SOZIALES SCHAUFENSTER

Corona-Krise

Das Stadttheater wird zur Schutzmasken-Manufaktur

In der Kostümwerkstätte des Regensburger Stadttheaters werden im Akkord Mund-und-Nasen-Schutz-Masken genäht. Es gibt auch private Initiativen, die gegen den drohenden Engpass annähen.

Im Regensburger Stadttheater laufen seit einigen Tagen die Nähmaschinen heiß. Fotos: Theater Regensburg

Anfänglich soll es in der Regensburger Stadtverwaltung noch den einen oder anderen Bedenkenträger gegeben haben. Man will nicht haftbar gemacht werden, falls es zu einer Ansteckung kommt. Doch mittlerweile hat sogar Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer welche. Die Rede ist von einem Behelfs-Mund-Nasenschutz, genäht von der Kostümabteilung des Regensburger Stadttheaters. Natürlich mit Haftungsausschluss. 

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Zehn Minuten für eine Maske

Ausgehend von der Oper Köln, die sich vorgenommen hat, jede Woche 1.000 solcher Schutzmasken, vornehmlich für Polizei und Feuerwehr, zu nähen, beteiligen sich mittlerweile Theater und Spielhäuser in verschiedenen Städten an der Aktion. So auch in Regensburg. Mehrere hundert Masken habe man schon gefertigt, bestätigt Sprecherin Clara Fischer.

Mittlerweile arbeite die Kostümwerkstatt unter Leitung von Antonie Fietz regelrecht im Akkord. Für eine Maske brauche man etwa zehn Minuten. Dank eines Ozonschranks, in dem die fertigen Schutzmasken desinfiziert werden können, brauche man dabei auch keine Handschuhe. Gearbeitet wird dabei immer noch nach einer Vorlage, die von der Freiwilligen Feuerwehr in Essen erstellt wurde.

In einem Ozonschrank werden die fertigen Masken desinfiziert.

Insbesondere Pflege- und Sozialdienste griffen mittlerweile gern auf diese Masken zurück, so Fischer. Denn nicht nur dort, auch in einigen Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen drohen die notwendigen Schutzmasken langsam knapp zu werden.

Kliniken profitieren von vorausschauenden Unternehmen

Zwar gibt es in den Pandemieplänen des Robert-Koch-Instituts entsprechende Empfehlungen. In einer Risikoanalyse, die 2013 im Bundetag debattiert wurde, wird insbesondere vor Engpässen bei Schutzbekleidung. Schutzmasken und Desinfektionsmitteln im Zuge einer Pandemie gewarnt.

Tatsächlich scheinen sich vor allem größere Unternehmen daran orientiert und entsprechende Vorräte angelegt zu haben, auch um die Produktion aufrecht erhalten zu können. Diese Vorratshaltung kommt nun zum Teil auch den Krankenhäusern zugute.

Auch das Universitätsklinikum in Regensburg erhielt nach Informationen unserer Redaktion bereits entsprechende Unterstützung von hier ansässigen Betrieben – von Maskenspenden im mittleren fünfstelligen Bereich ist die Rede. Am Uniklinikum braucht man etwa 3.000 Masken täglich.

Nicht zum Eigenschutz geeignet, aber…

Der Mund-und-Nasen-Schutz aus dem Regensburger Stadttheater – eine Kombination aus Baumwollstoff mit Vlies-Einlage und einem Draht-Inlay zur Anpassung auf der Nase – ist keine wirkliche Möglichkeit, um sich selbst vor Ansteckung zu schützen. Er soll vielmehr die Verbreitung von Tröpfchen aus Mund und Nase durch den Träger verringern. Der Virologe Professor Christian Drosten bezeichnete das Tragen solcher Masken denn auch kürzlich erst als ein Zeichen von Solidarität und Höflichkeit.

Auch privat wird genäht

Seit Dienstag gibt es darüber hinaus auch eine Facebook-Gruppe namens „Mundmaske nähen für Regensburg“, die bereits mehr als 300 Mitglieder hat. Auch hier wird mit einer ähnlichen Vorlage gearbeitet wie am Stadttheater. Bislang alles auf eigene Kosten. Zwischenzeitlich hat der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger allerdings angekündigt, Städte und Landkreise mit entsprechendem Material zu versorgen.

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Kommentare (34)

  • Tentin Quarantino

    |

    hi zusammen , noch folgendes: einen Mundschutz in der Öffentlichkeit zu tragen macht absolut Sinn. unabhängig davon, ob man krank ist oder nicht. unabhängig ob in der Fußgängerzone oder auf m Rad*.

    1. da Tröpfcheninfektion der Hauptverbreitungsweg des Virus ist. So schneidet man dem kleinen Racker schon mal hier den Weg ab. ( bleibt für ihn nur mehr die Schmierinfektion über Oberflächen, aber die is nur zeitlich begrenzt möglich )
    2. auch wenn man sich gesund fühlt, kann man infektiös sein, da man nach derzeitigem Wissensstand mind. 2 tage vor Auftreten der ersten Symptome schon infektiös ist.

    also Leute, ran an die Nähmaschinen und wer keine solche hat, kann sich bsw. bei etsy stylische Designermodelle erwerben.

    * glaubt ihr, ein Virus hält sich bei Böen von 4-5 Beaufort, wie sie heute auftraten, an den Mindestabstand von 1,5m ?

