SOZIALES SCHAUFENSTER

Gesundheitsämter sind überfordert

„Die zweite Welle wurde verschlafen“

Die Software mangelhaft, die Beschäftigten überlastet, die Situation chaotisch. So schildern Mitarbeiter die Situation an verschiedenen bayerischen Gesundheitsämtern. Ein Blick auf Regensburg legt nahe, dass es hier nicht viel anders ist. Die lokal vor Ort arbeitenden Behörden seien mit der Situation allein gelassen worden, heißt es in einer detaillierten Schilderung, die unserer Redaktion vorliegt.

Quarantäneordnung kommt eine Woche zu spät: Bereits im September war das Gesundheitsamt Regensburg mit der Infektionslage überfordert. Kein lokales Phgänomen – und es ist nicht besser geworden.

Es ist eine ungeschönte Schilderung der momentanen Situation in den lokal angesiedelten staatlichen Gesundheitsämtern, die unserer Redaktion vorliegt. Der Mitarbeiter eines bayerischen Gesundheitsamts (Ort der Redaktion bekannt) – wir nennen ihn Hans Meier (Name der Redaktion bekannt) – hat sie verfasst und regensburg-digital zur Verfügung gestellt. Wie viele andere wurde er angefordert, als die zweite Welle bereits voll im Gange war. Er schildert chaotische Zustände. „Ein Eindruck, der sich sehr früh gefestigt und im Verlauf immer wieder bestätigt hat, ist, dass die Gesundheitsämter mit der Situation alleine gelassen wurden, nach dem Motto: Jeder muss selbst sehen, wie er da durchkommt.“

Es fehle an vernetzter IT, klaren Regelungen und strukturiertem Vorgehen. „Der eine nutzt Excel, andere irgendeine Software, die sich noch im Teststadium befindet, andere wiederum nutzen mehrere Varianten mit entsprechender Mehrfacheingabe von Daten. Manche nutzten dagegen noch Zettel und Stift.“ Der Informationsfluss sei ungenügend, so Meier. „Jeder Arzt, jedes Labor, jedes Gesundheitsamt, jede Einrichtung, jede Schule, jeder positiv Getestete, jede Kontaktperson etc. pp., nutzen andere Datenformate und -Übertragungsmethoden: PDF mit und ohne Formulare, PDF aus Scan, PDF aus (schräg) abfotografierten Zetteln, Excel-Tabellen, Fax, Briefpost, Telefon, Fotos, E-Mail mit oder ohne diverse Anhänge, die auch schonmal vom Spamfilter rausgefiltert oder gleich gelöscht werden, unverschlüsselte Web-Eingabe u.v.m. Die Liste ist quasi endlos.“

„Zweite Welle auf dem Rücken der Leute in den Gesundheitsämtern“

Er wolle keine Kritik an den Kolleginnen und Kollegen üben, die sich um die Kontaktnachverfolgung kümmern. „Die wenigsten, die diesen Job machen, haben bisher irgendetwas ähnliches gemacht, für die meisten ist das in jeglicher Hinsicht Neuland. (…) Wenn Sie die Tochter eines vor wenigen Minuten an Covid-19 verstorbenen Elternteils am Telefon für zwei Wochen in Quarantäne schicken sollen, offenbart sich ein grundlegender Gewissenskonflikt, der weit über die bloße Sachbearbeitung hinausgeht.“ Den Beschäftigten in den Gesundheitsämtern bescheinigt er zudem einen „großartigen und herausfordernden Einsatz in der aktuellen Lage“. Die zweite Welle werde aber auf ihrem Rücken ausgetragen.

Die Schilderungen von Hans Meier decken sich mit einem aktuellen Bericht der Abendschau. Mehrere Mitarbeiter von Gesundheitsämtern schildern dort – teils anonym, teils unter Namensnennung – chaotische Zustände und völlige Überforderung. Von 40 Überstunden und mehr pro Monat ist die Rede, von „katastrophaler“ digitaler Ausstattung und davon, dass man der Entwicklung hinterherlaufe und nur noch reagiere.

Infektionsherde liegen zu über 80 Prozent im Dunkeln

Dass die Daten, die von den Gesundheitsämter an das RKI übermittelt werden, unvollständig und lückenhaft sind, ist kein Geheimnis. Das zeigt zum einen die Tatsache, dass ein Großteil der Infektionsherde schon seit längerem nicht mehr nachvollzogen werden kann. Waren es im Vorfeld des ersten Lockdowns noch rund 25 Prozent der Ansteckungsorte, die sich aus dem Datenbestand des RKI ablesen ließen , ist im RKI-Lagebericht vom 1. Dezember nur noch von einem Sechstel – 17 Prozent – die Rede. In über 80 Prozent der Fälle können die Gesundheitsämter die Kontaktnachverfolgung also nicht mehr gewährleisten.

Exemplarisch darstellen lässt sich die Situation aber auch anhand der Situation in Alten- und Pflegeheimen, wo sich Covid-19 aktuell zunehmend ausbreitet. Die Botschaft, die RKI-Präsident Lothar Wieler in diesem Zusammenhang am heutigen Donnerstagmorgen verkündet hat, ist unmissverständlich. Zeitversetzt zu den jüngeren Altersgruppen infizieren sich demnach zunehmend immer mehr ältere Menschen. Es gebe eine steigende Inzidenz bei den Über-60- und Über-80jährigen und es komme zu immer mehr Ausbrüchen in Alten- und Pflegeheimen, dort, wo besonders gefährdete Menschen leben, die sogenannten „vulnerablen Personengruppen“, deren Schutz ein elementarer Baustein des Maßnahmenkonzepts gegen die Ausbreitung der Pandemie sein sollte.

Alten- und Pflegeheime: Hohe Dunkelziffer

Jeder fünfte infizierte Bewohner in Alten- und Pflegeeinrichtungen überlebt die Krankheit nicht – bislang waren das laut RKI 5.292 Menschen. Auch 55 Pflegekräfte starben bereits in Folge einer Covid-19-Infektion. „Das sind die Informationen, die wir unseren Daten entnehmen können“, sagt der RKI-Präsident. Doch wie verlässlich sind diese Daten?

Zuständig für die Übermittlung an das Robert-Koch-Institut sind, wie erwähnt, die lokalen Gesundheitsämter. Infektions- und Todesfälle in sogenannten Masseneinrichtungen – dazu gehören Alten- und Pflegeheime – sind gemäß § 36 Infektionsschutzgesetz (IfSG) gesondert meldepflichtig. Doch bereits bei den Daten der ersten Corona-Welle im Frühjahr wiesen diese Meldungen eine deutliche Dunkelziffer auf.

Damals stammten laut dem Robert-Koch-Institut bundesweit 38 Prozent der Verstorbenen aus Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Eine Mindestangabe, schränkte das RKI ausdrücklich ein. Bei fast 30 Prozent der amtlich registrierten Covid-19-Fälle würden die notwendigen Zusatzinformationen fehlen. Entsprechend geht das RKI von einer gewissen Dunkelziffer aus.

Nur noch Mindestangaben

Damals ergaben Recherchen von regensburg-digital für Bayern, dass hier mehr als die Hälfte der Corona-Toten auf Fälle in Senioren- und Pflegeeinrichtungen zurückging – annähernd 1.000 Menschen. Ohne Dunkelziffer. Doch wie ist die Situation jetzt, im Zuge der zweiten Welle seit Oktober? Nach wie vor geht man beim RKI von einem hohen Dunkelfeld aus, allerdings wird dieses mittlerweile nicht mehr genau beziffert. Im Lagebericht vom 2. Dezember heißt es:

„Da Angaben zu Betreuung, Unterbringung und Tätigkeit bei vielen Fällen fehlen, ist die Anzahl der Fälle mit einer Betreuung, Unterbringung oder Tätigkeit in den einzelnen Einrichtungen als Mindestangabe zu verstehen.“

Für die übermittelten Covid-19-Fälle aus allen genannten Einrichtungen sei zudem unbekannt, wie hoch der Anteil derer ist, die sich auch in dieser Einrichtung angesteckt haben.

