SOZIALES SCHAUFENSTER

Mit „Liste Ribisl“ ins Rathaus

Jakob Friedl will Oberbürgermeister werden

Bei der kommenden Kommunalwahl dürfen die Wählerinnen und Wähler nach derzeitigem Stand zwischen zehn OB-Kandidaten und entsprechenden Stadtratslisten entscheiden. Am Ostermontag hat nun auch der Künstler Jakob Friedl angekündigt, mit einer „Liste Ribisl“ auf Stimmenfang zu gehen.

„Kynisch, satirisch, ernsthaft, sinnsuchend, bejahend und konstruktiv.“ Jakob Friedl über politische Diskussion. Foto: Archiv/Liese

„Ribislhecken um alle Ecken.“ So lautet der Wahlspruch, mit dem der Künstler Jakob Friedl 2020 in den Regensburger Kommunalwahlkampf ziehen will. In einer Pressemitteilung vom Ostermontag hat das Enfant terrible der Regensburger Kunst- und Kulturszene (hier ein Porträt aus dem Jahr 2014) Ambitionen für eine OB-Kandidatur angemeldet.

Bei einem Pizzabackofenfest, das der von Friedl gegründete gemeinnnützige „Förderverein für unter-und überirdische UrbanismusForschung“ (Fvfu-uüiUF.e.V.) zusammen mit „DIE PARTEI“ am kommenden Samstag in Burgweinting veranstaltet, sollen nun erste Pflöcke für eine parteiunabhängige „Liste Ribisl“ eingeschlagen werden, um den etablierten Regensburger Parteien beim kommenden Wahlkampf Paroli bieten zu können. Bei dem „außergewöhnlichen Pizzabackfest“ am Samstag solle „vor allem über Politik geredet und gescherzt werden“, so Friedl. „Kynisch, satirisch, ernsthaft, sinnsuchend, bejahend und konstruktiv.“

„Vergessen wir, was war…“

Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer gilt für die SPD als gesetzt. Foto: Archiv/ Staudinger

Friedl, der mit seinen Auseinandersetzungen um den Europabrunnendeckel in den zurückliegenden Jahren Oberbürgermeister, Bürgermeister und Verwaltungsfachleute an den Rand der Verzweiflung gebracht hat, könnte mit der nun geplanten Ribisl-Gründung bzw. einer angedachten Listenverbindung mit „DIE PARTEI“ in die Fußstapfen von Karl Heinz Mierswa treten. Dessen dadaistische „Liste Alzheimer“ schaffte 1996 mit zwei Mandaten den Sprung in den Stadtrat, sorgte für bundesweites Medienecho und gilt bis heute als Mutter aller Spaßparteien. Wichtigster Slogan: „Vergessen wir, was war.“ Vor neun Jahren war Friedl erster Träger des Kulturförderpreises der „Josef Alzheimer Kulturanstiftung“. Ein gutes Omen?

Der eine oder andere Stadtratssitz könnte angesichts der breiten Auswahl an Wählervereinigungen und des Vertrauensverlusts, den gerade die beiden großen Parteien vor dem Hintergrund der Korruptionsaffäre erlitten haben, durchaus drin sein. Mit Jakob Friedl erhöht sich die Zahl der möglichen OB-Kandidaten für den Wahlkampf 2020 nämlich auf mittlerweile zehn – wenngleich bisher nur wenige namentlich bekannt sind.

Wer kandidiert für die Grünen?

Wir aller Voraussicht nach für die Freien Wähler antreten: Ludwig Artinger.

Zu rechnen ist damit, dass die LINKE einen OB-Kandidaten aufstellen wird, wenngleich es wohl nicht mehr Richard Spieß sein wird, der der Partei Anfang 2019 den Rücken gekehrt hat. Bei der ÖDP wird die Entscheidung zwischen Astrid Lamby und Benedikt Suttner fallen. Für die FDP wird wohl Horst Meierhofer, für die Freien Wähler Ludwig Artinger ins Rennen ziehen. Christian Janele hat ebenfalls schon angekündigt, als OB-Kandidat der CSB anzutreten. Er wird aber, mangels durchgängiger Vertretung der Partei im Stadtrat – sein verstorbener Vorgänger Eberhard Dünninger wechselte im Verlauf seiner Stadtratszeit zur CSU – erneut Unterschriften sammeln müssen, um antreten zu dürfen.

Kandidat der FDP: Horst Meierhofer.