  • Lothgaßler

    |

    Das ist schon putzig, es werden Haftungsfragen für Eigenbau-Masken erörtert, aber Medizinprodukte sind das ohnehin nicht, genausowenig wie Feinstaub/ Lackierschutzmasken aus dem Baumarkt.
    Wie sieht die Sache aus, wenn statt einer Lage 2 oder 3 Lagen verwendet werden, Stoff mit Silberfäden bzw. Metallfäden (wg. Elektrostatik, siehe nachfolgend)? Ich denke, hier gibt es kaum Wissen, weil es bisher kaum jemanden interessiert hat. Die Medizinproduktehersteller wollen hier auch keine Konkurrenz heranzüchten.
    Die Wirksamkeit einer Maske nur daran festmachen zu wollen, ob die Lücken zwischen den Stofffäden nicht viel zu groß für das winzig kleine Virus sind, würde die Realität verkennen. Das Virus (hat keine Beine und keine Flügel) reist nicht allein, sondern als passiver Passagier im Aerosol, dieses wiederum lädt sich gerne elektrostatisch auf und bleibt dann auch gerne an passenden Gegenpolen haften.
    Was nun noch fehlt ist ein Upgrade der Art: batteriebetriebener elektrostatischer Filterzusatz für Stoffmasken. Wo sind die Elektro-Studies der OTH, auf in den Kampf, wenn ihr euch traut ;-))
    Ich muss zudem an die Bakterien- und Virenfilter-Aufsätze für die Lungenfunktionsprüfgeräte denken, die in so gut wie jeder Arztpraxis rumstehen (sollten), und die als Verbrauchsartikel auch kartonweise (50 oder 100 Stück) verkauft werden. Wahrscheinlich haben die auch bei Corvid-19 eine hohe Schutzwirkung, aber mit dem Reden funktionierts dann nicht mehr so gut, zumindest nicht, wenn man das Teil gemäß bestimmungsgemäßen Gebrauch anwendet ;-)))
    Was zudem nicht unterschätzt werden sollte: Die Maske hindert daran mit den Fingern an Mund und Nase zu fassen.
    Eine andere Frage: Wurde das Vermummungsverbot aufgehoben?

  • Empörer007

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    Wie „komikreif“ mit dieser Krise umgegangen bzw. dargestellt wird, zeigt sich im gestrigen „Auftritt“ d. Innenministers H. im Klinikum Weiden…,
    ohne Worte…, da predigt unsere Politprominenz „Dahoam bleiben“, aber sie selber sind ja immun gg. Corona…, mehr als peinich u. nicht ungefährlich!, diese Auftritte…
    https://www.onetz.de/deutschland-welt/weiden-oberpfalz/innenminister-besorgt-noerdliche-oberpfalz-bayerns-corona-hotspot-id3001113.html

  • highwayfloh

    |

    @Lothgaßler.:

    Die Haftungsfragen sind durchaus relevant und werden zu Recht erörtert. Denn viele, die sich jetzt bemüßigt sehen auf den Zug der „Hilfswelle“ aufzuspringen und ggfs. sogar damit ein Geschäft machen zu können, werden gewaltig auf die Nase fallen!

    1. Besteht auch schon mal bei Nicht-Gewinn-Erzielungsabsicht nach dem Steuerrecht, die Verpflichtung ein Gewerbe anzumelden, da man dennoch als „Unternehmer“ eingestuft wird.

    2. Wirklich effektive Schutzmasken müssen den einschlägigen DIN-NORMEN entsprechen. Wirbt jetzt ein „ich näh mal schnell aus goodwill“-Mensch (auch wenn dies insgesamt löblich ist) entsprechende Eigenbau-Masken und gibt diese an Dritte weiter in dem er / sie /diveres die Aussage zugleich tätigt, dass diese Eigenanvertigung „schützt“, so ist hier im Falle einer Infektion eines Dritten, auf jeden Fall mit Haftung für etwaige gesundheitliche Schäden und allen damit einhergehenden Folgekosten und entsprechenden Regressansprüchen zu rechnen. Da werden im Nachgang die Krankenkassen sehr wohl ins Detail gehen. Echte Schutzmasken müssen unter entsprechend sterilen Bedingungen hergestellt werden, damit Sie wirksam sein können.

    3. Es hat offenbar schon eine Industrienäherei in Deutschland gegeben, die gesagt haben:
    Nein! Machen wir nicht, wir können das nicht verantworten! Genau DAS ist seriös und professionell und selbst in dieser heiklen Situation Verantwortungsbewusstsein.

    Wenn nicht gewährleistet ist, dass das Produkt zu 100% den üblichen Standards entspricht, die an dieses Produkt zwangsläufig gerichtet sein müssen, dann darf man es nicht produzieren und schon gar nicht unter die Leute bringen, da diese dann nur ein „Placebo“ hätten, aber darauf vertrauen, dass sie einen vollumfänglichen Schutz haben, welcher aber NICHT(!) gegeben ist!

    Sich selbst ne Maske zu nähen um andere vor Tröpfchen die man absondert zu schützen, ok, aber NICHT diese dann unters Volk bringen… weil „es schützt doch“.

    Und mittlerweile wird offenbar sogar vereinzelt berichtet, dass sich der Virus auch über die Augen überträgt. Was kommt dann als nächstes? Werfen dann alle Hobby-Handwerker ihre teuer erstandenen „Dremel“ an und schleifen Schutzbrillen und Schutzglas?

  • highwayfloh

    |

    @Tentin Quarantino: Allgemein zur Hygiene im öffentlichen Raum – insbesondere in öffentlichen Verkehrsmitteln:

    Heute hab ich bei Schichtbeginn zwei Wodka-Flachmänner auf den Sitzen gefunden… wenigstens waren die leer und verschlossen und ich hab sie entsprechend entsorgt.

    Später in einer Pause hab ich wieder einen Kontrollgang gemacht. In der letzten Sitzreihe (zwei Sitze lassen sich nach vorne klappen) war ich kurz vorm Kotzen – mit Verlaub!). Zirka 10 – Chicken-Wink-Knochen (teilweise fanden sich noch Fleischreste daran) lagen unter den Sitzflächen und haben mich fast schon persönlich mit Namen angesprochen!