Bayern: Landesamt verweist auf „örtliche Behörden“

Ähnlich dünn ist die Datenlage zur Situation in Bayern. Das hiesige Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), bei dem die Informationen der einzelnen Gesundheitsämter gebündelt und ans RKI weitergeleitet werden, teilt zwar mit, das von den seit 1. Oktober gemeldeten 1.068 Todesfällen in Zusammenhang mit Covid-19 in Bayern lediglich 20 Prozent, 214 Menschen, aus Masseneinrichtungen gemäß § 36 IfSG (Stand 30. November) stammen würden. Allerdings schränkt das LGL die Aussagekraft dieser Angaben deutlich ein. Zu beachten sei, dass „nicht in allen Meldefällen angegeben“ sei, ob die Verstorbenen in einer Einrichtung gemäß § 36 IfSG untergebracht waren. Der Anteil der Fälle, die in einer medizinischen Einrichtung betreut werden, könne möglicherweise höher liegen und die Zahlen seien „daher mit Bedacht zu interpretieren“.

Zur Frage nach Infektionsfällen während der zweiten Welle bei Bewohnern und Beschäftigten diesen Einrichtungen macht das LGL gar keine Angaben. „Dem Landesamt lägen „keine vollständigen, flächendeckenden Daten zur Betreuung/Unterbringung in einer Einrichtung nach § 36 vor“, heißt es. „Die Ermittlung der Infektionsketten im Zusammenhang mit einem lokalen Ausbruchsgeschehen, z. B. in einem Pflegeheim, obliegt grundsätzlich in der Zuständigkeit der örtlichen Behörden“, also den Gesundheitsämtern.

Regensburg: Unklarheit bei Todesfällen in Senioreneinrichtungen

Ein beispielhafter Blick auf Regensburg zeigt, dass die hier vorliegenden Daten unvollständig zu sein scheinen oder dass man schlicht den Überblick verloren hat. Das zeigt eine Betrachtung der Todesfälle. Insgesamt wurden in Stadt und Landkreis 41 Personen registriert, die seit Beginn der Pandemie in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben sind (zur Zählweise ein kleiner Exkurs weiter unten). 26 Menschen starben demnach zwischen März und August, 15 seit 1. Oktober.

Von diesen 41 Toten stammen laut dem Staatlichen Gesundheitsamt Regensburg acht Menschen aus Alten- und Pflegeeinrichtungen – alle acht seien im November verstorben. Diese Zahl weicht allerdings deutlich ab von Recherchen der Mittelbayerischen Zeitung, die am vergangenen Donnerstag veröffentlicht wurden. Die Autorin kommt unter anderem nach direkten Rückfragen bei Heimen, in denen es zu Ausbrüchen gekommen ist, auf insgesamt 14 Todesfälle: zwei im Charleston Rosengarten in Kumpfmühl, drei im Charleston Candis im Stadtosten Regensburgs, fünf im Kursana-Domizil in Lappersdorf und vier Tote gab es demnach in Caritas-Einrichtungen in Stadt und Landkreis.

Drei Todesfälle vom Juni fehlen

Wie ist das Abweichung um annähernd das Doppelte zu erklären? Nach einer nochmaligen Rückfrage und entsprechendem Hinweis am heutigen Donnerstag heißt es vom Gesundheitsamt, dass man nach wie vor nur acht Todesfälle in Alten- und Pflegeeinrichtungen bestätigen könne. „Gem. § 6 IfSG ist ein Arzt, der den Tod einer Person an SARS-CoV-2 feststellt, zur Meldung an das Gesundheitsamt verpflichtet. Diese gemeldeten Todesfälle werden dann vom Gesundheitsamt über das LGL an das RKI übermittelt.“ Aus diesen Meldungen resultiere die genannte Zahl.

Ob es sich um Meldefehler handelt, ob noch Meldungen fehlen oder ob die Abweichung schlicht der Tatsache geschuldet ist, dass das Gesundheitsamt Regensburg – wie so viele in Bayern – an den Grenzen seiner Belastbarkeit angelangt ist, bleibt offen. Dass man aber angesichts des steigenden Infektionsaufkommens etwas den Überblick verloren zu haben scheint, legt neben den abweichenden Zahlen in der MZ auch eine Auskunft nahe, die regensburg-digital im Juni vom Gesundheitsamt erhalten hatte. Demnach waren schon damals drei Bewohner aus Alten- und Pflegeheimen in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. In der aktuellen Antwort tauchen diese nicht mehr auf.

Überforderung schon im September klar

Bereits im September konnte man den Verdacht hegen, dass das Staatliche Gesundheitsamt Regensburg mit der Situation überfordert war. Nach einem Corona-Fall in einer Gaststätte wurden beteiligte Gäste teils gar nicht, teils deutlich verspätet informiert. Die jeweils angeordneten oder nicht angeordneten Quarantänemaßnahmen schilderten Betroffene teils als willkürlich und nicht nachvollziehbar. Der Wirt der Gaststätte wurde gar nicht informiert. Das Gesundheitsamt sah damals keine Versäumnisse, auch keine Überforderung. Die im September verfügbaren 22 Mitarbeiter zur Kontaktnachverfolgung seien „gerade noch ausreichend“, hieß es.

Mitte November hatte sich die Personalsituation zwar verbessert – man verfüge nun über 57 Mitarbeiter zur Kontaktnachverfolgung, mit denen man „derzeit an der Belastungsgrenze“ arbeite, so eine Auskunft vom 18. November. „Dennoch gelingt es mit großem Einsatz, die Infizierten und deren Kontaktpersonen zu ermitteln und zu kontaktieren“, hieß es. Im Dezember sollte das Personal nochmals erhöht werden – unter anderem durch zeitlich befristet abgeordnete Soldaten der Bundeswehr.

Überstunden, Zettelwirtschaft, kein Homeoffice

Von Kontakttracern in Regensburg liegen unserer Redaktion bislang lediglich mündliche Berichte vor, die sich im Detail nicht überprüfen lassen. Allerdings ist auch hier von unterschiedlichen Formblättern die Rede, davon, dass es an einer zentralen Software fehle und dass ein Großteil der Datenerfassung auf Papier ablaufe. Von Zettelwirtschaft ist die Rede, die eine Unterstützung der Kontaktnachverfolgung aus dem Homeoffice unmöglich mache.



Offenkundig ist, dass die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes Regensburg mindestens an der Belastungsgrenze arbeiten. Zahlreiche Überstunden und Nachtarbeit hat dessen Leiter Dr. Matthias Pregler auch im Rahmen verschiedener Interviews offen eingeräumt. Gegenüber unserer Redaktion wird auch bestätigt, dass die Datenerfassung „sowohl elektronisch als auch in Papierform“ erfolge. Ebenso, dass eine Kontaktnachverfolgung „ausschließlich im Gesundheitsamt“ und nicht in Homeoffice erfolge. Worte wie Überlastung oder Überforderung – offene Kritik an mangelhafter Ausstattung durch das Land Bayern oder dergleichen – werden allerdings tunlichst vermieden.

„Die Ministerin hat das Problem nicht erkannt.“

Hans Meier hingegen wird in dem Bericht, der uns vorliegt, deutlicher. Er bezeichnet das Vorgehen der politisch Verantwortlichen als „Posse“. Es sei zwar richtig, dass seit der letzten großen und nationalen Pandemie viele Jahre vergangen sind, und daher gefühlt niemand auf ein solches Ausmaß vorbereitet gewesen sei. „Für die erste Welle kann man daher den Verantwortungsträgern nachsehen, dass vielleicht keine adäquate Reaktion möglich war. Aber: Diese zweite Welle wurde verschlafen, es wurde sehenden Auges darauf zugesteuert, und die unteren Gesundheitsbehörden wurden damit alleine gelassen.“

Wer dafür nun welche Verantwortung zu tragen habe, müsse anderorts betrachtet werden, „wobei auch fraglich ist, ob das Stellen von Schuldfragen in so einer Situation überhaupt sinnvoll ist“. Wichtig sei aber, dass daraus gelernt werde, um für künftige und ähnlich gelagerte Fälle eine möglichst bundesweite und einheitliche Vorgehensweise festzulegen. Es sei den politischen Verantwortungsträgern nun „dringend zu empfehlen“, die unteren Gesundheitsbehörden ausführlich zu ihren Empfehlungen und Vorgehensweisen in der Covid19-Pandemie zu befragen und diese in die Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen.