Völlig unklar ist, wenn die Grünen ins Rennen schicken werden. Der Landtagsabgeordnete Jürgen Mistol, der wohl populärste Regensburger Grüne, dem viele ernsthafte Chancen eingeräumt hätten, hat dem Vernehmen nach schon abgewunken – trotz Drängen der Landesspitze der Partei, die in Regensburg gern den OB-Sessel erobern würde. „Wir suchen immer noch nach einem geeigneten Kandidaten oder einer geeigneten Kandidatin“, sagt denn auch – eher resigniert klingend – ein Mitglied des Kreisvorstands.

Weitgehend gesichert scheint die Kandidatur des derzeit amtierenden Stadtoberhaupts Gertrud Maltz-Schwarzfischer für die SPD – offiziell nominiert wird bei den Sozis zwar erst am 21. Juli, doch einen ernsthaften parteiinternen Konkurrenten gibt es nach der Abspaltung der Wolbergs-Fraktion nicht mehr.

Freudenstein macht Druck auf CSU-Spitze

In Bewegung gekommen ist vergangene Woche nun auch nochmal das Kandidatenkarussell bei der CSU. Das bekannteste Gesicht der Partei – Astrid Freudenstein – hatte ihre Kandidatur zuletzt recht deutlich an eine „inhaltliche und personelle Erneuerung“ der CSU geknüpft. Eine Formulierung, die vielfach als Rücktrittsultimatum an den derzeit noch amtierenden Parteichef Franz Rieger verstanden wurde, gegen den seit mittlerweile über zehn Monaten in Zusammenhang mit der Spenden- und Korruptionsaffäre ermittelt wird, aber auch als Spitze gegen Riegers designierten Nachfolger, JU-Chef Michael Lehner, der seinem politischen Ziehvater stets die Hausmacht im CSU-Kreisverband gesichert hatte.

Dagmar Schmidl, Jürgen Eberwein und Astrid Freudenstein – ein Rennen mit Handicaps um die OB-Kandidatur in der CSU. Fotos: Staudinger

Vor diesem Hintergrund schienen bislang nur noch die beiden Stadträte Jürgen Eberwein und Dagmar Schmidl im Rennen um die Kandidatur zu sein. Vergangene Woche aber ist Freudenstein nun auf Facebook vorgeprescht und hat eine Befragung der CSU-Basis ins Spiel gebracht. Deren Votum sei für sie „zwingend und entscheidend“, schreibt Freudenstein, verbunden mit der Aufforderung: „Jetzt sind die Spitzen des Kreisverbandes am Zug.“ Für ihr Posting erntete Freudenstein viel Zuspruch – über 400 „Likes“. Zum Vergleich: Die Videobotschaften von Joachim Wolbergs kommen in der Regel auf etwa 150.

Unbekannte Größe: Wolbergs-Wahlverein

Der, Wolbergs, hat spätestens mit der Gründung seines Wahlvereins BRÜCKE klargemacht, dass auch er wieder antreten will. Abhängig ist das davon, wie das Urteil des Landgerichts Regensburg im derzeit laufenden Prozess ausfällt – ab einer Haftstrafe von zwölf Monaten (ob mit oder ohne Bewährung) sollten sich seine Ambitionen eigentlich von selbst erledigt haben – formal allerdings erst, sobald das Urteil rechtskräftig wird, was angesichts des angekündigten Gangs bis zum BGH erst Jahre nach 2020 der Fall sein wird. Nach der kürzlich erfolgten Entscheidung des Oberlandesgerichts Nürnberg steht dann noch ein weiterer Prozess in Zusammenhang mit den Wahlkampfspenden des „Immobilien Zentrum Regensburg“ an. Über die Zulassung von zwei weitere Anklagen wird erst noch entschieden.

Der erweiterte Vorstand des Wolbergs-Vereins „Brücke“. Foto: altrofoto.de

Wolbergs selbst hat am Rande der Gründungsversammlung von BRÜCKE erklärt, dass er nicht antreten werde, wenn er wegen Bestechlichkeit verurteilt werde – was derzeit nicht im Raum steht – oder bei „einem Urteil, das sich so liest, als wäre ich bestechlich“. Diese Formulierung ist eine leichte Adaption früherer Aussagen. Bei einem öffentlichen Auftritt Anfang Februar hatte Wolbergs noch erklärt: „Wenn ich wegen Korruption schuldig gesprochen werde im ersten Verfahren, dann würde ich natürlich in Revision gehen, aber dann stehe ich natürlich nicht für die Kandidatur zur Verfügung. An der Spitze der Stadt kann niemand stehen, dem in welcher Instanz auch immer gesagt wurde, er sei korrupt.“

