SOZIALES SCHAUFENSTER

Warnwert deutlich überschritten

Ausbrüche in Asyleinrichtungen: Regensburg ist bundesweiter Corona-Hotspot

Binnen einer Woche ist die Zahl der Corona-Infizierten in Regensburg um über 100 Fälle gestiegen. Damit liegt die Stadt bei 72 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, reißt jedweden Warnwert und liegt bundesweit mit deutlichem Abstand an der Spitze. Nach Auskunft der Stadt Regensburg sind dafür “die in Flüchtlingsunterkünften aufgetretenen Corona-Fälle” verantwortlich. “Aktuell müssen gesonderte Maßnahmen für die Stadt Regensburg nicht veranlasst werden.”

Zum muslimischen Zuckerfest, dem Fastenbrechen nach Ramadan gab es Lieferungen vom Corona-Hilfswerk. Die Bewohner dürfen die Unterkunft derzeit nicht verlassen.

Bundesweit einsame Spitze: Laut den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (Stand 25. Mai, 0 Uhr) liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche (7-Tages-Inzidenz) in der Stadt Regensburg mittlerweile bei über 72. Damit reißt die Stadt den bayernweit geltenden Warnwert von 35 wie auch die bundesweite Grenze von 50 Neuninfektionen pro 100.000, ab der konkrete Maßnahmen vor Ort ergriffen werden müssen.

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Zahlen dürften weiter steigen

Hauptgrund des sprunghaften Anstiegs ist vermutlich ein Ausbruch in einer Flüchtlingsunterkunft in der Dieselstraße, wo die Regierung der Oberpfalz am Donnerstag zunächst auf Anfrage unserer Redaktion 37 Fälle bestätigte. Einen Tag später räumte ein Sprecher bereits 42 Menschen ein, die dort positiv auf das Covid 19-Virus getestet worden sind. In drei weiteren Flüchtlingsunterkünften sowie im Ankerzentrum wurden zusätzlich sechs Fälle bestätigt. Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle stieg damit zunächst von 505 (Stand Mittwoch) auf 559 (Stand Sonntag), die 7-Tages-Inzidenz auf 38.

Von gestern auf heute sind nun 48 weitere Fälle hinzu gekommen, was den Wert heute auf über 72 treibt. Das “Frühwarnsystem” der Bayerischen Staatsregierung sieht vor, dass bei einem Überschreiten von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen “ein konsequentes Beschränkungskonzept” greifen muss. Allerdings: “Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen, zum Beispiel in einer Einrichtung, kann das Beschränkungskonzept nur diese Einrichtung umfassen.”  

Am Morgen war noch unklar, ob ausschließlich die Ausbrüche in Flüchtlingsunterkünften für den neuerlichen Anstieg verantwortlich sind oder ob es noch weiteres „Infektionsgeschehen“ im Stadtgebiet gibt. Die Regierung der Oberpfalz will sich erst im Lauf des Tages zu dem Thema äußern und auf Fragen antworten, die wir bereits am Freitag gestellt haben. Die Stadt Regensburg teilt “nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt” mit: 

“Die negative 7-Tage-Inzidenz bedingt sich durch die in Flüchtlingsunterkünften aufgetretenen Corona-Fälle. Aktuell müssen gesonderte Maßnahmen für die Stadt Regensburg nicht veranlasst werden.”

Fest steht allerdings: Die bestätigten Infektionen in der Dieselstraße basieren nur auf etwa 80 Personen, die bislang getestet wurden. Insgesamt leben 289 Menschen in der Unterkunft. Auch im Ankerzentrum wurde nun in größerem Maßstab getestet. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Zahlen weiter ansteigen werden. Womöglich erheblich.

Regierung informiert nur zögerlich

Die Bezirksregierung gibt nur zögerlich Informationen heraus. Klar ist bislang nur, dass sämtliche betroffenen Einrichtungen unter Quarantäne gestellt wurden. Es herrscht eine Ausgangssperre für die Bewohnerinnen und Bewohner. Menschen, die positiv getestet wurden, wurden – nach bisherigen Auskünften – nun getrennt untergebracht. Zum Teil in Sperrholzverschlägen in der Pionierkaserne.

Aktueller Screenshot vom RKI-Dashboard: Regensburg liegt einsam an der Spitze.

Die Informationspolitik gegenüber den Bewohnern im Vorfeld war laut Aussage von Flüchtlingshelfern schlecht. Während beispielsweise die städtische Berufsschule bereits am 14. Mai vom Gesundheitsamt darüber informiert wurde, dass für Schüler, die in der Dieselstraße untergebracht sind, ein Betretungsverbot für die Schule besteht, erfuhren die Azubis selbst dies zum Teil erst Tage später. In zumindest einem Fall pendelte ein junger Mann noch mit dem Zug zu seiner Ausbildungsstelle nach Straubing und arbeitete dort den ganzen Tag im Betrieb. Ein späterer Test bei ihm fiel positiv aus.

Bislang keine schweren Fälle

Es wirkt so, als seien die zuständigen Stellen bei der Regierung auch ein Stück weit überfordert. Erst am 11. Mai verschickte die Regierung beispielsweise einen Fragebogen, um potentielle Risikopatienten in den Flüchtlingsunterkünften zu identifizieren.

Laut der Aussage eines Regierungssprechers vom Freitag geht es den Erkrankten überwiegend gut. Einige klagten über leichte Erkältungssymptome. Vier seien demnach in stationärer Behandlung.

Regierung bestätigt 99 Fälle in Regensburger Unterkünften

Die Regierung der Oberpfalz hat sich am Montagnachmittag in einer längeren Pressemitteilung zu den aktuellen Zahlen geäußert. Die Frage, wie viele Personen zwischenzeitlich getestet wurden und wann die Bewohnerinnen und Bewohner jeweils informiert wurden, bleibt dabei weiter offen. Wir veröffentlichen die Mitteilung unten im vollen Wortlaut:

Pionierkaserne unter Quarantäne

56 neue positive Fälle von SARS-CoV-2 – Infizierten wurden sofort isoliert untergebracht – medizinische Versorgung sichergestellt 

Regenburg. Nachdem in der letzten Woche vier positive Fälle von SARS-CoV-2 in der ANKER Dependance Pionierkaserne festgestellt wurden, ordnete das Gesundheitsamt Regensburg eine Reihenuntersuchung der Bewohnerinnen und Bewohner an. Die Testergebnisse wurden am Wochenende bekannt. Demnach sind von 127 Personen 71 negativ und 56 positiv getestet worden. Von den positiv getesteten Personen weisen die allermeisten keine Symptome auf, einige wenige haben nur leichte Symptome (z.B. Kopfschmerzen).

