SOZIALES SCHAUFENSTER

PR statt Debatte

„Quartierszentrum“: SPD-Fraktion beschwichtigt, verspricht und freut sich

In einer Pressemitteilung zur Debatte um das „Quartierszentrum“ auf dem Nibelungenareal setzt die SPD-Fraktion im Regensburger Stadtrat auf eine Auflistung der „vielfältigen sozialen und öffentlichen Nutzungen“ auf der Fläche, demonstriert Einigkeit mit der Verwaltung und macht unkonkrete Versprechungen. An den bisherigen Planungen wird das nichts ändern.

Die Stadt Regensburg hat das ehemalige Wirtschaftsgebäude auf der Nibelungenkaserne und das umliegende Grundstück verkauft – jetzt entstehen dort zwei Bürogebäude statt eines tatsächlichen Quartierszentrums. Foto: as

In der Debatte um die Nutzung des früheren Wirtschaftsgebäudes auf dem Areal der ehemaligen Nibelungenkaserne hat sich die SPD-Fraktion nun mit einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet (hier im kompletten Wortlaut). Zur konkreten Kritik an den aktuell bekannten Plänen für das sogenannte „Quartierszentrum“ – eine immer wieder geforderte öffentliche Nutzung dort wird es nicht geben – äußern sich die darin zitierten SPD-Vertreter und die Oberbürgermeisterin kaum. Vornehmlich wird darauf verwiesen, dass auf dem Nibelungenareal „vielfältige soziale und öffentliche Nutzungen“ umgesetzt worden seien.

Von der Hundewiese bis RUBINA

In der Aufzählung finden sich Einrichtungen der Lebenshilfe, das inklusive Wohnprojekt W.I.R. sowie der Verein Zweites Leben. Erwähnt werden weiter ein Stadtteilprojekt zur Familienberatung, Sportflächen, Grünanlagen, Spielplätze, eine Hundespielwiese und die FOS/BOS. Als „Leuchtturmprojekt“ schließlich wird das Mehrzweckgebäude RUBINA (zur Namensfindung gab es eine Bürgerbeteiligung) genannt. In dem Multifunktionsholzbau (14 Millionen Euro) sind die Energieagentur und eine Kinderbetreuungseinrichtung untergebracht. Zusätzlich gibt es ein „Energie-Bildungszentrum“ und Räume für den MINT-Labs e.V. „zum Forschen und Experimentieren für Kinder und Jugendliche“. Auch einen Wochenmarkt habe man auf den Weg gebracht.

Es gebe also „Alternativangebote“ zu der (an Planungsfehlern gescheiterten, versprochenen und laut Ausschreibung geforderten) öffentlichen Nutzung des großen Saals im Wirtschaftsgebäude, versucht die SPD-Fraktion zu beruhigen. „Ich habe auch mit MINT-Labs Regensburg e.V. Verhandlungen geführt und erreicht, dass für Treffen und Veranstaltungen in Abstimmung mit MINT-Labs Regensburg ein Mehrfunktionenraum im RUBINA-Gebäude durch Vereine und Initiativen angemietet werden kann“, wird Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer in der Pressemitteilung zitiert.

Gastronomie – bis 22 Uhr

Dass es überhaupt eine Gastronomie mit Freisitz im Wirtschaftsgebäude geben wird, stellt die Oberbürgermeisterin als Erfolg heraus. Tatsächlich wäre dies (ebenso wie der versprochene Veranstaltungssaal) demnach wohl an den Lärmkontingenten gescheitert, die – durch das Nebeneinander von „Quartierszentrum“ und Studentenwohnheim – im Bebauungsplan so festgezurrt wurden, das beides nicht zulässig gewesen wäre (was, so heißt es aus dem Planungsreferat erst 2020 aufgefallen sei). Die Oberbürgermeisterin habe aber „persönlich im Kontakt zur Universität Regensburg deren Einverständnis (für die Gastronomie) erwirken“ können – die allerdings um 22 Uhr schließen muss.

Man freut sich…

„Wir freuen uns auf einen lebendigen Mittelpunkt des Viertels“, freut sich schließlich Dr. Klaus Rappert, Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion im Planungsausschuss, „und fördern die gemeinschaftliche Entwicklung in dem Viertel.“ Nicht alles müsse immer die Stadt vorgeben, „auch die Bewohnerinnen und Bewohner können dem Viertel ein unverwechselbares Gesicht geben“.

