Berufsfeuerwehr erklärt den Einsatz

Brandlberg: Das Verkehrschaos und der Tod eines Bauarbeiters

Nach dem Tod eines Arbeiters auf der Großbaustelle am Brandlberg kommt erneut die Frage auf, ob das Verkehrschaos den Rettungseinsatz behindert hat. Wir haben Johannes Buchhauser, Chef der Berufsfeuerwehr, dazu befragt.

Trotz des Verkehrschaos sei es zu „keinen kritischen Verzögerungen“ gekommen, sagt Johannes Buchhauser. Foto: privat

Der Bauarbeiter, der am 14. März auf der Großbaustelle am Brandlberg zehn Meter in die Tiefe stürzte, ist tot. Wie die Polizei am gestrigen Montag mitteilte, erlag der 42jährige Slowake am Sonntagabend in einem Regensburger Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Hat das Verkehrschaos an jenem Tag eine rasche Rettung des Mannes verhindert? Diese Frage stellen sich nach wie vor mehrere Anwohner – auch weil es vermeintliche Widersprüche zwischen Beobachtungen von Zeugen und Aussagen von Polizei und Feuerwehr gibt. Wir haben Johannes Buchhauser, Chef der Regensburger Berufsfeuerwehr, mit diesen Widersprüchen konfrontiert.

„Rettungskräfte waren die ärmsten Schweine.“

Wie bereits am 15. März ausführlich berichtet, hatten mehrere Anwohner an jenem Tag ein über Stunden andauerndes Verkehrschaos an der Kreuzung Grünthaler Straße beobachtet, die sowohl als Zufahrt nach Alt-Brandlberg als auch zum Neubaugebiet dient. Parkende und wartende Lkws blockierten die Straße, Anwohner kamen teils nicht mehr zu ihren Häusern durch. Die Polizei war vor Ort, um die Situation zu klären. Als um kurz vor zwölf dann mehrere Einsatzfahrzeuge zu dem Unfall auf der Baustelle gerufen wurden, sei es dann zum „Supergau“ gekommen.

„Mindestens zehn Minuten wurde da herum rangiert, bis die endlich durchgekommen sind“, erzählte uns eine weitere Anwohnerin. „Ersthelfer sind aus den Autos gesprungen und zu Fuß über die Baustelle gerannt, um dem Verletzten zu helfen. Da kommt es doch auf jede Minute an.“ Die Rettungskräfte seien in der Situation die „ärmsten Schweine“ gewesen. Doch die Berufsfeuerwehr hatte bereits am 15. März dementiert, dass es beim Einsatz zu „kritischen Verzögerungen“ gekommen sei. „Die eingesetzten Polizeikräfte konnten hierzu ohne jede Einschränkung an- und abfahren und es kam zu keinen Verkehrsbehinderungen“, heißt es auch in einer Stellungnahme der zuständigen Polizeiinspektion Nord.

„Einsatzort musste erst gefunden werden“

Johannes Buchhauser bestätigt heute auf Nachfrage die Beobachtungen der Anwohner, insbesondere dass die Fahrzeuge zunächst gestoppt hätten und dass „einzelne Einsatzkräfte“ zu Fuß zur Baustelle geeilt seien. Allerdings erklärt er das Ganze etwas anders.

Johannes Buchhauser erklärt das Warten der Fahrzeuge mit dem üblichen Ablauf eines Einsatzes. Foto: Stadt Regensburg

„Der Anrufer, der den Notruf tätigte, konnte nicht genau beschreiben, wo der Unfall geschehen war. Daher standen die Feuerwehrfahrzeuge anfangs an der Zufahrt von der Grünthalerstraße in Bereitstellung, bis die Einsatzstelle erkundet war.“ Als der Einsatzleiter den Unfallort gefunden habe, „auf einer so großen Baustelle wahrlich kein einfaches Unterfangen“, so Buchhauser, habe dieser die benötigten Fahrzeuge angefordert. Nur durch ein solches Vorgehen könne verhindert werden, dass der Löschzug mit mindestens drei Großfahrzeugen versehentlich eine falsche Einfahrt wähle und sich festfahren. „Nachdem nicht alle Fahrzeuge an der Einsatzstelle notwendig waren, blieben auch welche in Bereitstellung zurück, zum Beispiel die Drehleiter.“