Alle 56 positiv getesteten Personen wurden umgehend benachrichtigt und sofort in der Quarantäne-Einrichtung in der Pionierkaserne räumlich getrennt und isoliert von Nicht-Infizierten untergebracht. Die übrigen Bewohnerinnen und Bewohner wurden in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Regensburg in verschiedenen Kohorten vor Ort in der Dependance isoliert. Die gesamte ANKER-Dependance Pionierkaserne steht unter Quarantäne, außerdem gilt ein generelles Aufnahme- und Abverlegungsverbot. Die Quarantäne wird vom Sicherheitsdienst überwacht.

Verschärfte Hygienemaßnahmen

Innerhalb der Einrichtung gelten verschärfte Hygienemaßnahmen für alle Bewohnerinnen und Bewohner (Maskenpflicht auf den Gemeinschaftsflächen, Reglementierung der Nutzung der Gemeinschafts- und Sanitärräume, Essen auf den Zimmern, Sanitäreinrichtungen werden regelmäßig desinfiziert). Die Regierung der Oberpfalz unterstützt alle vom Gesundheitsamt Regensburg angeordneten Maßnahmen, um eine Ansteckung weiterer Personen zu verhindern. Eine medizinische Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner findet durch den kurativen Arztbereich der ANKER-Einrichtung vor Ort statt.

Risikopatienten haben angebotene getrennte Unterbringung meist abgelehnt

Bereits Ende März wurden durch den kurativen Arztbereich der ANKER-Einrichtung vulnerable Risikopatienten (für einen potentiell schweren Krankheitsverlauf bei einer SARS-CoV-2 Infektion) identifiziert und nochmals körperlich untersucht, im Detail über Corona und das Risiko einer Infektion (mit Übersetzter) aufgeklärt, Pneumokokkenimpfungen angeboten, ein Arztbrief mit Angabe der Vorerkrankungen ausgestellt sowie etwaige Medikamentenplänen und Facharztbriefe mitgegeben. Nachdem bei den getroffenen Maßnahmen immer Wohl und Gesundheit der betroffenen Personen an erster Stellen stehen, wurde darüber hinaus allen eine Unterbringung in einem geschützten Bereich der ANKER-Einrichtung inklusive separaten Freibereich (Zugang nur mit separatem Schlüssel) oder in einer separaten Unterkunft außerhalb Regensburgs angeboten (inklusive Catering für das Essen und regelmäßigen ärztlichen Visiten). Leider haben nur sehr wenige dieses Angebot in Anspruch genommen und selbst diese wenigen haben nach wenigen Tagen die „freiwillige Selbstisolation“ wieder aufgegeben und sich für eine reguläre Unterbringung in der ANKER-Einrichtung entschieden.

Situation in den Gemeinschaftsunterkünften in Regensburg

Zusätzlich sind in der letzten Woche 42 positive Testergebnissen in der Gemeinschaftsunterkunft Dieselstraße bekannt geworden, sowie ein Fall in der Gemeinschaftsunterkunft Alte Straubinger Straße. Über das Wochenende ist in den Gemeinschaftsunterkünften in Regensburg kein neuer Fall von SARS-CoV-2 hinzugekommen. Die Gemeinschaftsunterkunft in der Dieselstraße wurde ebenfalls durch das Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt. Auch dort gelten die verschärften Hygienemaßnahmen, wie in der Pionierkaserne. Die positiv ermittelten Personen wurden von Nicht-Infizierten getrennt und soweit notwendig in die eingerichtete Quarantänestation der ANKER-Dependance Pionierkaserne gebracht. Auch dort wird das weitere Geschehen engmaschig durch das Gesundheitsamt Regensburg begleitet.

Die Gemeinschaftsunterkunft im sog. Zeißtower wurde in den vergangenen Wochen als Unterkunft für vulnerable Personen hergerichtet. Vorsorglich wird das Gebäude im Hinblick auf das aktuelle Infektionsgeschehen noch als Reserve zurückgehalten, damit es im Falle zusätzlicher Neuinfektionen zur Isolierung neuer positiver Fälle genutzt werden kann.

 Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner für die Stadt Regensburg überschritten

 Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt heute nach Angaben des LGL bei 72,08 und damit über dem vom RKI festgelegten Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In den letzten Wochen wurde der Schwellenwert in Regensburg dagegen immer deutlich unterschritten. Bei einem lokalisierten und klar eingrenzbaren Infektionsgeschehen – in diesem Fall ist das Infektionsgeschehen auf Asylbewerberunterkünfte in der Pionierkaserne und der Gemeinschaftsunterkunft Dieselstraße beschränkt – müssen keine allgemeinen Beschränkungen in der Stadt Regensburg eingeführt werden, wenn dort geeignete Maßnahmen des Gesundheitsamts Regensburg umgesetzt werden können. Die Maßnahmen des Gesundheitsamts werden mit der Quarantäne aktuell umgesetzt und das weitere Geschehen wird engmaschig durch das Gesundheitsamt überwacht.

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Kommentare (52)

  • Regensburger junge

    |

    Danke für deine Arbeit und deine guten Berichte! Weiter so!

  • Hansemann

    |

    Das ist kein guter Auftakt für unsere Oberbürgermeisterin, Frau Maltz-Schwarzfischer.
    War Sie doch damals maßgeblich mitbeteiligt, dass Regensburg mehr Flüchtlinge aufnehmen könne.
    Wenn man sowas macht, muss man auch die entsprechenden Voraussetzungen schaffen und für mehr vielmehr Unterkünfte sorgen, damit keine evtl. Infektionen entstehen können. Man gewinnt den Eindruck, dass sowohl die Stadt Regensburg, als auch die Regierung der Oberpfalz damit doch ein wenig überfordert sind.
    Kein Wunder dass bei dieser Politik von Unterkünften, Regensburg jetzt ein bundesweiter Hotspot für Chorona geworden ist.