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Kommentare (44)

  • dünnster Künstler

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    Europawahlkampf im Stadtteil Burgweinting mit Der Partei DIE PARTEI und Gründungsverlammlung der Liste Ribisl für die Kommunalwahl 2020. Kommt, ladet Eure Freunde ein, nehmt Eure Eltern mit und entschlüsselt die Hieroglyphen:
    Sa 27.4. 14-18 Uhr, städtisches Backhaus am Islinger Weg 1 (hinter dem Grünabfall).
    Illustrierte Informationen, Pressefotos, Plakat (mit Hexe Melody) und Programm:
    http://europabrunnendeckel.de/?p=7534

  • joey

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    Alzheimer „vergessen wir was war“ war ein sehr griffiger und leicht verständlicher Titel, der leider immer noch aktuell ist. Damals wie auch heute stellt sich aber die Frage, ob man eine demokratische Wahl rein satirisch verwenden darf. So ist zu hoffen, daß auch ernste Inhalte folgen.

    Die Piratin Tina Lorenz hat als einzige in der Korruptionsaffäre eine schnelle und klare Haltung gezeigt. Persönliches Vertrauen ist die Grundlage für glaubwürdige Programme.

  • Dieter

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    Bei der Kandidatenauswahl bleiben eigentlich nur Suttner oder tatsächlich Friedl übrig.
    Letzterer würde sich endlich um den Europa-Brunnen in welcher Form auch immer kümmern und man müsste auch weniger ellenlange Kommentare hier lesen – eine Win-Win-Situation.

    Spaßparteien sind allerdings ein alter Hut und die Liste ALZ war, wenn überhaupt, nur regional originell. Maximal taugt sie noch für einen Schenkelklopfer beim jährlichen CSU-Truthahn-Stelldichein von Mierswas Schulfreund Kittel im Auerbräu.

    Vielleicht wird es ja letztendlich eine Bunte Koalition 2.0 mit Malz-Schwarzfischer als OB, einem grünen 2. Bürgermeister und ‚Die Brücke‘ darf sich um den Winterdienst kümmern und zu runden Geburtstagen gratulieren. Mal sehen wer dann allerdings den 1. Vorstand macht.

    Außer Freudenstein tritt an, dann wird es wohl leider die CSU.

  • Sir Sonderling

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    „Förderverein für unter- und überirdische UrbanismusForschung“ – ha-ha-ha, ham mir g’lacht!
    Der Vergleich mit der genialen Aktion der Liste ALZ damals lässt mich gruseln.

    Etwas Klamauk, Hauptsache proforma gegen Wolbergs und die etablierten da oben irgendwas, irgendwie…..und Regensburg Digital springt durch den Reifen. Oh mei.

  • Stefan Aigner

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    @Sir

    Inwiefern sich die Liste gegen Wolbergs richtet, müssen Sie mir erklären. Wo steht das?

  • Reiner Wehpunkt

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    Jakob Friedls Engagement wird natürlich vom großen Erfolg des Wolodymyr Selensky beflügelt!
    Durchsetzungsfähigkeit und Hartnäckigkeit hat er bewiesen, in Bezug auf Fantasie und Originalität ist er ganz sicher die Nummer 1 unter Regensburger Prominenz !

    Ob er im tristen Alltag des schwerfälligen Molochs ‚Verwaltung‘ seine Lebensfreude nicht sehr schnell verlieren würde, wird die Zukunft zeigen.
    Sofern er gewinnt :-)

  • dünnster Künstler

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    @Dieter: Da ist nichts mehr zu machen…um die Entfernung des Deckels (Membran) und Zubetonierung der darunterliegenden Brunnenstube (Überrest der nie gebauten Esplanade) hat sich die Stadt Regensburg doch im RKK-Vorfeld schon längst gekümmert, zusammen mit den Projektpartnern: Oberösterreich Tourismus GmbH, Stadt Regensburg, Stadt Straubing, Stadt Pocking, Gemeinde Künzing, Gemeinde Haibach ob der Donau, Gemeinde Engelhartszell, WGD Donau Oberösterreich Tourismus GmbH, Tourismusverband Attersee-Salzkammergut, Tourismusverband Wels, Verein für Regionalentwicklung regio impuls, Tourismusverband s‘Innviertel
    vergl.: https://www.regensburg.de/rathaus/aemteruebersicht/planungs-u-baureferat/tiefbauamt/aktuelle-massnahmen/projekt-roemerrastplatz-am-ernst-reuter-platz
    rostiger Römerplattennachbau Mai 2017: https://youtu.be/Zlb4InwZAH0