Alternativer Rettungsweg existiert, war aber beim Einsatz nicht vonnöten

Tatsächlich sei es – trotz des beobachteten Chaos an der Baustelle – möglich gewesen, die Unfallstelle über die reguläre Zufahrt – den Haidhofweg – zu erreichen. „Die Weiterfahrt wäre trotz der Baustellenfahrzeuge in dem Bereich möglich gewesen“, so Buchhauser. Allerdings habe man erst die Rückmeldung des Einsatzleiters abgewartet.

Doch selbst wenn die Zufahrt Haidhofweg blockiert sein sollte, gibt Buchhauser Entwarnung. Über den Wirtschaftsweg entlang der Pilsen-Allee gebe es eine „weitgehend zeitneutrale Alternative“ für Rettungsfahrzeuge, um den Brandlberg zu erreichen. Am 14. März sei aber eine Anfahrt über diesen Alternativweg – siehe oben – laut Buchhauser nicht nötig gewesen.

Sicherheitskonzept für Baustelle lässt immer noch auf sich warten

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer hatte bereits vergangene Woche anlässlich eines Dringlichkeitsantrags der CSU erklärt, dass es zu keiner Zeit Probleme gegeben habe, den Unfallort zu erreichen. Sie sagt aber auch, dass die Situation am 14. März für die Anwohner „nicht hinnehmbar“ gewesen sei. Für die Straßen auf der Baustelle sei aber „Immobilien Zentrum Regensburg“ zuständig. Planungsreferentin Christine Schimpfermann sei mit dem IZ in Kontakt.

Dort habe arbeite man nun an einem Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator-Plan (SIGEKO). „Der Plan soll verschiedene Rettungspunkte im Gebiet und einen Notfallplan definieren und insbesondere auch die Freihaltung der Straßenfläche vorsehen, um eine Befahrbarkeit durch Rettungswägen und Feuerwehr sicherzustellen“, hieß es dazu bereits am 15. März in einer Pressemitteilung. Vollzug konnte Schimpfermann bzw. das IZ bei den Sitzungen der vergangenen Woche – immerhin bereits sieben Tage später – noch nicht vermelden.

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Kommentare (13)

  • Verena Lauser

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    Mein Beileid an die Angehörigen des Verunfallten.
    Danke Herrn Buchhauser für die Erläuterungen und den Hilfskräften für ihren Einsatz
    Den Anwohnern wünsche ich mehr Gelassenheit.
    Von den Bauträgern erhoffe ich die zeitnahe Erfüllung ihrer Pflichten.
    Und die Genehmigungsbehörden bitte ich ihre Aufgaben weiterhin gewissenhaft zu erfüllen.

  • R.G.

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    Wie der erste und zweite Artikel zum Thema zeigen, beobachteten kompetente Anrainer die verstörende Verkehrssituation und fotografierten teilweise sogar.

    Es gibt Kreuzungen, die auf dem Schreibtisch hervorragend funktionieren, in der Praxis aber nicht.

    Die Befragung von durch Krankheit oder Behinderung großteils ans Zimmer gebundenen Anwohnern über ihre allgemeinen und den Unfalltag betreffenden Beobachtungen könnte wichtige Hinweise bringen.

    Darüber hinaus sollte vielleicht in der Nähe und bei der Kreuzung für den Stand nach Fertigstellung der Häuser eine Testreihe mit einer speziellen Brille erfolgen (sie zeichnet auf, wohin ein Autofahrer oder ein gehendes Schulkind wirklich schaut, dadurch erkennt man, wie eine Kreuzungsabfolge menschengerecht zu organisieren wäre).