  • Volker

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    ‚bundesweiter Corona-Hotspot‘ ich bin sehr nachdenklich und nur bedingt glücklich das Regensburg mal wieder bundesweit ins Gespräch kommt.

  • peter sturm

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    flüchtlingpolitik und propaganda passen schlecht zueinander..
    beim verbalen “willkommenheissen” war regensburg auch spitze.
    jetzt sollte man die menschen auch schützen und beschützen können.
    mit jetzt d r e i bürgermeistern wird das schon möglich sein.

  • R.G.

    |

    ” Man gewinnt den Eindruck, dass sowohl die Stadt Regensburg, als auch die Regierung der Oberpfalz damit doch ein wenig überfordert sind.”
    Und das ist logisch.
    Wir sind noch sehr unwissend im Umgang mit Pandemien.
    Mängel zu sehen bedeutet, eine Chance auf Verbesserung zu haben.

    Welche Führungsperson (Maltz-Schwarzfischer, Freudenstein, etc) wird sich persönlich dafür einsetzen, dass
    den Eingeschlossenen in den beengten Flüchtlingsunterkünften:
    Texte konkret für die Fremdsprachler zur Verfügung stehen, weshalb sie sich wie verhalten sollen,
    während der Isolation die Nahrung aufgestockt wird um vitaminreiche frische Lebensmittel,
    “Gewöhnte” und “Süchtige” bei Entzugserscheingungen sofort Hilfe auf Wunsch andernsorts erhalten,
    Gewaltopfer sich telefonisch und persönlich an zur Verschwiegenheit Verpflichtete wenden können,
    Ausweichquartiere für Gewaltopfer zur Verfügung stehen.

    Wer besorgt Brettspiele, Lernmaterial, Hygieneartikel, Kopfhörer, Kopfbänder als Schallschutz, auf Wunsch Schreib- und Malpapier etc.(Liste ergänzen!)

  • Ruzicka

    |

    Mein ausländischer Partner und ich wohne n in der Stadt,was mir da, so täglich auffällt 😱Menschen massen stehen an Eisdielen an,ohne Rücksicht auf andere. Radfahrer, die zugleich das Handy bedienen, rempeln, fahren dich fast um😱Asylbewerber umarmen und begrüßen sich auf der Strasse, warum kann man diese Personen nicht über die Gefahren aufklären! Warum verhalten sich Menschen, egal woher sie kommen, so rücksichtslos?Ich habe von einigen Älteren gehört,wir trauen uns nicht mehr raus!!!traurig 😢 😢 traurig.

  • auch_ein_regensburger

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    Kann es sein, dass unsere ach so tolle Boomtown gravierende Schwächen hat, was das Verhalten gegenüber gesellschaftlichen Randgruppen betrifft?

  • Joachim Datko

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    Der “rote” Fleck verschwindet wieder! Der Mensch ist lernfähig!

    Ob in einer Großschlachterei, in einer Asylunterkunft, in einem Bethaus oder in einem Lokal, wir werden wahrscheinlich in den nächsten Tagen immer wieder von “Hotspots” hören.

    Der bundesweite Trend zeigt aber weiterhin nach unten. Seit 09.05. wurden jeden Tag deutschlandweit unter 1000 Neuinfizierte gemeldet, bei fallender Tendenz. Innerhalb der letzten Woche trotz der Lockerung von Vorschriften pro Tag nur 553 pro Tag. Der massive Ausbruch in Regensburg führt sicherlich bundesweit zu umfangreichen Tests in Asylbewerberunterkünften. Ich vertraue unseren Behörden und halte selbst, wie gefordert, Abstand.

  • Dieter

    |

    Von Mitte Mai, aber hier mal ein Blick von außen:

    “Die Grenzen nach Tschechien dürfte nicht so bald geöffnet werden. Zumindest zeigt sich der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis diesbezüglich zurückhaltend. Er nannte die Situation in Deutschland, vor allem aber in Bayern, gegenüber tschechischen Zeitung Blesk „nicht ideal“. ”
    *Quelle Merkur.de*

    Die Grenzen zu Österreich und Slowakei sollen für den Tourismus übrigen früher geöffnet werden.

    Ansonsten ist es natürlich eine Schande, was aktuell in den Unterkünften passiert. Man kann sich fragen, wie hoch die Fallzahlen tatsächlich wären, wenn jeder getestet werden würde.
    Die Stadt und auch die Regierung scheinen sich wegzuducken.

  • Schymura Eva

    |

    Na toll, jetzt sind wir bundesweit an der Spitze,
    was Covid 19 Fälle betrifft.
    Als Frau Oberbürgermeisterin jetzt beschützen
    Sie bitte Ihre Bürger!!!
    Ich bin eine gebürtige Regensburgerin…….
    Aber kein Wunder,wie die Leute in der Stadt rumlaufen……..
    Ohne Mundschutz,kein Abstand, Fahrradfahrer sausen wie verrückt mit Kopfhörer durch die Fußgängerzone…..Menschen armen sich!!!!!
    Wo ist da die Polizei?
    Eine besorgte Bürgerin

  • Mr. T.

    |

    Tolle Aussage:
    Nach Auskunft der Stadt Regensburg sind dafür „die in Flüchtlingsunterkünften aufgetretenen Corona-Fälle“ verantwortlich.
    Und wer ist dafür verantwortlich, dass die Fälle dort so gehäuft auftreten können? Wahrscheinlich ist man davon ausgegangen, dass die Ansteckungsgefahr in Einpersonenhaushalten größer ist als in Massenunterkünften. OK, das wär ne Entschuldigung.

  • Hui Buh

    |

    Regensburg das Berlin Bayerns!
    kann man nicht genug Flüchtlinge bekommen, dann
    – werden sie beengt untergebracht;
    – nicht oder nur unzureichend über die Ansteckungsgefahren informiert;
    – viel zu wenig betreut und umsorgt.
    Wo sind die ganzen Befürworter wenn sie gebraucht werden?

