Nach Druck von Parteibasis und CSU beriet die SPD-Fraktion am Montag über den Verbleib des früheren Fraktionschefs auf den lukrativen Aufsichtsratsposten. Auch beim SSV Jahn wird diskutiert. Derweil dementiert Hartl Gerüchte über Pläne für eine erneute Kandidatur für den Bezirkstag.

"Mit einer E-Mail das Lebenswerk zerstört." Norbert Hartl. Foto: Archiv/ Staudinger

„Mit einer E-Mail das Lebenswerk zerstört.“ Norbert Hartl. Foto: Archiv/ Staudinger

„Wer erzählt denn so einen Schmarrn?“, fragt Norbert Hartl etwas genervt. Schon seit längerem kursieren innerhalb der SPD Gerüchte, denen zufolge der frühere Fraktionschef – Korruptionsaffäre und Anklage durch die Staatsanwaltschaft zum Trotz – bei der nächsten Bezirkstagswahl erneut seinen Hut in den Ring werfen will. Voraussichtlich im November wird die Regensburger SPD ihre Listen für Land- und Bezirkstagswahl aufstellen. Seit über 30 Jahren hat Norbert Hartl die Direktkandidatur bei der SPD für den Bezirkstag inne – nur ein Mal, 2012, wagte sich mit Bruno Lehmeier ein Gegenkandidat aus der Deckung. Sehr zum Ärger des damals noch unangefochtenen Strippenziehers Hartl.

"Mut zur Wahrheit", forderte ein Oberpfäler Funktionärin und meinte Antisemitismus.
"Den Holocaust? Den hat es nie gegeben..."

Wie die AfD Oberpfalz mit einer antisemitischen Funktionärin verfuhr

Eine AfD-Funktionärin im Bezirk Oberpfalz bekannte sich stolz dazu, Antisemitin zu sein, verbreitete entsprechende Verschwörungstheorien und verschickte Mails, die andere Mitglieder „teilweise dem politkriminellen Milieu“ um Holocaustleuner wie Horst Mahler und Ursula Haverbeck zuordneten. Intern drängte man sie schließlich zum Rücktritt, öffentlich äußerte man sich anerkennend über ihr großes Engagement für die Partei. Die Betroffene ist Mitglied im Kreisverband des stellvertretenden AfD-Landeschefs Werner Meier.

Glaubt an seine Kanzlerschaft: Martin Schulz. Bild: Staudinger
SPD-Wahlkampfauftritt in Regensburg

„Der Martin, einer von uns!“

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz kam diesen Freitag für einen Wahlkampfauftritt nach Regensburg. Im voll besetzten Glöckl-Festzelt auf der Dult versuchte er die Unterschiede zwischen ihm und Bundeskanzlerin Merkel deutlich zu machen und forderte mehr Gerechtigkeit. Am Schluss bekam er für seinen Auftritt ein Trikot des SSV Jahn Regensburg.

Das Hochhaus am Ernst-Reuter-Platz: "Rückbau ab Januar 2018". Foto: Herbert Baumgärtner
RKK: Befragung und Entmietung

Keplerhochhaus: Diakonie kündigt „Rückbau ab Januar 2018“ an, aber…

Ende Oktober sollen die Fragebögen für die Neugestaltung des Areals zwischen Bahnhof und Ernst-Reuter-Platz verschickt werden. Ein zentrales Projekt: das Kultur- und Kongresszentrum. Im Vorfeld wird bereits mit der Entmietung des Luther- und Kepler-Wohnheims begonnen. Die Diakonie kündigt Bewohnern den Abbruch des Gebäudes ab Januar 2018 an. Doch so einfach geht das nicht.