    @Sonderling:
    Das Thema hinter der lustigen Ribisloberfläche ist tatsächlich ein sehr ernstes und tiefsinniges und bietet Anknüpfungspunkte im gesamten Stadtgebiet. Lesen hilft – Pizzabelegen vielleicht auch.
    Bezüglich „Klamauk“ möchte ich anmerken, dass SPD und CSU bei ihren schlecht besuchten Backofenfesten tatsächlich garkeine politischen Themen ansprechen, sondern lediglich frontal Leberkas und Kuchen verkaufen. Im Wahlkampf wird dann wieder mit Speiseeis posiert…. DIE PARTEI verhandelt hingegen hohle Phrasen und sorgt so für sehr gute Gegenargumente!

  • Michael Mittag

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    Selbstverständlich haben wir GRÜNE geeignete Kandidat*innen. Allerdings erfolgt die Wahl des/r OB-Kandidat*in durch die Basis plangemäß erst im Juli.

  • Marius Cramer

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    Ist das Kunst oder kann das weg?

  • R.G.

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    Ich bin begeistert von der Körpersprache des abgebildete Teams.
    Besonders von den überschlagenen Beinen vorne Mitte.
    Züchtig wie in der Modelsendung nur bei den unter 18 jährigen, bedeckt eine schmale weibliche Hand den zuhgehörigen, hier allerdings bekleideten Regensburger Schoß, davor wie eine halbe Zensur ein hoch vorgezogenes, irgendwie überflüssiges Bein.

    Üben., üben, üben, dann reicht es bald zur Yogaübung Drehsitz!
    Das wäre immerhin ein positives Ziel.

  • Mr. T.

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    Wenn die Satire von der Politik schon so vor sich her getrieben wird, dass sie es kaum mehr schafft, die Politik noch ausreichend zu überzeichnen, kann sie auch gleich selbst Politik machen. Genau so wie mittlerweile die heute-show eine Alternative zum heute-journal darstellt, kann auch eine DIE PARTEI genauso Politik machen wie die etablierten Parteien. Und genauso hätte ich auch keine Bedenken, wenn der künstlerische Störenfriedel OB wird. Bis jetzt hätte ich mir auch nur den Suttner von allen Kandidaten als geeignetsten vorstellen können.

  • Wendelin Sorgenfrey

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    Bravo! 10 Kandidaten für den Regensburger OB sind zwar viel, aber immer noch nicht genug. Wenn man bedenkt was mancher OB/B in seinem Amt zuwege bringt und welchen tatsächlichen Kenntnisstand der Wähler vorab über die Qualifikation dieser Personen zur Verfügung hat. Hier gehört unbedingt nachgearbeitet, schliesslich fällt dies unmittelbar auf die Parteien und nicht zuletzt auf die Bürger zurück.

  • Andreas Zirngibl

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    Im Gegensatz zu anderen Parteien gackern die GRÜNEN erst dann, wenn das (Bio)-Ei gelegt ist.

  • R.G.

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    @Andreas Zirngibl
    Gelegentlich gackern Politiker und es kommt ein großer Loop heraus.
    Fragt sich der gesunde Menschenverstand, was für ein großer Hund muss das sein, der dergleichen betonhart hervorbringt?
    Von wem holt der sich seine Leckerli?

    @Jakob Friredl
    Wichtig ist nur, dass man jemanden für seine Rechnungen hat.

  • gustl

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    Das Lächerlichste was ich mit ansehen musste, wie der Regensburger Bürgermeister Wien und Kopenhagen mit Regensburg in Bezug auf den Wohnungsbau vergleicht. Weder der grüne Landtagsabgeordnete noch der grüne Bürgermeister haben irgendeine Kompetenz in Sachen Wohnungspolitik, außer dass sie beim Drehen an der Mietpreisspirale mitgedreht haben.

  • Markus Frowein

    |

    Angesichts der Umstände, dass Parteifunktionäre verschiedener Parteien in RGB ein
    gewisses „System“ installiert, nach einem Wechsel auf dem OB-Sessel weitergeführt
    und durchgehend (fast) alle Entscheidungen abgenickt wurden und offenbar auch
    niemand gewillt ist, dieses System zu deinstallieren und endlich zu beerdigen, würde
    ich behaupten, dass der Kanditat der „Liste Ribisl“ mir am geeignetsten erscheint.