  • R.G.

    |

    Eine Steigerung von Fällen in Wien wurde über einen Umweg entdeckt. Am Anfang standen Erkrankte im Post-Verteilerzentrum Niederösterreichs.
    Der Artikel ist von der Webseite des Öffentlichen Rundfunks.
    “NÖ: 29 Corona-Fälle in Paketzentrum”
    https://orf.at/stories/3165623/

    Die Spur der positiv Getesteten deutete schließlich in eine Flüchtlingsunterbringung der Hauptstadt.
    Wie kamen Bewohner aus einer unter Quarantäne stehenden Einrichtung in das andre Bundesland zu Arbeit? Wurden sie wirklich in Bussen hingebracht?
    Die Debatte dreht sich seither um die Rolle und die Folgen von Leiharbeit.
    https://www.nachrichten.at/politik/innenpolitik/corona-cluster-leiharbeiter-sollen-trotz-quarantaene-bei-post-verteilzentren-gearbeitet-haben;art385,3259758

    Kann man für Regensburg ausschließen, dass Flüchtlinge in prekären Beschäftigungsverhältnissen waren und man die Spur des Virus dorthin weiterverfolgen müsste?

  • BerndHolger

    |

    Hey wir sind Tabellenführer bei der 7-Tage Inzidenz Fun-Liga. Es gibt Schlimmeres.

  • Reinhard Althammer

    |

    Die Aussage der Regierung macht keinen Sinn. Alle Grenzwerte gerissen, trotzdem keine Massnahmen. Die Menschen in den Asylbewerberheimen wohnen doch in der Stadt, haben Kontakte, gehen raus, Sozialarbeiter, Essensdienste, Reinigungsfirmen etc. kommen rein. Man kann doch nicht so tun als ob die Heime isoliert wären vom Leben. Das ist unrealistisch. Regensburg muss den Anspruch haben, die Zahlen wieder zurückzuführen unter die Grenzwerte und nicht die Fälle moeglichst klein Zureden. Wenn das bedeutet dass wir wieder einen Schritt zurück machen dann ist das eben so. Immer noch besser, als wenn sich noch viel mehr Menschen anstecken und wir in den totalen Lockdown müssen. Bitte handeln.

  • auch_ein_regensburger

    |

    @ Hui Buh
    Sind Sie sicher, dass Sie sich für eine großzügigere, sprich teurere Unterbringung von Flüchtlingen und mehr Betreuungspersonal aussprechen wollen?

  • Hui Buh

    |

    “Nach Auskunft sind dafür „die in Flüchtlingsunterkünften aufgetretenen Corona-Fälle“ verantwortlich. „Aktuell müssen gesonderte Maßnahmen für die Stadt Regensburg nicht veranlasst werden.“
    Können wir denn davon ausgehen, dass die Infizierten keinerlei Kontakt zu Menschen außerhalb der Flüchtlingsunterkunft hatten?

  • Hui Buh

    |

    @ auch_ein_regensburger
    Ich bin schon der Meinung, dass die jenigen, welche sich sehr stark für mehr Flüchtlinge ausgesprochen haben, nun auch die Verantwortung tragen müssen. Es reicht eben nicht Menschen mit Verlockungen aus ihrem sozialen Gefüge zu reißen und sie dann in Mehrbettzimmern versauern zu lassen. Und ja, ich bin der Meinung, dass die Kosten und Leistungen gerne auch die Befürworter mit übernehmen können.

  • Jens

    |

    Als Regensburg Digital dies berichtete, zeigte die große Zeitung online nur 58 Fälle/100.000 für Freitag 13:50 Uhr, die Stadt und das LGL online 40,63 für Sonntag 10 Uhr. Dank an den Qualitätsblog.

  • joey

    |

    Echte Frage an die Redaktion: wie kam das eigentlich raus? Gab es einen Patienten mit Symptomen? Vermutlich.

    So lange nicht flächendeckend getestet wird, wissen wir gar nichts. Gefährlich ist die Bedrohung, die man nicht kennt.

  • Andreas

    |

    @Reinhard Althammer
    Die Einrichtungen stehen unter Quarantäne. Ich hoffe, dass von den Bewohnern keiner einen Fuß vor das Tor setzt bevor die Sammelunterkünfte nachweißlich frei von Infektionen sind.
    Ob und wie sich das im Rest der Regensburger Gesellschaft ausgebreitet hat muss sich erst noch zeigen.

  • Mr. T.

    |

    Keine Angst, Hui Buh, ich zahl schon mit. Ich zahl sogar Nazis auf Hartz 4 …

  • Helmfried

    |

    Wo bleiben die Worte und Taten unserer neuen Ober-/Bürgermeister zur Lage und Info der Bevölkerung?

  • #42 die Frage nach dem Sinn...menschlichen Handelns.

    |

    Hallo erst mal, ich nenne mich mal Ford und hier wird keine hyperumgehungsstrasse gebaut!

    AN ALLE:
    Wie wäre es mal allgemein mit etwas ZIVILCOURAGE.
    Jeder dem Fehlverhalten zu Convid19 in seiner Umgebung auffällt, könnte einfach nur ganz nett darauf hinweisen das es Corona immer noch gibt und die Leute bitten, das sie sich nicht in diesen Zeiten nicht so Egomanisch benehmen sollen. Wir müssen uns nicht wie Trump, Putin, Bolsonaro und Lukaschenka benehmen.

    PS: Denen die hier mal wieder auf den Asylanten herumhacken, wer nichts mit der Ausbeutung Afrikas zu tun hat, werfe den ersten Stein. (Wer hat kein Smartphone? -Thema seltene Erden; Lithium….)! noch Fragen??

  • Piedro

    |

    @Hui Buh
    Ich beglückwünsche Sie zu ihrem Scharfsinn. Sie haben sofort erkannt, dass die Corana-Fälle im Flüchtlingsheim “verantwortlich” sind. Sei fragen, ob es möglich sei, dass “die Flüchtlinge” Kontakt zur einheimischen Bevölkerung gehabt können. Ja, mei, was denken denn Sie, wo die das herhaben? Da kommt ein Securitymensch daher, oder irgbendein Gutmensch, und schon hat’s einen erwischt, der anderen gar nicht aus dem Weg gehen könnte. Eh kloa. Aber das die dann auch noch Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung gehabt haben könnten, das muss ja mal ausdrücklich festgestellt werden, ehe der Nachtrag wahrhaft gespenstisch wird. Es sollen die zur Verantwortung gezogen werden, die es befürwortet haben, dass da Flüchtlinge im Ort sind. Mehr als vernünftig untergebracht werden könnten, um die einheimische Bevölkerung für diesen infektiösen Kreaturen zu schützen, wenn die frei rumlaufen können. Dann sollen doch wenigstens die Befürworter auch die Kosten übernehmen.