Die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml verspricht 5,5 Millionen für die Gesundheitsämter. „Ein Witz“, sagt ein Insider. Foto: Archiv/pm/Andreas Gebert

Nach dem gestern gesendeten Bericht der Abendschau zu den chaotischen Zuständen an zumindest einigen bayerischen Gesundheitsämtern hat Gesundheitsministerin Melanie Huml angekündigt, diese mit 5,5 Millionen Euro zu unterstützen, um 237 Vollzeitstellen zu schaffen – das wären im Schnitt drei zusätzliche Stellen für jedes der 76 bayerischen Gesundheitsämter. Hans Meier bezeichnet das als „Witz“. „Die Ministerin hat das Problem nicht erkannt.“

Exkurs: So werden Todesfälle gezählt

Die Zählung der Verstorbenen an/mit Covid-19 sorgt häufig für Spekulationen. Laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gelten Personen, „die mit und an SARS-CoV-2 verstorben sind, sowie Personen, bei denen die Ursache unbekannt ist“. Mit SARS-CoV-2 verstorben bedeute, „dass die Person aufgrund anderer Ursachen verstorben ist, aber auch ein positiver Befund auf SARS-CoV-2 vorlag“. An SARS-CoV-2 verstorben bedeute, „dass die Person aufgrund der gemeldeten Krankheit verstorben ist“. „Personen, bei denen die Ursache unbekannt ist“ bedeute, „dass ein positiver SARS-CoV-2-Befund vorlag, die eigentliche Todesursache jedoch unbekannt ist – und entweder noch nicht ermittelt wurde oder nicht mehr ermittelt werden kann. Bei „etwa 96 Prozent“ der Fälle ist laut LGL die Todesursache bekannt. Von diesen wiederum seien „etwa 87 Prozent“ an COVID-19 und 13 Prozent an einer anderen Ursache verstorben. Vereinfacht ausgedrückt: Bei knapp 84 Prozent der gemeldeten Todesfälle ist die Ursache zweifelsfrei Covid-19.

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Kommentare (48)

  • Mr. T.

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    Jeder Wirt hat sich besser auf die zweite Welle vorbereitet als die Staatsregierung. Letztere hat diese nur als Drohkulisse verwendet, selbst allerdings keine Schlüsse daraus gezogen.

  • R.G.

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    Da sieht man wieder, dass es falsch ist, keinen arbeitslosen Steinmetz als Neu-Kontakttracer aufzunehmen.
    Ein solcher hätte auf Bitten die Datenerfassung in Keilschrift gewährleisten können.
    Die fehlt noch in der Steinzeitsammlung.

  • XYZ

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    Die Frage ist doch eigentlich nur, ob der Totenschein vom behandelnden Arzt überhaupt zweifelsfrei ausgestellt und an das GSA übermittelt werden kann. Wie soll der Arzt denn attestieren bei einer eh schon angeschlagenen Person, sei sie nun älter oder jünger: gestorben an oder mit covid oder an Organversagen? Die Statistik ist nicht ‘zweifelsfrei’.

  • Jakob Haberberger

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    Hier zeigt sich die “Kompetenz” der bayerischen Regierung. Man hatte über 6 Monate Zeit sich Konzepte zu überlegen, um Schaden abzuwenden. Was wurde in der Zeit getan?
    Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass man Däumchen gedreht und gehofft hat, dass sich alle Probleme von allein in Luft auflösen. Anders kann man sich auch die Situation in den Schulen nicht erklären. Da wurde alle Verantwortung an die Gesundheitsämter abgeschoben.
    In manchen ländlichen Gegenden wurde außerdem erst Mitte/ Ende Oktober, also viel zu spät, begonnen Lehrer in digitalen Lehrmethoden weiterzubilden. Jetzt müssen die Menschen in den Gesundheitsämtern, dem Gesundheitswesen und den Branchen, die langsam ausbluten dafür büßen.
    Gerade in diesen Zeiten zeigt sich, dass eine konservative Regierung nicht die beste Wahl ist um einer solchen Krise Herr zu werden. Außer strengerer Regeln (die dann für Wirtshauswiesn über Bord geworfen werden, weil die Tradition des betrinkens und gröhlens muss natürlich erlaubt sein) als in anderen Bundesländern kam nicht wirklich eine Lösung.

  • Stefan Aigner

    |

    @XYZ

    Wo steht, dass die Statistik “zweifelsfrei” sei? Ich kopiere es für Sie noch einmal hierher:

    Die Zählung der Verstorbenen an/mit Covid-19 sorgt häufig für Spekulationen. Laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gelten Personen, „die mit und an SARS-CoV-2 verstorben sind, sowie Personen, bei denen die Ursache unbekannt ist“. Mit SARS-CoV-2 verstorben bedeute, „dass die Person aufgrund anderer Ursachen verstorben ist, aber auch ein positiver Befund auf SARS-CoV-2 vorlag“. An SARS-CoV-2 verstorben bedeute, „dass die Person aufgrund der gemeldeten Krankheit verstorben ist“. „Personen, bei denen die Ursache unbekannt ist“ bedeute, „dass ein positiver SARS-CoV-2-Befund vorlag, die eigentliche Todesursache jedoch unbekannt ist – und entweder noch nicht ermittelt wurde oder nicht mehr ermittelt werden kann. Bei „etwa 96 Prozent“ der Fälle ist laut LGL die Todesursache bekannt. Von diesen wiederum seien „etwa 87 Prozent“ an COVID-19 und 13 Prozent an einer anderen Ursache verstorben. Vereinfacht ausgedrückt: Bei knapp 84 Prozent der gemeldeten Todesfälle ist die Ursache zweifelsfrei Covid-19.

  • gretchen

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    Die Regierung hat und hatte in jedem Bereich keinen Plan. Fast wöchentlich kommen neue Verordnungen, Richtlinien, Schreiben, Anweisungen an Kommunen, Behörden, Schulen, öffentliche Einrichtungen mit irgendwelchen Vorschriften und Vorgaben. Bezüglich der Umsezung wird nichts gesagt – kein Wie? Kosten? Personal? Machbarkeit?
    In den Sommermonaten hat die Regierung keine Pläne (A, B, C) für bestimmte Szenarien erstellt – jetzt stehen wir alle da. Die Zahlen werden nicht runtergehen bis 10.01.21 – Ausgangssperren sind zu erwarten (Mannheim beginnt schon damit) . Seit Monaten reagieren die Gesundheitsämter irgendwie, in Griff haben diese schon längst nichts mehr. Ein wesentliches Problem ist auch, dass die Gesundheitsämter miteinander nicht vernetzt sind und zuständig ist das Gesundheitsamt des Wohnortes. D.h steckt in der Arbeit irgendwo in Regensburg eine Schwandorferin ihren Kollegen an (Kontaktperson A) dauert es meist 10 Tage bis das Gesundheitsamt Schwandorf das von Regensburg informiert und die dann den Kollegen informieren, daß er in Quarantäne muss. Ist bei uns in der Arbeit so passiert.

  • R.G.

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    So, jetzt mache ich ausnahmsweise einen vernünftigen Vorschlag.

    Man nehme drei Leute unterschiedlicher politischer Richtung (wenn sich einer findet, der drei mal die Partei gewechselt hat, gilt der auch allein als parteiübergreifend), erstelle eine LIste, wie sie für alle sinnvoll wäre, drehe eine Anleitung vom Einschalten eines Computers bis zum Tippen in die Tastatur, zeige wie man das fertige Ergebnis an die zuständige Behörde abschickt (nur wegen des Lockdown nicht per Brief), wie diese dann E- Mails öffnen kann, und stelle das Übungsbeispiel dann in Youtube ein.