    Da fällt einem nichts mehr ein! Sagt man aber den Fahrgästen _genau aus diesem Grunde_ dass es nicht erwünscht ist, dass im Bus Speisen und Getränke konsumiert werden, dann wird man beschimpft und bedroht und dass kann es NICHT sein!

    Abgesehen davon das viele immer noch nicht kapieren, dass sie beim Betreten des Fahrzeugs eine Beförderungsvertrag eingehen und damit die entsprechenden Beförderungsbedingungen akzeptiert haben (ich arbeite für ein Privatunternehmen, welches zwar im Auftrag der GFN / des RVV fährt, wir haben jedoch auch unsere eigenen Beförderungsbedingungen und diese haben ebenso Gültigkeit). Mich kotzt es ehrlich gesagt an, wenn ich – was mir nicht bezahlt wird – in meinen längeren Pausen einige Zeit dafür Opfere, entsprechende – zum Tteil wirklich ekelerregende Hinterlassenschaften – zu entfernen und zu entsorgen und nach der nächsten Runde sieht des Fahrzeug wieder aus wie ein Saustall. Aber genau die Fahrgäste sind dann bei Facebook und Co sehr fleissig und lassen sich über vermüllte Busse aus … das passt nicht zusammen.

    Ob Corona oder nicht, Getränke und Speisen in öffentlichen Verkehrsmitteln sind ein NO-Go, alleine schon aus allgemeinen Hygienegründen und auch wegen der Unfallgefahr! Keiner macht sich nämlich Gedanken darum was los ist, wenn jemand auf Getränke- und / oder Essensrückständen ausrutscht und sich was bricht! Wer haftet dann? Abgesehen davon dass das jeweilige Fahrzeug entsprechend „stinkt“ und wir als Personal diesen Gestank den ganzen Tag über aushalten müssen, währenddessen die Verursache nach nur einer Haltestelle wieder weg sind und sich einen schönen Tag machen.

    Das ist es, was mich bei vielen Fahrgästen echt ankotzt und da lass ich mir dann auch den Busfahrer raus hängen und werde deutlich in meinen Ansprachen.

  • xy

    |

    Solange alle Welt, Incl. Medien, Institute und Regierung, immer von “Epizentrum“ faselt, wenn irgendwo mehr Infektionen auftreten, als woanders, kann es mit dem “wissenschaftlichen“ Umgang mit der “Krise“ nicht sehr weit her sein. Corona ist kein Erdbeben und hat auch kein Zentrum über dem Zentrum. Solches Gefasel ist auf jeden Fall um Qualitäten schlimmer, als ein vielleicht nur teilweise sicherer Mundschutz, der auf jeden Fall besser ist als nichts, was man von der herrschenden Erdbebenlogik nicht behaupten kann.

  • Giesinger

    |

    Meine Frage an highwayfloh: Wer fährt denn eigentlich heutzutage noch freiwillig mit dem Bus?
    An die Grünen, SPD’leer, ÖDP’ler und sonstige:
    Laßt bitte den Individualverkehr vorerst noch zu!

  • highayfloh

    |

    Ich hatte gestern während meine Schicht doch auch was schönes und ich denke, dasss es genau dies ist, was wir alle aus der aktuellen (beschi**enen) Situation uns verinnerlichen und für die Zukunft positiv mitnehmen sollten:

    Ein Pärchen, er nordeutsch, sie offenbar auch aber sie verstand den bayrischen Dialekt doch etwas besser und übersetzte dann eben. Ich erklärte, warum ich absichtlich mit ein paar Minuten Verspätung losfahre und hab gefragt, wo sie aussteigen wollen, da ich ansonsten an den jetzt folgenden und nahe zusammenliegenden Haltestellen unnötig anhalten müsste, weil ich trotz allem den Fahrplan nach Vorgabe einzuhalten habe und sonst an einigen Haltestellen zu früh drann wäre.

    Er meinte, dass er jetzt gar nichts verstanden hätte und seine Freundin übersetzte es ihm und für mich war es ein Aufhänger zu sagen, wie wir Bayern zu unserer schönen Sprache gekommen sind. Die beiden haben dann herzlich gelacht und er meinte, dass wir Bayern doch echt cool wären.

    Zwei Kreuzungen weiter (die Ampel war auf rot) – Humor haben die beiden ja bewiesen – fragte ich ganz unschuldig, ob sie nicht 50 Cent zufällig zur Hand hätten. Er sagte sogleich ja und ist aufgestanden… . Ich: Dann bitte kurz aussteigen und die 50-Cent in den Ampel-Masten werfen, dann wird es schneller wieder „grün“…

    Zwei drei Sekunden und allgemeines schallendes Gelächter…

    Und für den Rest der Fahrt war super Stimmung und so könnte es immer sein… egal in welchem Lebensbereich… einfach sich auf den anderen einlassen und dann ergiebt es sich schon … und zufällig bin ich auf die Show von Hans Lieberg auf Youtube gestossen – einfach herrlich – und ich denke, dass wir dies in der jetzigen Zeit sehr gut gebrauchen können:

  • Mr. T.

    |

    Wenn solche Masken unter dem Motto „besser als nichts“ in den Verkehr gebracht werden, spricht nichts dagegen. Irgendwelche spezifischen Schutzwirkungen werden wohl auch nicht behauptet. Damit sind die privaten und kommerziellen Hersteller solcher Masken schon mal ein ganzes Eck seriöser als die komplette Fake-Pharma-Industrie mit ihren Globuli, Schüssler-Salzen und Bachblüten.

  • highwayfloh

    |

    @Giesinger:

    Ihre Provokation berührt mich nicht im Geringsten!