    Alles was recht ist, wie doof kann man sein? In diesen Unterkünften befindet sich keiner, der keinen Rechtsanspruch darauf hat sich dort zu befinden. Befürwortet wird das durch die Gesetze der Republik, beim Grundgesetz angefangen. Das ist ganz einfach zu verstehen. Und es ist jetzt auch nicht sooooo schwer zu verstehen, dass Menschen in Sammelunterkünften ganz grundsätzlich einem pandemischen Ereignis prägnanter ausgesetzt sind als andere, die sich in familiäre Strukturen und ein privates Umfeld zurückziehen können. Aber da die Gefahr besteht, dass Einheimische durch Flüchtlinge angesteckt werden könnten, sollen die Gutmenschen wenigstens die Kosten für den Rechtsanspruch tragen. Das ist wirklich gruselig. Aber muss ja mal gesagt werden.

    Abschließend möchte ich Sie beruhigen. Persönlich laufen Sie wohl nicht Gefahr einer Infektionskette durch Flüchtlingsinfektion ausgesetzt zu sein. Natürlich ist das indirekt nicht auszuschließen, aber glauben Sie mir: indirekt wäre es ihnen wurscht ob das Virus vorher in einem Dreitbettzimmer ausgebrütet wurde, oder in einer Traditionsvilla von Einheimischen, wo der Steuerberater der Familie nicht ganz so koscher war wie gewünscht.

    Also wenn schon Grundrechtrelativierung und rassistische Menetekel, dann wenigstens halbwegs gescheit. Die Art der Unterbringung ist das Problem, nicht das Befürworten der Unterbringung. Die Art der Unterbringung wurde angeordnet. Die Art der Unterbringung war schon vor dem C-Wort fragwürdig. Bis heute wurden mindestens gar keine Maßnahmen zur Verringerung der Infektionsgefahr getroffen, dafür ein best mögliches Verbreitungsszenario verordnet. Der Beweis: Schuld sind alle, die sich angesteckt haben, weil…

    Wieder was verstanden. Danke. Schön, dass Sie das mal sagen durften.

  • Hui Buh

    |

    @ Mr. T
    Sind Sie ein Apologet von a) oder von b) -oder wissen Sie gar nicht für was das Wort steht? Sorry aber Ihr Kommentar ist entweder unter der Gürtellinie oder einfach nur einf………..
    Nazi steht für:
    Kurzwort für Nationalsozialist, siehe Nazi
    Koseform des Vornamens Ignaz
    (Wiki)

  • Konrad

    |

    schon bedenklich, wie verantwortungslos die neu gewählten Bürgermeister in dieser Stadt mit der Gesundheit ihrer Bürger umgehen. Einfach abducken ist nicht das Gebot der Stunde

  • R.G.

    |

    Unser Leben während des Lockdown.
    Die Lebensmittel stellten uns gebürtige Sinti, Ungarn, Perser oder Afghanen zu. Unsere Zeitungen bringen vor fünf Uhr Nordafrikaner, Prospekte liefern Araber im Laufschritt, die Schuhe richtet ein Kopte, beim Schneider nähen Syrer.
    An der Kasse bei Rewe sitzen die Töchter serbischer und türkischer Gastarbeiter, die Medikamente stellt in der Apotheke eine Türkin zusammen, beinahe alle Pakete werden derzeit von Subfirmen aus Osteuropa angeliefert, das Taxi fährt eine Rumänin, die Pflegerinnen unserer Nachbarn sind aus Thailand und Osteuropa.

    Sollte jemandem die Wahrnehmungskraft fehlt zu bemerken, dass vorwiegend zugewanderte Menschen die schlechter bezahlten, jedoch systemwichtigen Tätigkeiten während der Coronazeit ausübten?
    Glaubt man wirklich, Corona entstünde lediglich spontan in Flüchtlingsunterkünften, es sei nicht von draußen hineingetragen worden?
    Die Meinung eröffnete immerhin einen Weg für stramme Deutsche, indirekt an der eigenen Blödheit zu sterben.

  • Hui Buh

    |

    @ Piedro
    Hallo, was an meinem Text haben Sie denn nicht verstanden?
    Wie wärs mit einfach nochmal lesen und nachdenken und …
    Ich gehöre zu den GUTEN! Ich will, dass den Menschen geholfen wird!
    Das sie ausreichend über die Gefahren informiert werden. Das sich gute Menschen finden, die sie betreuen. Das ihnen ausreichend Platz zur Verfügung steht. Das sie eine gute Ausbildung und eine echte Chance bekommen. Und natürlich sollten sich Menschen persönlich dafür engagieren – und nicht nur verbal.

  • Tröster

    |

    Das Rumgehacke auf der Oberbürgermeisterin ist wenig hilfreich und trifft die Falsche.
    Zuständig für das sogen. ANKER-Zentrum ist allein die Regierung der Oberpfalz.
    Würde die Bayerische Staatsregierung nicht auf dieser völlig verfehlten Unterbringungsart beharren, sondern wie fast alle anderen Bundesländer auch dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten zulassen, wäre die Ansteckungsgefahr deutlich geringer. Wenn man viele Menschen auf verhältnismäßig wenig Raum “zusammenpfercht”, steigt natürlich das Ansteckungsrisiko.
    Zu kritisieren wären also MP Söder und seine Mannschaft…

  • Piedro

    |

    Kommentar gelöscht. Bitte keine persönlichen Auseinandersetzungen.

  • Piedro

    |

    @Hui Buh
    “Ich gehöre zu den GUTEN!”
    Das ist schön.
    “Ich will, dass den Menschen geholfen wird!”
    Das ist löblich. Da sind wir schon zwei. Und jetzt?