    Zuvor lasse man Herrn Stein die Umstellung von julianischen auf den gregorianischen Kalender erklären, warum es besser ist allgemein hier letzeren zu nutzen.

  • XYZ

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    Danke an die Redaktion!
    Habe es schon gelesen. Aber bitte im Kommentar nicht überlesen: wie sollen das die behandelnden Ärzte zu 84 % zweifelsfrei feststellen? In der Gerichtsmedizin in M bei Prof. Spann für Ärzte und Juristen wurden da seinerzeit andere Kriterien zugrunde gelegt.

  • Petr Czelle

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    Grundsätzlich Maßnahmen beenden, außer in Pflegeheimen und Krankenhäusern.

  • R.G.

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    Liebe Mitlesser!
    Ich meine, COVID-19 ist die Stunde des guten Layouts und nicht des lustigen, üblichen Web-Designs.
    Die Lage ist so kompliziert und die Fülle der Informationen überfordernd. Wer sich bemüht, Info-Listen zu machen, verzettelt sich meist und wer informiert, verliert sich in Erklärungen.

    Für mich gab es genau zwei Seiten, die aufgrund ihres Layout- Wissens (der Kunst unter anderem des Weglassens, damit eine Seite übersichtlich bleibt)
    mit ihrer Zentralseite zu COVID-19 nicht überfordernd waren:
    Regensburg-digital, durch die geordnete Zusammenfassung der vielen Links au einer Seite die sich nach und nach immer mehr füllte.
    https://www.regensburg-digital.de/coronavirus-in-regensburg-archiv-der-beitraege-bis-17-april-2020/

    Und die farblich zwar trostlose, aber sonst hervorragend strukturiert Informationen zu Tabellen aufbereitende AGES Österreich:
    https://covid19-dashboard.ages.at/
    https://covid19-dashboard.ages.at/dashboard.html
    https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus/epidemiologische-abklaerung-covid-19/

    Wer Listen erstellt, in Gemeinden oder Ämtern, tut es in der Regel in der Absicht, gewissenhaft zu handeln, der Standpunkt ist dabei am Ort, bei den Fällen oder schlimmstenfalls bei der Hierarchie im Büro, gesammelt werden Buchstaben und Zahlen. So kann niemals eine einheitliche Erfassung erfolgen. Die Sichtrichtung ist sehr individuell und deshalb komplett falsch.

    Der richtige Standpunkt aller Erfasser wäre der Ort, bei dem die gesammelten Daten am Schluss
    erfasst, beurteilt und dargestellt werden sollen. Sehen wir uns als Beispiel diese Graphik am Endpunkt AGES an, mit ihren Farben.

    https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus/epidemiologische-abklaerung-covid-19/

    Wenn das das Ergebnis sein soll, kann man bereits die Datenerfassung ganz anders, viel gezielter vornehmen. Ich führe das als Beispiel aus. Die Kontakttracer haben links am Muster- Fragebogen die farbigen Symbole, lila für Reise, eventuell mit Auto- Symbol, und so fort mit jeder Farbe.
    Sie füllen also gleich farbig aus (Wort stellt sich dann zur Kontrolle daneben).
    Die gefühlte statistische Auswertung – frei Auge- fällt hier jedem kleinen Mitarbeitenden sehr leicht. Man arbeitet auf ein bekanntes, vorstellbares Ergebnis hin. Sinnhafte, verständliche Arbeit bindet positiv ein.
    Die gleiche AGES Seite möchte ich aber auch kritisch anführen. Kontakttracer sind vielleicht schon über 40 oder sehen trotz Jugend nicht superoptimal oder man erfasst alles im dunklen Flur eines Hauses. Und dann steht blasse Schrift auf grauem Grund. Da steigt ein Großteil der Menschen mit seiner Aufmerksamkeit aus.
    Man achte bitte bei der Schrift des Fragebogens, dass sie weder zu dünn, noch zu fett und nicht mit schmalen hohen Buchstaben auftritt. Der Kontrast zwischen Untergrund und Schriftfarbe soll ziemlich groß sein.

    Ich bitte nun andere Leser, die für sie übersichtlichste Informationen-Zielpunkt Seite (wo die vielen erfassten Daten fürs Volk schlussendlich bewertet und aufbereitet wurden) zu verlinken, bei der sie sich sehr schnell mit dem Auge zurechtfinden (bei der Robert Koch Seite sehe ich das nicht gegeben).

  • Mr. T.

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    Das mit der Sterberei an oder mir Corona ist immer so eine Auslegungssache. Eigentlich stirbt man nicht an Corona, sondern eher weil Corona eine andere Ursache drastisch verkompliziert und auslöst. Das ist ähnlich wie HIV. Wenn Covid ein Organsversagen auslöst, stirbt man an dem Organversagen, das aber ohne die Infektion nicht stattgefunden hätte. Es ist auch falsch, dass oft Menschen wegen Corona sterben, die eh nicht mehr lange gelebt hätten. Und ja, es gibt den Unfalltod, der mit in der Statstik landet weil die Person infiziert war. Aber diese Fälle sind statistisch nicht relevant.

  • Tom

    |

    Nun, gerade im Punkt der Kontaktverfolgung haben wir es alle in der Hand die Behörden zu unterstützen. Somit: Schimpfen einstellen, Aluhut absetzen, Coronapp installieren – und am besten noch die eigene Infektion in dem Teil melden. Und schon hätte sich jedes Erfassungsproblem erledigt..
    Ja ja, jetzt kommen die Kommentare – und diejenigen die kein Smartphone haben? Gute Frage – aber fangen wir doch einfach bei denen an, die eines haben – und dann schauen wir weiter. Also: App laden – am besten JETZT.

  • XYZ

    |

    Zu Mr. T. 19.31:
    Das Organversagen ist alltäglich und wird nach meiner unbedarften Kenntnis zumeist als natürliche Todesursache attestiert? Die statistische Unterscheidung ob mit oder ohne Covid ist mehr als fraglich – da hat sich ja China erfolgreich ausgeklingt – und es kommt m. E. mehr auf die einzelfallbezogene Exploration an, die kann aber nicht das GSA vornehmen oder überprüfen. Da mag zwar bei der allgemeinen Statistik zu Alten- und Pfegeheimen nützlich sein, aber: generelle Kontaktsperren seuchenhygienisch überall notwendig? Bitte nicht falsch verstehen: Vorsicht ist allemal besser als Nachsicht, wenn’s sonst zu spät ist.

  • R.G.

    |

    @Tom
    Wir haben zwei gegenläufige Bedürfnisse,
    schnelle und einfache Datenerfassung um weitere Infektionen zu vermeiden, dafür spiegelt die Corona-App eine Lösung vor,

    …und Millionen erregt sabbernde, auf möglichst viele Daten wartende Wissenschaftler, staatliche Stellen, Versicherer oder diebische Schurken, deren größter Wunsch es ist, möglichst für hunderttausend Studien oder Erfolge reichen sollende Erfassung. Da fällt der Datenschutz ungehindert auf die Schnauze und es stört keinen.

    Hier muss die Politik den Mut haben, die Übersichtlichkeit und Effektivität als hilfreicheres Ziel zu sehen und der geilen Gier auf Daten, Daten, Daten, eine strikte Absage zu erteilen.

    Die Frage, wie kann man trotzdem weitere als die Kerndaten freiwillig, unter Wahrung des Schutzbedürfnisses der Bürger, erhalten und konservieren, sollte von der Politik gesondert zum Ziel gemacht werden. Ich meine wir werden mit keiner “einer” App, mit keinem Verarbeitungsprogramm zum Ziel kommen können. Das ist sonst wie ein Turmbau zu Babel, jeder hat ein anderes Programm.