    Nach Erlebnis der in den Artikeln geschilderten Stausituation würde ich theoretisch mit größerer Nervosität der Anrainer bei der täglichen Durchfahrt an der Engstelle rechnen, dem folgend mit mehr brenzlingen Situationen.

  • highwayfloh

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    @Verena Lauser:

    Diesen Worten kann ich mich nur anschliessen!

    Ebenso sollten alle Bedenken, dass wo etwas benötigt wird, auch entsprechender Lieferverkehr / Entsorgungsverkehr stattfindet / stattfinden muss und diejenigen, welche diese Tätigkeit ausüben langläufig als „Pest“ der modernen Gesellschaft wahrgenommen werden… . Daher ist nachfolgendes NICHT abwertend gemeint und auch nicht am Thema vorbei… bitte ganz durchlesen… am Ende schliesst sich der Kreis:

    Aber: Wehe im „Aldi“ / „Netto“ & Co ist das „99-Cent- noch nie so günstig-Produkt“ NICHT Da, am Samstag um 19:58 Uhr… dann ist die Logistikkette Schuld samt LKW-Fahrer… weil die nicht „püntklich“ liefern etc… ebenso was die Entsorgung anbelangt….

    Interessiert mich mal, was die Leute glauben, „wohin“ die ganzen Getränkekästen etc. verschwinden, wenn dies alles so bequem in den Automaten gesteckt und der Pfand-Bon eingesteckt wurde…

    Schaut mal hinter die Kulissen:

    Im Hintergrund wird das Zeugs per Hand auf Europaletten gepackt, die von LKWs abgeholt werden! Was glaubt Ihr warum es so Firmen wie „Geins“, Nagler etc gibt, welche mit eigenen LKWs rumfahren?

    Und damit sich die Thematik und der Kreis wieder schliesst:

    Gleiches gilt bei Baugebieten / Neubaugebieten:

    Der einzelne LKW-Fahrer hat seinen Fahrauftrag und diesen sogar ganz konkret, dass er zu der und der Zeit vor Ort sein muss, weil sonst Vertragsstrafen fällig sind! Die Kollegen und Kolleginnen, die tatsächlich konkret vor Ort im Führerhaus sitzen, können für etwaige Versäumnisse absolut nichts und machen auch nur Ihre Arbeit!

    Mein persönliches Fazit, was ich seit Jahren immer wieder feststellen muss – leider:

    Man hakt egal um was es geht – aufeinander rum … real , virutell oder wie auch immer, anstatt in einer Situation zu sagen: scheiss drauf, das muss jetzt gelöst werden…. tun wir was dafür!

    JEDER kann dazu seinen Beitrag leisten, egal wie gering er ist… .

  • Günther Herzig

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    highwayfloh ist schwer zu lesen.

  • Piedro

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    „Vollzug konnte Schimpfermann bzw. das IZ bei den Sitzungen der vergangenen Woche – immerhin bereits sieben Tage später – noch nicht vermelden.“

    Ich denke das ist von Anfang vorgeschrieben und eine Baustelle muss entsprechend eingerichtet werden? Lagen die Kommentatoren beim ersten Bericht dazu so falsch? Oder soll hier das Nachholen einer grundsätzlichen Vorschrift als Handeln der Verwaltung dargestellt werden, das Versäumnis des Bauherren als Entgegenkommen?

