Eva Mattes liest Astrid Lindgren

Unbehelligt, nicht unbeschwert

Am Samstag gab Eva Mattes mit einer Lesung aus Astrid-Lindgren-Tagebüchern den Auftakt zur Reihe „Große Namen – große Texte“ des Stadttheaters.

Boten dem Publikum einen rundum gelungenen Abend: Jakob Neubauer, Irmgard Schleier und Eva Mattes. Foto: Alba Falchi / Theater Regensburg.

Boten dem Publikum einen rundum gelungenen Abend: Jakob Neubauer, Irmgard Schleier und Eva Mattes. Foto: Alba Falchi / Theater Regensburg.

Als Tommy und Annika Pippi davon erzählen, dass es ganz toll in der Schule sei und dass sie schon bald Ferien haben werden, da ist die sonst so lustige Pippi ernsthaft empört. Denn schließlich sei es nicht fair, dass sie, die sie gar nicht zur Schule gehe, keine Ferien habe, die anderen Kinder aber schon. Nur deshalb beschließt sie, ab sofort auch in die Schule zu gehen. Doch früh um acht Uhr, da habe sie keine Zeit. Sie komme dann später nach.

Es sind diese unbeschwerten, eine kindlich-anarchische Weltsicht feiernden Episoden, die wohl jeder kennt und sofort mit dem Namen Astrid Lindgren konnotiert. Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga und die Kinder aus Bullerbü sind nur die bekanntesten ihrer zahlreichen Protagonistinnen und Protagonisten, die noch heute in fast jedem Bücherregal ein Zuhause haben.

Plakat
Rezension zu „Born to Be Blue“

Chet is (not) back

Ein biographischer Drogenfilm mit ein bisschen Borderliner-Liebe und den gesammelten Klischees der Musikerbiographien der letzten zwanzig Jahre feiert am morgigen Donnerstag Premiere: Born to Be Blue.

Das aktuelle Kursbuch nimmt auch Regensburg in den Blick. Foto: RTG
Glanz und Elend der Stadtpolitik

Der Prozess oder Schaut auf diese Stadt!

Am heutigen Freitag erscheint das Kursbuch 190 mit dem Titel „Stadt. Ansichten.“ Der Band geht in einer Reihe von Essays der Frage nach aktuellen Entwicklungen der Stadt als Laboratorium für neue Formen sozialen und politischen Lebens nach. Unter anderem spielen auch Regensburg und die derzeit laufenden Ermittlungen in der Spendenaffäre in dieser Kursbuch-Ausgabe eine Rolle: Hermann Sottong reflektiert an diesem Beispiel unter dem Titel „ Stadt. Bürger. Sinn“ Glanz und Elend der Stadtpolitik. Ein kurzer Auszug.

Klubbb3 mit Gloria von Thurn und Taxis. Ein okkultes Unterfangen. Foto: Electrola / Universal Music GmbH.
Musikvideo vom Klubbb3 mit Gloria von Thurn und Taxis

Polyamouröser Okkultismus mit Migranten auf Schloss St. Emmeram

Drei Migranten aus dem Zauberland waren kürzlich mit weißen Rössern in Regensburg auf Schloss St. Emmeram, um unsere Fürstin, Gloria von Thurn und Taxis, mit okkulten Zaubersprüchen zu bezirzen und entgegen gottgewollter Beziehungs- und Sexualmoral zu offenbar polyamouröser Sündhaftigkeit zu verführen. Eine sozio-theologische Einschätzung.

Plattenfilme am vorletzten Festivaltag. Hier: Focus on Infinity, vertont von DJ Film. Foto: om
23. Internationale Kurzfilmwoche Regensburg

Die Stadt zu Gast am Land

Die 23. Internationale Kurzfilmwoche Regensburg stand ganz im Zeichen des Themas Stadt. Nicht nur das entsprechende Sonderprogramm bot hierzu einiges, auch andere Programme widmeten sich mitunter ausführlich dem Urbanen. Der Film „every-one“ von Willi Dorner war dabei, nicht nur als Preisträger des neuen Architekturfilmpreises, der meistpräsentierte und herausragendste Beitrag. Das Regionalfenster gewann die Neuseeländerin Pennie Hunt.

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Kritik zu „Les Enfants Terribles“ am Theater Regensburg

Kreuzbrave Opiumträume

Das kulturelle Reflexionsniveau, bei einem Cocteau-Stück die Kulisse mit populären Schnappschüssen aus surrealistischen Stummfilmen zu schmücken, entspricht ungefähr dem, sich Andy-Warhol-Replika in die Café-Bar zu hängen!

Das Podium im Theater am Haidplatz. Von links nach rechts: Christian Kucznierz, Esther Slevogt, Ruth Zapf, Christian Schiffer und Moritz Tschermak. Foto: om
Diskussion um mediale Verantwortung

„Bisschen cooler, bisschen weniger 1984“

Die zweite Ausgabe der „Regensburger Gespräche“ drehte sich am Dienstag um das Thema „Alles für den Klick? Berichterstattung in Zeiten sozialer Netzwerke“. Das Theater Regensburg hatte in sein Haus am Haidplatz geladen, um über die Verantwortung des Journalismus in Recherche, Aufbereitung und Präsentation von Inhalten zu diskutieren. Dabei standen besonders im Fokus: Print vs. online, Clickbait und der richtige Umgang mit Hasskommentaren.

Terrorgruppe im Mischwerk. Foto: om
Berliner Punkband "Terrorgruppe" in Regensburg

Sodom und Gomorra bleibt aus

Ziemlich genau 18 Jahre ist es her als die Terrorgruppe zuletzt in Regensburg spielte. Damals brachte ihnen der Auftritt in der Alten Mälzerei eine irrwitzige Anzeige eines katholischen Eiferers ein. Am vergangenen Samstag war die Berliner Punkband wieder in der Stadt, in der „Live-Event-Location“ Mischwerk. Anzeigen werden diesmal vermutlich ausbleiben und würden den ohnehin nur bloß durchwachsenen Abend unnötig aufwerten.