    Jetzt wäre zur Erreichung beider Ziele, der effektiven Ersterfassung von Kerndaten, und zur Unterstützung von Datensammlungen für viele künftige Auswertungen, Open Scource notwendend.
    Nur damit könnte man z.B. Tabellen landesweit, bundesweit vereinheitlichter bekommen. Solange Kaufprogramme unterschiedlicher Art und stolze Eigenschöpfungen unterschiedliche Datenwut ortsüblich sind, ist keine Übersichtlichkeit möglich.

    Der naheliegendste Schrit für die Entwirrung des Bayerischen Fragebogenwirrwarrs wäre ein Fragebogen-Wiki.
    1.) Erfassung der bisherigen Modelle (Abbildung)
    2.) Bewertung des bisher übersichtlichsten, sich selbst am besten erklärenden Fragebogens, Verbesserungen
    und
    A.) Erfassung der (optischen) Wiedergabeart der Daten bei den “Endverbraucher-“und “Volksinformationsinstituten” wie RKI oder ähnlichem
    B.)Bewertung des augengängigsten, selbsterklärendsten Modells der Datenwiedergabe fürss Volk, eventuelle Verbesserungen,

    Danach Neuerstellung von Fragebögen mit Farbhilfen für die Kontakttracer usw., bei denen klar ist, was am Schluss z.B. beim RKI abgebildet wird, wie ich es vorhin am Beisiel aufzeigte.
    Erstellung von Wiki-Seiten für den Umgang mit den Programmen, Tabellen usw. ohne Herablassung oder Zynismus.
    Vom Einschalten des Computers bis zu jedem weiteren Schritt.
    Oder vom Ausfüllen am Schreibblock bis zur Eingabe am Computer.

    Im Grunde wie ein Schulfunk der Vergangenheit, auf Basis von Wiki und Youtube, sowie Einbindung der fertigen Erklärfilme auf die Gemeindeseiten. Das können sich das auch Infizierte ansehen, dadurch verläuft das Gespräch mit den beauftragten Datenerfassern viel leichter. Der Vorteil von Transparenz.

  • R.G.

    |

    @Mr.T.
    “Das mit der Sterberei an oder mir Corona ist immer so eine Auslegungssache. Eigentlich stirbt man nicht an Corona, sondern eher weil Corona eine andere Ursache drastisch verkompliziert und auslöst. Das ist ähnlich wie HIV. ”
    Eigentlich hätte ich Ihren ganzen Beitrag kopieren und fett wiedergeben müssen.
    Dieses sture Festhalten an der Pflicht zur Wertung, in Nähe des konkreten Toten zwischen an Corona, mit Corona usw. zu unterscheiden und Statistiken zu füttern, ist mit Recht einer der größten Angriffspunkte der Gegner, und es ist eine sinnlose Forderung an die Totenbeschauer, zusätzlich verfälscht es die Statistik.
    Für die politisch notwendigen Maßnahmen (z.B.Lockdown) ist es zum größeren Teil furzegal, ob mit Corona oder mit an ihm gestorben wird, weil es als dramatischer Verstärker wirkt; die Eindämmung des Geschehens kann sich zu einem bestimmten Zeitpunkt nur durch Separation und Isolation erreicht werden.

    Eine Auswertung ob mit Corona oder an ihm, könnte und sollte zu unterschiedlichen Zeitpunkten durchaus unterschiedlich bewertet werden dürfen, aber bitte später. Solange wir Corona nicht verstanden, nicht verstehen, ist Gewichtung und Endwertung falsch.
    Wichtiger wäre, die Krankheiten, die Coronamaßnamen – bedingt mangelbegandelt werden, z.B. Diabetes, Blutdruck u.v. a.m. anzuführen, nicht zur sofortigen Gewichtung des Anteils an der Todesursache, sondern zur Zementierung des Bedarfs an Wieder- Vollversorgung. Wenn also von hundert Corona- Toten 90 zum Schluss auch Dünpfiff hatten, sollte man das zur späteren Gewichtung erfassen, welchen Anteil es am Todesgeschehen hat, und jetzt sofort Durchfall aufmerksamer behandeln.
    Aber wie könnte die Todesursache dann verschriftlicht werden, das Gesetz verlangt sowas ja? Als Wortkombi. In Volksdeutsch:
    Corona !/ Herz- Kreislauf
    Corona ? / Neuro
    Corona
    etc.
    ! =für getestet Corona,
    ? = für mutmaßlich Corona (da z.B. im Corona-Haushalt)

  • XYZ

    |

    Die Corona und auch Climakrise ist letzten Endes ein Appell an die gesamte Menschheit:
    ändert euer Verhalten! Sieh das Gute liegt so nah: sprecht mehr untereinander, auch international statt Wolkenkratzern und Kriegen, das will ich euch nur von corona sagen.

  • Skyrider

    |

    Nachdem sich MP Söder heute in Passau wieder medienwirksam “inszeniert” hat und den Bayern erklärt hat, wo die bayerischen Corona-Hotspots ihre Ursachen haben, ist die Welt doch wieder in Ordnung. Es gibt keine Versäumnisse im Schulbetrieb, keine in den fehlenden Konzepten für Alten und Pflegeheime. Alles ist gut….!
    Eines ist auch sicher. MP Söder wird als “Schulden Ministerpräsident” in die Archive eingehen. Dieser Titel ist ihm nicht mehr zu nehmen……

  • R.G.

    |

    @XYZ
    Bitte hören Sie sich auf Youtube etc. alle Voträge Josef Penningers zum Thema an. Teils ist es akustisch sehr schlecht.
    Sie können durch seine Ausführungen gut verstehen, weshalb es hirnrissig war, nachträglich betrachtet, Organversagen ODER Corona als Todesursache anführen zu müssen. ACE 2 erklärt vielmehr, weshalb es durch Corona zu Organversagen kommt.

  • Mr. T.

    |

    Natürlich hat der Sinisterpräsident wieder erfolgreich geframed, wohin die Schuld zu schieben ist. Auf keinen Fall dorthin, wo sie etwas hätten besser machen können. Das erfolgreiche Verdrängen der Bevölkerung aus dem geschützten Raum der Gastronomoie in den privaten Raum, war der Infektionsrate sicherlich zuträglich. Man frage mal bei Lieferdiensten nach privaten Parties falls es jemanden interessiert. Es ist auch kaum zu glauben, dass nach den Erfahrungen im Frühjahr wieder solche Ausbrüche in Pflegeeinrichtungen passieren. Den Schulen hat man wohl nicht mal die Daumen gedrückt damit sie die Herausforderungen der Beschulung unter Pandemiebedingungen besser bewältigen. Die Schulden sind dabei noch das wenigste, was sie vebockt haben.

  • XYZ

    |

    Zu Skyrider 21.30
    Na ja, der markante MPr war sogar mal Gesundheitsminister – Hans Dampf in allen Gassen.

  • Hthik

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    “Worte wie Überlastung oder Überforderung – offene Kritik an mangelhafter Ausstattung durch das Land Bayern oder dergleichen – werden allerdings tunlichst vermieden.”

    Es ist die Regierung, aber nicht nur diese. Behörden klagen zwar schon mal über hohe Belastung, aber das führt sonderbarerweise nie dazu, dass die Fehlerrate ansteigt. Das ist höchst merkwürdig, denn letztlich arbeiten und entscheiden dort Menschen und es ist bekannt, dass diese auf hohe Belastung so reagieren. Behörden aber befinden sich merkwürdigerweise immer nur am Rande der Überlastung. Es ist diese Unfähigkeit Fehler einzuräumen, selbst dann, wenn die Behörde möglicherweise gar nicht verantwortlich ist, sondern die Ursache tiefer liegt, die verhindert, dass die Fehler systematische verfolgt und analysiert werden können.

    Das ändert sich kurioserweise schlagartig dann, wenn der Behörde aus anderen Gründen ein Fehler direkt nachgewiesen wurde. Dann muss der Bürger plötzlich Verständnis für solche menschlichen Unzulänglichkeiten haben, die unter hoher Belastung nun einmal unvermeidlich auftreten. Obwohl man ihm doch bis eben noch versichert hatte, zwar wäre die Belastung sehr hoch, aber man komme doch noch damit zurecht.