  • Klaus

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    Mein Beileid an die Angehörigen des Bauarbeiters!
    Danke an Herrn Buchhauser für die Erläuterungen und seiner Erklärung! Es will keiner die sehr gute Arbeit der Feuerwehr und den Rettungskräften in Frage stellen! Ihr macht ausgezeichnet gute Arbeit!
    Aber denoch habe ich zu Ihrer Erläuterung was anzumerken! Sie sagten, es sei nicht notwendig gewesen, den Alternativ-Rettungsweg zu nutzen! Am besagten Tag konnten sie diesen Alternativ-Rettungsweg, sprich Stichweg am Rewe-Markt, kommend über Pilsen-Allee, nicht nutzen! Dieser Stichweg war durch einen Schwerlastkran ganztags blockiert! Also diese Alternative konnte defenitiv nicht genutzt werden! regensburg-digital liegen Bilder vor!
    Desweiteren würde ich von Ihnen gerne wissen, wie Sie am Füßgänger-Steg auf Höhe BSC Sportheim von der Pilsen-Allee auf den Stichweg dort anfahren wollen!
    Wir sind gestern komplett rund um das Baugebiet gegangen, um uns ein Bild zu machen! Dort beim Fußgänger-Steg, wo angeblich eine zweite Möglichkeit wäre in das Baugebiet mit Rettungsfahrzeugen einzufahren, steht mittig zur Auffahrt/Stichweg eine riesig große Beton-Straßenleuchte der Pilsen-Allee,wie entlang der ganzen Sträße! Wie wollen Sie dort einfahren, wenn es schnell gehen soll??
    Uns ist nicht daran gelegen, Kritik an Ihnen oder den MA der Feuerwehr zu tätigen! Ebenso nicht an allen anderen Rettungskräften! Wir wollen nur aufzeigen, das das Konzept der Stadt Rgbg sowie Immo-Zentrum nicht funzt oder der Zukunft stand halten kann!
    Ich möchte noch Frau Schimpfermann vom 15.03.2018 zitieren: „ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator-Plan (SIGEKO) soll zeitnah erstellt werden. Der Plan soll verschiedene Rettungspunkte im Gebiet und einen Notfallplan definieren und insbesondere auch die Freihaltung der Straßenfläche vorsehen, um eine Befahrbarkeit durch Rettungswägen und Feuerwehr sicherzustellen. Das IZ wird einen solchen Plan zeitnah ausarbeiten und sichtbar bei der Einfahrt in das Baugebiet anbringen.!!!
    Bis heute ist noch nichts geschehen oder ein Plan ersichtlich an der Baustellen-Einfahrt angebracht!!
    So macht sich Frau Schimpfermann selbst zu dem, was Sie in Ihrer Aussage am Info Abend im BSC Heim äusserte, nicht Glaubwürdig!!!! Den da sagte Sie“ Ihr glaubt mir so wie so nicht“!!!
    Ja Frau Schimpfermann, wir , alle Alt und Neu Brandlbergern, werden Ihnen in Zukunft kein Wort mehr glauben!!!!! Oder verstehen wir Brandlberger den Begriff zeitnah anders, als Frau Schimpfermann!!???
    Wir hoffen, das endlich eine Lösung gesucht bzw. gefunden wird, die dem Bürger helfen, und nicht noch mehr Probleme bringt!
    Mfg
    Klaus

  • Liability

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    Kommentar gelöscht. Bitte unterlassen Sie Unterstellungen, die u.U. strafrechtlich relevant sein können.

  • R.G.

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    @Klaus
    Sie haben das gleiche Problem wie ich.
    Geschult dafür, die Lage mehrerer, unterschiedlich bedürftiger Personen zu verbessern, schildere ich schwierige Situationen, (wie z.B. als Zeuge miterlebte Unfälle) stets in einem Ton der Verantwortung.
    Wie es mir selbst und nicht akut Verletzten geht, bleibt vorerst ausgeklammert.

    Die Entscheidungsträger, die ich mit meiner Art auf einen Missstand aufmerksam machen möchte, hören von dem aus meinem Mund dringlich Geschilderten aber immer nur einen Bruchteil und feilen höchstens an Reinwaschungsreden, mit denen sie sich aus der Verantwortung rausnehmen.

