schreiben, aber als Führungskraft oder gar öffentlicher Vertreter der Institution Kirche ist er ein Versager. Genau so wie manche Politiker die keine Ahnung von geschichtlichen Zusammenhänge haben und nicht einmal eine Fremdsprache, die ja ohne hin sehr leicht zu beherrschen ist, sprechen können. Jeder Grundschüler kann mittlerweile besser Englisch wie mancher Politiker.

    Im Übrigen war mein ehemaliger deutsch Lehrer begeistert von meiner Syntax, auch wenn mich Kritik leider nur sehr peripher tangiert …ach ja Differentialgleichungen…..

  • Hannes Wagner

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    Man kann sich auch auf das Niveau von Herrn Müller herablassen und ihm mit einem Zitat aus dem Lied „Pornofilmkäse“ von Huss und Hodn konter geben (Hip Hop)

    –> „Was mich bei dir an Joseph Göbbels erinnert // ist, du machst einen auf hart // aber bist eigentlich behindert!“

    bei 2:05 zu sehen auf http://www.youtube.com/watch?v=sKN8vaCXEc8

    man verzeihe mir die geistigen Abgründe, in die ich so manch einen geschickt habe…. :)

  • Stern

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    Die Mißbrauchsfälle sind für die Opfer, die Kirche und alle Gläubigen ein ganz schwerer Schlag.
    Volle Transparenz, Aufklärung und eine vorbehaltlose Enschuldigung der Täter und Verantwortlichen ist unabdingbar. Das gleiche gilt für eine Entschädigung der Opfer. Die Kirche sollte es auch tunlichst unterlassen, sich zivilrechtlich auf die Einrede der Verjährung zu berufen.
    Dass Bischöfe sich medial ausgesprochen mißlich verhalten ist nur noch traurig.
    Warum grinst Herr Bischof Jaschke in der Sendung hart aber fair unaufhörlich?
    Warum liest Herr Bischof Zollitsch eine Entschuldigung vom Blatt ab?
    Was soll das?????????????????????Der Nazi-Vergleich war natürlich ebenfalls total törricht. Mir ist fast schlecht geworden.

    All diese Punkte sind aber nicht die ganze Wahrheit.
    Mich wundert, dass die Verantwortlichen nicht erkennen, dass hier ein weltweiter Angriff des Bösen sichtbar wird, dem die Kirche ausgesetzt ist.
    Wenn es stimmt, was die kath. Kirche lehrt, dass es einen Teufel gibt, dann kann man sein Wirken hier gut beobachten.
    Dass sich die Bischöfe hier nicht stärker positionieren ist auch theologisch völlig unverständlich.
    Die überwältigende Mehrheit der Priester, Pater, Diakonen verhält sich völlig tadellos.
    Dass diese Menschen nun böswillig unter Generalverdacht gestellt werden ist nicht akzeptabel.

    Ich werde auch nicht aus der Kirche austreten, oder meinen Glauben leugnen, da keine der Taten von Jesus akzeptiert worden wäre und schlicht schwere Sünden darstellen.
    Wir sollten die Kirche stärken, damit die Bischöfe erkennen, an welchem Scheideweg sie sich befinden.

  • Mike

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    Wer wegen der Täter, sonstiger Verantwortlicher oder einer schlechten Predigt aus der Kirche austreten will, sollte noch mal vertieft darüber nachdenken, weshalb er in der Kirche ist.
    Ich bin Kirchenmitglied, wegen Jesus Christus. Es ist seine Kirche, die auch von den Mächten der Unterwelt
    nicht zerstört wird.
    Sie nimmt zur Zeit schweren Schaden, was mich betrübt und viele Gegner der Kirche erfreut.
    Es ist aber auch eine Chance zur Erneuerung, zur Rückbesinnung auf den Kern.

  • jakob Tiefenthaler

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    Wo war der gute Hirte Bischof Müller, als er in Riekofen dringend gebraucht wurde? Er drückte sich feige vor der Verantwortung. Seine Presseschelte ist ein himmelschreiender Skandal.

  • Bernd Henneberg

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    Wartet doch mal drauf was passiert, wenn ein sogenannter investigativer Journalist nach Bolivien fährt und dort nachforscht was Müllerchen dort macht! Viel Vergnügen Herr Bischof!

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