    Meine seriöse Antwort:

    Jeder, der ein bisschen rechnen kann, wird den ÖPNV nutzen, denn rechnet man die tatsächlichen Kosten des privaten Fahrzeugs (also inkl. Verschleiss und sonstiges) insbesondere für Kurzstrecken realistisch hoch, ist der ÖPNV in der Regel günstiger, als die Nutzung des eigenen Fahrzeugs.

    Zugegeben: Der ÖPNV ist kein persönliches „Taxi“ und unterliegt der Fahrplan- und Streckenbindung. Dennoch bietet er wesentliche Vorteile: man kann beim Einkaufen ggfs. auch ein Bierchen trinken – ohne sich dann Sorgen um den Führerschein machen zu müssen, im Kerngebiet der Stadt sind die Linien wirklich gut vernetzt und gut getaktet, so dass man, sofern man sich mal seriös damit befasst, die optimalen Verbindungen finden und nutzen kann. Hierzu ist jedoch auch Eigeninitiative erforderlich, indem man sich eben entsprechend informiert, ebenso über die für den individuellen Bedarf günstigsten Tarif.

    Wir als Fahrpersonal, können das „live“ NICHT leisten, wenn jemand in den Bus kommt – zu Stoßzeiten unter Normalbedingungen, selbst wenn wir es wollten… dafür ist die Zeit (leider) NICHT vorhanden.

    Ich selbst nutze natürlich auch oft den privaten PKW, aber wenn ich einfach so Bummeln gehen will, oder weiss, dass ich schön Essen gehen und mir auch mal ein Bierchen genehmigen will, dann nutze ich auch den ÖPNV, warum den nicht? Und Bevor Fragen aufkommen: Ja, ich kaufe mir selbstverständlich eine Fahrkarte, sobald ich privat unterwegs bin, denn Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.

  • highwayfloh

    |

    @Mr.T.

    Sie täuschen sich… eine renomierte IT-Rechtskanzlei erörtert derzeit genau diese Thematik, da es viele Verkäufer gibt, deren eigentliches Geschäftsfeld jetzt brach liegt und die eben meinen „da spring ich mal auf den Zug auf und verdiene dann doch etwas“. Recherchieren Sie bitte selbst… so einfach ist diese Thematik rechtlich eben NICHT.

  • highwayfloh

    |

    Noch ein Nachtrag zu Getränken in den Bussen ÖPNV allgemein:

    Wenn im Hochsommer, jemand mal nen Schluck Wasser trinkt, bin ich der letzte der dies verweigert. Was aber gar nicht geht ist generell alles andere:

    Alkohol, Cola, sonstiges

    Limonaden & Co hinterlassen eben Rückstände, welche schwer zu entfernen sind. Alkohol geht schon mal gar nicht, wenn man schon mal erlebt hat, wie ausgelaufener Alkohol in der Sonne zu stinken anfängt – Buttersäure ist nichts dagegen!

    Des Weiteren:

    Glasflaschen sind äußerst problematisch! Man stelle sich dieses Szenario vor:

    Ein Fahrgast (stellvertretende Wortwahl für m/w/d) hat die Flasche gerade angesetzt und es ist eine Notbremsung notwendig. Wenn es ganz dumm läuft, dann rammt der Fahrgast sich die Flasche bis in die Halswirbel, weil er mit dieser auf den Vordersitz oder an eine sonstige Inneneinrichtung des Fahrzeugs aufschlägt oder eben auf den Fahrzeugboden.

    Derjenige – Verzeihung um die deutliche Wortwahl – verreckt im Bus! Der Bus ist KEINE Intensivstation und es ist nur ein normaler Verbandskasten vorhanden, wie im PKW auch! Wie soll man da gegebenenfalls eine entsprechende Verletzung versorgen / eine entsprechende Blutung stoppen? Bis man als Fahrpersonal dann aus seinem Kabuff raus ist und den Verbandskasten parat hat, um erste Hilfe zu leisten, derweilen ist derjenige jenseits von Gut und Böse!

    Abgesehen davon können durch Scherben von zersplitterten Glasflaschen auch andere Fahrgäste in Mitleidenschaft gezogen werden!

    Es geht also NICHT darum, dass man den Fahrgästen das Feierabend-Bier nicht gönnt, sondern um Unfallverhütung und den damit verbunden Vorschriften, die wir als Fahrpersonal umzusetzen haben! Daran gibts auch nichts zu diskutieren!

    Wenn „dasstadwerk-mobilität“ hier eine andere Auffassung vertritt, wie vor einiger Zeit in der „MZ“ zu lesen war, ist das deren Angelegenheit. ICH jedoch sehe mich als Busfahrer als „Schutzengel“ meiner Fahrgäste! Dies kann ich jedoch NICHT so handhaben, wenn mir von vorne herein die Flügel gebrochen werden! Mit gebrochenen Flügeln fliegt es sich bekanntlich nicht bzw. schwer und man kann sie noch weniger als Schutzschild zu Gunsten der einem anvertrauten Menschen einsetzen.

    Also nochmals die Bitte:

    Hirn einschalten und einfach den gesunden Menschenverstand einsetzen und dann passt alles!

    Wir sind keine „Menschenfresser“ auch wenn es mit Sicherheit ein paar Kollegen / Kolleginnen geben mag, die man wirklich kritisieren kann (berechtigterweise). Ich denke aber, dass die Mehrzahl aller Kolleginnen und Kollegen darin bestrebt ist, dass das Verhältnis zu den Fahrgästen wirklich gut ist. Doch hierzu müsst auch Ihr als Fahrgäste entsprechend beitragen und Euch entsprechend verhalten.
    Vielen Dank!