    Ich schreibe nun, was ich aufgrund ihrer Behauptungen und der Rede des Fachmannes wahrnehme. Bitte korrigieren Sie mich.

    Sie beobachteten eine ohnehin schwierige Kreuzungsabfolge, in der es aktuell aufgrund von Baumaßnahmen und Zulieferverkehr bei der Einfahrt mit größeren LKWs noch öfters als sonst zu Problemen kommt, und sich logisch Stausituationen ergeben.

    In eine solche „Verstopfungssituation“ hinein, fuhren wegen eines Unfalles an der Baustelle Einsatzfahrzeuge, sie leisteten beste Arbeit, einerseits den Verletzten zu finden und versorgen, andrerseits die Verkehrsbehinderung aufzulösen.

    Deshalb reagieren Sie gewohnt professionell, sie sehen die Notwendigkeit einer Nachbereitung, der Aufnahme aller Beobachtungen vom Unfalltag und der grundsätzlichen Lage, möglichst aus mehreren Perspektiven, der von Fachleuten und einfachen Bürgern im Umfeld. Es ist erstaunlich und unverständlich, dass die Verantwortlichen der Stadt nicht das gleiche Maß an rationaler Auseinandersetzung, und somit an Optimierung(!) der Rettungskette Interesse zeigen.

    Denn trotz der angeblich bestens bewältigbaren und unbedeutenden Kreuzungsblockade waren Anrainer für lange Zeit an der Rückkehr gehindert, in Ihrem Fall hätte Ihre Frau Ihnen in einer akut auftretenden Schwäche also nicht helfen können.
    Kein gutes Gefühl.

    Nun zum Einsatzleiter:
    Der Fachmann berichtet von der Suche nach dem konkreten Ort, wo ein Verletzter lag, da man keine exakten Angaben erhielt.
    Anzunehmen ist, dass bei relativ gleichförmigen Fassaden nicht nur Arbeiter der Baustelle, sondern auch nach Fertigstellung Kinder und demente, sowie ortsfremde Menschen Orientierungsprobleme bekommen könnten. Es wäre sinnvoll, jetzt schon wirksame Unterscheidungsmerkmale zu planen. Das kann zusätzlich zur Hausnummer ein farbiges Symbol an jedem Hauseingang sein, oder Nummern, in jeder Flucht mit anderer Farbtemperatur. Diese sehr günstigen Hilfsbezeichnungen sollten den Einsatzleitern auf Plänen zur Verfügung gestellt werden. (Ich habe schon so viele Gebäude gesehen, wo man sich einfachster farblicher Hilfen nicht bediente, obwohl das mit wenigen Lacktöpfen und zwei Stunden Arbeit getan gewesen wäre)
    Der Notruf hieße dann theoretisch, Arbeiter liegt beim orangen Eingang (während der Errichtung genügt ein Kreis mit orangem Lack an den Ziegeln zur Erkennung), vierter Stock. Die ganze Fassadenflucht hätte bei jedem Eingang warme Farben zugeteilt, von rosa bis zu orange und dunkelrot.
    Eine andere Flucht kalte Farben.

    Durch die Stausituation an besagtem Tag erfuhren die Anwohner des Gebietes eine grundlegende Unsicherheit, wie bei größeren Vorfällen oder bei gleichzeitigem Auftreten mehrer Krankheitsfälle, die Rettungskette samt Zufahrt gewährleistet sein kann, wenn gleichzeitig Stau an der Baustelleneinfahrt, und vielleicht noch durch Auffahrunfälle beinahe Ausnahmezustand herrscht.

    Die angegebene ideale Rettungszufahrt scheint bei Begehung durch Anwohner zumindest teilweise blockiert.

    Sie, Herr Klaus, wünschen keine Vorwürfe an die Menschen der Rettungskette, und keine Reduzierung der Verantwortung auf die Bauträger, sondern Wahrnehmungsoffenheit bei allen städtichen Verantwortlichen, wie sich die Situation für bereits in den Gebiet Wohnende darstellt, im jetzt verunsicherten Alltag, und in denkbaren Sondersituationen.

