SOZIALES SCHAUFENSTER
Picasso-Wirt zog vor Gericht

Ein Streit, über den sich Nazis totlachen

„Keine Bedienung für Nazis“ contra „Keine Bedienung für Nazis“: Am Mittwoch ging dieser Streit vor Gericht. Es geht ums Geld – und um verletzte Eitelkeit.
Der Lack ist ab! Eine ehemals gute Sache wurde durch den öffentlich ausgetragenen Streit nachhaltig diskreditiert. Foto: archiv/ Staudinger.

Der Lack ist ab! Eine ehemals gute Sache wurde durch den öffentlich ausgetragenen Streit nachhaltig diskreditiert. Foto: archiv/ Staudinger.

„Ich gehe ungern in einen Prozess, bei dem ich nicht weiß, worum es eigentlich gehen soll“, sagt Rechtsanwalt Nils Pütz. „Wenn sie einen Verein gründen wollen, machen Sie das mit Ihrem eigenen Geld gibt“, gibt Rechtsanwalt Ludwig Wachter scharf zurück. Pütz vertritt Ludwig Simek, Wachter den Picasso-Wirt Sion Israel. Und die Schärfe dieses Wortwechsels spiegelt auch die Stimmung wider, die zwischen ihren beiden Mandanten herrscht, die sich anlässlich einer erfolgreichen Sache zusammengetan und angefreundet haben, zwischenzeitlich aber derart zerstritten sind, dass sich Neonazis darüber totlachen dürften.

Relaunch geschafft

Die neue Seite steht

Es ist vollbracht. Am Dienstagnachmittag ist unsere neue Seite online gegangen. Die Struktur ist im Wesentlichen dieselbe geblieben (das Wichtigste hat sich im Inneren getan). Ein paar sichtbare Änderungen gab es aber doch. Autor, Veröffentlichungsdatum, Schlagwörter etc. finden sich künftig nicht mehr in der Seitenleiste, sondern über und unter dem Artikel. Weil wir die Erfahrung gemacht […]

Der Verein "Keine Bedienung für Nazis" lud am Mittwoch zu einem Treffen mit zwei Zeuginnen. Foto: Archiv/ Staudinger

Sie sollen einen Medizinstudenten rassistisch beleidigt, bedroht und verprügelt haben – jetzt meldet sich das so beschuldigte Ehepaar zu Wort. „Er hat mir zwei Mal mit der Faust ins Gesicht geschlagen“, sagt die Frau. Beide bestreiten die Vorwürfe vehement, schildern das vermeintliche Opfer als äußerst aggressiv und hoffen auf neutrale Zeugen.

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Marihuana-Plantage bei Regenstauf

Perfekter Schuldiger freigesprochen

Ein vorbestrafter Alkoholiker auf einer Marihuana-Plantage – rein zufällig? Wer soll das bitte glauben? Für Ermittler, Staatsanwaltschaft und Amtsgericht war ein Regenstaufer der ideale Schuldige. Bei der Berufung stellte sich nun heraus: Die Beweislage war dünn, die Ermittlungen von Pannen gekennzeichnet.

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Vorwürfe gegen Polizei und Altstadtlokal

Normale Schlägerei oder Attacke eines rassistischen Hells Angel?

Ein 29jähriger Jordanier wird in einem Altstadtlokal krankenhausreif geschlagen. Niemand hilft ihm. Die Polizei geht derzeit von einer „normalen“ gegenseitigen Körperverletzung aus. Der Betroffene spricht von Morddrohungen und rassistischen Beschimpfungen durch ein Mitglied der Hells Angels. Eine Zeugin sagt: „Für die Drohungen und die rassistischen Beleidigungen haben sich die Polizeibeamten einfach nicht interessiert.“

In eigener Sache: Hacker-Angriff auf unseren Server

Vor einigen Tagen wurde unser Server gehackt und es wurden unter diversen Adressen mit der Domain @regensburg-digital.de massenhaft SPAM-Mails versandt. Wir haben zwischenzeitlich alle unsere Passwörter geändert und unser Provider behält den Server im Auge. Sollten Sie irgendwelche seltsamen Mails von uns erhalten oder keine Reaktion auf Ihre Mails bekommen haben, bitten wir um kurze […]