    Auf jeden Fall kann man Herrn Friedl keine Nähe zu Bauträgern vorwerfen und so,
    wie ich das verstanden habe, hat er einen guten Überblick über seine Kontoauszüge.
    Denn wenn man sein Konto im Griff hat, kann man Korruption leichter verhindern.
    Ich bin mir auch sicher, dass Herr Friedl im Sinne Aller agieren wird und sich stets
    bemühen wird, gute Konsensentscheidungen herbeizuführen, so wie ich ihn kenne.

    Alles Gute und viel Glück, Maulwurf!

  • Andreas Zirngibl

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    @R.G.
    Hä??? (Was will der Autor uns damit sagen?)

  • dünnster Künstler

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    @R.G… es ist hilfreich eine Organisation für Rechnungen zu haben, aber es geht auch so: Im Rahmen des RKK Protests mit vollcornform, dem Kein-RKK- und dem Zukunft-Keplerareal Bündnis 2017-19 habe ich ca. 1500€ ausgegeben, selbst bezahlt, nur 60€ in Rechnung gestellt …und kontinuierlich ziemlich viel umsonst gearbeitet. Mein Ribisl-Wahlkampf wird bei weitem nicht so viel kosten. Aktuell hoffe ich z.B. auf viele Spenden für Pizza und Bier und gutes Wetter um mit Ribisl & DIE PARTEI mit den Materialkosten auf null raus zu kommen. Trotz erstmals 50,-€ höherer Anmeldegebühren werden wir beim Backofenfest die Spendenempfehlungen wesentlich niedriger ansetzen als SPD&CSU. Wenn zu viele Kinder kommen machen wir miese und teilen uns die Schulden.

    Es freut mich sehr, dass es nun nach 5 Jahren Wartezeit (2014 war es die Maibaumpartei…) und zahllosen Briefen an das Gartenamt endlich möglich ist, den Backofen mit dem FUF-Kunstverein und einer anderen Partei als SPD&CSU für Stadtteilkultur und Mikro-Politik zu instrumentalisieren: Frühling, Sommer und Herbst. Wir backen sehr gut!

  • Lothgaßler

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    Die Grünen befinden sich zwar im Höhenflug, aber die Leistung der Grünen im Regensburger Stadtrat ist kaum wahrnehmbar. Die ÖDP hat sich einen Stimmenzuwachs verdient.
    Friedls Mut zur Kandidatur sollte belohnt werden. Zum OB wirds nicht reichen, aber ein reaktives Teilchen im Stadtrat täte gut, denn es sind schon zu viele dort drinnen zum Inventar geworden. Warum dem alten Filz die Stimmen hinterherwerfen, etwa weils so schön einfach anzukreuzen ist?

  • Blas Femi

    |

    Was haben Gurken mit den hohen Mieten zu tun? Macht es ein*e neue*r Obermeister*in besser?

    Stellen Sie sich vor, Sie wären Gurkenhändler in Randsberg. Sie kaufen die Gurken von verschiedenen Lieferanten ein und verkaufen sie zu einem möglichst hohen Preis weiter. Da jeder in der Kette einen Gewinn machen möchte, zahlt der Endverbraucher letztlich mit seinem Kaufpreis auch die Gewinne.

    In Randsberg gibt es die größten Gurken nur beim städtischen Amt. Jetzt gibt es in Randsberg viele Gurkenhändler, die alle Gurken haben möchten. Um die meisten Gurken verkaufen können, machen Sie dem Obermeister vom Amt schöne und viele Geldgeschenke, damit Sie die meisten Gurken bekommen. Und weil andere Gurkenhändler nicht dumm sind, machen die auch viele Geschenke. Weil auffällt, dass der Obermeister so viel Geldgeschenke erhält, erklärt er, dass vier Gurkenhändler ihn einfach nur geil finden, und deshalb bekommt er so viel Geld geschenkt. Weil aber der Obermeister für den Verkauf der Gurken noch die Zustimmung des Stadtrates benötigt, erzählt er dem Stadtrat, dass Sie der beste Gurkenhändler in der ganzen Stadt sind, und schon stimmt der gesamte Stadtrat bis auf drei dem Verkauf zu.

    Die anderen Gurkenhändler in Randsberg, die keine Geldgeschenke gemacht haben, sind entweder bankrott oder bei allen zukünftigen Obermeistern in Ungnade gefallen.

    Da Sie und Ihre Mitbewerber nun alle Gurken am Markt erworben haben, sprechen Sie mit den anderen Händlern und vereinbaren, abwechselnd die Verkaufspreise für Gurken zu erhöhen. Da anderswo fast keine Gurken mehr zu haben sind, steigen die Gurkenpreise in Randsberg an.