Auf das, worum es in der aktuellen Debatte geht, die Planung eines „Quartierszentrums“ vorbei am politischen Willen und Versprechungen gegenüber Vertretern des Bürgervereins Süd-Ost, wird erst im Schlussabsatz der Pressemitteilung eingegangen. „Für die Zukunft, da sind sich Politik und Verwaltung einig“, heißt es da, müssten „Irritationen wie auf dem Nibelungenareal“ vermieden werden. „Ein gemeinsames Projektmanagement sowie mehr Kreativität und Selbstbewusstsein bei Verhandlungen mit Initiativen und Privatinvestoren vor dem Hintergrund des formulierten politischen Willens sollen in Zukunft die Planungsprozesse der Stadt prägen“, so das Versprechen von SPD-Fraktionschef Thomas Burger.

Kommentar: Themaverfehlung

Ja, die SPD-Fraktion hat recht. Vieles, was auf dem Nibelungenareal entstanden ist, kann man lobend erwähnen. Allerdings geht es darum in der aktuellen Debatte nicht. Und es klingt nach PR-Sprech, wenn nun die SPD-Fraktion von Einigkeit zwischen Politik und Verwaltung spricht, wo doch zuvor die Koalition – inklusive der SPD-Fraktion – dieselbe Verwaltung, konkret: das Planungsreferat, kritisiert und dieser, mal mehr, mal weniger deutlich, die Verantwortung für die „Irritationen“ auf dem Nibelungenareal zugeschoben hat. Welche „Irritationen“ das eigentlich sind, wird nicht benannt. So wie auch der Rest der Pressemitteilung wesentliche Punkte unerwähnt lässt.

Es geht um die Frage, warum Versprechungen gegenüber (beispielsweise) dem Bürgerverein Süd-Ost nicht eingehalten wurden. Warum der in der Ausschreibung für das „Quartierszentrum“ formulierte politische Wille mit den nun aktuellen Planungen kaum noch etwas zu tun hat. Warum das Thema heimlich still und leise über eine nicht-öffentliche Sitzung des Grundstücks beerdigt werden sollte. Und es geht darum, warum die Koalitionsmehrheit in besagter Sitzung sang-, klanglos und unentgeltlich das im Kaufvertrag verankerte, vergünstigte Nutzungsrecht für den Veranstaltungssaal im Wirtschaftsgebäude streichen ließ, ohne zumindest vorher im fachlich zuständigen Planungsausschuss darüber zu debattieren, ob es keine andere Lösung geben könnte.

Es geht darum, was die „Irritationen wie auf dem Nibelungenareal“ hervorgerufen hat, wer dafür verantwortlich ist, wie man das zu ändern gedenkt und was es genau bedeuten soll, wenn städtische Planungsprozesse künftig von „mehr Kreativität und Selbstbewusstsein bei Verhandlungen mit Initiativen und Privatinvestoren“ geprägt sein sollen. Es geht darum, nachvollziehbar Position zu beziehen.

Insofern geht diese Pressemitteilung der SPD-Fraktion schlicht am Thema vorbei und ist – mit Verlaub – einfach peinlich.

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Kommentare (24)

  • Solitär

    |

    Die SPD ist in ihrer Gesamtheit – mit Verlaub – einfach peinlich.

  • Anwohner

    |

    Wenn man als Fraktion gemerkt hat, dass 6 Sitze eh zu viel sind und als OB sich klar ist, dass es so oder so keine zweite Amtsperiode geben wird. Dann ist die SPD auf einem guten Weg.
    Diese PM ist nur ein weiterer Meilenstein auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit.

  • Piedro

    |

    “„Ein gemeinsames Projektmanagement sowie mehr Kreativität und Selbstbewusstsein bei Verhandlungen mit Initiativen und Privatinvestoren vor dem Hintergrund des formulierten politischen Willens sollen in Zukunft die Planungsprozesse der Stadt prägen“, so das Versprechen von SPD-Fraktionschef Thomas Burger.”
    Aaaah ja, zukünftig soll auch der formulierte, politische Wille eine Rolle spielen. Sehr beeindruckend. Da kann man ja mal darüber hinweg sehen, dass formulierte Ausschreibungsinhalte von einem Käufer ignoriert werden (dürfen), das Planungsreferat Bockmist verzapft hat, und der Stadtrat von Anfang an daran gehindert wurde die Vorgänge zu reflektieren. Vor allem wohl, dass es dann auch nicht sooo schlimm ist, wenn der Stadtrat weiterhin als eher verzichtbares Gremium vorgeführt wird, aus dem keine Fragen gestellt werden sollen, die man eh nicht beantworten mag.

