SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘Arbeit’

Der 17. März ist in Deutschland kein Tag wie jeder andere. Denn bemessen an den Durchschnittslöhnen und auf das Jahr hochgerechnet verdienen Frauen erst ab diesem Tag tatsächlich Geld. 77 Kalendertage beträgt damit die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern derzeit in Deutschland. Am „Equal Pay Day“ wird jährlich auf genau diese mangelnde Gleichheit hingewiesen.

Für Mittwoch waren mehrere Veranstaltungen zum „Equal Pay Day“ angekündigt, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. Wir haben mit den Organisatorinnen gesprochen.

„Wir müssen an den festgefahrenen Stereotypen arbeiten und gesellschaftliche Strukturen schaffen, die diese Diskriminierungen künftig vermeiden.“ Ingrid Asche, Vorsitzende des „Business and Professional Women Club“ in Regensburg (BPW) kämpft seit Jahren für eine gerechtere Entlohnung von Frauen. Aus Sicht des BPW, von Gewerkschaften, zahlreichen Frauenrechtsgruppierungen, aber auch des Bundesfamilienministeriums geht es bei diesem Thema nicht zuletzt darum, tradierte Rollenbilder zu benennen und aufzulösen.

Lohndumping am Bezirksklinikum

„Sind wir Menschen zweiter Klasse?“

Gleiches Geld für gleiche Arbeit? Dieses Credo gilt nicht am Bezirksklinikum Regensburg. Der Auftrag für die Gebäudereinigung wurde kürzlich neu vergeben. Mehr als 30 Beschäftigte bekommen jetzt rund 200 Euro weniger im Monat. Der Lohnunterschied zum festangestellten Personal mit denselben Aufgaben beträgt sogar mehr als 30 Prozent.

Experte kritisiert angebliche Studie

„Jobwunder“ Regensburg? „Quatsch!“

Dass mit der Studie des Suchmaschinenbetreibers Adzuna, laut der Regensburg den „attraktivsten Arbeitsmarkt“ in ganz Deutschland hat, etwas nicht stimmt, beweist bereits ein Blick auf aktuelle Zahlen. Dass die Herangehensweise an sich zu keinem ernstzunehmenden Ergebnis führt, bestätigt jetzt auch der renommierte Experte Prof. Dr. Ernst Kistler.

Eine "Studie" mit Schwankungen

Großes Job-Wunder(n) in Regensburg

Regensburg ist „das neue Symbol für das deutsche Jobwunder“. Das behauptet nicht irgendjemand. Das vermeldet (online) die Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Verfasser bezieht sich dabei auf eine „Studie“ von zweifelhaftem Wert. Diese Woche, Stand heute, ist Regensburg übrigens gerade kein Jobwunder. Doch das kann morgen schon ganz anders sein.

Ist Ihnen dieser Text etwas wert?

(via Paypal)

oder:

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01