    Wenn die Unterbringung ist Massenunterkünften hinnehmbar ist, dann ist auch die Infektionsgefahr hinnehmbar. Wenn Massenunterkünfte wegen der Infektionsgefahr nicht hinnehmbar sind, müssen entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. Die “gemischte” Unterbringung unter negativer Privatsphäre ist da minder geeignet. Aber wenn die Bewohner eh schon aus ihrem sozialen Gefüge “gerissen” wurden, als sie sich auf die Flucht begaben… Dann sollen “Befürworter” die Kosten übernehmen… Bestimmt wird das “den Menschen” helfen. Wie auch immer. Ist schon klar. Danke.

  • R.G.

    |

    Es wäre eigentlich nicht verboten, aus ähnlichen Vorfällen in anderen Städten zu lernen.

    Noch ein Artikel zum Wiener Cluster, der auf den ersten flüchtigen Blick dem Flüchtlingsheim zugeordnet worden war.
    Der oberste Wiener Gesundheitspolitiker stellt fest, und die Oberösterreichischen Nachrichten schreiben es leicht verständlich:
    “Großer Coronavirus-Cluster in Wien: “Es zeigt alles nach Hagenbrunn””
    https://www.nachrichten.at/panorama/chronik/cluster-wien-coronavirus;art58,3259008

    Das bedeutet, in der Leiharbeit steckt der eigentliche Cluster.
    Regensburg sollte unbedingt genauer hinsehen, Menschen lediglich im Flüchtlingsheim einsperren löst das Problem draußen nicht.

  • R.G.

    |

    @Piedro
    Sie müssen sich nicht an jedem Provozierer abarbeiten.
    Manchmal ist die Steigerung des Ignorierens, ein “Net Einmal Ignorieren!” die bessere Antwort.

  • Roana

    |

    Hui Buh du hast recht . Mflg

  • Elke Göß

    |

    Ich verstehe nicht, weswegen die Öffentlichkeit erst am Montag, 25.05.2020, von dem Ausbruch der Corona-Infektion in der Pioneerkaserne und in der Gemeinschaftsunterkunft in der Dieselstraße erfährt. Offensichtlich war der Ausbruch bereits am Donnerstag, 21.05.2020 bekannt. Zudem fehlt mir eine Information, ob die Polizei in Regensburg von dem Corona-Ausbruch betroffen sein könnte. Das Polizeipräsidium Oberpfalz liegt sehr nahe an der Dieselstraße. Die Informationspolitik der Bezirksregierung Oberpfalz und der Stadt Regensburg lässt schwer zu wünschen übrig. Ich bin heute nur zufällig auf diese Nachricht gestoßen, nachdem ich dachte, in Regensburg sei alles fast normal. Die Zahlen der letzten Wochen waren gut und ich dachte, Regensburg hat es überstanden. Diesen Eindruck gewinnt man auch, wenn man die inzwischen wieder gut besuchte Innenstadt sieht. Wer informiert, wenn die Infektion doch auf die Bevölkerung übergreift? Wann erfährt man davon? Nach 5 Tagen?

  • Anna Sollenberger

    |

    Was mir in den letzten Tagen und Wochen WIRKLICH extrem aufgefallen ist: In den öffentlichen Naheverkehrsmitteln wie den Bussen kommt es wirklich häufig vor, daß ich offensichtlich Zuwanderer aus arabischen Ländern oder Asylbewerber sehe, die bewusst keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die sitzen im Bus und schauen grimmig. Ich habe auch noch nie einen Busfahrer oder Mitfahrenden erlebt, der diese Leute darauf angesprochen hätte doch bitte die Schutzmaske zu tragen.

    Alle gehen dem möglichen Konflikt aus dem Weg. Könnte ja Stress geben, eine feindliche Reaktion, oder man würde als rechtslastig betrachtet werden. Gehört sich nicht. Also sitzen alle brav im Bus. Ich gebs zu: Ich traue es mich als Frau auch nicht. Aber da dürften so einige Viren durch die Busse wabern….

  • Lutherer

    |

    Die mittelbayerische prüft noch die Genauigkeit der Corona-Tests bis sie hierüber berichtet – oder?

  • Stefan Egeli

    |

    @ R.G. “Sollte jemandem die Wahrnehmungskraft fehlt zu bemerken, dass vorwiegend zugewanderte Menschen die schlechter bezahlten, jedoch systemwichtigen Tätigkeiten während der Coronazeit ausübten?

    Schön, dass Sie uns hier mit Ihren Weisheiten zu belehren versuchen. Wie kommen darauf, dass diese Tätigkeiten überwiegend von ausländischen Mitbürgern ausgeübt werden? Haben Sie Zahlen? Ich kenn sehr viele Menschen, die der ständigen Ansteckungsgefahr unterliegen, weil sie in systemrelevanten Berufen arbeiten müssen. Und das sind überwiegen deutsche Mitbürger. Sie stellen hier in den Raum, dass hier in Deutschland alle ausländischen Mitbürger sich zum Dienste aller anderen einer Ansteckungsgefahr aussetzen müssen. Unterlassen Sie bitte Ihre Pauschalierungen und stellen Sie uns bitte nicht alle als Ignoranten dar.

  • Günther Herzig

    |

    @Piedro und Hui Buh
    ich habe Hui Buh zuerst nicht richtig verstanden, bis ich gemerkt habe, dass er wohl systematisch “dass” und “das” vertauscht, in drei Zeilen 4 mal, eine mir bis jetzt nicht bekannte Verschlüsselungsmethode. Und jetzt nachdem Licht ins Dunkel kommt, tendiere ich Piedro zuzustimmen.

  • Untertan Giesinger

    |

    Es sollte doch bitte Herr Highwayfloh auf die Frage von Frau Anna Sollenberger antworten.

    Ansonsten habe ich noch die Frage, die bereits zweimal gestellt wurde, aber noch nie beantwortet wurde:

    Welche Symptome haben die “Infizierten”?

  • Stefan Aigner

    |

    @Giesinger

    Ihre Antwort steht im Text. Leider haben wir keine Vorlesefunktion:

    “Laut der Aussage eines Regierungssprechers vom Freitag geht es den Erkrankten überwiegend gut. Einige klagten über leichte Erkältungssymptome. Vier seien demnach in stationärer Behandlung.”