    Die SPD wird immer peinlicher, je weniger denen peinlich ist, sei es im Bund, sei es in einem Stadtrat. Wählt uns und dann leckt uns können sie ja schlecht propagieren.

  • Ewa-Maria

    |

    zu Solitär:’ Die SPD ist in ihrer Gesamtheit – mit Verlaub – einfach peinlich.’
    Mancher Genosse/In würde Ihnen entsprechend antworten:
    Ihr Beitrag ist eine Unverschämtheit.

  • alphaville

    |

    Wenn das schlichte Aufzählen von Fakten nicht ins Weltbild passt, dann wird man pampig wie Herr Aigner mit diesen Verriss.

    Was mich schon lange interssieren würde. wie viele der geschätzt 10 bis 15.000 Einwohner des Süd-Ostens sind eigentlich Mitglied dieses Bürgervereins Südosten?
    Woher nimmt Herr Brandl die Legitimation für die Bürger des Südostens zu sprechen.

    Nachdem er bei fast alle Parteien in Regensburg nach mehr oder wengier langer Mitgleidschaft ausgetreten ist hat er endlich seine Spielwiese im Bürgerverein gefunden – in der er die große Nummer ist.
    Gell Herr Ex-SPD-Genosse Brandl und Ex-Freier-Wähler Brandl.

    Bemerkenswert ist auch, dass Her Brandl gerne gegen Investoren wettert, jener Herr Brandl, der gleichzeitig in der Werbepostille des Immobileinzentrums das Hohe Lied auf das Immobilenzentrum bei der Bebauung des LERAG-Geländes gesugen hat.

    Auffällig ist auch, dass der Bürgerverein Südosten im Gegensatz zum Bürgerverein Nord polarisiert und polemisiert, statt im Konsenz nach Lösungen zu suchen.

    Noch eins zu Herrn Aigner: Sie durfen gerne kommentieren und ihre Meinung kund tun, aber dann stellen sie bitte den Beitrag nicht als Nachricht, sondern als Kommentar ins Netz.

    Dass ganz nebenbei alle im Stadtrat bei der Sache Quartierszentrum gepennt haben, von SPD über CSU, Linke, Grüne und ÖDP bis zu Freien Wählern und FDP und man deshalb in diesem Schlamassel ist darf man durchaus auch mal sagen.

    Am wenigsten kann der Investor jetzt dafür, dass er nicht das realisieren kann, was er angeboten und geplant hatte. Der hat jetzt eine Saal an der Backe, mit einer Raumhöhe, die er für nichts richtig brauchen kann und bei dem auch noch der Denkmalschuzt mitredet bei der Gestaltung.
    Der hat jetzt ein

  • Stefan Aigner

    |

    @alphaville

    Ich dachte, dass Wort „Kommentar“ reicht aus, um einen Kommentar zu kennzeichnen.

    Herr Brandl hat bisher – so weit ich das überblicken – auch nicht gegen den Investor „gewettert“, sonder über die Art und Weise, wie Politik und Verwaltung gehandelt haben.

  • Auch a Regensburger

    |

    Wer kennt sich aus?

    Bedeuted dies, dass bezüglich Lärm die Universität der lärmbelästigte Nachbar wäre?

    (Weil die ja OK für Gastro geben können)

  • Stefan Aigner

    |

    @auch a Regensburger

    Die Universität hat nebenan ein Gästehaus, das Studentenwerk ein Wohnheim.

  • Piedro

    |

    @alphaville
    “…aber dann stellen sie bitte den Beitrag nicht als Nachricht, sondern als Kommentar ins Netz.”
    Und am besten noch mit superfetter, grün-rot-gepunkteter Überschrift, dreifach unterstrichen und wild flackernd, weil eine normale Großschrift ja nicht ausreicht.
    Herr Brandl ist also aus der SPD ausgetreten. Das haben viele getan, aus gutem Grund, sie sind Sozialdemokraten, keine neoliberalen Steigbügelhalter. Und bei den Freien Wählern auch? Das ehrt ihn, irgendwie. Wenn ein Verein nicht mit den Vorstellungen überein stimmt, tritt man halt wieder aus. Ist doch besser als dabei zu bleiben und sich mit Ungereimtheiten und programmatischen Tiefschlägen gegen die eigene Überzeugung abzufinden. Meine Meinung, aber das mit dem Charakter und mit Überschriften erschließt sich halt nicht jedem. Dann arbeitet man sich lieber an einer Person ab, als an den Argumenten.