    Und wenn die Gurken zum Vermieten geeignet wären, würde so der Mietpreis immer weiter steigen.

  • Wilfred

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    Oh je, Herr Friedl, machen Sie bitte nicht den Fehler, sich bereits im Wahlkampf mit komplizierten Rechenaufgaben zu belasten. Das hat schon ganz andere um den Verstand gebracht, wie hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=Pda6Tb8JsVo

  • dugout

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    @Wilfred:
    eine wahrhaft stoibereske Botschaft! Sehr beeindruckend

  • Barnie Geröllheimer

    |

    Habe ich da einen Hörfehler?
    Liebe Mietbürgerinnen und Mietbürger….

  • Andreas Zirngibl

    |

    @Lothgassler Da hast Du wohl recht, aber „kaum wahrnehmbar“ ist nicht gleichbedeutend mit untätig. Ich halte das eher für ein Kommunikationsproblem, denn schließlich haben wir es maßgeblich den GRÜNEN zu verdanken, dass es einen Stadtbahn-Beschluss, ein Klima-Leitbild (das auch keiner kennt), e-Carsharing etc. gibt. Deshalb glaube ich auch, dass ein/e völlig unbekannte/r (=unbelastet) GRÜNE/R OB-Kandidat/in recht gute Chancen hätte.

  • Mathilde Vietze

    |

    Ich werde selbstverständlich all meinen Freunden die Wahlempfehlung geben, daß
    an der Koryphäe Friedl kein Weg vorbei geht.

  • Barnie Geröllheimer

    |

    Liebe Frau Vietze,
    jezz wernse mal nich zynisch. Vielleicht braucht der Pensionssicherungsverein von 2019 ja noch jeden Partner….

  • Georg Hemmerl

    |

    Hä, warum ist plötzlich für M.V. unser Friedl eine Wahlempfehlung als OB wert? Nach Woli nun Friedi?

  • Joachim Datko

    |

    Es freut mich, dass der „dünnste Künstler“ den Backofen jetzt nutzen darf!

    Wenn ich ihn richtig verstanden habe, hat man ihm früher unter fadenscheinigen Gründen den Gebrauch des öffentlichen Backofens in Burgweinting verwehrt.

    Bei aller Kritik am Stadtrat wünsche ich mir allerdings, dass es ein ernsthaftes Gremium bleibt. Der „dünnste Künstler“ könnte als Mitglied des Stadtrats oder gar als Bürgermeister, was unwahrscheinlich ist, zuviel Unruhe verursachen.

    Wobei etwas Performance-Kunst nicht schaden kann. Wenn ich mich richtig erinnere, hat Reinhard Kellner, als Stadtrat der Grünen, vor vielen Jahren, dem Oberbürgermeister ein altes Fahrrad auf den Tisch gelegt, um den Bedarf an Fahrradwegen deutlich zu machen.

  • VOTE FOR JAKOB – blogtofakie.de

    |

    […] hätte das gedacht, Jakob plant das Rathaus zu erobern. Das kann man nur unterstützen, denn er hatte und hat bestimmt auch immer noch ein Herz für […]

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Georg Hemmerl“ – Sie wissen doch sicher, was Real-Satire ist? Und – ganz egal, wie
    Sie zu Wolbergs stehen: Ihn mit Friedl zu vergleichen finde ich schon seltsam, um es
    höflich auszudrücken.

  • Mr. T.

    |

    Richtig, Frau Vietze, der Friedl würde nicht mit den Immobilienhaien ins Bett steigen und sich denen ausliefern. Aber er würde auch die Altstadt für den Radverkehr öffnen.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Mr.T. – Sie können mir sicher eine Fülle von Leuten aufzählen, die gerne mit
    Friedl koalieren möchten.

  • Mr. T.

    |

    Kopulieren heißt das, Frau Vietze ;-)
    Aber wahrscheinlich mehr als mit einer von Wolbergs geführten Liste.

  • Lothgaßler

    |

    @ Mathilde Vietze:
    Um es höflich britsch zu formulieren: ORDER, OOOORDERRRRRR!
    Real-Satire ist, wenn Wolbergs einen eigenen Wahlverein mitgründet und dessen erster Vorsitzender wird und gleichzeitig nicht aus der SPD austritt, sondern sich rauswerfen lässt, bzw. absichtsvoll erst kurz vor dem per Fristsetzung eintretenden Parteiausschluss (wohl nächsten Montag) seinen Austritt verkündet und für den selbst angerichten Schlamassel die SPD verantwortlich macht.
    Für so etwas ist der dünnste Künstler Friedl schlichtweg zu anständig.