  • Gerda Huber

    |

    Die Situation ist ähnlich wie in den Seniorenheimen, auch dort sind verstärkte Infektionszahlen zu vermelden (in Bayern in über 200 Heimen) und auch nicht zu verhindern, da die Pflegekräfte rein und raus müssen und die räumliche Enge die Infektionen begünstigt.
    Immerhin positiv: “Laut der Aussage eines Regierungssprechers vom Freitag geht es den Erkrankten überwiegend gut. Einige klagten über leichte Erkältungssymptome.”
    Dann hoffen wir mal, dass das so bleibt…
    Zu den Tests:
    Nach neueren Erkenntnissen ist der PCR-Test “hypersensitiv”, das heisst er produziert reihenweise so viele falsch positiv getestete Personen, dass die Pandemie nie endet (auch wenn sie geendet hat). Das sind üble Aussichten…
    Zitat dazu:
    “Betrachtet man den Fall, dass es keine Infizierten mehr gibt, dann hängt sowohl die Anzahl der gemessenen Infizierten als auch der R-Wert nur von der Anzahl der Tests ab. Die Anzahl der gemessenen Infizierten beträgt bei der angenommenen Güte des Tests 1400 Infizierte pro 100.000 Tests.

    Um den Grenzwert von 50 Infizierten pro 100.000 Einwohner zu erreichen, sind über den durchschnittlichen Zeitraum der aktiven Infektion (6 – 10 Tage) ca. 3.500 Tests pro 100.000 Einwohner erforderlich, für den Grenzwert 35 sind es entsprechend ca. 2.500 Tests.”
    Somit ist klar: Je mehr man testet, desto mehr findet man auch viele falsch positiv geteste Personen, die weder infiziert noch krank sind. Aber die BILD-Zeitung kann dann wieder über heftige Ausbrüche berichten und die Poltiker rotieren.
    Den wissenschaftlichen Hintergrund findet ihr in dem Artikel von Dr. Klaus Pfaffelmoser, Jahrgang 1956, einem promovierter Mathematiker
    Der ganz – wissenschaftlich recht anspruchsvolle – Artikel findet man im Multipolar Magazin mit dem Titel “Warum die Pandemie nie endet”.

  • Günther Herzig

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    Gerda Huber
    26. Mai 2020 um 11:34 | #
    Sie kennen doch sicher die Zahlen. Zuletzt haben Sie Schweden als Beispiel für die Bekämpfung des Virus genannt.
    Was ist denn nun mit Schweden? Am besten, sie lesen das selbst nach, aber aktuelle Zahlen bitte!

  • Dora

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    Masernparty 3.0? Findet zur Zeit etwa ein neuer Test statt?
    Ein Zeitgenosse empfindet die aktuelle Lage u.a.:
    ..da dürften so einige Viren durch die Busse wabern…

    Zur Erinnerung, es gab Zeiten da wurden kurzfristig , ohne Vorwarnung, Busse wegen ein bisschen winterlichen Schnee stillgelegt.

  • Gerda Huber

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    @Günter Herzig: Nun, die aktuelle und problematisierte Testproblematik hat erst einmal nichts mit Schweden zu tun.
    Aber ok, zur Ihrer Schweden-Frage: Natürlich verfolge ich die Entwicklung in Schweden täglich. Ohne Schweden wüssten wir nicht, wie es ohne Lockdown, Ausganssperren, Schul- und Kindergartenschliessungen ausschaut.
    Schweden steht im Vergleich zu den anderen skandinavischen Ländern nicht gut da, aber im Vergleich mit anderen europäischen Staaten mit heftigem Lockdown und Ausgangssperren sehr gut. Inzwischen hat sogar die WHO den schwedischen Sonderweg gelobt. Auch die Herdenimmunität dürfte in Schweden erreicht sein, woanders zieht man die Pandemie in die Länge. Ob das so wünschenswert ist?
    Die exakten Zahlen zu recherchieren schaffen Sie selbst, das muß ich hier nicht ausführen.

    Was auch nicht gerade für den hochgelobten Lockdown u. die Ausgangssperren spricht:
    Zwischen Belgien und den Niederlanden gab es viel böses Blut, weil die Holländer lange Zeit Veranstaltungen erlaubten und Geschäfte offen ließen. Belgien war hingegen unter den ersten EU-Ländern, die rigide Maßnahmen umgesetzt haben. Beide Länder sind etwa gleich dicht besiedelt. Beide hatten lange Zeit ähnliche Infektionsraten.
    Wie ist es aber nun zu erklären, dass Belgien mit heutigem Stand 9335 Corona-Todesfälle hat und die Niederlande weniger als 5900?

  • Günther Herzig

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    @Gerda Huber:
    Und wenn es nicht gelogen ist, ist es wenigstens gut erfunden,- für hier allerdings nicht gut genug.

  • Mathilde Vietze

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    Zu “Konrad” – Woher wissen Sie denn, daß “die Bürgermeister sich abdrucken? Ihr
    Kommentar ist eine Unverschämtheit.

  • Sample

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    @Gerda Huber:
    Handelt es sich bei der von Ihnen beschriebenen Methode um PCR oder RT-PCR? Es wäre mir neu, wenn die Standard PCR eingesetzt werden würde. Man muss zudem berücksichtigen, dass es sich um einen biologischen Test handelt. Kein biologischer Test ist 100% genau. Um den Fehler möglichst gering zu halten werden Positiv- und Negativkontrollen zeitgleich mitgetestet. Eine falsch positive Anzahl von 1400 auf 100000 Tests ist mMn sogar noch akzeptabel.
    Es gibt auch viele Faktoren, welche die Anzahl der tatsächlich positiven Fälle fälschlicherweise verringern und dadurch verschleiern. Falsche Probennahme. Falsche Probenlagerung. Defekte Primer. Defekte Polymerase. Falsche Annealingtemperaturen. Falsche Gerätehandhabung im Labor. Ungeschultes Personal aufgrund des hohen Probenaufkommens. Und so weiter…

    So wie der Test falsch positive Ergebnisse liefert, so werden auch eigentlich positive Fälle teilweise “verschluckt”. Ob sich beides die Waage hält, kann ich nicht sagen. Was ich aber sagen kann, ist, dass man sich dessen bewusst sein sollte bevor man blind Zahlen aus dem Internet verbreitet.

  • highwayfloh

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    @UntertanGiesinger:

    Auch ohne Ihre Aufforderung hätte ich Frau Sollenberger geantwortet, keine Sorge.