  • Piedro

    |

    “Jakob Friedl mit seiner Liste Ribisl habe man bewusst nicht eingeladen, sagt Mitorganisator Johann Brandl. Man wolle eine ernsthafte Diskussion führen und bei Ribisl handle es sich in seinen Augen um eine Spaß-Organisation.”
    https://www.regensburg-digital.de/das-erste-schaulaufen/06112019/
    Das ist lustig. Vermutlich wird man Herrn Friedl jetzt um einiges ernster nehmen. :)

  • Jakob Friedl

    |

    Um mal wieder etwas zurück zum Thema zu kommen:

    Ich finde das benachbarte RUBINA-Gebäude auch gut und schön. Es ist
    jedoch nicht nachvollziehbar, dass die Stadt freiwillig auf 300-500 qm
    Raum für 8€/qm Miete im Wirtschaftsgebäude verzichtet, in denen auch andere
    oder ergänzende soziale oder kulturelle Nutzungen durch weitere Akteure
    denkbar sind. Man muss sich dabei auch vor Augen halten, dass die
    Stadtverwaltung an vielen Stellen in der Stadt Räume für einen mitunter
    doppelt so hohen Mietzins anmietet: Für soziale Einrichtungen, aber auch
    einfach nur für Büros. Abgesehen vom vorhandenen Raumbedarf für
    Stadtteilkultur und Soziales etc. ist es auch so, dass die wachsende
    Stadt(verwaltung) jedes Jahr neue Räumlichkeiten für die Büros der
    Stadtverwaltung anmieten muss. Warum sollte die Stadt also freiwillig auf
    billig anmietbare Räume verzichten, die ein zentrales Element in der
    Ausschreibung waren?

    Auch das Vorhalten eines Veranstaltungssaals und das Betreiben einer
    Kantine bedeuten konkret benennbare Raum-(und Nebenraum)größen, die für
    den Investor wenig oder nicht lukrativ wären. Der Investor wird durch den Wegfall
    dieser eigentlich vorgesehenen Nutzungen deutlich entlastet.

    Was bleibt nun letztendlich übrig? Die Stadt verkaufte dem Investor spottbillig ein zentral im Stadtteil gelegenes Filetgrundstück für den Bau eines Bürohauses mit Supermarkt und schenkte ihm den repräsentativen Nazi-Prunkbau Casino mit Wirtschaftsgebäude dazu, damit er damit das machen kann, was an ihm dieser Stelle am meisten Geld bringt. Ausschreibungskriterien für öffentliche Zugänge und Nutzungsrechte der Kommune? – Genauso egal wie das Konzept des Investors, das bis heute noch kein Stadtrat zu Gesicht bekommen hat. Die anderen eingereichten Konzepte landeten gleich im Papierkorb.
    Die Stadtverwaltung steht seit 2016 in einem Abstimmungsprozess mit dem Investor, nicht jedoch mit dem Stadtrat.

  • Mr. T.

    |

    Der letzte Absatz von Jakob Friedl beschreibt doch genau das Problem in Regensburg. Viel zu oft passiert es, dass durch irgendwelche im Nachhinein ans Licht gekommene “Versehen” Auflagen nachträglich geändert werden – immer zum Vorteil des Investors. Wärs zu seinem Nachteil würde er ja klagen. Einmal wird ein Stockwerk für eine Sieldlung mehr genehmigt, einmal wird auf eine Dachbegrünung verzichtet, einmal wird das als Preisminderungsgrund angegebene Risiko für Altlasten von der Stadt übernommen und so weiter. Alles unterschiedliche Beispiele mit unterschidlichen Abläufen, aber demselben Ergebnis – einem massiven nachträglichen Vorteil für den Investor.

  • Mathilde Veitze

    |

    Zu Ewa Maria: Ihr Beitrag ist z u t r e f f e n d ! Vielen Dank dafür!