  • highwayfloh

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    @Günther Herzig: Ja, meine Kommentare muss man „WIRKLICH“ lesen. sich dann auch in die entsprechenden Gendankengänge als Leser selbst hineinversetzen UND (oh was für ein Anspruch!) auch noch drüber nachdenken und DANN (!) sich eine Meinung bilden … möglicherweise sogar über einen längeren Zeitraum hinweg! Wer sagt, dass alles immer „einfach“ ist?

    GERADE weil ich „meinen“ Stil habe … – bei aller Symphatie für RD und auch für Wolbergs – bin ich KEINER der „Szene“ – insbesondere, was das politische usw. anbelangt. Ich sag frei raus, was mir nicht passt und was mir gegen den Strich geht… und wenn ich was sozugagen „zum Kotzen“ finde, dann sag ich das auch so … egal ob es die CSU, die SPD oder sonst wer / was ist!

  • Jürgen

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    Die Baustelle läuft seit gut einem Jahr und die haben keinen SiGeKo Plan?
    Das ist eigentlich undenkbar. Da haben die Behörden und die Berufsgenossenschaft wohl sehr tief geschlafen. Kann es sein dass diese Baustelle von solchen „Störungen“ frei gehalten wurde? Wie sonst ist es zu erklären dass hier gegen die gängigen Vorschriften verstoßen wird.
    Es ist bedauerlich dass erst ein Mensch sterben musste damit das IZ Handlungsbedarf sieht.

  • Jürgen

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    @highwayfloh: Du bist wirklich schwer zu lesen.
    Was ich tatsächlich immer wieder auf Baustellen beobachte, ist, dass sich Firmen ihr Material liefern lassen und teilweise nicht einmal zum Liefertermin anwesend sind. Der Fahrer hat oft eine Adresse, die im Navi nicht zu finden ist (bei neuen Baugebieten nicht ungewöhnlich). Oft hat der Fahrer keine Ahnung zu welcher Firma auf der Baustelle er das Material liefern soll, weil ein Subunternehmer die Bestellung aufgegeben hatte und Er, der Fahrer auch nur Subunternehmer der Spedition ist.
    Mein Fazit: Weder Besteller noch Lieferant zerbrechen sich den Kopf darüber. Wenn dann mal ein paar Tieflader und LKWs um die Baustelle einen Stau verursachen, ist das kein Wunder. Ohne wirklich guter Baustelleneinrichtungsplanung, fehlender SiGeKo-Planung und dementsprechend fehlender SiGeKo Einweisung der Firmen passiert das, was am 14. März dort offensichtlich passiert ist.

  • Piedro

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    @Jürgen

    Mindestens so fatal und wesentlich bezeichnender finde ich, dass die Leitung der zuständigen Verwaltung sich damit zufrieden gibt, dass der Bauherr nun damit beginnt etwas von Anfang an vorgeschriebenes zu entwickeln, und von Konsequenzen absieht, der Bauherr ist schließlich bereit geltende Vorschriften doch noch zu beachten.

    Schließlich schaltet sich die Staatsanwaltschaft ja zumindest nicht gleich ein.
    https://www.regensburg-digital.de/staatsanwaltschaft-prueft-fragwuerdige-baugenehmigung/03052017/

    Es geht hier ja auch nicht um einen Carport, da kann man schon mal das eine oder andere Auge zudrücken lassen.
    https://carport-bausatz-kaufen.de/baugenehmigung-regensburg.html

  • highwayfloh

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    @Jürgen

    Jetzt hast Du es sehr gut geschildert. Nur dies wollen alle diejenigen, die eben immer nur die LKWs als Generalsündenböcke für alles sehen, nicht wahrhaben.

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