    PS:
    @Stefan Aigner:

    Eventuell fassen Sie ja meine Aussagen – welche ich jetzt diesbezüglich schon öfters über verteilte Diskussionen gemacht habe – zu einem Artikel zusammen und veröffentlichen diesen dann als eigenständigen Artikel. Gerne formuliere ich dies aber ebenso neu und zusammenhängend, falls gewünscht. Mich würde eine solche Unterstützung aufrichtig freuen.

  • xy

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    Anwälte tun so ziemlich alles, wenn man sie dafür bezahlt! Kein Wunder also, dass auch „eine renomierte IT-Rechtskanzlei derzeit genau diese Thematik erörtert“, unabhängig davon, welche Kanzlei und welche Thematik überhaupt gemeint sein und was das alles mit „IT-Recht“ zu tun haben soll. Jedenfalls darf jeder keineswegs unsinnigen Mundschutz schneidern, so viel er lustig ist. Eine Nähanleitung nach Art eines Burda-Schnittmusters findet sich übrigens heute in der FAS…

  • R.G.

    |

    @highwayfloh
    Seit Corona bei uns angelangt ist, öffne ich nur mehr mit einfacher Schutzmaske, auf der Tür ist ein Warnhinweis, dass da Menschen mit Niesen und Dauerhusten etc. öffnen.
    Das Frühjahr ist wieder da, Allergiezeit.
    Weshalb sollten sich die Leute fürchten müssen?

    Dafür finde ich Masken wichtig, dass man seine eigenen Tröpfchen beim Husten, beim Niesen, besonders jetzt nicht freizügig an andere Menschen verschenkt, während die große Angst umgeht.
    Ich würde es sehr begrüßen, wenn viele Menschen auf die Art ihre Rücksichtnahme zeigten.

    Verschiedene Betriebe begannen, weil selbst OP-Masken (aus Stoff) aufgrund der Grenzsperren und -Kontrolllen knapp werden, auf Nachfrage von Ärzten einfache Modelle zu entwickeln.
    Darüber hinaus entwickeln vor allem Hersteller von Sportmode und Luxustextilien in Zusammenarbeit mit Fachleuten Schutzmasken in FFP2 Qualität.
    Im Netz (ohne Facebook bitte) fand ich gerade mal zwei bedingt brauchbare Anleitungen für Selbstnäher, da besteht noch großer Nachholbedarf.

  • highwayfloh

    |

    @R.G:

    Ich denke, und das ist doch die Diskrepanz, welche wir real erleben, dass die Menschen nicht wirklich real und vernünftig reagieren, was gewisse Dinge anbelangt (siehe „Klopapier-Hamstern).

    Ich denke, dass wir keinen Grund zur Hysterie und Panik haben, nach dem Motto „das Weltgericht ist über uns hereingebrochen“. Diesbezüglich kommen wir komischerweise alte US-Schinken in den Sinn, welche schon vor Urzeiten dieses Thema (Vireninfektion / Viren-Epedemie) aufgegriffen haben und damals unter der sparte Si-Fi gesendet wurde.

    Wir werden es hinkriegen und auch schaffen, die Situation in den Griff zu bekommen, aber übersteuerter Aktionismus und Panikmache (auch persönliche / private) ist kontraproduktiv und unnötig.

    Einfach… wie man in Bayern so schön sagt: „schoits as Hirn ei und nutzts as so wias sös ghört!“ (persönliche Ergänzung: und as Smartphone schoits iatz amoi aus!“) …

    Um ganz ehrlich zu sein:

    Was glaubst Du was die Absperrung der vorderen Sitzreihen in den Bussen bringt? Glaubt irgendjemand, dass der Virus vor dieser „Sperre“ in „Hab-Acht-Stellung“ geht, sich denkt … „ok, da darf ich nicht drüber?“ – lächerlich!

    Wenn jemand im Bus ist, der infiziert ist, dann kommts über kurz und lang nach vorne – Pseudoabsperrung hin oder her… .

    Dennoch hab ich keine Angst, sondern seh es ganz einfach so wie es ist:

    Wenns einen erwischt, dann ist es eben so, auch wenn es nicht erfreulich ist…und wenn es einen nicht erwischt hat man eben das Quäntchen Glück gehabt, dass man auch mal braucht und vielleicht sogar jetzt wertvoller ist, als dass man den Euro-Jackpot knackt.

    In diesem Sinne und bleiben Sie gesund (alle anderen natürlich auch).

  • Günther Herzig

    |

    Die Masken aus Textil werden feucht durch die Atemluft beim ausatmen. Dann müssten sie getrocknet werden, wenn nicht gleich gewaschen und gebügelt. In einem Fernsehmagazin kam ein findiger Kleinunternehmer zu Wort, der empfahl in die Maske eine Slipeinlage zu legen, die man von außen nicht sieht und die nach Belieben ausgetauscht werden kann.
    Highwayfloh, lassen Sie sich nicht provozieren. So, wie sie sich verhalten, tun auch Sie einen wichtigen Dienst an der Gemeinschaft: Sie helfen die allgegenwärtige Angst in den Hintergrund zu verbannen. Wenn Sie zufällig mal bei mir vorbeifahren sollten, werde ich gerne mitfahren, falls ich einen erlaubten Weg vor mir habe,

  • Günther Herzig

    |

    Ich würde mich freuen, wenn r-d auch die Situation in Ostbayern ein wenig unter die Lupe nehmen könnte. Es gibt in Nachbarlandkreisen jedem bekannte Unternehmen, die in der momentanen Situation nie gekannte Probleme zu lösen haben. Das sind in der Regel Firmen, die von Einzelunternehmern in den vergangenen Jahrzehnten gegründet wurden, die sich erfolgreich entwickelt haben, und die mit beispielhaft loyaler Belegschaft aus der Region schon lange erfolgreich waren.