  • Piedro

    |

    @Lothgaßler
    Ist ja auch keiner der vorgibt Sozialdemokrat zu sein. ;)

  • gleismaus

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    Cool Jakob, wenn man den Joachim Datko Ernst nehmen kann, hast du gute Chancen ganz ohne den Umweg Stadtrat – OB-Stuhl – usw.. an so einen begehrten Beraterposten zu kommen. Glückwunsch ! meine Stimme hast du –

    in diesem Sinne :

    auf viele, lekkere Gurkenpizzas !

    @Verwaltung : is irgendwo gerade noch ne Brunnenstube für ein temporäres Kunstprojekt zu vergeben ?

  • Sir Sonderling

    |

    >Inwiefern sich die Liste gegen Wolbergs richtet, müssen Sie mir erklären. Wo steht das?

    Hallo Stefan Aigner, da steht nirgends. Ich habe das Gehampel quasi eigenmächtig für eine (schlechte) Parodie auf JW‘s unsägliche Listengründung gehalten. Aber offensichtlich ist es nicht mal das.

    @Dünnster Künstler: Ich verstehe , das es bei der inhaltsleeren Leberkäs- und Kuchenfresserei der „Etablierten“ kaum noch Ansatzpunkte für Satire gibt,. Die Regensburger Honoratioren haben, so scheint mir, sogar schon den für Komiker so undankbaren Status der Realsatire hinter sich gelassen.
    Spontanes gemeinsames Weinen wäre vielleicht die angebrachte Reaktion.

    Wenn einem statt Satire nur noch alberne Blödeleien einfallen, muss man das auch nicht als Kunst verkaufen. Aber möglicherweise stimmt auch, dass Regensburg nichts anderes mehr verdient hat. :-(

  • dünnster Künstler

    |

    @Sir Sonderlink: Ich finds auch total Scheiße, freue mich aber -trotz schlechtem Wetter- auf die Toilettenanlagen beim Pizza Fest (-; #Terra Preta

  • Markus Frowein

    |

    @ Mathilde Vietze (23. April 2019 um 18:16)

    Zitat: „Ich werde selbstverständlich all meinen Freunden die Wahlempfehlung
    geben, daß an der Koryphäe Friedl kein Weg vorbei geht.“

    Auch Sie werden eines Tages akzeptieren müssen, dass gestückelte Großspenden
    sowie Nähe zu großen Wirtschaftsunternehmen keine gute Wahlempfehlung sind.

    Zitat: „… Und – ganz egal, wie Sie zu Wolbergs stehen:
    Ihn mit Friedl zu vergleichen finde ich schon seltsam …“

    Sie haben Recht, diese zwei Menschen kann man auf gar keinen Fall vergleichen.

    Zitat: „Sie können mir sicher eine Fülle von Leuten aufzählen, die gerne mit
    Friedl koalieren möchten.“

    Ich bin fest davon überzeugt, dass der Künstler auf Koalierende verzichten kann.
    Mir persönlich würde sowieso niemand einfallen, der zu Jakob Friedls Profil passt,
    die derzeitigen Betonfetischisten und Bauträgerspezln im Stadtrat jedenfalls nicht.

    Friedl for President!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu “ Markus Frowein“ – Ich wäre fast geneigt, Ihren Beitrag als Real-Satire zu
    betrachten. Wenn Sie Zitat 1 nicht als ironsich gesehen haben, kann ich nichts
    dafür. Zu Zitat 2) Wann habe ich jemals das, was Wolbergs falsch gemacht hat,
    kleingeredet? Zitat 3) Welch‘ tolle Leistungen für Regensburg hat Friedl bisher
    erbracht, dies im Vergleich zu Wolbergs, der – bei aller berechtigten Krfitik –
    auch eine sehr gute Arbeit gemacht hat. Außerdem wäre es sinnvoll, nicht
    den gesamten Stadtrat zu verunglimpfen. Sie als gebildeter Mensch sind
    doch sicher bereit, über einiges nachzudenken. Ich wünsche Ihnen auf
    jeden Fall alles Gute.

  • Markus Frowein

    |

    @ Mathilde Vietze (2. Mai 2019 um 08:58)

    Zu 1: Natürlich nahm ich Ironie wahr, weshalb ich darauf eine ernste Antwort gab.