    In der Technik, etwa der Softwaretechnik gibt es Verfahren wie “failing gracefully” oder “Lastabwurf”, mit denen ein System, das überlastet ist trotzdem seine Kernfunktionen aufrecht verhalten kann, etwa indem es Prioritäten setzt und die knappen Ressourcen nach einem feststehenden Plan verteilt. Ähnlich in der Medizin die Triage. Dazu müsste man sich durchringen die Ehrlichkeit an den Tag zu legen, im Voraus zu sagen, was wichtig ist und was gegebenenfalls systematisch vernachlässi8gt wird, wenn der Notfall eintritt. Das kratzt am Heile-Welt-Image, dass die Behörde jederzeit in der Lage ist alle Aufgaben unter allen Umständen zu 100% zu erledigen.

    Wiedermal Kudos an RD, diese Widersprüche ans Licht der Sonne zu zerren.

  • Christoph Högl

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    Vieles im Text ist seit mehreren Monaten bekannt, nur werden kaum Konsequenzen daraus gezogen.

    Weder der Schutz vulnerabler Gruppen (Alten-/Pflegeheime, Gemeinschaftsunterkünfte …),
    das Kontakttracing (bundesweit hat es nur bis Anfang Juli geklappt, in Regensburg war spätestens Mitte September (Schulanfang) damit Schluss),
    die Vermittlung wirtschaftlicher Hilfen aus x Töpfen (Gastro, Solo, …)
    noch die Kommunikation an und mit der Bevölkerung hat geklappt.

    Die von oben verordneten Tests für jeden, die durch Bespassung vermittelte Leichtigkeit des Spätsommers (Riesenrad, Gastro im Stadtpark, …) vermittelten vielen den Eindruck, das Schlimmste sei überstanden.

    Kritische Nachfragen, etwa zum Thema Kita/Schule wurden gezielt ignoriert/torpediert, im Bund, im Land, in den Kommunen.

    “Das sehen wir dann, wenn es soweit ist” war z.B. noch die netteste Antwort
    etwa zum Thema Schulbeförderung.
    (Allein entlang der Buslinie 1 Prüfening-Pommernstr. liegen über 10 Schulen, eine Durchmischung in dicht gedrängten Bussen ist trotz aller Bemühungen nicht zu vermeiden. Da werden Pausenbrote vertilgt, Getränkeflaschen herumgereicht, man verabredet sich für den Nachmittag und drückt sich herzlich zum Abschied. Alles ganz normal, wären es die Umstände auch.)

    Hallensport wurde wieder machbar, mal mit mehr, mal mit weniger Regelkonformität. Die Gastro war mit Hygienekonzepten gut gerüstet ins 2. Halbjahr gestartet, nur Corona spielte nicht mit.

    So mancher brachte eine leichte “Sommerunpässlichkeit” als Souvenir mit, ob vom Badesee oder von weiter weg – egal, man lebte ja mehr draußen.

    Dummerweise folgte auf Sommer und Ferien wieder mal Herbst und Schule und mit Sonnenstunde weniger verdunkelte sich auch die Statistik.

    Jetzt haben wir Schlachthofwetter, knapp über 0°C, regelmäßig typischen Donaunebel (Aerosolwolken über Kaltluftseen in nach Piazolo 40 zu 5 Minuten gelüfteten Räumen) in und ausserhalb der Klassenzimmer.

    Richtig ist, dass weder Schulen, noch KiGa, auch nicht Fitnesstudios oder Gastro “die” Hotspots sind, sie bilden aber das Substrat, auf dem Xorona blühen kann.

    Den geforderten halbstündigen kompletten Luftaustausch (ASR A “Lüftung” 3.6) schafft kein Schulgebäude, auch kaum eine Gastro. 25m³ pro Person und Stunde schafft in auf Energieeffizienz getrimmten Gebäuden kaum eine Heizung/Klimaanlage und so hüstelt so mancher asymptomatischer Träger seine eher geringe tendenziell ungefährliche Virenlast durch Stadt und Land.

    Dass der Lockdown light eher Open End Horror heißen sollte wurde auch den meisten Mitte November klar. Kommunikationsmängel zwischen Bund und Ländern ließen auch die Chance auf zielgerichtetes Nachschärfen verstreichen und so steigen die Zahlen in allen LK/Städten, die zum November mit 130+ gestartet sind. In Regionen unter 120 fallen sie langsam.

    Ein Blick ins Ausland hätte uns warnen können, aber auch der Blick nach BGL wäre sinnvoll gewesen.

    Dort startete man am 20.10. mit harten Maßnahmen (inkl. Schulschließung) in den Lockdown. Durch hohe Testdichte stieg sie über 324 (28.10.), fiel zum bundesweiten Lockdownstart auf 252 und erreichte zum 10.11. mit 124 (Halbierung) ein Minimum. Mit Wirkung des leichten Lockdowns pendelt man zwischen 140 und 190.

    Auch die Testreduktion von 1,6 Mio auf 1,35 Mio (-15%) zur Entlastung der Labore hat nicht zur gewünschten nachhaltigen Reduktion geführt, sondern nur zur Vergrößerung des Dunkelfelds, weil asymptomatische Fälle nun nicht mehr getestet und erfasst werden.

    Die seit Testverordnung vom 15.10. angedachten Antigen-Schnelltests, etwa für Pflegeheime sind nicht in ausreichender Menge beziehbar, von den angedachten 20 Tests je Bewohner/Monat kann man in der Praxis nur träumen. Jetzt sollen sich Lehrer auch noch selbst testen, mit den ohnehin schon knappen Schnelltests. Es braucht nicht viel Phantasie, um den Ausgang zu erahnen.

    Mit etwas Glück retten wir uns in die Weihnachtsferien mit dann knapp 1.000 Toten/Tag.

    Über die anderen Schäden (Psyche, körperliche Folgeschäden, Existenzängste, Ausbluten öffentlicher Kassen, Überstrapazierung des Gesundheitswesens (aktuell 210 LK mit Restkapazität < 20%) hört man wenig fundiertes.

    Da bleibt den Mitdenkenden nur ein "AHA" ob der dezentralen Lösung mit Papier/Bleistift, Excel in den Gesundheitsämtern.

    Mehr ist kommunal/staatlich leider nicht an Hilfe zu erwarten.

  • Auch a Regensburger

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    Wie schön wäre es wenn wir in dem Fall unser Datenschutzbedürniss bei einer Ausnahme etwas lockern würde.
    Die Technik ist da. Wir tragen die Technik eh immer mit.
    Hoffe das diese Debatte in den nächsten Monaten geführt wird und wir dann zu einer breiten Nutzung einer anständigen App entscheiden.
    Wir könnten ganz Deutschland in die Gesundheitsämter setzen und würden noch ansatzweise eine Nachverfolgung hinbekommen, wie sie halt nunmal die big data kann.

    Aber wir entscheiden uns ja für Steinzeitmethoden.

    Wäre für eine Petition, dass jeder der in diesem Fall (Corona App) laut für Datenschutz schreit, sein Smartphone abgibt. Denn dem Google gibt er die Infos und hat ihm vertraglich erlaubt mit den Daten zu handeln.

    P. S. Südkorea hat heute einen schwarzen Corona Tag. Über 600 Infektionen an einem ganzen Tag (im ganzen Land). Und wahrscheinlich wird die Regierung jetzt auch Maßnahmen in den Clustern ergreifen.

    P.s.:
    Zu der Sterberatediskussion. Die wirklichen Auswirkungen werden wir erst in Jahren wissen. Heute sehen wir jur die Toten (ob mit oder wegen egal). Entscheidende Messgröße ist was es der Gesellschaft an Lebensjahre kostet. Es wird nämlich genügend geben die jetzt 80ig sind und noch 10 Jahre gelebt hätten, aber wegen der schweren Covid Erkrankung nun nur noch 5 schaffen.

