SPD: Applaus statt kritischer Nachfragen

Spendenaffäre: Sind die veröffentlichten Summen Unfug?

Bei einer Sitzung des SPD-Stadtverbandes am Montag hat Oberbürgermeister Joachim Wolbergs die vom Wochenblatt veröffentlichen Zahlen zu den Spendensummen offenbar dementiert. Ein Teilnehmer spricht angesichts der Stimmung von „Kadavergehorsam“.

Solidaritätsadressen, Applaus, Medienschelte: In der SPD scheint der Rückhalt für Joachim Wolbergs (hier bei seiner Wahl zum Oberbürgermeister) ungebrochen. Foto: Archiv/ Starzinger

Solidaritätsadressen, Applaus, Medienschelte: In der SPD scheint der Rückhalt für Joachim Wolbergs (hier bei seiner Wahl zum Oberbürgermeister) ungebrochen. Foto: Archiv/ Starzinger

Die SPD schart sich um ihren Oberbürgermeister. Bei einer parteiöffentlichen Versammlung des Stadtverbandes am Montagabend mit knapp 100 Teilnehmern gab es nach übereinstimmender Schilderungen einige Solidaritätsadressen und offenbar weit mehr Applaus als kritische Nachfragen. „Ich hätte mir das angesichts der vorherrschenden Stimmung auch kaum getraut“, sagt ein SPD-Mitglied, das von „Kadavergehorsam“ spricht.

"Gewählt, um Träume zu erfüllen." Joachim Wolbergs nach der gewonnenen Stichwahl im März 2014. Foto: Archiv/ Baumgärtner
CSU wehrt sich gegen Wolbergs' Andeutungen

Schlegl zur Spendenaffäre: „Wir hatten kein Panama-Konstrukt.“

Schmack, Tretzel und Immobilien Zentrum heißen die drei Bauunternehmen, gegen die die Regensburger Staatsanwaltschaft – neben dem Oberbürgermeister – wegen möglicherweise illegaler Parteispenden ermittelt. Wolbergs‘ früherer Gegenkandidat Christian Schlegl wehrt sich derweil dagegen, „von ihm in den Dreck gezogen zu werden“.

Zeit gewonnen: MZ-Anwalt Johannes Weberling und DSR-Geschäftsführerin Gabriele Köhler verlassen das Arbeitsgericht.
Entlassungen im Mittelbayerischen Verlag

MZ-Prozesse: Theaterdonner und steigende Abfindungen

Der Ton wird rauer, doch die Abfindungen steigen. Annähernd 150.000 Euro hat der Mittelbayerische Verlag zwischenzeitlich an einzelne entlassene Beschäftigte einer Tochtergesellschaft bezahlt. Eine gerichtliche Entscheidung darüber, ob die Kündigungen rechtens waren, scheint der MZ-Anwalt tunlichst vermeiden zu wollen.