    Zu 2: Jede berechtigte Kritik wird von Ihnen als „Dreckkübel ausgießen“ bezeichnet.
    Wann haben Sie selbst Wolbergs Fehlleistungen thematisiert oder gar Kritik geübt?

    Zu 3: Herr Friedl bemüht sich, den öffentlichen Raum zu gestalten, um damit Ihnen
    und allen anderen Bürgern der Stadt zu demonstrieren, dass der öffentliche Raum
    der Öffentlichkeit gehört und nicht wenigen Bauträgern oder diversen Beamten.
    Was genau hat Herr Wolbergs geleistet, neben der Verschleierung von Stückelung?

    Richtig, ich habe im Falle des Stadtrats verallgemeinert. Ich meine, mich erinnern zu
    können, dass im Stadtrat zwei oder drei sitzen, die nicht mit Bauträgern kopulieren,
    um das Wort von „Mr. T.“, welches mir sehr gut gefiel, noch einmal hier aufzugreifen.

    Auch Ihnen wünsche ich alles Gute, vielen Dank.

  • Piedro

    |

    @Mathilde Vietze
    „Welch‘ tolle Leistungen für Regensburg hat Friedl bisher
    erbracht, dies im Vergleich zu Wolbergs, der – bei aller berechtigten Krfitik –
    auch eine sehr gute Arbeit gemacht hat. “
    Dann frage ich mal: was hat W. denn tolles für Regensburg geleistet, ehe er in den Stadtrat kam? Mehr als Herr Friedl, der sich immerhin künstlerisch engagiert und in diesem Bereich schon das eine oder andere auf die Beine gestellt hat? Und den ich hier als konstruktiven Kritiker wahrnehme, seid ich rd kenne, der immer wieder auch Vorschläge einbringt?

    Wenn im Stadtrat nur Personen sitzen sollen, die bemerkenswertes für Regensburg geleistet haben ehe sie ihr Mandat zur Wahl stellen, dürfte es ziemlich mau aussehen. Aber vielleicht hat der eine oder andere aus dem Hause TT Zeit für das Stadtparlament, deren Geburt war ja schon eine Leistung…

    Ich verstehe nicht, warum Sie sich unterschwellig so gegen den Herrn F. aussprechen. Ist doch ein sympathischer und phantasiebegabter Mensch, der anscheinend das Herz am richtigen Platz hat, politisch weit entfernt vom ewig gestrigen Amigosystem der CDU zu verorten ist, und bestimmt mehr sozialdemokratische Werte verkörpert als mancher mit einem gut beklebten Parteibuch. Gut, er gehört nicht der SPD dann, das mag Ihnen als Makel erscheinen, aber bitte: es gibt bestimmt schon mehr Sozialdemokraten außerhalb dieser Partei, die sich sehr nachhaltig dafür eingesetzt hat, dass die Vermögensschere weiter auseinander gegangen ist, Erwerbslose nachhaltig entrechtet werden und das ganze Hartz-System in seinen widerwärtigen Ausprägungen erhalten bleibt. Von der Verweigerung in Brüssel mal ganz abgesehen, wo sich auch SPD-Mandatare regelmäßig enthalten wenn es um Themen des Umwelt- und Menschenschutzes, der sozialen Gerechtigkeit und anderer konzernwidrige Abstimmungen geht. Fürchten Sie, dass im Regensburger Stadtrat über phantasievolle, bürgernahe Projekte abgestimmt werden soll? Fürchten Sie unkonventionelle Ideen für den öffentlichen Raum? Oder fürchten Sie bloß, dass die Schnarchnasen im Stadtrat demnächst nicht mehr alles abnicken was der OB auf den Tisch bringt, sich nicht mehr gefallen lassen, wenn ihnen keine Zeit bleibt Unterlagen zu prüfen oder gar die Verwaltung transparente Entscheidungen durchsetzen muss? Erzählen Sie doch mal, teilen Sie Ihre Visionen. Ach ja, das ist ja was für den Arzt… Trotzdem habe ich von Ihnen leider schon lange nichts konstruktives mehr gelesen, da sind die Beiträge vom Friedl ganz anders, gelle?

  • Mathidle Vietze

    |

    Zu Markus Frowein und „Piedro“ – St efan Aigner, den ich schätze, wünscht keine
    Zwiegespräche auf RD. Ich bin aber gerne bereit, mich mit Ihnen persönlich aus-
    zutauschen. Nehmen Sie bitte mit mir Kontakt auf; ich lade Sie gerne auf ein Glas
    Wein ein. Vorerst aber Ihnen beiden alles Gute.

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