    Diese Unternehmer haben häufig der Versuchung widerstanden den Betrieb an marktbeherrschende, auch internationale Konkurrenten zu verkaufen, die im Zweifelsfall den Laden dicht gemacht hätten und die nur noch das Marken-Label hätten überleben lassen.

    Wenn nun eine dieser Firmen vorhandene Kapazitäten nutzt, um Gesichtsmasken selbst herzustellen, so wie das zum Beispiel auch Grupp, in der Firma Trigema tut, lösen sie auf Facebook, Instagram oder anderen Plattformen einen Shit-Storm aus. Der Pharisäer sieht in diesen Bemühungen den widerlichen Versuch aus der Not anderer Profit zu machen.
    Tatsächlich werden durch diese Bemühungen die Arbeitsplätze der Mitarbeiter gesichert, was für diese auch ein Signal ist, in diesem schwierigen Kampf zusammenzustehen.
    Trigema-Chef Wolfgang Grupp verkündet, so laut, wie er sich immer zu Wort meldet, er werde weder Angestellte entlassen, noch Kurzarbeit beantragen. https://www.shz.de/deutschland-welt/politik/Trigema-Chef-Grupp-Ich-kann-in-der-Coronakrise-nicht-Homeoffice-machen-id27829737.html

    Und in Ostbayern gibt es auch Unternehmen, die sich entsprechend verhalten, die Warenlieferungen bezahlen sollen für Artikel, die man heute nicht einmal mit Gerichtsvollziehern ausliefern lassen könnte, weil die Annahme verweigert wird.
    Und alle Gerechten werfen den um die Existenz ringenden dann wenigstens noch vor, dass die Masken nicht durch den „TÜV“ geprüft sind und dass versucht wurde mit Farbe und Design der Bevölkerung Mut zu machen.

    So ist das hier bei uns.

    Und Ostbayern ist uns Oberpfalzern doch noch etwas näher als Wolfgang Grupps Firma in Baden-Württemberg , nicht wahr?

  • R.G.

    |

    @highwayfloh
    „Ich denke, und das ist doch die Diskrepanz, welche wir real erleben, dass die Menschen nicht wirklich real und vernünftig reagieren, was gewisse Dinge anbelangt (siehe „Klopapier-Hamstern).“

    Das ist nachvollziehbar, dass der jüngere Teil der Bevölkerung kein Wissen über Umgang mit Krisen hat, die unsere Bewegung einschränken. Sie meisten haben nicht mal mehr Kinderkrankheiten oder Quarantänepflicht erlebt.
    Wer von den Jüngeren möchte ältere Menschen über Erfahrungen mit Quarantäne, Kinderkrankheiten-Seuchen, Ausgehbeschränkungen wegen Tschernobyl, interviewen, wie man sich in solchen Zeiten richtig verhält?
    „Bei Quarantäne ist es wichtig, dass…“
    „Wenn man eine ansteckende Krankheit hat, muss man…“
    „Früher hat man bei einer Quarantäne am Land..“

  • Mr. B.

    |

    Zu Günther Herzig
    29. März 2020 um 16:13| #

    Herr Herzig, dass ist einer der besten wirtschaftlichen Beiträge, nicht nur seit der Corana-Krise!!!!!!!!!!! Respekt!!!!

    Wiederum muss ich sagen, dass man solche Beiträge bei R-D mitteilen darf. Dieser Beitrag wäre wahrscheinlich nie in einer Wirtschaftszeitung erschienen.

  • R.G.

    |

    @Günther Herzig
    Weshalb sollten Ärtzte und Pflegepersonal während der Infektionsgefahr Masken aus minderwertigem Material tragen, bloß weil deutsche Betriebe ein Produkt auf den Markt bringen möchten, damit die Fabrik nicht stillsteht?
    So die Überlegung der Kritiker.

    Es gab seit Jahre Gruppen von Schwerstallergikern für die Sammelbestellung von Stoffen, wie sie die Firma Trigema verarbeitete. Sie vernähte höchstwertige Materialien mit besonderen Eigenschaften, wie man sie am freien Markt nicht zu kaufen bekommt.
    Diese empfindlichsten, an ähnlichen Problemen wie Allergiker leidenden Kranken mit jeher Bedarf an Schutzmasken, Chemisch Sensitive, konnten sich so Trigemastoffen und High-Tech Textilien weniger anderer Luxus-Sportmodeerzeuger Masken mit mehreren Filterschichten nähen.

    Diese müssen eng am Gesicht getragen werden, müssten für den Corona-Schutzbedarf aber aus nachweislich für Viren grundsätzlich nicht durchgängigen Textilen gemacht sein.
    Gäbe es welche mit der Fähigkeit, die Feuchtigkeit nach außen abzugeben, verbesserte das die Trageeigenschaften wesentlich. Bisher hatte man jedoch nur auf den Preis geschaut und deshalb vorwiegend in China die üblichen Wegwerfmodelle produziert.

    Aktuell werden einige mitteleuropäische Firmen ihr reiches Wissen um „intelligente“ Stoffe, wie Trigema, in kürzester Zeit für die Entwicklung und Erzeugung immer hochwertigerer Masken für den klinischen Bedarf einsetzen; dass sie schnell reagieren können, ist das Ergebnis ihrer jahrelangen, von der Öffentlichkei unbemerkt gebliebenen Forschungen.

    Die NASA war klug, sie suchte für ihre Raumprogramme schlicht die weltbesten Materialien und Verarbeiter. So wurde schon mal ein kleiner Schneidermeister aus einem Marktflecken auf dem abgelegenen Lande, der nebenbei aus Spaß zusammen mit der ortsansäßigen Kunststoffirma neue Materialien erfand, der ausgesuchte Anfertiger.
    Es wird nicht jedem heimischen Tölpel gefallen, wenn man ausgerechnet in Corona-Notzeiten wieder unabhängiger von ausländischen Lieferungen wird und das Know How selbstbewusst selbst einsetzt, anstatt die Firma an jetzt fleißig bietende ausländische Investoren zu verkaufen.