  • Auch a Regensburger

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    Und zur Söderkritik.
    Ich selber habe den Söder in den letzten Jahren sehr verwerflich empfunden. Aber in diesem Fall finde ich die Kritik etwas unberechtigt. Er hat doch immer gekämpft möglichst früh und möglichst scharf Maßnahmen einzufordern. Mit dem Hinweis, daß die Nachverfolgung nicht mehr gegeben ist.

    Hoffe wirklich das wir als Gesellschaft lernen mit solchen Gefahren so umzugehen, dass wir solche Lock downs (v. A. monatelange) verhindert werden können.

  • Harry

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    Mir tun die Politiker leid. da wollen sie einerseits den Verquer-denkern beweisen, dass sie keine Diktatur errichten wollen, sogar X-Mess soll nett werden, die Wirtschaft soll brummen und die Kids “gemeinsam” in reih und glied sitzen. Andererseits wollen sie die “50” – leider widerspricht sich das. Die Lösung ist so naheliegend wie verpöhnt: die Wirtschaft hintenanstellen, Autohäuser und Boutique zu, Amazon-Versendezentrum etc.. ebenfalls. Schulen 4 Wochen weihnachtsdicht, sofort Wechselunterricht, etc.. scheiß unpopulär, aber der Virus ist nunmal ein Virus. Ach ja: Das Geld ist nicht knapp. Es gibt davon extrem viel, nur in zu großen Haufen mit Zäunen drumrum. Muss man wohl umverteilen?

  • Petr Czelle

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    Mit Demokratie hat es auch a regensburger anscheinend nicht. Vorschläge wie Datenschutzlockerungen sind ja wohl ein Witz

  • GSH

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    Zwei Dinge sind dem Deutschen heilig und unantastbar:

    * Datenschutz
    * Brandschutz

    Bringt man davon was in eine Diskussion ein, dann ist das Thema erledigt.

  • R.G.

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    Kommentar gelöscht. Bitte sachlich bleiben.

  • Mr. T.

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    Zu viel Datenschutz ist nicht das Problem der Corona-Warn-App. Die Probleme liegen in der Infrastruktur rund herum. Aber der Datenschutz ist wieder die Ausrede für das Versagen der Regierung. Außerdem ein willkommener Grund gegen Datenschutz ins Feld zu ziehen.

  • Auch a Regensburger

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    Peter Czelle,

    Hier geht es um eine einzige App. Falls sie ein Android phone haben, habe sie dem Google dies erlaubt. Sogar darf er Ihre Daten verkaufen. Sie haben eine Vertrag mit Ihm dazu abgeschlossen.

    Sollten Sie ein Smartphone haben, würde ich es für eine Witz halten, dass sie dass nicht sofort abstellen und entsorgen.

    Und Sie müssten mir recht geben, dass für diejenigen die weiterhin Google Vertrauen, dass er auch die Daten Anonym hält, auch problemlos eine anständige Corona App nutzen könnten, oder?

    PS. Ich bin für Datenschutz. Aber in diesem Fall wäre es mir lieber ein Auge zu zu drücken. So bleiben halt die Läden zu, Sport fällt aus, Stammtisch ist virtuell, arbeiten vom home office und immer wieder homeschooling. Und die Angst die Personen aus Risikogruppen in meinem Umfeld anstecken zu können. Oder über kurz oder lang den Arbeitsplatz zu verlieren. Ihnen ist der Datenschutz in diesem einen Fall lieber.

    Wir haben die Wahl.

  • Mr. T.

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    Auch a Regensburger, es ist richtig, dass die App weniger problematisch ist als jedes Telefon mit Android oder iOS. Komplett falsch ist jedoch, dass weniger Datenschutz bei der App irgendwas besser machen würde, geschweige denn sogar andere Einschränkungen unnötig machen würde.

  • Skyrider

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    “Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) auf seiner Webseite zur Corona-App mitteilt, liegt der aktuelle Stand der Download-Zahlen in Deutschland laut aktuellen Zahlen vom 27. November bei 23,2 Millionen Downloads”.

    Bei 80,3 Millionen Einwohnern ist die App doch ein voller Erfolg, oder etwa doch nicht?
    MP Söder, Gesundheitsminister Spahn, Gesundheitsexperte Lauterbach, gingen noch vor kurzen, von einer Wirksamkeit der App, ab ca. 40 Millionen Nutzern aus.
    Aktuell sagen die “Experten”, eine Wirksamkeit, setze schon ab 12 Millionen Nutzern (15 % der Bevölkerung, laut RKI) ein….. So werden Zahlen schöngerechnet. Die App ist alles andere als ein Erfolg……..! Überzeugungsarbeit der Verantwortlichen, mangelhaft….

  • da_Moartl

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    Diese Zustände machen einen nur noch wütend. Die Mitarbeitenden in den Gesundheitsämtern tun mir leid. (Manch andere “Beschäftigte” im öffentlichen Dienst, deren Ämter mal null-komma-nix von heute auf morgen für den Publikumsverkehr geschlossen wurden und die mit dem Kaffeekochen nicht mehr hinterherkommen, solltensich daran mal ein Beispiel nehmen!) Was haben wir denn da für eine “Regierung”, die nicht in der Lage ist (und das nach ACHT Monaten Pandemie!), eine Web-basierte Software zu installieren, mit der man die relevanten Daten erfassen kann. Heimbewohner ja/nein oder schwere sonstige Erkrankung ja/nein – das kann der Informatikstudent schon im ersten Semester programmieren. Die Lasten haben diejenigen zu tragen, die am Ende der “Fress-Schlange” stehen: Mitarbeiter im Gesundheitsamt, Pflegekräfte, Pflegedienstleitungen. Die Ministerialbeamten und sonstigen Bürokraten und Politiker stellen sich als “Rampensau” vorne hin und brüsten sich damit, wie toll sie die Krise meistern. Und den größten Zampano gibt unser “König Markus”!

  • Charlotte

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    Ein Lockdown ab 13.12. bis 10.01. incl. Kontaktverbot und Reiseverbot bis 10.01. ist die einzige und am wenigsten schädliche Möglichkeit, um die Zahlen auf ein vernünftiges Maß runterzubringen. Über die Weihnachtsfeiern steht die Wirtschaft und Schule eh still. Wer im homeoffice arbeiten kann, kann natürlich weiter arbeiten. Lebensmittel können weiterhin gekauft werden. Wenn alles runtergefahren ist, besteht auch in der Schule wenig Gefahr, sie kann bis 18.12. weiterhin stattfinden. Der Virus läuft sich von alleine tot, wenn er keine Kontakte bekommt. Lieber mal kurz und knackig als endlos erfolglos. Und ganz ehrlich, wer die Warn App immer noch nicht installiert hat und mit positiven Ergebnissen füttert, handelt unsolidarisch. Da hab ich wirklich keinerlei Verständnis.

  • Skyrider

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    MP Söder hat ja für Sonntag wieder zur “Verschärfungsrunde” geladen. Fakt ist einfach: Die in Bayern von der Staatsregierung zusätzlich getroffenen Maßnahmen, haben im Vergleich mit anderen Bundesländern nichts gebracht. Passau, Regen, Freyung Grafenau, jetzt Nürnberg, die Hot Spots werden immer mehr. Es mag sein, dass die Grenzlage zu Österreich und Tschechien hier eine Rolle spielt. Sollte, dass so sein, hätte hier viel eher mit verstärkten Kontrollen, bis hin zur zeitweiligen Schließung der Grenzen reagiert werden müssen. Im Sommer war das doch auch kein Problem. Da wäre es aber mit Sicherheit zum Konflikt mit Kanzler Kurz Österreich und dem stramm konservativen tschechischen Ministerpräsidenten Andrej Babiš gekommen, den wollte Söder vermeiden. Es wird auch immer deutlicher. Vorrangig gehts hier darum, die Wirtschaft am Laufen zu halten. Erst dann kommt der Mensch. Ich bin nur mal gespannt, wann den Bürgern die Rechnung aller getroffenen Maßnahmen präsentiert wird. Die Schuldenlast ist jetzt schon gewaltig. Daran ändert auch die hier viel beschworene Corona-App, und ein vor Tatendrang “strotzender” Ministerpräsident, der eigentlich das Geld der heutigen Bürger und gleich, das der nächsten Generationen ausgibt, nichts…. Die Rechnung wird kommen (Natürlich nach den Bundestagswahlen)…..