    @Anna Sollenberger:

    Ich kann Sie dahingehend beruhigen, dass es nicht nur ausländische Fahrgäste sind, welche gegen Hygiene-Vorschriften verstoßen, sondern auch deutschstämmige, dies vorneweg. Was mich nach wie vor aufregt, sind die Fahrgäste, die – auch schon vorher – ihren Müll im Bus hinterlassen, von Tampons (auch gebrauchte!) über benutzte Taschentücher, Essens- und Getränkeresten, Körperflüssigkeiten aller Art und last but not least: gebrauchte Mundschutzmasken.

    Was mein Vorgehen anbelangt: Ich weise sehr wohl darauf hin, dass es Pflicht ist, die Masken zu tragen und einem deutschen (!) Fahrgast habe ich nach zweimaliger Mitfahrt auf der selben Linie angedroht, die Beförderung zukünftig zu verweigern, wenn er keine Maske anlegt und exorbitant im Bus weiterhin rumhustet – mit dem Hinweis verbunden, dass die Video-Aufzeichnung im Bus funktioniert und schon eine Zeit gespeichert wird und er von der Polizei durchaus ausfindig gemacht werden kann, wenn es sein muss. Seitdem ist er nicht mehr mitgefahren.

    Was den Punkt Rasissmus usw. anbelangt, damit werde ich tagtäglich konfrontiert, aber egal, was ich kontrolliere, dann konsequent bezüglich dieses Punktes _alle_ Fahrgäste. Hier gibt es für mich absolut keinen Unterschied ob der Herkunft, der Religion, Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft. Grundsätzlich ist jeder ersteinmal ein Fahrgast und alle unterliegen den gleichen Regeln, welche für die Beförderung gelten. Halten Sie sich daran ist es gut, wenn nicht, dann reagiere ich entsprechend darauf.

    Bezeichnend ist aber, dass viele Fahrgäste meinen, dass wir Busfahrer/innen, die Helden zu spielen haben und wenn es zu brenzligen Situationen kommt, wo wir durch aggressive Fahrgäste angegangen werden, da findet sich in den allerwenigsten Fällen jemand im Bus der _uns_ beisteht und zu Hilfe kommt! Darüber sollte auch mal nachgedacht werden!

  • highwayfloh

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    Allgemein zur Maskenpflicht möchte ich folgendes noch anmerken:

    Bekanntlich ist man hinterher immer Schlauer, doch man hätte die Maskenpflicht konsequenterweise schon nach bekannt werden der ersten Infektionsfälle in Deutschland bundesweit anordnen müssen. Gut, sie mag dazu beitragen, dass bei nicht erkannten Infizierten Personen, das Ansteckungsrisiko für andere etwas reduziert wird, aber die Zeit dazwischen, lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Ist leider so.

  • Michael Elsers

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    Ich finde es spannend, wie Herr Söder mit den vielen Regensburger Bürgern umgeht, die jetzt ja alle potenziell Corona-infiziert sein könnten. Alle in häusliche Quarantäne?
    Ich glaube, dann hätte er hier vielleicht lokal das “C-Problem” gelöst, könnte aber die “K-Frage” für sich “vergessen” … (und diese beiden Fragestellungen “verwischen” sich bei ihm offensichtlich immer wieder).
    Ich wohne in einem Landkreis im Norden Deutschlands, wir haben im Landkreis ähnlich viele Bewohner wie Regensburg, haben in der GESAMTEN Corona-Zeit ungefähr so viele Fälle, wie Regensburg in den letzten paar Tagen hatte und leiden sehr unter den Maßnahmen: es ist etwas anderes, wenn man die Wirtschaft “lokal abschmieren” erkennt, ohne dass man das “C-Problem” hier tatsächlich sieht und dass Schwestern und Ärzte im Krankenhaus KURZARBEIT machen ! Hier im Landkreis stirbt man eher an Lungenentzündung, weil man im Regen vor einem Laden wegen der Corona-Beschränkungen warten muss, als durch Corona selber.
    (Ja, es könnte sich jederzeit ändern, aber seit Wochen haben wir keine Corona-Fälle mehr…)
    Ich bin sehr für den Weg, den Thüringen andiskutiert: wenn es wieder einen Ausbruch gibt, dann sofort und mit großer Konsequenz mit Maßnahmen dagegenhalten. Dann und nur dann versteht man auch, warum man das macht.
    Und ansonsten: die Menschen haben in den meisten Fällen ein Eigeninteresse, dass sie sich nicht anstecken. Da benötigen wir wirklich nicht die “bayrischen Verbote” für alle Bundesbürger … die, die denken können, verhalten sich vorsichtig — und die anderen wird man auch mit Verboten nicht von den Treffen im “stillen Kämmerlein” abhalten können …
    Hatte ich schon gefragt, ob sich Herr Söder traut, nach diesem Ausbruch komplett Bayern (besser noch die gesamte Republik) wieder in häusliche Quarantäne zu schicken, die Grenzen “nach überall” wieder dicht zu machen und weiter die ganz große Panik zu schüren? Für seine “Zustimmungswerte” – besonders in der Gruppe der Senioren — wäre das sicher förderlich. Ja, theoretisch könnte es sofort wieder ausbrechen … aber wir sollten uns die Panikmache dafür aufheben, wenn es tatsächlich wieder zum Ausbruch gekommen ist; ansonsten “nutzt” sich die Vorsicht ab.

    Und hatte ich schon gefragt, wer den Herren Laschet und Söder mal den Unterschied zwischen der “C-Frage” und der “K-Frage” erklärt? Sie haben beide die großen Problem-Landkreise (Heinzberg resp. Tirschenreuth, etc…) gehabt — persönliche Betroffenheit war dort angebracht, Maßnahmen auch, die “staatsmännischen” Medienauftritte möglicherweise nicht. Aber für “Kanzler” benötigt man den Blick auch auf die anderen Gegenden, wo es eben deutlich besser aussieht: Stadt Regensburg = 620 C-Fälle, GESAMT Mecklenburg-Vorpommern = 720 C-Fälle …. –> Unterschiedliche Settings erfordern dort eben auch unterschiedliche Maßnahmen !
    Wer das nicht bedenkt, sollte besser nur “Landes-Kanzler” — lieber nicht “Bundes-Kanzler” …

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