  • alfons

    |

    Das was Jakob Friedl aufzeigt ist genau das Problem der SPD. Statt sich in diesem Bereich zu profilieren und glaubhaft zu werden. Verteidigt sie das eigene Versagen. Wenn ich den OB Posten besetzt hab, dann muss ich es im Kreuz haben, von der Verwaltung die Transparenz gegenüber dem Stadtrat zu verlangen, auf politische Vorgaben zu bestehen und dann dürften diese Misskommunikationen gar nciht passieren.
    Alleine die Tatsache billigsten Büroraum “zu verschenken” und für eigene Mitarbeiter bei INvestoren anmieten zu müssen, kann schon in die Schublade misswirtschaft gesteckt werden. Die Haltung das Denken manch Planer in der Verwaltung scheint mit der eingeschränkten Sichtweise Stadtentwicklung ist wirtschaftliche Entwicklung und bringt STeuereinnahmen am Ende zu sein. Eine in die Zukunft gerichtete Stadtentwicklung bedeutet mehr, bedeutet Lebensqualität für die Bewohner, bedeutet Stadtentwicklung die für extremere Temperaturen vorbereitet ist, hoher Baumbestand, Frischluftschneisen,… und letztendlich auch Transparenz und Beteiligung. WEnn die SPD dies kapieren würde, könnte sie gar nicht auf den Gedanken kommen die durchaus zu begrüssenden entstandenen Projekte im Südosten, die nicht ausreichen um ein echtes Stadtquartierszentrum zu bilden, zu benutzen um das eigene Versagen zu kaschieren.
    Von der CSU erwarte ich ja gar nichts anderes. Insbesondere mit den Beziehungen der 2. OB zum bescheuerten Ministerium und der bereits gezeigten Ignoranz, dem Desinteresse an den eigenen Zuständigkeitsbereichen und dem Drang sich bei jeder öffentlichen Gelegenheit profilieren. Die Aiwangerin der Regensburger Staatsregierung, praktisch.

  • Hartl Norbert

    |

    Die SPD Fraktion versucht mit ihrem durchsichtigen Ablenkungsmanöver mittels einer Presseerklärung abzuwiegeln, dass es die Schuld der jetzige Koalition unter Oberbürgermeisterin Maltz – Schwarzfischer ist, dass eine teilweise Nutzung des ehemaligen Wirtschaftsgebäudes der Nibelungenkaserne für die Allgemeinheit nun nicht mehr möglich ist. Warum hat der Stadtrat im Dezember 2020 die Grunddienstbarkeit für eine öffentliche Nutzung gelöscht und den Investor aus der Verantwortung ohne eine Gegenleistung entlassen, bzw. nicht versucht, die Mängel des Bebauungsplans zu heilen. Schön, dass sich die jetzigen Akteure der SPD an die herausragenden Erfolge Nibelungenkaserne mit fast 600 Sozialwohnungen, Mietpreisbegrenzungen bei Eigentumswohnungen, den Projekten Lebenshilfe und Verein zweites Leben, Rubina und FOS/BOS erinnern. Initiatoren waren die jetzigen Akteure der SPD nicht, nur Mitläufer der Entscheidungen.
    Norbert Hartl

  • joey

    |

    @Ewa-Maria und Mathilde Vietze
    im Bund hat die SPD 15% und in Bayern 7% – gleichauf mit der AfD. Die Altersstruktur der Wähler ist nicht ermutigend, weitere Verluste sind absehbar.

    Die genaue Wortwahl hin oder her… der Zustand ist auf jeden Fall nicht gut – und wird durch die Windungen und Verstrickungen in R nicht besser.

  • J. Brandl - und BÜSO

    |

    @alphaville: Oh da scheine ich ja einem Alphatierchen mächtig in Gehege gekommen zu sein.
    Sagen wir´s mal so. Bei bald 50 Jahre aktives politisches Leben sind 2 Parteimitgliedschaften (SPD >25 u. FW <4) sicher nicht „fast alle“ aber sei´s drum.
    Im Übrigen versuche ich zu allen (demokratischen) politischen Akteuren der Stadt gute Beziehungen zu pflegen.
    Der leidige Fall des nicht autorisierten Textes Immobilienzentrum – ist auf unserer Homepage nachzulesen. Inkl. des Entschuldigungs/Widerrufschreiben des IZ v. 27. Nov. 2020 –so viel Recherche sollte dann schon auch sein.

    Der Süd-Osten hat mittlerweile 26.000 Einwohner und wächst rasch weiter!