    Ich bin stolz auf unsere schnell auf den Bedarf reagierenden Firmen, auf jede einzelne.

  • Marktgesetze

    |

    „Trigema-Chef Wolfgang Grupp verkündet, so laut, wie er sich immer zu Wort meldet, er werde weder Angestellte entlassen, noch Kurzarbeit beantragen.“

    Genau! Dafür will er jetzt „dem Staat“ (der das letztlich zahlt) Stofffetzen für 12 Euro andrehen, die vor bem Monat noch für 45 Cent zu haben waren.

    So selbstlos ist das bestimmt nicht. Unter‘m Strich zahlt „der Staat“ wohl (je nach Menge) mehr, als wenn er einfach Kurzarbeit beantragt hätte. Und seine Firma macht mehr Gewinn. Da kann man schon mal widersprechen („Shitstorm“), wenn jemand so rumtönt und am Schluß geht’s doch wieder nur um‘s Kohle einsacken…

    Siehe auch: https://www.tagesschau.de/inland/masken-coronavirus-101.html

  • Günther Herzig

    |

    @R.G.
    Ich habe einen Fernsehbeitrag gesehen. in dem ein chinesischer Unternehmer erklärte, das mit den Gesichtsmasken sei wie die Lizenz zum Geld drucken. Andere Experten erklären, dass weltweit jeder Masken (mehrere) haben sollte. Noch andere betonen, dass jede auch noch so notdürftig zusammengeschneiderte Maske besser ist als keine Maske.
    Ich entnehme aus dem allen einen weltweiten Bedarf, der in Milliarden zu rechnen ist. Und niemand ist zum Kauf gezwungen. Also was soll Kritik ohne Rezepte, wie alles besser zu machen ist?
    und @Marktgesetze:
    Ich bin beeindruckt, wie wenig Lösung in Ihrem Post angeboten wird. Das muss man erst mal fertig bringen. Vielleicht werden Sie mit diesen wertvollen Beiträgen sogar berühmt?

  • R.G.

    |

    „Ich bin beeindruckt, wie wenig Lösung in Ihrem Post angeboten wird. Das muss man erst mal fertig bringen. Vielleicht werden Sie mit diesen wertvollen Beiträgen sogar berühmt?“

    Die Erniedrigung und Beschimpfung von Usern bringt uns Lösungen nicht näher.

  • R.G.

    |

    “ jede auch noch so notdürftig zusammengeschneiderte Maske besser ist als keine Maske.“

    1998 erhielt ich meine erste „Spezial-Maske“ zu einem Preis von umgerechnet zig Euro aus den USA. Es war ein nicht versäumtes, somit ausfransendes Stück schlampig zusammengenähtes Stück Stoff, groß genug für ein Baby.
    Mit der Not von Menschen wurde immer schon Geschäft gemacht.
    Wir müssen während der Corona-Angst mit ähnlichen Frechheiten rechnen.

    Ich hoffe auf reichliche Postings in Blogs, womit man behelfsmäßig ein Stück Stoff schneiden kann, mit der stumpfen Haushaltsschere klappt es häufig nicht mehr,
    wie man aus einem Stück Stoff behelsmäßig eine einfache Maske von Hand näht und
    Schrägbänder schneidet,
    wie man die benutzte Maske in einem Topf auskocht oder wie sonst man sie virusärmer/virusfrei macht.

    Kann man mit der Klammermaschine notfalls Stoff zu einer Einfach-Atemmaske fälteln?
    Schafft es jemand nur mit Knoten?
    Das Thema Marktwirtschaft muss extra diskutiert werden.

    Damen-Slipeinlage haben häufig eine nicht durchlässige Plastikschicht, sie in eine Atemmaske zu legen, wäre daher nicht klug.

  • Günther Herzig

    |

    @R.G.
    Ich habe nicht Sie, sondern jemanden gemeint, der Marktgesetz heißt und der versucht dieser Bezeichnung auch zu entsprechen.
    Ihrem Beitrag, 29.03.2020, 20.10 Uhr, kann ich zustimmen. Ich erniedrige und beschimpfe niemanden. Wie das bei mir klingen würde, wollen Sie sicher nicht wissen.
    Bleiben Sie gesund, alles wird gut!
    Mit freundlichen Grüßen
    Günther Herzig

  • R.G.

    |

    Pressekonferenz in Österreich: Beginnend ab Mittwoch als Hausrecht (!) der Lebensmittelgeschäfte Pflicht zum Tragen von einfachem Mund-Nasenschutz, diese Masken werden von den Supermärkten vor Eintritt angeboten.
    Vorerst Empfehlung aber keine Pflicht, diese Masken in der Öffentlichkeit zu tragen.