  • XYZ

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    Nochmals zu Skyrider:
    Das RKI teilt am 02.12.2020 mit, dass seit dem Start der corona-warn-app 100.000 Nutzer ein positives Ergebnis mitgeteilt haben, der tägliche Mittelwert liege bei 1790 Personen (bei 80 Mio. Bevölkerung). Zum Erfolg der Nachverfolgung bei den GSÄ’ern: kein Wort.

  • Mr. T.

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    Ja, zur Zeit gibt’s drei heilige Kühe, die sich der Söder nicht anlangen traut. Das sind Schule, Kirche und Industrieunternehmen. Es ist auch nicht zu erklären, wie man jetzt eine Verschärfung und Verlängerung nach Ablauf der Maßnahmen in fünf Wochen und gleichzeitig kurzzeitige Lockerungen zwischendrin in drei Wochen ankündigen kann. Angeblich wird im Moment intern mit März gerechnet. Aber unvernünftig sind ja nur die Menschen, die immer noch weiter feiern, und nicht die Staatsregierung.

  • Hthik

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    @Mr. T. 5. Dezember 2020 um 20:36

    “Ja, zur Zeit gibt’s drei heilige Kühe, die sich der Söder nicht anlangen traut. Das sind Schule, Kirche und Industrieunternehmen.”

    Zu unseren Großkirchen sage ich nichts, aber man kann auch so diese Theorie der Söderschen Motivationen vereinfachen, nämlich von drei auf zwei Kühe. Das Offenhalten der Schulen dient dem, dass die Eltern arbeiten gehen können. https://twitter.com/DirtyDoomed/status/1321373847753547776

    Ich habe noch eine Zeit erlebt in der es der böse Kommunismus war, der Kinderhorte, Schulen und so weiter nicht etwa deswegen bereitstellte, weil er soziale Hilfen geben wollte, sondern um die Kinder in Staatsverwahrung zu bringen und die Eltern beide in die Fabrik zu schicken. Dieses ruchlose Auseinanderreißen der Eltern-Kind-Bindung um der reinen Profitgier willen war einer der wichtigsten Beweise wie unmenschlich dieses System ist.

  • Mr. T.

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    Richtig, Hthik, die Kinder sind nur ein Kollateraleffekt. Erst hätte ich fast “Schule, Kirche und Wirtschaft” geschrieben, aber dann ist mir eingefallen, dass auf manche Art von Wirtschaft, ja die im wörtlichen Sinne, so absolut gar keine Rücksicht genommen wurde.

  • Petr Czelle

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    @Charlotte alles ziemlich falsch, was du schreibst. Der Virus wird sich nicht totlaufen, und das ist auch nicht bedenklich. Der Umgang mit unserer Demokratie ist es aber.

  • Charlotte

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    @ Petr Czelle

    Wir duzen uns nicht, deshalb bleiben Sie bitte beim Sie.

    Es ist alles richtig, sie sollten sich besser informieren.

    Um die Demokratie und unsere Gesellschaft mache ich mir Sorgen, wenn ihre Vorschläge Realität wären. Gott sei Dank sind sie es nicht.

  • Mr. T.

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    Das Virus könnte sich nur “totlaufen” wenn eine massive Herdenimmunität erreicht würde (und sämtliche Risikogruppen weggestorben sind). Ansonsten kommt es auch nach Senkungen der Infektionszahlen immer wieder zurück, da wir uns hier nicht abschotten können. Sowas geht vielleicht auf Inseln halbwegs. Aber auch Lagen wie Neuseeland oder Australien müssen sich irgendwann mal wieder öffnen. Sie können jetzt vielleicht versuchen, das so lange hinauszuzögern bis Impfungen verfügbar sind und dann nur noch geimpfte Personen hineinlassen.

  • Joachim Datko

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    Es wäre wichtig, mit dem Beginn der Impfungen geimpfte Personen von den Vorsichtsmaßregeln zu entbinden.

    Zu Mr. T. 07:09: “Aber auch Lagen wie Neuseeland oder Australien müssen sich irgendwann mal wieder öffnen. Sie können jetzt vielleicht versuchen, das so lange hinauszuzögern bis Impfungen verfügbar sind und dann nur noch geimpfte Personen hineinlassen.”

    Falls die Impfungen tatsächlich die als sehr gut getestete Wirkung in der breiten Anwendung zeigen, wäre das der ideale Weg, differenziert Zugang zu gewähren. Das gilt auch für alle anderen Vorsichtsmaßnahmen, sie könnten für Geimpfte entfallen.

    Ob dies politisch durchsetzbar ist, wird sich zeigen. Impfgegner werden dagegen Sturm laufen.

    Ich bin für eine Aufhebung der Einschränkungen für Menschen, die nur ein vernachlässigbares Ansteckungspotenzial haben.

  • Mr. T.

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    Persilscheine für geimpfte Personen führen nur zu einem Hauen und Stechen unter der Bevölkerung und schaffen ein unnötiges Privileg mehr. Es ist eh schon schlimm, wenn private Unternehmen (wie bislang die Quantas) so eine implizite Impfpflicht schaffen. Da wird sowieso noch einiges folgen.

  • KW

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    @Joachim Datko
    “Es wäre wichtig, mit dem Beginn der Impfungen geimpfte Personen von den Vorsichtsmaßregeln zu entbinden.”
    Das wäre extrem dumm und genau das darf nicht passieren! Das wäre Öl ins Feuer der sog. Querdenker mit ihren unsäglichen Judenstern/Ungeimpftstern-Vergleichen.

  • Petr Czelle

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    @Charlotte was an *deinen* oh Verzeihung Ihren Aussagen soll denn stimmen? Das Virus wird sich nicht totlaufen, es sterben komischerweise auch nicht große Massen, das einzig sinnvolle ist, die Leute rauszulassen, denn ein Lockdown, und das muss inzwischen jeder vernunftbegabte Mensch erkennen, hilft offensichtlich nichts, wie die letzten Wochen zeigen. Außer Krankenhäuser und Pflegeheimen muss nichts geschützt werden.

  • Mr. T.

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    “Hilft nichts” ist jetzt aber auch ein Blödsinn. Aber das Präventations-Paradoxon ist auch etwas kompliziert. Sicher hilft er bislang viel zu wenig. Und das liegt an der Ausgestaltung.

  • Skyrider

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    Wenn hier mit dem Schlagwort “unsolidarisch” und “Schutz der Gesellschaft” argumentiert wird, frage ich mich gerade, wie die Ausnahmegenehmigung für Gottesdienste an Weihnachten begründet wird. Unsolidarisch ist meiner Meinung nach, wenn man Menschen bewusst der Gefahr einer Ansteckung aussetzt. Im Privaten, im Einzelhandel, wird die Teilnehmerzahl eng begrenzt, bei Gottesdiensten, treffen sich dann, z.B. im Regensburger Dom, 200 Menschen (das mehrmals hintereinander). Selbst in den “Hot Spots”, bleiben Gottesdienste erlaubt, auch das Ausgangsverbot nach 21Uhr ist hier außer Kraft gesetzt. Es ist anzunehmen, dass diese unterschiedlichen Regelungen an Weihnachten und Silvester keinen Bestand haben werden. Schon jetzt, rudern manche Bundesländer zurück und” kippen”, diese “Weihnachtsregelung” weil ihnen bewusst wird, dass hier rechtlich keine Unterscheidung zu Silvester möglich ist. Dagegen wird mit Sicherheit geklagt werden. Auch MP Söder, wird die Erfahrung machen, dass Gerichte getroffene Entscheidungen der Staatsregierung überprüfen, ob die dann Bestand haben, wird sich zeigen. Es wäre nicht die erste Maßnahme, die zurückgenommen werden muss….. Ich hab da erhebliche Bedenken.

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drin