    Zum Bürgerverein Süd-Ost: Er hat Mitglieder Freunde und Unterstützer aus nahezu allen Regensburger politischen Richtungen (keine AFD).
    Seit 2002 setzen wir uns für die Verbesserung der Wohn- Arbeits- und Lebensverhältnisse im Kasernen/Galgenbergviertel ein. Dazu organisieren und veranstalten wir u.a. jährliche Neujahrsempfänge, Stadtteilfeste, Kulturveranstaltungen wie Lesungen, Stadtteilführungen, erstellen Broschüren, sind die Herausgeber eines kompletten Buchs über die beiden Viertel. Betrieben zeitweise ein Bürgerbüro, sind/waren Träger/Bündnispartner diverser sozialerProjekte im Viertel.
    Arbeiten vertrauensvoll mit den drei Kirchengemeinden, Vereinen, Schulen und anderen Organisationen im Viertel sehr verträglich und erfolgreich zusammen.
    Organisier(t)en Netzwerke im Viertel und im Stadtgebiet.
    Und wir arbeiten von Anfang an mit städtischen Einrichtungen und anderen Organisationen gut zusammen z.B: VCD, BN, AKK, Altstadtfreunde u.v.a.m.
    Dies ist auch weiterhin notwendig um den leider in vielerlei Hinsicht benachteiligten Süd-Osten (zu wenig Grün, hohe Lärmbelästigung, Radwege, ÖPNV, renovierungsbedürftige Schulen ) die notwendige Aufmerksamkeit zu schaffen.
    Wer hier mitwirken will ist immer herzlich willkommen. – Mit und ohne Mitgliedschaft.
    Was uns am wenigsten liegt ist agitieren. Es sei denn es ist mal notwendig, das Thema Nibelungenkaserne –Wirtschafts/Kasinogebäude gehört leider dazu

  • Piedro

    |

    @Mathilde Vietze
    Sie lesen im Beitrag von Eva Maria Zustimmung? Nur weil die Reaktion “mancher” Parteimitglieder absehbar ist? Na dann…

  • Weichser

    |

    Ich stimme dem -by the way deutlich erkennbaren- Kommentar absolut zu. Das alles hat ein MEGA G‘schmäckle und das Statement der SPD ist einmal mehr ein Beleg dafür, dass sie spätestens jetzt auch in Regensburg nicht mehr wählbar ist. Die Verwaltung scheint in Regensburg ein „Problembär“ besonderen Ausmaßes zu sein (an der Spitze das Schimpfermann-Referat), die OB verwaltet und verteidigt weiter, statt Ordnung in dieses Chaos zu bringen. Wenn nicht endlich aufgeräumt wird kann man sich „Zukunftspläne“ sparen, denn es hält sich ja eh niemand in der Verwaltung dran, …aber es sind ja „nur Versehen“. Aber Versehen sind legitim und mir ist auch eines passiert und ich kann es leider auch nicht mehr rückgängig machen… meine Stimme für GM-S….

  • KW

    |

    @BÜSO
    Wollte gerade unterschreiben, musste aber feststellen, dass ihre Petition überarbeitet werden muss da sie sonst wegen fehlender Quellenangaben in fünf Tagen von der OpenPetition Plattform gelöscht wird. Zitat von OpenPetition:
    “Diese Petition steht im Konflikt mit Punkt 1.4 der Nutzungsbedingungen für zulässige Petitionen.”
    Bitte holen Sie das doch so schnell wie möglich nach, sonst wird das leider ein Schuss in den Ofen.

  • Solitär

    |

    An die “Genoss/innen” in der Kommentarspalte: jede hier und andernorts geäußerte „Unverschämtheit“ gegenüber der SPD hat sich diese redlich verdient.

  • solaris

    |

    @ alphaville: welchen inhaltlichen Nährwert hat eigentlich Ihre Aussage? Sie versuchen zunächst Johann Brandl und dann Stefan Aigner zu diskreditieren. Von beiden Personen völlig unabhängig ist jedoch der Sachverhalt in der Stadtverwaltung zu sehen: Man kann Anforderungen an ein Bieterverfahren ändern. Dann muss man allerdings auch den anderen Bietern die Gelegenheit geben, nach zu arbeiten, was nicht passiert ist. Es ist und bleibt unzulässig, dem Stadtrat eine fehlerhafte Entscheidungsvorlage vorzulegen. Gleichfalls ist nicht nachvollziehbar, warum nach der geänderten Nutzung mit deutlich mehr zu erwartenden Einkünften (weil ohne Subvention der Miete für die Stadt) der Nürnberger Investor einen solch niedrigen Kaufpreis bezahlt hat. In der Summe der Dinge bleibt es unerhörter Verlust für die Stadt, die KEINER einfach schön reden kann. In Schätzungen geht man von 3-4 Mio.€ aus für diese einmalige Immobilie.

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