  • Lothgaßler

    |

    @R.G. u.a.:
    „…Diese müssen eng am Gesicht getragen werden, müssten für den Corona-Schutzbedarf aber aus nachweislich für Viren grundsätzlich nicht durchgängigen Textilen gemacht sein…“
    Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass auch die Schutzmasken der Klassen FFP2 und FFP3 Viren nicht vollständig zurückhalten können:
    FFP2: Gesamtleckage darf maximal 11% betragen und Partikel der Größe bis zu 0,6 µm müssen zu mindestens 94% zurück gehalten werden.
    FFP3: Gesamtleckage max. 5% und Rückhaltung von mind. 99% der Partikel bis 0,6 µm.
    (Wers nachlesen will, soll selber googeln, z.B. UVEX).
    Das Corvid-19-Virus ist mit ca, 0,16 µm etwas kleiner, fliegt aber nicht alleine rum, sondern im Aerosol (ca. 10 µm). Bei Husten sind die Aersol-Tröpfchen deutlich größer.
    => Wer gar keinen Virus abbekommen möchte (wie R.G. fordert: grundsätzlich nicht durchgängig), der muss im Ganzkörperanzug eines Sicherheitslabors durch die Gegend laufen. Aber das ist nicht nötig, das Virus stirbt von alleine ab, wenn es keine Wirtszelle findet. Die Hände waschen soll man sich, damit das Virus nicht zu den Schleimhäuten verschleppt wird, die Oberhaut dagegen bietet eine gute Schutzbarriere.

  • R.G.

    |

    Jeden Tag Energie vergeuden für das Auswaschen von Mundschutz im Topf am Herd? Ein verheerender Ökologischer Fußabdruck droht.

    Ich warte auf ein Rezept für Serviettenknödel.
    Knödelteig in den Mundschutz voller Viren einpacken (spart Gewürze), kochen, danach Teig auswickeln, anbraten, servieren.
    Bis aufgegessen ist, wird der Stoff schon wieder trocken genug sein, um als Mundschutz ausgeführt zu werden.
    Eventuelle Knödelreste sind für das Virus, es soll was anderes fressen, nicht mich.

    Hat jemand Ökoigere Ideen?

  • highwayfloh

    |

    Abgesehen von der Schutzmasken-Diskussion sehe ich ein völlig anderes Problem:

    Diese Tage habe ich gelesen, dass derzeit in Deutschland ein Schnell-Test erprobt wird, der ein Ergebnis in ca. 2 h liefert. Trump hat ausgesagt, die USA hätten einen Schnelltest zur Verfügung, der ein Ergebnis in 2 Minuten liefert. Ich zweifle sehr stark an der Seriösität von Trumps Aussage und wenn es stimmen sollte, dass der US-Schnelltest wirklich so schnell ein zuverlässiges Ergebnis liefert, dass ist es die verdammte ethische und moralische Pflicht, dass Trump diesen Test für die gesamte Welt zur Verfügung stellt.

    Da wären wir dann beim Kern des Problems:

    Um wirklich effektive Aussagen zur Infektionsrate machen zu können und die Lage seriös einschätzen zu können, müsste konsequent und ohne wenn und aber, jeder Mensch weltweist getestet werden, damit definitiv gesagt werden kann ob jemand infiziert ist oder nicht. Ansonsten ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Bummerang der Re-Infektion durch nicht erkannte Infizierte Personen auf uns zukommt.

    Mich würde ebenso interessieren, wie es den Ureinwohnern in diversen Ländern geht, die durchaus auch hin und wieder Kontakt mit Menschen aus unserer modernen Gesellschaft haben. Da wurde auch noch nichts drüber berichtet. Wir betrachten bei der ganzen Thematik wie selbstverständlich nur unsere Gesellschaften, anstatt hier wirklich global alle Menschen einzubeziehen.

  • Die Mutter

    |

    sehr lustig, wie man veräppelt wird:
    keine masken erhältlich: „masken bringen nichts“
    masken-markt enstpannt sich: „maskenpflicht“
    haha, ich sag nur: maskenzwang im karneval

  • Lothgaßler

    |

    @R.G. und highwayfloh:
    Wenn die Sonne scheint, dann legen Sie die Maske in die Sonne (UV-Anteile). Sollten Sie eine UV-Lampe haben, dann nehmen Sie die. Einfaches Auswaschen mit reichlich Waschmittel reicht, Waschmaschine reicht, Backofen auf 60-80 Grad reicht. Dichten Sie diesem Virus keine Superkräfte an, denn es ist in Wahrheit ein sehr zartes Etwas ohne jede Intelligenz und Bösartigkeit, und Hunger hat es auch keinen (Fressen!).
    Zu den Schnelltests: Das wird ein Heidenspaß, wenn die Falsch-Positiv-Testrate (Positiv = Corvid-19 Nachweis) hoch ist. Da kann ein und dieselbe Person durchaus mehrfach Quarantäne antreten, quasi ewig grüßt der Corona-Test. Und es wird schwierig, wenn die Falsch-Negativ-Rate hoch ist. Zudem, was soll der Test den nachweisen: Corvid-19 infiziert + infektiös, oder Corvid-19 immunisiert (also erfolgreich durchgemacht), oder sicher Corvid-19 frei (wenn das überhaupt möglich ist), oder Corvid-19 in Spuren vorhanden (was auch immer das bedeuten mag), und wie lange soll das Testergebnis gelten, und was machen wir damit (solls als Passierschein dienen, Einlass beim Supermarkt)?
    Sie müssen akzeptieren, dass wir den Schlamassel nur durch flächendeckende Infektion oder Impfung überwinden werden. Wie bei allen anderen Viruserkrankungen auch!

  • Marktgesetze

    |

    @Günther Herzig: ich habe in der Netiquette hier keinen Hinweis darauf gefunden, dass Kommentare zu Artikeln unbedingt Lösungen für irgendwas beinhalten müssen?!

    Was wären denn Ihre?

    Dass ein Sportklamottenhersteller sich nun ne goldene Nase verdient, indem er Stofffetzen mit Henkeln für 12 Euro verkauft kann m.M.n. jedenfalls keine sein.

    *Ich* habe bestimmt auch nicht vor, in diesem Forum „berühmt“ zu werden. Das war mein erster Beitrag hier, und angesichts der „Diskussionskultur“ ist dieser mein letzter.

  • Günther Herzig

    |

    @Marktgesetze
    Ich finde das sehr vernünftig und einsichtig!

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